Kasachokkohl ist seit vielen Jahren bei erfahrenen Agronomen beliebt, die seine hervorragenden Eigenschaften schätzen. Auch Gemüseanfänger greifen gerne zu dieser Sorte, da sie einfach anzubauen ist, gute Erträge liefert und einen ausgezeichneten Geschmack hat. Für optimale Ergebnisse ist eine rechtzeitige Pflege wichtig.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Diese Hybride ist in Russland seit Langem bekannt. Ihre Geschichte begann Mitte der 1990er Jahre, als eine Gruppe von Züchtern, darunter A. V. Kryuchkov, G. F. Monakhos, L. D. Bondarenko, S. V. Koroleva und N. N. Vorobyova, diese Sorte in Krasnodar entwickelte. Nach erfolgreichen Sortenprüfungen wurde sie 1996 in das staatliche Sortenregister aufgenommen.
Merkmale der Sorte
Diese Kohlsorte erhält jedes Jahr begeisterte Kritiken von Gemüseanbauern. Die meisten Hobbygärtner und Landwirte sind mit den Ergebnissen dieses Kohls rundum zufrieden. Gelegentlich liest man von unansehnlichen Früchten, was jedoch meist auf unzureichende Bewässerung und zu hohe Temperaturen zurückzuführen ist.
Beschreibung der Pflanze und der Kohlköpfe
Sie zeichnet sich durch ihre erhabene Blattrosette aus, die einen Durchmesser von 55,4 bis 67,4 cm und eine Höhe von 21,2 bis 28 cm erreicht. Weitere Unterscheidungsmerkmale:
- Es hat winzige, runde Blätter in einem satten Grünton.
- Es sind große Falten vorhanden, und die Ränder jedes Blattes sind leicht gewellt und eingeschnitten.
- Der Blattstiel ist klein. Der äußere Stiel erreicht eine Länge von 8-10 cm, der innere Stiel 6 cm.
- Der Kopf ist kreisförmig, wiegt 0,8 bis 1,2 kg und ist 15,5 bis 17,5 cm hoch.
- Im Inneren ist der Kohlkopf schneeweiß mit einem gelblich-cremefarbenen Schimmer.
Frostbeständigkeit
Diese Hybride wurde speziell für den Anbau in Regionen mit wechselhaftem Klima entwickelt. Sie ist anspruchslos gegenüber Witterungsbedingungen und übersteht problemlos Frühjahrsfröste bis zu -3-5 °C.
Besonders beliebt ist sie in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit und häufigen Regenfällen, da diese Bedingungen ein erfolgreiches Wachstum und eine optimale Entwicklung fördern. Regenwetter ist in diesen Regionen eher ein Vorteil als ein Nachteil für den Anbau.
Reifezeit
Es handelt sich um eine frühreife Sorte. Bei Anzucht aus Sämlingen kann die erste Ernte bereits nach 1,5 Monaten eingebracht werden. Normalerweise vergehen etwa 100 Tage von der Keimung bis zur Ernte.
Produktivität
Der Ertrag liegt deutlich über dem Durchschnitt und erreicht etwa 4 kg pro Quadratmeter Anbaufläche. Ein Landwirt kann pro Hektar Land etwa 318 bis 461 Zentner Gemüse ernten.
Geschmack und Verwendung
Kasachokkohl wird für seinen hervorragenden Geschmack sehr geschätzt. Seine zarte und saftige Konsistenz ist perfekt mit einer dezenten Süße ausbalanciert, ohne jegliche Bitterkeit oder andere unerwünschte Eigenschaften. Der Trockenmassegehalt beträgt 7,2 % und der Gesamtzuckergehalt 4,2 %.
Es enthält eine beträchtliche Menge Ascorbinsäure – 42,9 mg pro 100 g Rohprodukt. Sein Geschmack kommt in Salaten am besten zur Geltung, obwohl es in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden kann, darunter warme und kalte Speisen sowie Konserven.
Wachstumsregionen
Diese Varietät ist weit verbreitet. Man findet sie in verschiedenen Regionen Russlands, darunter West- und Ostsibirien, Nordkaukasus, Ferner Osten, Ural, Wolga-Wjatka, Mittlere Wolga, Nord- und Zentralrussland (Schwarzerde), Untere Wolga und Nordwestrussland.
Bodenanforderungen
Sie gedeiht am besten auf fruchtbaren, nicht sauren Böden. Idealerweise sollte sie an einem Standort gepflanzt werden, an dem zuvor ähnliche Kartoffel-, Zwiebel- oder Gurkensorten angebaut wurden. Solche Böden bieten günstige Bedingungen für die Entwicklung und das Wachstum dieser Hybride.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen, um die Entwicklung von Kohlhernie bei Kohl zu verhindern.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Landwirtschaftliche Technologie des Kohls Kazachok
In ungünstigen Klimazonen erzielt man gute Ergebnisse, wenn man die Pflanze direkt aus Samen im Freiland anbaut. Sämlinge sind jedoch die bessere Wahl.
