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Rinda-Kohl ist eine ertragreiche Hybride des Weißkohls.

Rinda ist eine Hybridkohlsorte, die bei Hobbygärtnern aufgrund ihres hohen Ertrags, ihres hervorragenden Geschmacks und ihrer guten Transportierbarkeit ohne Qualitätsverlust sehr beliebt ist. Sie bildet runde Köpfe mit einem Gewicht von jeweils 3–7 kg, einer zarten dunkelgrünen Farbe, dünnen Blättern und einem kurzen Stiel. Dieser vielseitige Kohl kann frisch verzehrt oder verarbeitet werden.

Zuchtgeschichte

Rinda F1 ist eine mittelfrühe Weißkohlhybride (Brassica oleracea var. capitata). Sie wurde von niederländischen Züchtern bei Seminis Vegetable Seeds entwickelt. Bis 2005 gehörte das Unternehmen mit einem Marktanteil von über 20 % zu den weltweit größten Produzenten und Anbauern. Hauptprodukte des Unternehmens sind Hybrid-Obst- und Gemüsesaatgut.

Im Jahr 2005 wurde Seminis Teil des größeren Konzerns Monsanto. Dieses in Missouri ansässige Unternehmen ist bekannt für die Herstellung des weltweit beliebten Herbizids Roundup.

1993 wurde Rinda in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation für den Anbau in zwei Regionen – Zentralrussland und Wjatka – aufgenommen. Beim Anbau in anderen Regionen kann sie möglicherweise nicht alle ihre positiven Eigenschaften entfalten.

Beschreibung von Rinda F1

Die Hybride eignet sich für den Anbau im Freien im Frühjahr/Sommer und Sommer/Herbst. Schauen wir uns ihren Ertrag genauer an.

Aussehen

Zur Beschreibung des Aussehens von Kohlköpfen ist es sinnvoll, auf folgende Merkmale zu achten:

  • Gewicht – im Durchschnitt 3-7 kg, aber manchmal gelingt es Gärtnern, Exemplare mit einem Gewicht von bis zu 8-10 kg zu erhalten;
  • bilden – abgerundet-kugelförmig;
  • Farbe - hellgrün, ziemlich einheitlich, und im Schnitt gelblich-weiß;
  • Blätter – saftig und zart, aber gleichzeitig fest und elastisch, mit feinen Adern;
  • äußerer Stiel - kurz;
  • Buchse – kompakt, halbhoch, mittelstark ausbreitend, mit einer schönen inneren Struktur.

Die Sorte zeichnet sich durch starkes Wachstum und eine kompakte, einheitliche Größe aus und schneidet im Vergleich zu anderen Sorten aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Platzen im vollreifen Zustand gut ab.

Die Kohlsorte Rindy F1 können Sie im folgenden Video in Aktion sehen:

Allgemeine Merkmale

Die wichtigsten Merkmale des Hybrids sind nachfolgend aufgeführt:

Parameter Beschreibung
Reifezeit Rinda ist eine mittelfrühe Hybride, das heißt, sie reift 75–85 Tage nach dem Austrieb. Insgesamt beträgt die Zeitspanne von der Aussaat bis zur technischen Reife 120–130 Tage.
Produktivität Diese Sorte ist sehr ertragreich und liefert 10 kg Kohlköpfe pro Quadratmeter und bis zu 900–115 Zentner pro Hektar. Sie reifen gleichmäßig, was die Ernte deutlich vereinfacht.
Merkmale des Anbaus Die Pflanze ist pflegeleicht, verträgt Temperaturschwankungen, gedeiht in verschiedenen Klimazonen und ist anspruchslos hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. Darüber hinaus ist Rinda resistent gegen Krankheiten und Schädlinge.
Leichtigkeit Kohlköpfe können lange an der Pflanze gelagert werden, die geerntete Ernte hält sich jedoch nur etwa vier bis fünf Monate. Einige Gärtner berichten sogar, dass Kohl bei optimalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen bis April ohne Qualitätsverlust gelagert werden kann.
Transportierbarkeit Diese Sorte verträgt lange Transportwege gut, ohne dass sie an Aussehen oder Geschmack einbüßt. Daher eignet sich Rinda für den Anbau zur kommerziellen Vermarktung.
Zweck Kohl eignet sich sowohl zum Frischverzehr als auch zum Kochen, insbesondere für Kohlrouladen, da die dünnen, biegsamen Blätter beim Kochen nicht brechen und so ein schmackhaftes Gericht entsteht. Kohl kann außerdem eingelegt und fermentiert werden.

