Bernina ist eine mittelfrühe Speisekartoffelsorte. Sie zeichnet sich durch hohe Erträge und marktfähige Knollen mit exzellentem Geschmack aus. Sie hat spezielle Pflegeansprüche, die Hobbygärtnern helfen, den Ertrag zu maximieren, wenn sie diese kennen.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Bernina ist eine deutsche Züchtung, entwickelt von Heinrich Bohm (Europlant Pflanzenzucht GmbH). Sie wurde 2017 für den Anbau in Russland zugelassen und ist für Hausgärten in der Wolga-Wjatka-Region bestimmt.
Pflanzenmerkmale
Erfahrene Gärtner erkennen Bernina an dem Aussehen ihrer Pflanzen. Es handelt sich um Sträucher vom Stammtyp, die sich durch ein schnelles Laubwachstum zu Beginn der Vegetationsperiode auszeichnen.
Beschreibung der Pflanze und der Knollen
Die Kartoffelsorte Bernina weist folgende charakteristische Merkmale auf:
- durchschnittliche Körpergröße;
- zur aufrechten oder halbaufrechten Art gehörend;
- Mittelgroßes bis großes Laub, hellgrün bis grün;
- Blüten: groß, ohne Anthocyanfärbung auf der Innenseite der Blütenkrone.
Erfahrene Gärtner heben folgende Eigenschaften von Knollen hervor:
- Gewicht - 112-142 g;
- längliche, ovale Form;
- Augen in mittlerer Tiefe;
- gelbe Farbe der Schale;
- dunkelgelbes Fleisch.
Geschmacksmerkmale und Zweck
Bernina-Knollen haben einen guten Geschmack. 100 Gramm rohes Fruchtfleisch enthalten folgende Nährstoffe und wertvolle Substanzen:
- Stärke - von 11,1 bis 14 g;
- Protein - 1,7 g;
- Trockenmasse - 17,4 g;
- Zucker - 0,6 g;
- Ascorbinsäure - 24,6 mg.
Reifung und Ertrag
Bernina ist eine mittelfrühe Kartoffelsorte. Ihre Knollen reifen in 90 Tagen. Die Ertragszahlen dieser Gemüsesorte sind wie folgt:
- von 221 bis 44900 kg pro Hektar Anbaufläche (dies ist höher als bei Standardsorten wie Aurora und Petersburg);
- 70400 kg pro 1 ha (maximaler Ertrag, der bei staatlichen Sortenprüfungen erzielt wurde).
Handels- und Verbrauchereigenschaften von Knollen
Die Bernina-Kartoffel zeichnet sich durch ihre großen Früchte aus. Ihre Knollen sind gleichmäßig groß, glatt und lassen sich leicht schälen.
Sie weisen außerdem folgende Eigenschaften auf:
- Marktfähigkeit - 77-95%;
- Haltbarkeit - 96%.
Krankheitsresistenz
Diese Sorte zeichnet sich durch ihre Resistenz gegen häufige und gefährliche Gemüsekrankheiten aus, was ihr bei Hobbygärtnern Anerkennung eingebracht hat.
Bernina-Pflanzen sind resistent gegen folgende Infektionen und Parasiten:
- Nematoden (Resistenz - 9 von 10 Punkten);
- Kartoffelkrebs;
- Einrollen der Blätter;
- gewelltes und gestreiftes Mosaik;
- Knollenfäule.
Sie sind mäßig resistent gegen Alternaria-Fäule, Schorf und Krautfäule. Laut dem Allrussischen Forschungsinstitut ist diese Gemüsesorte anfällig für Knollenfäule. Eine vorbeugende Behandlung der Sträucher kann helfen, Ernteausfälle durch Infektionen zu vermeiden.
Landemerkmale
Die Kartoffelsorte Bernina stellt hohe Ansprüche an Bodenstruktur und -fruchtbarkeit. Gärtner erzielen maximale Erträge, wenn sie diese Kartoffel in folgenden Bodentypen anbauen:
- Schwarzerde;
- Podsolboden;
- entwässerte Torfgebiete;
- graue Waldböden;
- sandige Lehmböden;
- leichte und mittlere Lehmböden.
Bereiten Sie das Gebiet im Herbst für den Kartoffelanbau vor:
- Pflanzenreste entfernen;
- Grabe die Erde um;
- Mist, Torf und Kompost hinzufügen;
- Schweren Böden Sand hinzufügen;
- Kalken Sie, wenn der Boden sauer ist.