Aussaat
Kohl sät man am besten Anfang bis Mitte März aus. Für eine gleichmäßige Reifung sollten die Samen portionsweise im Abstand von 3–5 Tagen ausgesät werden. Wenn möglich, eignet sich eine Erdmischung mit vorgewärmtem Rasen. Lockern Sie den Boden auf und behandeln Sie ihn mit Fitosporin, um ihn vor Infektionen zu schützen.
In der ersten Woche nach dem Einpflanzen sollten die Pflanzen kühl stehen, die Temperatur dann allmählich erhöht werden. Nach 10–14 Tagen Keimung werden die Sämlinge umgepflanzt, dabei bis zu den Keimblättern eingepflanzt. Erst gießen, wenn die Erde um den Stamm herum trocken ist.
Pflanzen Sie die Sämlinge 40–45 Tage nach der Keimung in feuchtes, aber nicht kaltes Wetter. Bei heißem und sonnigem Wetter sollten die Sämlinge in den ersten 1–2 Wochen nach dem Einpflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und der Feuchtigkeitsgehalt regelmäßig kontrolliert werden.
Pflege
Gießen Sie die Pflanzen alle zwei Tage großzügig. Warmes Wasser ist ideal, aber auch kaltes Wasser schadet den Sämlingen nicht. Die Pflanze gedeiht am besten in nicht sauren Böden mit ausreichend Stickstoff. Um den Säuregehalt zu senken, verwenden Sie Asche, und um den Stickstoffgehalt zu erhöhen, geben Sie 20–30 Tage nach der Keimung Harnstoff hinzu.
Düngen Sie die Sorte während der Wachstumsperiode noch zweimal. Verwenden Sie beim ersten Mal einen Königskerzenaufguss im Verhältnis 1 Teil Mist zu 3 Teilen Wasser.
- Zehn Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge sollte eine Harnstofflösung (10 g pro 10 l Wasser) hinzugefügt werden, um das Blattwachstum anzuregen.
- Während der Ährenbildungsphase sollten Kalium-Phosphor-Dünger (20 g Superphosphat und 10 g Kaliumsalz pro 10 Liter Wasser) verwendet werden, um die Qualität der Ähren zu verbessern.
Dem ersten Aufguss wird Harnstoff im Verhältnis 1 g pro Liter zugesetzt. Die letzte Düngung sollte komplexe Düngemittel mit hohem Kalium- und Superphosphatgehalt enthalten.
Krankheiten und Schädlinge
Die Kohlsorte Kazachok ist resistent gegen Krankheiten wie Schwarzbeinigkeit und Bakterienwelke. Optimale Wachstumsbedingungen beugen einem Befall durch Insekten wie Kohlweißlinge, Erdflöhe und Schnecken vor.
Eine Methode zur Schädlingsbekämpfung besteht darin, bestimmte Pflanzen um die Beete herum anzupflanzen, deren ätherische Öle Schädlinge abwehren oder anlocken. Dazu gehören Minze, Ringelblume und Calendula. Verwenden Sie Fitoverm zur Behandlung.
Ernte und Lagerung
Sobald die Köpfe die gewünschte Größe und Reife erreicht haben, ist es Zeit für die Ernte. Kohl erntet man am besten bei trockenem Wetter, vorzugsweise morgens oder abends, um ein Überhitzen des Gemüses zu vermeiden und seine Frische zu bewahren.
Zum Ernten der Kohlköpfe verwenden Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere und schneiden Sie diese vorsichtig vom Strunk ab. Vermeiden Sie Beschädigungen oder Druckstellen, um die Qualität und Unversehrtheit der Ernte zu erhalten. Reinigen Sie die Kohlköpfe nach der Ernte gründlich, um Schmutz und Staub zu entfernen. Anschließend können sie an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden.
Die optimale Lagertemperatur liegt bei etwa 0–2 °C, die relative Luftfeuchtigkeit bei etwa 90–95 %. Ein Kühlschrank oder Keller eignet sich hierfür. Die Sorte ist bis zu sechs Monate haltbar.
Vor- und Nachteile der Sorte
Bevor Sie eine neue Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, informieren Sie sich über deren positive und negative Eigenschaften. Kazachok hat viele Vorteile:
Rezensionen zu Kasachok-Kohl
Kasachokkohl zählt zu den beliebtesten und wichtigsten Kulturpflanzen und wird weltweit als Nahrungsmittel angebaut. Diese Sorte erfreut sich bei Hobbygärtnern großer Beliebtheit aufgrund ihres hohen Ertrags, ihres hervorragenden Geschmacks und ihrer Krankheitsresistenz. Bei richtiger Pflege erzielt sie ausgezeichnete Erträge.









