Die Kartoffelsorte Azart ist eine mittelfrühe Speisekartoffelsorte, die sich an jeden Boden und jedes Klima anpasst. Ihr größter Vorteil liegt laut Landwirten und Gärtnern jedoch in ihrer erhöhten Resistenz gegen Krautfäule, dem Hauptfeind der Kartoffel. Sie eignet sich sowohl für den Anbau im Haus als auch im großen Stil, da die Marktfähigkeit der Sorte bei mindestens 90 % liegt.
Ursprungsgeschichte
Das Team des Allrussischen A. G. Lorkh-Forschungsinstituts für Kartoffelanbau konzentrierte sich auf die Entwicklung hochwertiger Kartoffelsorten mithilfe fortschrittlicher molekulargenetischer Technologien. Ihre Forschungsarbeit führte zur Entwicklung der Kartoffelsorte Azart, einem Produkt selektiver Züchtung.
Die experimentellen Arbeiten wurden unter den Laborbedingungen des Instituts durchgeführt, das sich im Dorf Korenevo im Bezirk Ljubertsy der Region Moskau befindet. Das genaue Jahr der Selektion ist noch unbekannt.
Beschreibung der Pflanze und der Knollen
Azarta zeichnet sich durch aufrechte Triebe und eine hohe bis mittelhohe Krone aus, dennoch wirkt der Strauch recht kompakt (da er sich nicht ausbreitet). Weitere charakteristische Merkmale:
- Blätter - kleiner als andere Sorten, was ein besonderes Sortenmerkmal ist;
- Blütenstände – ausladende Sorte mit schneeweißen Blüten;
- Parameter der Wurzelkultur – oval-längliche Form, Gewicht etwa 90-100 g;
- die Schale und ihre Oberfläche – glatt, hellgelb, mit einem leichten Netzmuster und vereinzelten Punkten;
- Zellstoff – cremiger Farbton.
Unter einem Busch bilden sich 7-10 Kartoffeln.
Geschmacksmerkmale und Zweck
Diese Kartoffelsorte zeichnet sich durch ihren feinen Geschmack aus und eignet sich daher ideal für die Zubereitung vielfältiger kulinarischer Köstlichkeiten. Ihr Fruchtfleisch verfärbt sich beim Kochen nicht und sorgt so für ein ansprechendes Aussehen.
Kartoffeln sind eine wertvolle Nährstoffquelle. Eine Portion von 300 Gramm enthält alle notwendigen Kohlenhydrate, Phosphor und Kalium. Das Kartoffelfleisch enthält wichtige Nährstoffe für die Gesundheit:
- Zink;
- Eisen;
- Jod;
- Mangan;
- Natrium;
- Kalzium.
Kartoffeln sind reich an Vitamin C, allen in essbaren Pflanzen vorkommenden Aminosäuren, Stärke und Ballaststoffen (Stärke – 14 bis 18 %).
Welche Art von Ernte bringt die Pflanze hervor, wenn sie reif ist?
Die Kartoffelsorte Azart ist eine mittelfrühe Sorte, die 80 bis 95 Tage nach dem Erscheinen der ersten grünen Blätter geerntet werden kann. Der durchschnittliche Ertrag liegt zwischen 50 und 55 Tonnen pro Hektar.
Landung
Kartoffeln bevorzugen mittelschwere Böden mit Lehm, Torf und Sand. Es ist wichtig, die Fruchtfolgeregeln strikt einzuhalten und Kartoffeln nicht dort anzubauen, wo in der vorherigen Saison Nachtschattengewächse wie Paprika, Tomaten und Auberginen gewachsen sind. Ideale Vorfrüchte für Kartoffeln sind Kürbis, Kohl, Mais und Rote Bete.
Zu den idealen Bedingungen für ein erfolgreiches Kartoffelwachstum gehören folgende:
- Angenehme Temperatur von +15 bis +22 Grad;
- ausreichend Licht;
- leichter Boden mit neutralem pH-Wert;
- Mäßig gießen, übermäßige Feuchtigkeit vermeiden.
Leidenschaft kann mit verschiedenen Techniken gepflanzt werden, die Wahl der Technik hängt von den jeweiligen Bedingungen ab.
Kammmethode
Dieses Verfahren kommt zum Einsatz, wenn das Grundwasser nahe an der Oberfläche liegt, beispielsweise in sumpfigen oder überschwemmten Gebieten. Mithilfe spezieller Geräte werden Dämme errichtet; ihre optimale Höhe beträgt 15–25 cm. Der Abstand zwischen den Dämmen sollte etwa 65–75 cm betragen.
Landung in Schützengräben
Diese Methode eignet sich für die Pflanzung auf sandigen Böden, da diese sehr locker und leicht sind. Die Vorbereitung der Pflanzlöcher beginnt im Herbst. Als Dünger werden Kompost und Heu/Stroh sowie Holzasche (vorzugsweise von Laubbäumen) beigemischt.
