Die Brokkolisorte Fiesta ist eine Hybride, daher die Bezeichnung F1. Aufgrund ihrer Hybridnatur gilt sie als pflegeleicht, kann sowohl im Freien als auch im Gewächshaus angebaut werden und wird in fast allen Regionen Russlands kultiviert. Dank ihrer reichhaltigen Inhaltsstoffe ist diese Pflanze besonders nahrhaft und gesund. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Fiesta-Brokkoli selbst anbauen können.
Die Geschichte der Brokkolisorte Fiesta
Brokkoli hat seinen Ursprung vor mehreren Jahrhunderten, die Sorte Fiesta wurde jedoch erst relativ spät entwickelt – erst 1999 wurde sie in Russland als Kohlsorte mit unbegrenzter Anbaufläche in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Brokkoli stammt vermutlich aus dem östlichen Mittelmeerraum und verbreitete sich von dort nach Europa, Amerika und in die GUS-Staaten.
Der Fiesta-Brokkoli wurde in Holland in der Baumschule Bejo Zaden BV gezüchtet. Verschiedene Sorten wurden in unterschiedlichen Kombinationen verwendet, sodass die Hybride die besten Eigenschaften all ihrer Eltern „aufnahm“.
Chemische Zusammensetzung
Fiesta-Brokkoli gilt als kalorienarm – nur 32 kcal pro 100 g. Vor allem aber deckt diese Hybridsorte 99 % des täglichen Ascorbinsäurebedarfs. Fiesta enthält zahlreiche Vitamine – B9, B6, B5, B2, B1, TE, NE, PP, Phe, A, C, E und K – sowie Betain, Beta-Carotin und Alpha-Carotin.
Zu den enthaltenen Spurenelementen gehören Chrom, Jod, Bor, Eisen, Nickel, Kupfer, Selen, Zink und Mangan. Brokkoli ist außerdem reich an Kalium, Kalzium, Schwefel, Natrium, Silizium, Phosphor und Magnesium.
Weitere Indikatoren:
- Wasser – fast 90 g;
- Kohlenhydrate – etwa 6,5 g;
- Proteine – fast 3 g;
- Fett – nur 0,4 g;
- Ballaststoffe – etwas mehr als 2,5 g.
Es versteht sich von selbst, dass diese Kohlsorte essentielle und ersetzbare Säuren und andere Substanzen enthält, und zwar in ausreichender Menge, um eine normale Gesundheit zu gewährleisten.
Funktionen der Anwendung
Kohl wird von Ärzten als Diätprodukt empfohlen, ist aber auch zu Hause vielseitig einsetzbar. Er kann gebraten, gekocht oder geschmort werden und findet Verwendung in Aufläufen, Eintöpfen, Soßen sowie als Vor- und Hauptgericht.
Reifezeit und Ertrag
Fiesta-Brokkoli ist eine mittelfrühe Sorte mit einer Wachstumsperiode von 80–90 Tagen ab Aussaat ins Freiland. Der Ertrag gilt als durchschnittlich und liegt bei 2,5–3,5 kg pro Quadratmeter (0,7–0,8 lb) bei normaler Pflege. Bei strikter Einhaltung aller Anbauregeln, einschließlich sorgfältiger Bewässerung und Düngung, lassen sich jedoch Erträge von bis zu 4–5 kg pro Quadratmeter (0,8–0,9 lb) erzielen.
Eigenschaften, Beschreibung des Aussehens, Geschmack
Der Fiesta F1-Hybridbrokkoli ist eine einjährige, spargelähnliche Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Jede Pflanze erreicht eine Höhe von 80–95 cm und bildet eine Rosette aus langen, aufrechten Blättern.
Weitere Merkmale der Sorte:
- Blätter. Die Form ist länglich und wellenförmig mit einer blasigen Struktur. Eine charakteristische, geschwungene Kontur verläuft über die gesamte Länge. Die Oberfläche ist mit einem wachsartigen, bläulichen Belag überzogen. Die Ausrichtung ist vertikal.
- Köpfe/Stiele. Die Köpfe sind sehr dicht (ähnlich einem Blumenkohl) und rund, obwohl auch abgeflachte Exemplare häufig vorkommen. Die Kopfbildung beginnt, sobald sich mindestens 16 Blätter gebildet haben. Der Kopf ist groß – 15 cm im Durchmesser und etwa 500 g schwer.
