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Wie bewässert man Kohl im Freiland richtig?

Für eine qualitativ hochwertige Kohlernte ist die richtige Pflege unerlässlich. Auch die Bewässerung spielt eine entscheidende Rolle, da sowohl zu wenig als auch zu viel Feuchtigkeit das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze beeinträchtigen. Falsches Gießen der Setzlinge kann zudem zu verschiedenen Pilz- und Viruserkrankungen führen. Schauen wir uns an, wie man Kohl richtig gießt.

Wasserbedarf für die Bewässerung

Kohl ist ein feuchtigkeitsliebendes Gemüse, das regelmäßiges und reichliches Gießen mit qualitativ hochwertigem Wasser benötigt. Er muss folgende Eigenschaften aufweisen:

  • WarmObwohl Kohl ein winterhartes Gemüse ist, sollte er mit zimmerwarmem Wasser (18–23 °C) gegossen werden. Wassertemperaturen unter 12 °C sind für die Bewässerung von Kohl ungeeignet, da sie die Wurzelentwicklung hemmen. Dies führt wiederum zu schlechter Wurzelbildung, langsamem Wachstum und unzureichender Kopfbildung.
    Kriterien für die Auswahl von Wasser zur Bewässerung
    • ✓ Verwenden Sie Wasser, das mindestens 48 Stunden gestanden hat, damit Chlor und andere flüchtige Verbindungen verdunsten können.
    • ✓ Überprüfen Sie den pH-Wert des Wassers; der optimale Bereich für Kohl liegt zwischen 6,0 und 7,5.

    Kaltes Wasser begünstigt Pilz-, Fäulnis- und Bakterienkrankheiten. In Verbindung mit niedrigen Lufttemperaturen kann es zum Absterben von Sämlingen führen, insbesondere im Freiland.

    Vorsichtsmaßnahmen beim Bewässern
    • × Vermeiden Sie das Gießen während der heißesten Tageszeiten, um Blattverbrennungen vorzubeugen.
    • × Kaltes Wasser aus einem Brunnen oder Bohrloch darf nicht direkt verwendet werden, ohne es vorher absetzen und erwärmen zu lassen.
  • VerteidigtWird Leitungswasser, Brunnenwasser oder Bohrlochwasser zur Bewässerung verwendet, sollte es einige Tage in Eimern oder Fässern an einem sonnigen Platz stehen gelassen werden. Durch das Schwarzstreichen der Behälter erwärmt sich das Wasser schneller. Dies gilt jedoch nur für gemäßigte Klimazonen. In südlichen Regionen überhitzt das Wasser in solchen Behältern schnell. Die Verwendung solcher Behälter zur Bewässerung von Kohl wird nicht empfohlen, da dies das Wachstum der Pflanze beeinträchtigt.
Optimale Bedingungen für die Bewässerung
  • ✓ Kohl am besten früh morgens oder spät abends gießen, um eine optimale Wasseraufnahme zu gewährleisten.
  • ✓ Stellen Sie sicher, dass der Boden für ausgewachsene Pflanzen mindestens 30 cm tief durchfeuchtet ist.

Kohl gießen

Häufigkeit und Intensität der Bewässerung

Bei richtiger Bewässerungshäufigkeit platzen die Kohlköpfe nicht auf und der Geschmack des Gemüses verbessert sich. Schauen wir uns die Faktoren genauer an, die bei der Berechnung der optimalen Bewässerungshäufigkeit und -intensität berücksichtigt werden sollten.

Entwicklungszeitraum

Die Bewässerung von Kohl sollte je nach Entwicklungsstadium angepasst werden:

  • Nach dem Auspflanzen der Setzlinge ins FreilandDie Setzlinge sollten in feuchte Erde mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 80 % gepflanzt werden. Dazu sollte der Boden mit 10–15 Litern Wasser pro Quadratmeter vorbefeuchtet werden. Im Freiland sollten die Setzlinge einen Tag nach dem Pflanzen zum ersten Mal gegossen werden. Die optimale Bewässerungsmenge beträgt etwa 2–3 Liter pro Pflanze bzw. 8 Liter pro Quadratmeter. Gießen Sie den Kohl alle drei Tage für 2–3 Wochen.
  • Nach der Stärkung der PflanzeEtablierte Pflanzen benötigen sparsameres Gießen – etwa zweimal wöchentlich mit 12 Litern Wasser pro Quadratmeter. In trockenen, heißen Klimazonen sollten großfrüchtige Kohlsorten mit 7–8 Litern Wasser pro Pflanze gegossen werden.
  • Im Stadium des GabelbindensWährend dieser Zeit bildet der Kohl aktiv Blätter und Köpfe aus, daher benötigt er reichlich Wasser – etwa 10 Liter Wasser pro Pflanze (20-30 Liter pro Quadratmeter und in Trockenperioden bis zu 40-50 Liter).

Zwei bis drei Wochen vor der Ernte benötigt Kohl keine Feuchtigkeit mehr, daher sollte das Gießen eingestellt werden. Bei spät reifenden Sorten sollte dies einen Monat vor der Ernte geschehen, da die Köpfe sonst aufplatzen und die Haltbarkeit erheblich beeinträchtigt wird.