Einlegen gilt als die beste Verarbeitungsmethode für diesen Kohl, da er dadurch saftig und aromatisch wird. Er sollte jedoch frisch eingelegt werden und nicht erst nach mehrmonatiger Lagerung im Keller, da sonst etwas Saft austritt und das Sauerkraut geschmacklos wird.

Agrartechnologie

Um eine gute frühe Ernte zu erzielen, sollten beim Anbau von Rinda folgende landwirtschaftliche Praktiken beachtet werden:

  • Kohl kann auf zwei Arten angebaut werden: durch Aussaat von Setzlingen oder durch Direktsaat. Die Pflanzung sollte von Ende April bis Mitte Mai erfolgen.
  • Dieses Gemüse gedeiht am besten an hellen, windgeschützten Standorten, da Lichtmangel den Ertrag beeinträchtigt. Auch tiefliegende und hochgelegene Gebiete sind für diese Pflanze ungeeignet, da sie weder Staunässe noch Trockenheit verträgt. Idealerweise sollte der Grundwasserspiegel 1–1,5 Meter über der Oberfläche liegen.

    Der Standort für den Kohl sollte von morgens bis abends der Sonne ausgesetzt sein und keinen Schatten durch Bäume, Sträucher, Zäune oder hohe Pflanzen in der Nähe haben. Im Schatten bildet Rinda keine Köpfe, sondern eine üppige Blattrosette.

  • Bei der Standortwahl sind die Fruchtfolgeregeln zu beachten. Kohl kann erst nach 3–4 Jahren wieder am selben Standort angebaut werden. Ungeeignete Vorgängerpflanzen sind unter anderem Tomaten, Rote Bete, Steckrüben, Senf, Brunnenkresse und Radieschen. Zu den besten Vorgängerpflanzen zählen:
    • Getreide;
    • Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen);
    • Kartoffel;
    • Aubergine;
    • Zucchini;
    • quetschen;
    • Kürbis;
    • Gurken;
    • Karotte;
    • Rübe;
    • Knoblauch;
    • Zwiebel.
  • Das Beet sollte im Voraus für die Kohlpflanzung vorbereitet werden. Dazu wird der Boden im Herbst spatentief umgegraben und pro Quadratmeter 30–35 g Doppelsuperphosphat, 40–50 g Kaliumsulfat, 1–2 Tassen Holzasche und 1,5 Eimer verrotteten Mist oder Humus eingearbeitet. Um den Säuregehalt des Bodens zu senken, werden pro Quadratmeter 1–2 Tassen gelöschter Kalk, Kreide oder Dolomitmehl hinzugefügt. Im zeitigen Frühjahr wird das Beet geharkt. Falls das Beet im Herbst nicht vorbereitet wurde, werden beim Umgraben pro Quadratmeter 45 g Harnstoff oder 1,5 Eimer Humus eingearbeitet.
  • Rinda ist bezüglich des Bodentyps anspruchslos, gedeiht aber am besten in neutralen bis leicht sauren Böden (pH 6,5–7,5). Der pH-Wert lässt sich mit Lackmuspapier (erhältlich im Chemikalienhandel) bestimmen. Alternativ kann auch 9-prozentiger Essig verwendet werden. Dazu gibt man eine Handvoll Erde aus 35 cm Tiefe auf ein Glas oder Brett und beträufelt sie leicht mit Essig. Ist der Boden alkalisch, reagiert er heftig (mit Zischen und zahlreichen Blasen), ist er neutral, schäumt er mäßig. Bleibt die Reaktion aus, ist der Boden sauer.
Kritische Bodenparameter für eine erfolgreiche Kultivierung
  • ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt zwischen 6,5 und 7,5 liegen.
  • ✓ Die Grundwassertiefe beträgt mindestens 1-1,5 m unter der Oberfläche, um Feuchtigkeitsstau zu vermeiden.

