Der Vesuv-Kohl ist eine ultrafrühe Weißkohlsorte mit kegelförmigen Köpfen. Entwickelt von italienischen Züchtern, zeichnet sich dieser Kohl durch hervorragende kommerzielle Eigenschaften aus und erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit bei unseren Hobbygärtnern.
Beschreibung des Vesuv-Kohls
Die Pflanze bildet eine kräftige, leicht erhabene Rosette. Die Blütenköpfe zeichnen sich durch ihre charakteristische Form mit spitzen Enden und ihrer geringen Größe aus. Sie sind hellgrün und mäßig dicht. Ihr Gewicht liegt zwischen 1,4 und 1,5 kg.

- ✓ Kohlköpfe sind auch bei ungleichmäßiger Bewässerung sehr widerstandsfähig gegen Platzen.
- ✓ Die Blätter haben einen natürlichen Glanz, was ein Zeichen für die Gesundheit der Pflanze ist.
Geschmack und Zweck
Vesuvkohlköpfe sind zart, saftig und knackig. Dieser Kohl hat einen hervorragenden Geschmack. Er eignet sich hervorragend für Sommersalate, ist aber auch eine tolle Zutat in Vor- und Hauptgerichten. Man kann ihn schmoren, Borschtsch beifügen oder als Füllung verwenden.
Produktivität
Der Vesuv-Kohl ist eine ultrafrühe Sorte; vom Zeitpunkt des Auflaufens bis zur technischen Reife der Kohlköpfe vergehen 100 Tage.
Für und Wider
Der Vesuv-Kohl bietet eine Fülle von Vorteilen, die Gärtner und Liebhaber dieses wunderbaren Gemüses einfach zu schätzen wissen werden. Diese Sorte hat praktisch keine Nachteile.
Landemerkmale
Für eine frühere Ernte empfiehlt es sich, Vesuvkohl aus Setzlingen zu ziehen. Die Direktsaat ins Freiland ist nicht empfehlenswert. Erstens dauert die Ernte länger, und zweitens sind die jungen Setzlinge sofort anfällig für Schädlinge wie Erdflöhe. Setzlinge hingegen lassen sich viel leichter vor Schädlingen schützen.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt zwischen 6,5 und 7,5 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Landeeigenschaften:
- Samen für Jungpflanzen werden Anfang bis Mitte April ausgesät. Der genaue Zeitpunkt hängt vom regionalen Klima ab. Die Jungpflanzen werden ins Freiland gepflanzt, sobald sie 5–6 Laubblätter haben. Die Pflanzung erfolgt, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Es wird jedoch empfohlen, die Jungpflanzen nachts mit Plastikfolie abzudecken.
- Vesuvkohl gedeiht am besten auf neutralen, fruchtbaren Schwarzerde-, sandigen Lehm- oder leichten Lehmböden. Im Herbst wird der Boden umgegraben und 6–7 kg Humus pro Quadratmeter eingearbeitet. Zusätzlich werden Superphosphat und Kaliumchlorid in einer Menge von 1–2 Esslöffeln pro Quadratmeter hinzugegeben.
- Bereiten Sie zum Einpflanzen der Setzlinge Pflanzlöcher vor, die mit einem Gemisch aus Humus und Holzasche gefüllt sind. Der optimale Pflanzabstand beträgt 50 x 40 cm. Pflanzen Sie die Setzlinge an sonnigen, zugluftgeschützten Standorten.
- Vor dem Einpflanzen die Pflanzlöcher mit warmem, abgestandenem Wasser füllen. Die Setzlinge werden mitsamt Wurzelballen in die Löcher gesetzt. Um die Setzlinge vor Sonnenlicht zu schützen, empfiehlt es sich, sie zunächst mit Vlies abzudecken; auch abgeschnittene Plastikflaschen eignen sich dafür.
Pflegehinweise
Für den Anbau von hochwertigem Vesuv-Kohl – saftig, schmackhaft und sortentypisch groß – ist besondere Pflege erforderlich.
So pflegen Sie Vesuvkohl:
- Während des Wachstums der Sämlinge sollte der Boden stets leicht feucht gehalten werden; er sollte nicht austrocknen, aber auch nicht überwässert werden, damit die Sämlinge nicht von Schwarzbeinigkeit befallen werden.
- Nach dem Einpflanzen sollten die Kohlpflanzen etwa zweimal wöchentlich mit je einem Liter Wasser gegossen werden. Mit der Zeit reduziert sich die Gießhäufigkeit auf einmal alle 10 Tage. Bei heißem Wetter sollten 10 Liter Wasser pro Quadratmeter und Pflanze gegeben werden.
- Der Kohl wird wöchentlich mit einem Rasensprenger bewässert, wobei 0,5 Liter Wasser pro Quadratmeter ausgebracht werden. Vor der Ernte wird die Wassermenge reduziert.
- Kohl wird mit einer 1:10-Mischung aus Kuhmist gedüngt. Diese wird dreimal pro Vegetationsperiode auf die Wurzeln aufgebracht. Der Lösung können außerdem zwei Esslöffel Superphosphat zugesetzt werden. Drei Wochen vor der Ernte wird verdünntes Kaliumsulfat in einer Dosierung von 2 Esslöffeln pro 10 Liter Wasser hinzugegeben.
- Nach dem Bewässern werden die Beete aufgelockert, Unkraut entfernt und zweimal pro Saison der Boden angehäufelt, indem er nach oben geharkt wird. Dies regt die Bildung von Adventivwurzeln an, fördert das Pflanzenwachstum und die Ausbildung von Kohlköpfen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Bei Auftreten von Krankheitssymptomen empfiehlt es sich, den Boden mit Kaliumpermanganat zu wässern. Fungizide wie Fitosporin-M, Topaz, Fundazol, Trichodermin, Previkur usw. können ebenfalls zur Bekämpfung von Infektionen eingesetzt werden. Um Kohl vor Krankheiten zu schützen, werden Ringelblumen entlang der Beete gepflanzt.
Um Kohl vor Erdflöhen und Kohlfliegen zu schützen, sollte er direkt nach dem Pflanzen und dann erneut eine Woche später besprüht werden. Geeignet sind Lösungen aus Tannenöl, Asche oder Essig sowie andere Hausmittel. Auch Insektizide wie Batrider können verwendet werden.
Ernte und Lagerung
Die ersten Köpfe des Frühkohls werden Ende Juni oder Anfang Juli geerntet – der genaue Zeitpunkt hängt von den Witterungsbedingungen ab. Wird der Kohl für den Eigenbedarf geerntet, kann dies bei jedem Wetter erfolgen. Bei einer großflächigen Ernte, die eine gewisse Lagerung erfordert, sollte die Ernte jedoch bei trockenem Wetter stattfinden.
Kohlköpfe lagert man am besten bei einer Temperatur von 0 bis +1 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 95 %. Auch die Lagerung im Kühlschrank ist möglich. Frühkohl ist jedoch nicht lange haltbar; er ist für den schnellen Verzehr bestimmt: Er wird gegessen, verarbeitet und verkauft.
Rezensionen
Der Vesuv-Kohl ist eine äußerst interessante und vielversprechende Sorte, die alle Liebhaber frühreifer Gemüsesorten begeistern wird. Diese vielseitige Sorte ist sowohl für Hobbygärtner als auch für Landwirte interessant, da sie sich sowohl für den Eigenbedarf als auch für den kommerziellen Anbau eignet.