Bei strikter Einhaltung aller Anbaumethoden können Kohlköpfe mit einem Gewicht von 1,5–2,0 kg geerntet werden. Die Köpfe haben eine unebene Oberfläche und eine satte grüne Farbe mit einem türkisblauen Schimmer. Der Stiel ist von durchschnittlicher Größe. - Fluchten. Die Brokkolistängel sind in Büscheln angeordnet. Sie sind klein, aber äußerst saftig und wachsen direkt am Stängel. Es gibt 500 bis 2000 davon. Seitentriebe fehlen vollständig, was Fiesta von anderen Brokkolisorten unterscheidet.
- Wurzelsystem. Es besteht aus einem zentralen Stamm mit einer sehr starken Basis, von dem zahlreiche Wurzelausläufer ausgehen.
- Schmecken. Sehr angenehm und unverwechselbar. Nussige Noten sind vorhanden.
Für welche Regionen ist es geeignet?
Fiesta-Brokkoli wird hauptsächlich in Zentralrussland sowie in den südlichen und nördlichen Regionen angebaut und eignet sich daher ideal für den Anbau in ganz Russland. Die optimale Temperatur liegt jedoch zwischen 18 und 25 °C. Zu viel Hitze führt dazu, dass der Brokkoli weich wird.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Hybridsystems
Der Fiesta F1 Brokkoli-Kohl hat viele positive Eigenschaften, von denen folgende besonders hervorzuheben sind:
Worin besteht der Unterschied zu anderen Sorten und Hybriden?
Fiesta weist einige einzigartige Unterschiede zu anderen Brokkolisorten auf. Dazu gehören:
- Kältebeständigkeit;
- Fehlen von Seitentrieben;
- Anbau in allen Regionen ohne Einschränkungen;
- nussiger Geschmack;
- Pflanzenproduktivität auch bei plötzlichen Temperaturänderungen.
Landemerkmale
Die richtige Pflanzung ist beim Anbau von Fiesta-Brokkoli entscheidend, da sie eine sorgfältige Bodenvorbereitung, das korrekte Ausheben des Pflanzlochs und vor allem das ausreichend tiefe Einpflanzen der Setzlinge erfordert. Es gibt zwei Pflanzmethoden: die Anzucht von Setzlingen und die Direktsaat.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen.
- ✓ Der Boden muss mindestens 4 % organische Substanz enthalten, um die notwendige Struktur und Feuchtigkeitsspeicherung zu gewährleisten.
Bodenanforderungen
Fiesta-Brokkoli benötigt fruchtbaren, leichten und gut durchlässigen Boden. Schwarzerde, Lehm, sandiger Lehm und mittelschwerer Tonboden sind am besten geeignet. Der pH-Wert des Bodens sollte neutral oder leicht sauer sein. Brokkoli gedeiht am besten auf Flächen, auf denen zuvor Getreide, Hülsenfrüchte, Gurken, Tomaten und mehrjährige Kräuter angebaut wurden.
Vorbereitung zur Landung
Der Standort sollte im Voraus vorbereitet werden – idealerweise im Herbst. Ist dies nicht möglich, sollte dies mindestens 2–4 Wochen vor der Pflanzung erfolgen. Dazu wird der Boden einfach umgegraben und mit Mist oder Kompost angereichert. Bei stark saurem Boden empfiehlt sich die Zugabe von Kalk oder Dolomitmehl.
Unabhängig von der Anbaumethode im Freiland müssen die Samen vorbereitet werden. So geht's:
- Sortieren Sie das Pflanzmaterial aus – entfernen Sie alle hohlen, beschädigten, übertrockneten oder verrotteten Teile.
- Desinfizieren Sie die Samen, indem Sie sie 15 Minuten lang in einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung einweichen.
- Zwei Tage lang in Wasser einweichen.
- Behandeln Sie die Behandlung gemäß der Gebrauchsanweisung mit einem Wachstumsstimulator.
- Legen Sie die Samen auf ein feuchtes Stück Gaze und lassen Sie sie keimen.
Wie pflanzt man ohne Setzlinge?
