Der Zuckerhutkohl ist eine spät reifende, schmackhafte und ertragreiche Weißkohlsorte. Gärtner schätzen ihn für seine prächtigen Köpfe, seine hervorragenden Eigenschaften und seine Vielseitigkeit. Diese heimische Sorte mit ihrem appetitlichen und originellen Namen erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei großen landwirtschaftlichen Betrieben.
Beschreibung von Kohl
Diese Sorte bildet eine kräftige, ausladende und wüchsige Rosette. Ihr Durchmesser beträgt etwa 80 cm, ihre Höhe etwa 35–40 cm. Die Blätter sind groß, rundlich, leicht gewellt und an den Rändern leicht gekräuselt. Ihre Oberfläche ist graugrün mit mattem Glanz.
Der äußere Stiel ist mittellang, der innere kurz. Die Köpfe sind kugelförmig und wiegen 3–3,5 kg oder mehr. Sie sind recht fest, weißlich, saftig und knackig. Der Geschmack ist süß und angenehm. Die Köpfe sind süßer als die anderer Sorten.
Wer hat es herausgebracht und wann?
Der Kohl „Sacharnaya Laaf“ wurde von Moskauer Züchtern des renommierten Agrarkonzerns Sedek entwickelt. Die Sorte wurde 2008 offiziell registriert und zählte lange Zeit zu den besten spätreifenden Kohlsorten.
Eigenschaften
Der Zuckerhutkohl reift spät und benötigt 110–120 Tage von der Aussaat bis zur Ernte. Diese Sorte zeichnet sich durch einen relativ hohen Ertrag von bis zu 6 kg pro Quadratmeter aus. Im Massenanbau liegt der Ertrag bei 65–70 t/ha. Er ist resistent gegen die meisten Pilzkrankheiten.
Für und Wider
Diese Sorte erfreut sich bei Gärtnern zu Recht großer Beliebtheit. Dieser bemerkenswerte Kohl bietet viele Vorteile gegenüber anderen Sorten. Neben diesen Vorteilen sollten jedoch auch seine Nachteile beachtet werden.
Zweck und Geschmack
Die Köpfe dieser Sorte sind besonders saftig und knackig. Der spät reifende Kohl hat einen ausgeprägten süßlichen Geschmack. Er wird in warmen und kalten Gerichten verwendet, eingemacht, eingelegt, fermentiert und für verschiedene Konserven genutzt. Kohl ist reich an Vitaminen und daher bei Erkältungen und Viruserkrankungen wohltuend.
Agrartechnologie der Sorte
Um sicherzustellen, dass die Kohlköpfe groß, saftig und süß werden, wie es die Sorte erwartet, ist es notwendig, die vorgeschriebenen Pflanz- und Pflegeregeln zu befolgen.
Wie pflanzt man Kohl richtig?
Spät reifender Kohl wird, wie frühe Sorten, hauptsächlich aus Setzlingen gezogen. Dies ist effizienter und bequemer als die Aussaat im Freiland, da der Kohl sonst möglicherweise nicht ausreichend Zeit zum Reifen hat. Außerdem ist er anfangs anfällig für Schädlinge wie den Kohlfloh, der die Ernte innerhalb weniger Tage vernichten kann.
- ✓ Die optimale Bodentemperatur für die Pflanzung von Setzlingen sollte nicht unter +10°C liegen.
- ✓ Um ein Vergeilen der Sämlinge zu verhindern, ist eine zusätzliche Beleuchtung von 12-14 Stunden pro Tag erforderlich.
Merkmale und Regeln der Pflanzung:
- Die Sämlinge werden im April ausgesät. Die Samen werden zuvor 12 Stunden lang in rosa Kaliumpermanganat eingeweicht. Anschließend werden die eingeweichten Samen abgespült und getrocknet.
- Sie können eine fertige Erdmischung für Setzlinge verwenden – diese ist im Landwirtschaftsfachhandel erhältlich – oder Sie mischen Ihre eigene Mischung aus Rasensoden, Torf und Sand (1:1:1). Torftöpfe sind ebenfalls praktisch, da sie das Einpflanzen der Setzlinge ermöglichen, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Stellen Sie die Anzuchttöpfe an einen hellen, zugfreien Ort. Die optimale Temperatur liegt zwischen 21 °C und 25 °C. Vor dem Auspflanzen sollten die Sämlinge abgehärtet werden, indem man sie zunächst 10–15 Minuten ins Freie stellt und die Zeit allmählich auf mehrere Stunden verlängert.
- Die Pflanzung beginnt, sobald die Sämlinge vier Blätter haben. Die Sämlinge werden in vorbereitete Beete umgepflanzt. Wählen Sie für die Pflanzung helle Standorte, die vor Zugluft und starkem Wind geschützt sind.
- Beim Pflanzen ist die Größe der Rosetten zu beachten. Da sie sich ausbreiten, beträgt der Abstand zwischen benachbarten Pflanzen etwa 60 cm. Auch der Reihenabstand beträgt 60 cm.