Setzlinge

Wird die Bodenfruchtbarkeit jährlich erhalten, kann die Menge an Mineraldünger halbiert werden, da Kohl diesen schlecht aufnimmt und sogar schädliche Nitrate anreichert. Bei Verwendung von organischem Material kann auf Mineraldünger vollständig verzichtet werden.

Pflanzen Sie in mäßiger Dichte und achten Sie auf regelmäßiges Gießen und Auflockern des Bodens. Ebenso wichtig ist es, alle vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz der Pflanze einzuhalten. Kohlkrankheiten und SchädlingeDie

Saatgutvorbereitung

Sind die Samen nicht leuchtend gefärbt und wurden sie vom Hersteller nicht behandelt, müssen Sie sie selbst desinfizieren, unabhängig von der Anbaumethode des Kohls. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Wählen Sie keimfähige Samen aus. Weichen Sie die Samen dazu in einer Salzlösung ein (40 g Salz auf 10 Liter Wasser). Entfernen Sie alle Samen, die an die Oberfläche steigen, da diese entweder leer oder beschädigt sind.
  2. Die am Boden verbliebenen Samen sollten kalibriert werden, d. h. mittelgroße und große Exemplare mit einer Größe von 1,5-2,5 m sollten aus ihnen ausgewählt werden.
  3. Die ausgewählten Samen 20 Minuten in heißem Wasser (50 °C) und anschließend 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Danach auf einem Handtuch ausbreiten und trocknen lassen. Um die Keimung zu beschleunigen, die Samen 12 Stunden in Wasser mit Zimmertemperatur einweichen, das Wasser aber alle 4 Stunden wechseln. Zum Härten die eingeweichten Samen 24 Stunden an einem kühlen Ort (1–2 °C), beispielsweise im Kühlschrank, einweichen. Anschließend abtrocknen, um eventuelle Klebrigkeit zu entfernen.

Zur Steigerung der Keimung können die Samen zusätzlich in einer Humatlösung oder EM-Präparaten behandelt werden.

Wie pflanzt man ohne Setzlinge?

Diese Methode des Kohlanbaus ist optimal, wenn nicht alle notwendigen Bedingungen für die Anzucht der Setzlinge gegeben sind. Werden die Pflanzen im Schatten oder in einem schlecht beheizten Raum gehalten, wachsen sie zu stark und werden nach dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort krank. Daher ist es in diesem Fall besser, die Samen direkt ins Freiland zu säen.

Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr, sobald der Boden nach Regenfällen wieder feucht ist. Die günstigste Zeit dafür ist von Ende April bis Anfang Mai.

Bei einer Aussaat im Mai erreichen die Rinda-Ähren Ende August/Anfang September ihre technische Reife.

Die vorbereiteten Samen sollten in folgender Reihenfolge im Freiland ausgesät werden:

  1. Bereiten Sie kleine Löcher von 2-3 cm Tiefe im Abstand von 25-30 cm vor. Der optimale Reihenabstand beträgt 80-100 cm.
  2. Befeuchten Sie die Furchen mit Wasser, sodass der Boden bis in eine Tiefe von 20 cm feucht ist.
  3. Legen Sie 3-5 Samen in jedes Loch und bestreuen Sie es mit dem restlichen Boden (Sägemehl oder Humus).
  4. Jedes Pflanzloch mit einer Plastikflasche abdecken, deren Boden abgeschnitten ist, und diese tief in die Erde drücken. Um die Luftzirkulation zu gewährleisten, den Flaschenverschluss täglich für einige Stunden öffnen. Sobald die ersten Triebe erscheinen, den Verschluss vollständig entfernen. Das Gewächshaus kann erst abgebaut werden, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und die Pflanze so weit gewachsen ist, dass sie die Flaschenwand berührt.
  5. Sobald in jedem Pflanzloch mehrere Sämlinge erscheinen, lassen Sie einen der kräftigsten und robustesten Triebe von 15 cm Länge stehen und knipsen Sie die übrigen ab oder schneiden Sie sie vorsichtig mit einer Schere ein. Vermeiden Sie es, zu viele Triebe herauszuziehen, da dies das empfindliche Wurzelsystem der Pflanze beschädigen kann.