Die Samen sollten im Freien ausgesät werden, sobald sich die Lufttemperatur bei 14–16 Grad Celsius stabilisiert hat. Diese Methode eignet sich für mittlere Breitengrade und den Süden.
Aussaatregeln:
- Die Oberfläche der Beete ebnen.
- Ziehen Sie Furchen. Der Abstand zwischen den Reihen sollte mindestens 50 cm und zwischen den Sträuchern 30 cm betragen.
- Verteilen Sie eine dünne Schicht aus Holzasche und Humus in den Rillen.
- Leicht anfeuchten.
- Pflanzen Sie die Samen etwa 2 cm tief.
- Mit Substrat bedecken.
- Gieße es.
- Decken Sie die Pflanzen mit Plastikfolie ab. Schwarz ist vorzuziehen.
Öffnen Sie die Abdeckung täglich für 15–30 Minuten, damit Luft zirkulieren kann, und gießen Sie gelegentlich. Sobald die Triebe erscheinen, entfernen Sie die Abdeckung vollständig. Vereinzeln Sie die Pflanzen, sobald die ersten drei Blätter sichtbar sind.
Zeitpunkt, Schema und Regeln für das Pflanzen von Setzlingen
Diese Methode wird in rauen Klimazonen angewendet. Die Aussaat erfolgt je nach Region im April und Mai. Nach der Saatgutvorbereitung sind folgende Schritte zu befolgen:
- Bereiten Sie Behälter vor und desinfizieren Sie diese. Torftöpfe oder Wabenformen können verwendet werden.
- Füllen Sie die Pflanzgefäße mit Substrat. Sie können es im Baumarkt kaufen oder selbst herstellen. Mischen Sie dazu 3 Teile Gartenerde mit 1 Teil Sand. Bei leicht saurem Boden können Sie 0,5 Teile Torf hinzufügen (Torf wirkt säuernd).
- Das Pflanzmaterial sollte 0,5-1 cm tief eingebracht werden.
- Mit einer Sprühflasche besprühen.
- Mit Glas oder durchsichtiger Plastikfolie abdecken.
- Stellen Sie den Behälter an einen warmen Ort.
Pflegen Sie die Pflanzen wie gewohnt, einschließlich Gießen und Lüften. Sobald sich die ersten drei Blätter gebildet haben, pikieren Sie die Sämlinge in einzelne Töpfe. Wenn sie 6–8 Blätter haben, pflanzen Sie sie ins Freiland oder ins Gewächshaus.
Einige Regeln:
- Die Raumtemperatur beträgt während der Aussaat +18-20 Grad, beim Erscheinen der ersten Triebe +10 bis +15 Grad und beim Erscheinen von 3 Blättern wieder +20 Grad.
- Am einfachsten lassen sich die Samen mit einer Pinzette verschließen;
- Es ist besser, gleich beim Pflanzen einen Abstand von 5 cm einzuhalten, als es später auszudünnen;
- Man kann dem Substrat Humus oder Kompost hinzufügen, was die Keimung beschleunigt;
- Legen Sie Kieselsteine oder Blähton auf den Boden der Behälter, um die Drainage zu verbessern – so verhindern Sie, dass sich Wasser staut.
- Achten Sie darauf, Löcher in den Boden der Behälter zu bohren, damit die Flüssigkeit ablaufen kann, und stellen Sie eine Schale hinein.
Merkmale des Anbaus
Der Schlüssel zum erfolgreichen Anbau von Fiesta-Brokkoli liegt in der Kontrolle des Bodenfeuchtigkeitsgehalts. Zu wenig Wasser verändert den Geschmack der Pflanze erheblich – sie wird weich, bitter und ungenießbar.
Pflegenuancen
Um die Feuchtigkeit lange zu speichern, mulchen Sie. Verwenden Sie Stroh, Mist, Sägemehl oder frisch gemähtes Gras (vorzugsweise Brennnesseln, Taubnessel und ähnliche nährstoffreiche Pflanzen). Beachten Sie außerdem die folgenden Pflegemaßnahmen:
- Lockerung. Die erste Behandlung sollte 7 Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge und 3 Wochen nach der Aussaat erfolgen. Anschließend sollte die Erde nach jedem Gießen aufgelockert werden.