- Vor dem Einpflanzen etwas Superphosphat in die Pflanzlöcher streuen, um die Wurzelbildung zu beschleunigen. Alternativ kann auch eine Holzaschelösung als Dünger verwendet werden. Die eingepflanzten Setzlinge werden großzügig mit abgestandenem Wasser gegossen und anschließend gemulcht.
Pflege
Die Sorte Sugarloaf ist pflegeleicht; für diese Sorte sind Standardmaßnahmen erforderlich – Bewässerung, Düngung sowie vorbeugende und therapeutische Spritzbehandlungen.
Pflegemerkmale:
- Kohl sollte etwa einmal pro Woche gegossen werden, wobei die Wetterbedingungen und die Bodenfeuchtigkeit zu berücksichtigen sind. Während der Wachstumsperiode müssen Wassermenge und -häufigkeit deutlich erhöht werden, um große, saftige Köpfe zu erhalten.
- Die Pflanzen werden zweimal mit in Wasser verdünntem, verrottetem Mist gedüngt.
- Die Kohlbeete werden regelmäßig aufgelockert und von Unkraut befreit, und die Pflanzen werden mehrmals pro Saison bis zu den unteren Blattspitzen angehäufelt. Das Anhäufeln erfolgt, sobald sich 10–12 Kohlblätter gebildet haben. Diese Anbaumethode fördert die Entwicklung von Seitenwurzeln, stärkt die Pflanze und führt zu großen, kräftigen Kohlköpfen.
Verhütung
Die Sorte besitzt eine gute Immunität gegen viele Krankheiten, doch ungünstige Bedingungen und mangelnde Pflege können zum Auftreten von Fäulnis und anderen Krankheiten führen.
Die Sorte wird meist beeinflusst durch:
- Bakteriose. Diese Krankheit verursacht eine Vergilbung der Blattränder. Später verfärben sich die Blattspreiten dunkel. Vorbeugendes Spritzen mit Fitolavin hilft, die Krankheit zu verhindern.
- Falscher Mehltau. Die Krankheit geht mit einem weißen Belag auf den Blättern einher. Die Samen werden eine halbe Stunde in warmem Wasser eingeweicht. Treten Krankheitsanzeichen auf, wird der Kohl mit kupferhaltigen Präparaten besprüht.
- Fusarium. Es verursacht gelbe Flecken auf den Blättern. Diese Krankheit lässt sich durch eine Behandlung mit Agat oder Kupfersulfat verhindern. Befallene Blätter werden entfernt und vernichtet.
- Kohl. Sie verursachen Blattbleichung und das Absterben der Pflanzen. Das Anpflanzen von Dill und Petersilie entlang der Kohlbeete hilft, Schäden zu verhindern.
- Kiloy. Diese Krankheit wird durch einen pathogenen Pilz verursacht. Sie hemmt das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen und kann sogar zum Absterben führen. Durch Kalkung des Bodens und strikte Einhaltung der Anbaurichtlinien für Kohl lässt sich die Krankheit verhindern.
Die gefährlichsten Schädlinge für Zuckerhutkohl sind Blattläuse, Thripse und Kreuzblütlerwanzen. Diese lassen sich mit Insektiziden wie Bankol, Iskra M und anderen bekämpfen. Diese und weitere Insektizide eignen sich auch zur Anwendung auf dem Boden um die Pflanzen herum.
Sammlung, Lagerung und Nutzung
Die Kohlköpfe werden bei trockenem Wetter geerntet; Regen ist für diesen Vorgang ungeeignet. Vor der Lagerung wird der Kohl kurz in der Sonne getrocknet und beschädigte Blätter werden entfernt. Anschließend wird die Ernte in einen kühlen Raum, beispielsweise einen Keller, gebracht. Es ist wichtig, dass in diesem Raum konstante Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen herrschen.
- ✓ Die Kohlköpfe müssen voll ausgereift sein und dürfen keine Anzeichen von Krankheiten aufweisen.
- ✓ Vor der Lagerung müssen die Kohlköpfe zur Desinfektion mit einer Kaliumpermanganatlösung behandelt werden.
Kohlköpfe lagert man am besten bei Temperaturen zwischen -1 °C und +4 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 90–95 %. Unter diesen Bedingungen verdirbt der Kohl erst im Frühjahr. Nach dem Schneiden und Einlagern reifen die Köpfe noch ein bis zwei Monate nach, bis sie den perfekten süßen Geschmack entwickeln, der dem Zuckerhutkohl seinen markanten und ungewöhnlichen Namen verleiht.
Die Weißkohlsorte „Zuckerkopf“ macht ihrem Namen alle Ehre und wird von unseren Gärtnern zu Recht geschätzt. Dieser köstliche Spätsommerkohl eignet sich ideal für traditionelle Winterkonserven; er hat einen hervorragenden Geschmack und lässt sich mehrere Monate gut lagern.