Wird der Kohl ohne Setzlinge angebaut, verkürzt sich die Wachstumsperiode um 15 bis 18 Tage, und der Kohlertrag erhöht sich aufgrund der Ausbildung eines kräftigen Wurzelsystems, das in der Lage ist, Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten zu ziehen.

Anzucht aus Sämlingen

In Russland wird Rinda meist aus Setzlingen gezogen. Der Pflanzzeitpunkt variiert je nach Region, liegt aber oft Anfang April, da die Samen 30–35 Tage vor dem Auspflanzen ins Freiland ausgesät werden müssen.

Vorbereitung der Sämlinge

Das Heranziehen kräftiger Sämlinge erfolgt in mehreren Phasen:

  1. SubstratvorbereitungEine geeignete Blumenerde erhalten Sie im Gartencenter. Sie sollte nährstoffreich und leicht sein und eine gute Drainage und Belüftung gewährleisten. Natürlich können Sie Ihre eigene Blumenerde auch selbst herstellen, indem Sie folgende Zutaten mischen:
    • 1 Teil Rasenerde;
    • 1 Teil Perlit, Sägemehl, Flusssand für eine größere Bodenlockerung;
    • 2 Teile Humus, Torf oder Wurmkompost.

    Geben Sie der Mischung 10 Esslöffel Holzasche pro 10 kg Erde hinzu. Die Asche verbessert die antiseptischen Eigenschaften des Substrats und reichert es mit Makro- und Mikronährstoffen an. Desinfizieren Sie die vorbereitete Mischung, indem Sie sie für einige Minuten in den Gefrierschrank oder den vorgeheizten Backofen stellen. Alternativ können Sie sie einfach mit einer Fitosporin-Lösung befeuchten, die antiseptische Eigenschaften besitzt.

  2. AussaatFüllen Sie das Substrat in ein Gefäß mit Abflusslöchern. Dies kann eine Holzkiste oder ein Tablett, eine Schale oder einzelne 5x5 cm große Becher sein. Drücken Sie 1–1,5 cm tiefe Löcher in die Erdoberfläche, geben Sie die vorbereiteten Samen hinein (2 Samen pro Loch), bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie an. Wenn Sie in einem gemeinsamen Gefäß pflanzen, verwenden Sie ein 2x3 cm großes Lochmuster. Keimen alle Samen in einem Loch, lassen Sie nur den kräftigsten Keimling stehen und knipsen oder schneiden Sie die restlichen mit einer Schere ab.
  3. Organisation optimaler Temperatur- und LichtverhältnisseUnmittelbar nach der Aussaat sollte die Raumtemperatur bei +20…+22 °C gehalten werden. Außerdem benötigen die Sämlinge ausreichend Licht (12 Stunden täglich). LampenSobald die ersten Triebe erscheinen, senken Sie die Raumtemperatur tagsüber auf +15…+17°C und nachts auf +8…+10°C, da die Sprossen sonst übermäßig in die Höhe wachsen.
  4. BewässerungDie Bewässerung sollte mäßig, aber regelmäßig erfolgen, damit die Erde nicht austrocknet. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, da sie die Sämlinge schädigen kann. Ist die Erde zu nass, sollte sie oberflächlich aufgelockert werden. Die Pflanze sollte außerdem vor jeder Düngung gegossen werden, da sonst die empfindlichen Wurzeln junger Sämlinge verbrennen können.
  5. PflückenAm 14. Tag nach der Pflanzung müssen die Setzlinge... tauchen Wenn die Samen in einem gemeinsamen Topf ausgesät wurden, sollten sie in separate Becher gesetzt werden. Jedes Sämling sollte vor dem Umpflanzen großzügig gegossen werden.
    Kohlsetzlinge
  6. TopdressingDie Sämlinge müssen dreimal täglich nach folgendem Schema gedüngt werden:
    • Eine Woche nach der Ernte mit einer Lösung düngen, die aus 4 g Superphosphat, 2 g Kaliumdünger und Ammoniumnitrat pro Liter Wasser hergestellt wird (ein Liter dieser Zusammensetzung reicht für die Behandlung von 50-60 Sämlingen);
    • Nach weiteren 2 Wochen die Sämlinge mit der gleichen Zusammensetzung düngen, jedoch mit der doppelten Menge an Zutaten pro Liter Wasser;
    • Zwei Tage vor dem Auspflanzen an den endgültigen Standort sollten die Sämlinge mit einer Mischung zur besseren Bewurzelung der Keimlinge versorgt werden. Hierfür wird eine Lösung aus 3 g Ammoniumnitrat, 5 g Superphosphat und 8 g Kaliumdünger pro Liter Wasser verwendet.