- Unkraut jäten. Die Behandlung erfolgt einmal wöchentlich oder je nach Wachstum des Unkrauts.
- Bewässerung. Entscheiden Sie sich für die Tropfbewässerung. Befeuchten Sie die Erde nach Bedarf, um die Bildung einer trockenen Kruste zu verhindern. Wässern Sie daher etwa zwei- bis dreimal pro Woche.
- Topping. Zwei Wochen nach dem Umpflanzen Stickstoff und Phosphor düngen. Bei Aussaat die Pflanzen 25–28 Tage nach dem Erscheinen der ersten Triebe düngen. Eine zweite Düngung erfolgt, sobald sich kleine Blütenstände gebildet haben. Hierfür wird eine Lösung aus 20 g Ammoniumnitrat, 40 g Kaliumnitrat und 10 l Wasser benötigt.
Sie können Holzasche hinzufügen. Wenden Sie die Lösung ein drittes Mal an, sobald die Kohlköpfe voll ausgebildet sind. Lösen Sie 50 g Superphosphat in 10 Litern Wasser auf. Gießen Sie nach jeder Düngung.
- 14 Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge 10 g Ammoniumnitrat pro 1 m² ausbringen.
- Während der Kopfbildungsphase werden pro m² 20 g Superphosphat und 15 g Kaliumsalz zugegeben.
- Zwei Wochen vor der Ernte sollte eine Blattdüngung mit einer Boraxlösung (2 g pro 10 l Wasser) erfolgen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Da Fiesta eine Hybridpflanze ist, ist sie äußerst selten anfällig für Krankheiten. Daher reichen vorbeugende Behandlungen mit Fungiziden und Insektiziden aus. Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse, Schnecken, Erdraupen und Maikäfer. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge verwenden Sie bitte folgende Mittel:
- Blattlaus – eine Lösung des Arzneimittels Oxyhoma oder eine Seifenlösung;
- Nacktschnecken – Sie benötigen Seide oder eine Bestäubemischung mit Holzasche;
- Maikäfer – Kaliumpermanganatlösung;
- Kohlmotte – Medikament Lepidocid.
Ernte und Lagerung
Die Erntezeit beginnt im August und endet Ende September. Es ist wichtig, die Farbveränderung des Brokkolis zu beobachten – die Köpfe sollten geerntet werden, solange sie noch dunkelgrün sind. Verändert sich die Farbe, ist das Gemüse überreif und eignet sich nicht mehr zur Lagerung oder zum Verzehr.
Wie und wann soll gesammelt werden?
Die Ernte sollte beginnen, sobald die Köpfe vollreif sind. Sie sollten samt Stiel mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Die beste Erntezeit ist morgens oder abends.
Speicherfunktionen
Fiesta-Brokkoli ist lange haltbar, aber die richtige Lagerung ist unerlässlich. Beachten Sie folgende Tipps:
- kann etwa 5 Tage lang in einem Raum gelagert werden;
- etwa 20 Tage im Kühlschrank bei einer Temperatur von +6 Grad;
- 60 Tage – in einem Keller oder Untergeschoss bei einer Temperatur von 0 bis -1 Grad;
- ca. 8 Monate im Gefrierschrank (Temperatur -15-18 Grad).
Bei der Lagerung im Keller ist es wichtig, den atmungsaktiven Behälter auf eine Palette zu stellen und den Boden mit einem feuchten Tuch auszulegen. Anschließend den Behälter mit Frischhaltefolie abdecken.
Welche Schwierigkeiten könnten beim Anbau auftreten?
Die größte Schwierigkeit besteht darin, die richtige Bodenfeuchtigkeit zu gewährleisten. Wird Kohl nicht rechtzeitig bewässert, trocknet er aus.
Gärtnerrezensionen zu Fiesta-Brokkoli
Fiesta-Brokkoli ist eine vielseitige Hybridsorte, die sowohl aus Samen gezogen als auch verpflanzt werden kann. Er hat einen angenehm nussigen Geschmack, eine ausgezeichnete Haltbarkeit und lässt sich hervorragend transportieren, was ihn bei Landwirten nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für den kommerziellen Anbau beliebt macht.