Sanfte Landung
Diese Methode eignet sich besonders für Hanglagen. Hier ist der Boden stets von der Sonne erwärmt, locker und leicht feucht. Kartoffeln werden in einer Tiefe gepflanzt, die der Breite eines Spatens entspricht. Das Pflanzen erfolgt üblicherweise durch zwei Gärtner, die mit einem Seil Linien ziehen und 10–12 cm tiefe Löcher graben, die sie mit Erde aus der nächsten Reihe füllen.
Unter dem Stroh
Diese traditionelle Methode bietet viele Vorteile, darunter hohe Erträge, geringe Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten sowie die Möglichkeit, ohne Sortierung eine qualitativ hochwertige Ernte zu erzielen. Das Stroh verhindert das Wachstum von Unkraut und vereinfacht so Ernte und Pflege erheblich.
Die Vorgehensweise ist einfach:
- Zum Anpflanzen wird eine 18-25 cm dicke Strohschicht auf dem Boden verteilt.
- In diese Schicht werden die Knollen gelegt.
Da die Kartoffeln wachsen und sich das Stroh setzt, ist es notwendig, mehrmals, im Durchschnitt 3-4 Mal pro Saison, eine neue Strohschicht hinzuzufügen.
Saatgutaufbereitung
Um sicherzustellen, dass Kartoffeln optimal für die Pflanzung vorbereitet sind, werden sie zwei Wochen lang vorgekeimt. Die Knollen werden an einem hellen Ort platziert, um die Keimung zu fördern. Kartoffeln sind pflanzbereit, wenn ihre Schale und ihr Fruchtfleisch grün sind. Dies lässt sich durch Anschneiden überprüfen.
Dieser Prozess fördert die Anreicherung von Solanin, das für Nematoden schädlich ist. Zur Desinfektion gegen Parasiten verwenden Sie Aktara oder Fundazol gemäß den Anweisungen.
Pflanzung im Freiland
Zuerst wird der Boden mit einem Einachsschlepper oder einer Mistgabel umgegraben und anschließend mit organischen Düngemitteln wie Kompost/Humus oder Diammophoska (5–7 kg bzw. 20 g pro Quadratmeter) angereichert. Beim Ausheben der Pflanzlöcher wird eine Handvoll Holzasche daraufgestreut.
Die Tiefe der Pflanzlöcher kann je nach Bodenart zwischen 6 und 15 cm variieren: In sandigen Gebieten werden die Löcher tiefer, in lehmigen Gebieten flacher gegraben.
Anbau und Pflege
Die Kartoffelsorte Azart wird nach traditionellen Methoden angebaut. Die Pflege umfasst folgende Schritte:
- Kartoffeln benötigen während der Wachstumsperiode mindestens drei Bewässerungen. In Trockenperioden sollten 40–50 Liter Wasser pro Quadratmeter Boden zugeführt werden. Der größte Wasserbedarf besteht gegen Ende der Blüte und während der Knollenbildung.
- Die Bodenauflockerung sollte am Tag nach der Bewässerung erfolgen.
- Das erste Anhäufeln der Sträucher erfolgt, sobald die Stängel 18–12 cm hoch sind. Das zweite Anhäufeln erfolgt einen Monat später. Das letzte Anhäufeln erfolgt nach 28–30 Tagen und formt einen 20–25 cm hohen Hügel.
Kartoffeln reagieren gut auf die Anwendung von organischen und mineralischen Düngemitteln:
- Vor dem ersten Anhäufeln wird empfohlen, 20-25 g Harnstoff pro 10 Liter Wasser hinzuzufügen, während die Norm für eine Pflanze 500 ml beträgt.
- Vor der Blüte empfiehlt es sich, Kaliumsulfat in einer Dosierung von 1 Esslöffel pro 10 Liter Wasser zu verwenden.
- Am Ende der Knospenperiode empfiehlt es sich, eine Aschelösung zu verwenden, indem man 3-4 Esslöffel auf 9-10 Liter Wasser gibt.
Krankheiten und Schädlinge
Azart weist eine hohe Resistenz gegen verschiedene Krankheiten auf. Bei Nematodenbefall des Bodens können die Kartoffelknollen jedoch leicht geschädigt werden. Gegen Nematoden werden Actofit oder Fitoverm eingesetzt.
Zum Schutz von Kartoffeln vor Krautfäule kann man einen Knoblauchaufguss oder eine 1%ige Bordeauxbrühe verwenden. Die Behandlung erfolgt alle 9–12 Tage. Gegen den Kartoffelkäfer helfen Mittel wie Prestige und Regent.
Vor- und Nachteile
Azart erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit, da die Sorte viele positive Eigenschaften besitzt:
Es gibt jedoch einen Nachteil: ein erhöhtes Risiko einer Infektion mit Nematoden.
Rezensionen von Gärtnern
Die Kartoffelsorte Azart gilt als Elitesorte und zeichnet sich durch hohe Erträge und Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Einflüssen aus. Sie eignet sich für den Anbau in landwirtschaftlichen Großbetrieben und Privatgärten. Dank ihrer kompakten Größe benötigt sie wenig Platz.