    Die Zusammensetzung des Düngemittels kann durch einen komplexen Dünger in gebrauchsfertiger Flüssigform ersetzt werden.

  7. HärtenDieses Vorgehen fördert das Anwachsen der Pflanzen am neuen Standort und eine bessere Wurzelentwicklung. Es sollte 10 Tage nach dem Umpflanzen erfolgen. Öffnen Sie zunächst 2 Tage lang für 3–4 Stunden die Fenster im Haus. In den folgenden Tagen ist es ratsam, die Sämlinge jeweils für 2 Stunden auf den Balkon oder ins Freie zu stellen, jedoch unbedingt vor Sonnenbrand zu schützen. Nach 6–8 Tagen können die Sämlinge an einen offenen Balkon gestellt und die Wassergaben reduziert werden.

    Sämlinge mit 6-8 echten Blättern und einer Höhe von 15-20 cm können an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden.

Verpflanzung ins Freiland

Die Sämlinge können im Alter von 30 bis 45 Tagen ins Freiland verpflanzt werden. Dies geschieht üblicherweise zwischen Ende Mai und Mitte Juni. Die Verpflanzung sollte an einem bewölkten, regnerischen Tag, vorzugsweise morgens oder abends, erfolgen, um die Pflanzen vor Sonnenschäden zu schützen.

Setzen Sie im Abstand von 30–40 cm Löcher in das Beet und achten Sie darauf, dass nicht mehr als 3–4 Pflanzen pro Quadratmeter gesetzt werden. Bei zu dichter Bepflanzung kann sich Rinda nicht voll entwickeln.

Geben Sie in jedes Pflanzloch eine Handvoll Torfmoos und Sand, zwei Handvoll Kompost und Holzasche. Setzen Sie die Setzlinge mit intaktem Wurzelballen in die Löcher, um die Wurzeln zu schützen. Bedecken Sie sie anschließend mit Erde, drücken Sie diese leicht an und gießen Sie gründlich.

Es empfiehlt sich, den Boden unter den Sämlingen mit Torf oder verrottetem Sägemehl abzudecken, um Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden. Bei sonnigem Wetter sollten die Sämlinge in den ersten Tagen beschattet werden, damit sie besser anwachsen.

Pflege von Sämlingen

Die Weißkohlhybride ist recht anspruchslos in der Pflege, erfordert aber die rechtzeitige Umsetzung aller landwirtschaftlichen Maßnahmen.

Bewässerung

Rinda liebt Feuchtigkeit, daher müssen Sämlinge regelmäßig und reichlich mit warmem, abgestandenem Wasser gegossen werden. Kaltes Wasser aus dem Gartenschlauch kann zu verschiedenen Krankheiten und Wachstumsstörungen führen.