Im Frühjahr sollte die Fläche erneut umgegraben werden. Die Knollen sollten vorgekeimt werden, um das Saatgut für die Aussaat vorzubereiten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Einen Monat vor dem Einpflanzen sollten sie in einen warmen Raum mit einer Temperatur von +15-18℃ und diffusem Licht gebracht werden;
- Die Kartoffeln regelmäßig wässern, bis kräftige Keime (1,5-2 cm lang) erscheinen.
Behandeln Sie das Saatgut mit Kupfersulfat-, Kaliumpermanganat- oder Borsäurelösung, um Krautfäule vorzubeugen. Eine Behandlung mit Fitosporin-M ist ebenfalls zulässig.
Pflanzen Sie Kartoffeln 10 cm tief, sobald die Bodentemperatur +8 °C erreicht hat. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Reihenabstand - 75 cm;
- Abstand zwischen den Büschen - 40 cm;
- Saattiefe - bis zu 17 cm.
Pflegehinweise
Um eine reiche Fruchtbildung zu gewährleisten, benötigen Sträucher dieser Sorte folgende Maßnahmen:
- regelmäßiges Gießen;
- Unkraut jäten;
- Lockerung;
- Hügelbildung;
- Behandlungen von Krankheiten;
- Ausbringung von Düngemitteln.
Die Kartoffelsorte Bernina reagiert empfindlich auf Trockenheit. Während der Blütezeit und in Trockenperioden sollte die Kartoffelpflanze zweimal wöchentlich gegossen werden. Um die Verdunstung zu reduzieren, empfiehlt sich das Mulchen mit Sägemehl.
- Die erste Bewässerung sollte 10 bis 14 Tage nach der Pflanzung erfolgen, falls kein natürlicher Niederschlag fällt.
- Während der Blüte- und Knollenbildungsphase sollte die Bewässerungshäufigkeit auf 3 Mal pro Woche erhöht werden.
- Um die Haltbarkeit der Knollen zu verbessern, sollte die Bewässerung 2 Wochen vor der Ernte reduziert werden.
Eine wichtige Pflegemaßnahme beim Anbau dieser Kartoffelsorte ist das Anhäufeln der Pflanzen. Dies sollte dreimal pro Saison erfolgen:
- wenn die Sprossen eine Höhe von 10-15 cm erreichen;
- 14-20 Tage nach dem ersten Anhäufeln;
- bevor die Spitzenwerte sinken.
Untersuchen Sie Ihre Bernina-Pflanzungen auf Schädlinge und Krankheitsanzeichen. Bei Problemen behandeln Sie die Sträucher mit biologischen Fungiziden wie Fitosporin-M. Bei starkem Befall greifen Sie zu chemischen Mitteln (z. B. Bordeaux-Mischung, Acrobat).
Kartoffelpflanzen sind auch anfällig für den Befall durch den Kartoffelkäfer. Das Absammeln der Schädlinge von Hand kann helfen, das Problem zu beseitigen. Bei starkem Befall sollte ein handelsübliches Pflanzenschutzmittel wie beispielsweise Colorado eingesetzt werden.
Um eine reiche Knollenernte zu gewährleisten, sollten Sie das Düngen nicht vernachlässigen. Düngen Sie Ihre Bernina-Kartoffeln mehrmals während der Saison:
- im frühen Stadium des Buschwachstums — Stickstoffverbindungen, Hühnermistlösung (1:20), Harnstoff;
- im Stadium der Knollenbildung — phosphorhaltige und kaliumhaltige Mischungen (zum Beispiel Kaliumsulfat oder Doppelsuperphosphat, wobei 15 g des Präparats in 10 Litern Wasser gelöst werden).
Ernten Sie die Knollen sofort, nachdem das Laub umgeknickt und ausgetrocknet ist. Mähen Sie die Pflanzen eine Woche vorher zurück, um Krautfäule vorzubeugen. Breiten Sie die ausgegrabenen Kartoffeln zum Trocknen unter einem Dach aus. Nach 2–3 Tagen bringen Sie sie an einen gut belüfteten Ort. Nach weiteren 2 Wochen können Sie die Knollen zur Langzeitlagerung in den Keller bringen.
Vor- und Nachteile
Die Kartoffelsorte Bernina hat sich aufgrund ihrer vielen Vorteile sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei kommerziellen Kartoffelbauern großer Beliebtheit erfreut. Allerdings weist diese Gemüsesorte auch einige Nachteile auf:
Gärtnerbewertungen
Bernina ist eine ertragreiche, großfrüchtige Kartoffelsorte. Russische Gärtner und Landwirte bewerten sie positiv. Sie schätzen diese Kartoffel wegen ihres hervorragenden Geschmacks, ihrer Krankheitsresistenz und ihres hohen Ertrags.