Vorsichtsmaßnahmen beim Bewässern
  • × Die Verwendung von kaltem Wasser aus einem Gartenschlauch kann bei Pflanzen zu Schock und zur Entwicklung von Krankheiten führen.
  • × Übermäßige Bewässerung des Bodens erhöht das Risiko von Pilzkrankheiten, insbesondere während der Ährenbildungsphase.

Die Setzlinge sollten alle 3–4 Tage abends mit 8–10 Litern Wasser pro Quadratmeter gegossen werden. Mit zunehmendem Wachstum des Kohls sollte die Gießhäufigkeit auf einmal alle 7–9 Tage reduziert, die Wassermenge jedoch auf 12–14 Liter pro Quadratmeter erhöht werden. Zwei Wochen vor der vollständigen Reife der Köpfe sollte das Gießen vollständig eingestellt werden.

Lockerung und Hügelbildung

Nach jedem Gießen sollte der Boden 8–10 cm tief aufgelockert werden, um die Bildung einer Kruste an der Oberfläche zu verhindern. Gleichzeitig empfiehlt es sich, Unkraut zu entfernen.

Auch Kohl benötigt Anhäufeln, da diese Technik den Stängel stärkt und die Wurzelbildung fördert, was für zusätzliche Stabilität sorgt. Häufeln Sie den Kohl an einem windstillen Tag an und schaffen Sie so eine neue Erdschicht von 25–30 cm Tiefe. Häufeln Sie den Kohl während der Wachstumsperiode zweimal an:

  • erstmals – 10-15 Tage nach der Pflanzung im Freiland;
  • zum zweiten Mal – 45-40 Tage nach der ersten Anhäufelung.

Um einen optimalen Feuchtigkeitsgehalt im Boden zu erhalten, sollte Kohl Laubdecke (unter Verwendung von Torf, verrottetem Sägemehl oder gemähtem Gras). Die optimale Mulchschichthöhe beträgt 8–10 cm.

Topdressing

Kohl wird bereits im Keimlingsstadium gedüngt. Nach dem Umpflanzen an seinen endgültigen Standort werden zwei weitere Düngemittel angewendet:

  1. Während der aktiven Blattwachstumsphase die Pflanze mit einer Ammoniumnitratlösung (20 g pro 10 Liter Wasser) gießen. Unter jeden Strauch 0,5 Liter Dünger geben.
  2. Im Stadium der Kopfbildung wird eine komplexe Fütterung durchgeführt, indem eine Lösung aus 8 g Kaliumsulfat, 10 g Superphosphat und 4 g Harnstoff pro Eimer Wasser hergestellt wird.
Fütterungsplan für verbessertes Wachstum
  1. Zehn Tage nach dem Umpflanzen eine Ammoniumnitratlösung (20 g pro 10 l Wasser) hinzufügen, um das Blattwachstum anzuregen.
  2. Während der Ährenbildungsphase sollte ein Komplexdünger (8 g Kaliumsulfat, 10 g Superphosphat und 4 g Harnstoff pro Eimer Wasser) verwendet werden, um die Qualität der Ernte zu verbessern.

Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Rinda ist gegen viele Krankheiten resistent, kann aber dennoch durch Folgendes bedroht werden:

  • SchwarzbeinDiese Pilzkrankheit befällt Stängel und Wurzeln der Pflanze und führt zu Wachstumsstörungen und schließlich zum Absterben. Sie äußert sich durch Schwarzfäule an den befallenen Stellen. Befallene Pflanzen müssen entfernt werden, da Schwarzbeinigkeit unheilbar ist. Zur Vorbeugung sollten Saatgut und Boden desinfiziert und Fruchtwechsel praktiziert werden.
  • Falscher Mehltau (Peronosporose)Die Krankheit äußert sich durch große graue oder gelbe Flecken auf den Blättern, die allmählich austrocknen und absterben. Im Keimlingsstadium können befallene Pflanzen mit einer 1%igen Bordeauxbrühe, Fitosporin oder dem Fungizid Tsenitel besprüht werden.
  • KilaDer Pilz befällt das Wurzelsystem der Pflanze und verursacht weiße Beläge, die die Nährstoffaufnahme behindern. Dadurch vergilben die Blätter und welken, und die Blütenstände entwickeln sich nicht richtig. Befallene Pflanzen sollten mitsamt der Erde ausgegraben und vernichtet werden. Vorbeugend sollte die Fläche im Herbst gekalkt werden (200 g Kalk pro Quadratmeter), und im Frühjahr sollten die Sämlinge mit einer 3%igen Bordeauxbrühe gegossen werden.
  • BlattmosaikEine häufige Viruserkrankung, die ein mosaikartiges Muster auf den oberirdischen Teilen der Kohlpflanze verursacht. Die Blätter runzeln, ihre Ränder verfärben sich dunkel und sterben ab. Die Krankheit ist unheilbar, und befallene Kohlköpfe sind ungenießbar und müssen vernichtet werden. Vorbeugend ist es notwendig, Unkraut umgehend zu entfernen und Insekten, die das Mosaikvirus übertragen, wie Milben und Blattläuse, zu bekämpfen.

Kohlschädlinge

Leider kann die Hybride von Schädlingen wie beispielsweise folgenden befallen werden:

  • BlattlausSie saugen dem Kohl alle Säfte und Nährstoffe aus, wodurch die Blätter sich verformen, einrollen und austrocknen. Blattläuse sehen aus wie Eschen und befallen vorwiegend die Blattunterseiten. Befallene Pflanzen sollten mit einem Insektizid oder einer Lösung aus Waschmittel (40 g auf 10 Liter Wasser) behandelt werden. Als Hausmittel können Aufgüsse aus Tabak, Kartoffeln oder Tomatenblättern helfen.
  • FlohkäferEs befällt die Pflanze im frühen Frühling, indem es Löcher in die Triebspitzen frisst, was zum Austrocknen und Absterben der jungen Triebe führt. Kampf gegen Flöhe Eine Bestäubung mit einem 1:1-Gemisch aus Esche und Tabak (30 g pro Quadratmeter) ist hilfreich. Drei bis vier Behandlungen im wöchentlichen Abstand sollten durchgeführt werden.
  • BlattkäferDiese Käfer siedeln sich auf den Blättern an, saugen die Nährstoffe aus und lassen die Pflanze austrocknen und absterben. Zur Bekämpfung der Blattkäfer bestäuben Sie die Blätter mit einer Mischung aus Tabak und Asche (20–40 g pro Quadratmeter) und besprühen die Pflanze anschließend mit einer Lösung des Insektizids Actellic (20 ml auf 10 Liter Wasser).
  • EuleEine gefräßige Raupe frisst den Kohlkopf bis ins Innere. Befallene Pflanzen müssen vernichtet werden, da sie weder zum Verzehr noch zur Lagerung geeignet sind. Beim ersten Auftreten von Raupen sollte die Pflanze mit einem Insektizid behandelt werden.
  • KreuzblütlerwanzeEin Käfer mit schwarzem Muster auf gelbem oder rotem Grund frisst sich durch Blätter und hinterlässt ebenso gefährliche Larven. Er schwächt die Blätter und führt zu deren allmählichem Absterben. Bei Befall sollte die Pflanze mit einem Insektizid behandelt werden.

Um Kohl vor den oben genannten Schädlingen zu schützen, sollten nach der Ernte umgehend alle verbliebenen Kohlstängel entfernt und vernichtet, das Beet im Herbst gejätet und gründlich umgegraben werden. Zusätzlich sollte der Kohl mit einer Gießkanne gegossen und mit Asche, Tabak oder Scharlach bestäubt werden.

Bei Schädlingsbefall kann das neue Breitband-Bioprodukt Fitoverm eingesetzt werden. Besprühen Sie die Pflanze während der Wachstumsperiode zweimal mit einer Lösung aus 4 ml Fitoverm pro Liter Wasser. Das behandelte Gemüse kann innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden.

Ernte und Lagerung

Rinda-Kohl reift gleichmäßig von Ende August bis Anfang September; dann ist Erntezeit. Bei trockenem Wetter sollten die reifen Köpfe mit einem scharfen Messer abgeschnitten und kühl und dunkel, beispielsweise im Keller, gelagert werden. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen -1 und +2 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 80–85 %.

Der Raum muss 1-2 Mal im Monat gelüftet werden, damit der Kohl nicht schimmelt oder gelb wird.

Um Kohlköpfe bis zur nächsten Pflanzung zu lagern, können sie in Stoffsäcke oder Holz- bzw. Plastikkisten gelegt werden. Bei wenig Platz lassen sie sich auch mit Bindfaden oder starkem Seil an den Stielen aufhängen. Der Vorteil dieser Methode: Der Kohl fault weniger schnell und hält sich länger.

Kohlköpfe lassen sich auch in Regalen lagern, eingewickelt in Papier, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Es empfiehlt sich außerdem, sie abzustauben, um vorzeitiges Verfaulen zu verhindern.

Für und Wider

Rinda F1 ist aufgrund folgender Vorteile beliebt:

  • weist einen hohen Ertrag auf (10 kg Kohlköpfe pro Quadratmeter);
  • zeichnet sich durch die gleichmäßige Reifung der Köpfe aus, was den Ernteprozess erleichtert;
  • anspruchslos gegenüber Witterungs- und Bodenbedingungen;
  • wird selten krank oder von Schädlingen befallen;
  • Hält dem Langstreckentransport gut stand (bricht nicht);
  • Produziert süße Blätter, die in Salaten, zum Einlegen und Schmoren verwendet werden können.
Die Hybride hat keine besonderen Nachteile, aber man sollte beachten, dass sie feuchtigkeitsliebend ist und längere Trockenperioden nicht gut verträgt. Sie sollte nicht in höheren Lagen angebaut werden, da sie dort nicht ausreichend mit Wasser versorgt wird. Auch tiefer gelegene Gebiete mit Staunässe sind ungeeignet. Die Sorte benötigt zudem viel Sonnenlicht, da ihr Ertrag im Schatten stark sinkt.

Rinda F1 ist eine Hybridkohlsorte mit einer Reifezeit von 75–85 Tagen, die reichlich runde Köpfe mit einem Gewicht von 3–7 kg hervorbringt. Diese Köpfe können 4–5 Monate gelagert und zur Weiterverarbeitung oder zum Frischverzehr verwendet werden. Die Anbautechniken sind einfach, jedoch ist die strikte Einhaltung aller Richtlinien für eine gesunde und reiche Ernte unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bodenart eignet sich optimal für den Anbau dieser Hybride?

Ist es möglich, Rinda F1 im Gewächshaus anzubauen, um die Reifung zu beschleunigen?

Welche Vorpflanzen im Garten verringern das Krankheitsrisiko?

Wie oft sollte man Kohl während der Kopfbildungsphase gießen?

Welche Mikronährstoffe sind für die Steigerung der Ernteerträge entscheidend?

Wie kann man Sämlinge ohne Chemikalien vor Kreuzblütler-Flohkäfern schützen?

Bei welcher Temperatur keimen Samen am schnellsten?

Können die Stängel dieser Hybride zum Einlegen verwendet werden?

Welcher Pflanzabstand führt zu den größten Köpfen?

Warum ist das Hybridmaterial nicht für die Langzeitlagerung (länger als 2-3 Monate) geeignet?

Welche Unkräuter sind für junge Sämlinge am gefährlichsten?

Wie lässt sich eine Nitratansammlung in Blättern vermeiden?

Kann man die unteren Blätter abschneiden, um das Wachstum des Kohlkopfes anzuregen?

Welche Begleitpflanzen wehren Schädlinge ab?

Warum wird das Hybridmodell nicht für Regionen mit starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht empfohlen?

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