Unabhängig vom Entwicklungsstadium benötigt die Pflanze eine stetige Feuchtigkeitsversorgung, da sonst das Gemüse unweigerlich beeinträchtigt wird. Erleidet Kohl beispielsweise während der Kopfbildung Wassermangel, wachsen die inneren Blätter kräftig, während die äußeren Blätter aufplatzen. Dies führt wiederum zu Rissen.

Reifezeit

Beim Gießen von Kohl muss man auch die Sorte berücksichtigen:

  • FrühDiese Sorten benötigen mehr Wasser als andere, insbesondere im Juni. Der Wasserverbrauch sollte 20–25 Liter pro Quadratmeter betragen. Die Bodenfeuchtigkeit sollte mindestens 80–90 % betragen. Gewässert werden sollte zwei Tage nach dem Pflanzen und anschließend alle 8–10 Tage.
  • Mitte der Saison, spätDiese Kohlsorten benötigen reichlich Wasser, sobald die Köpfe voll ausgereift sind. Dies ist im August der Fall. In dieser Zeit sollte daher großzügig gegossen werden, um sicherzustellen, dass die Bodenfeuchtigkeit nicht unter 75–80 % sinkt. Die Bewässerungshäufigkeit ist wie folgt:
    • einmalig – am Tag der Pflanzung;
    • das zweite Mal – eine Woche nach dem ersten Mal;
    • 3-5 Mal – im Stadium der Rosettenbildung;
    • 6-8 Mal – im Stadium der Kopfbildung;
    • 9 und 10 Mal – wenn die Kohlköpfe ihre technische Reife erreicht haben.

Nach dem Bewässern sollte der feuchte Boden angehäufelt werden. Die optimale Häufigkeit dieser Anbaumethode variiert je nach Kohlsorte: Frühkohl sollte 1-2 Mal pro Saison angehäufelt werden, Spätkohl hingegen 2-3 Mal.

Bodentyp

Name Bodentyp Bewässerungshäufigkeit Einweichtiefe (cm)
Leichte lehmige Böden Lunge Häufig 30
Schwere Lehmböden Schwer Mäßig 20
Sandige und sandig-lehmige Böden Sandig Sehr häufig 40

Wenn Sie alle Bewässerungshinweise befolgt haben, Ihr Kohl aber trotzdem Risse bekommt, sollten Sie die Erde, in der er wächst, genauer untersuchen. Sie können die Bodenart experimentell bestimmen, indem Sie die Erde zu einer Kugel formen und diese dann andrücken:

  • Lässt sich die Erde leicht zu einer Kugel formen, die beim Zusammendrücken zerbröselt, handelt es sich im Garten wahrscheinlich um leichten, lehmigen Boden. Das bedeutet, dass der Kohl häufiger gegossen werden muss.
  • Wenn die gerollte Kugel beim Zusammendrücken einen flachen Kuchen bildet und nicht zerbröselt, handelt es sich wahrscheinlich um schweren Lehmboden. Dieser Bodentyp speichert Wasser schlecht und hält es lange fest, daher sollte man vorsichtig gießen. Das Auflockern des Bodens nach dem Gießen oder Regen ist wichtig, um die Belüftung zu verbessern.
  • Lässt sich kein Erdballen formen, wächst der Kohl in sandigen oder sandig-lehmigen Böden. Diese Böden nehmen Flüssigkeit schnell auf und geben sie ebenso schnell wieder ab. Daher sollte häufiger gegossen werden, um die Bildung einer trockenen Kruste auf dem Beet zu verhindern.

Erde für Kohl

Kohl, der auf leichten Böden angebaut wird, benötigt oft 5-6 Bewässerungen pro Saison, während auf schweren und dichten Böden nicht mehr als 3-4 Bewässerungen pro Saison erforderlich sind.

Klimabedingungen

In feuchten Klimazonen mit häufigen Niederschlägen ist die Bewässerungshäufigkeit geringer als in heißen, trockenen Regionen. In südlichen Regionen sollte nicht nur die Bewässerungshäufigkeit, sondern auch die Wassermenge pro Pflanze erhöht werden, da die Feuchtigkeit dort viel schneller verdunstet.

In trockenen Klimazonen liegt die optimale Bewässerungsmenge für große Kohlsorten bei 7–8 Litern pro Pflanze bzw. bis zu 50 Litern pro Quadratmeter. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da die Kohlköpfe sonst zu locker werden, sich nicht mehr transportieren lassen und ihre Haltbarkeit verkürzt wird.

Wenn auf eine längere Dürreperiode eine längere Periode mit starken Regenfällen folgt, sollten die Wurzeln des Kohls zurückgeschnitten werden. Dadurch wird verhindert, dass die Köpfe zu viel Feuchtigkeit aufnehmen und aufplatzen.

Bewässerungsmethoden

Gärtner nutzen in ihren Gärten am häufigsten drei Bewässerungsmethoden: Tropfbewässerung, Sprinklerbewässerung und Furchenbewässerung. Jede dieser Methoden verdient besondere Beachtung.

Tropfen

Sie gilt als die wirtschaftlichste und effektivste Methode. Dabei wird häufig, aber in kleinen Mengen Wasser zugeführt, wodurch der Boden konstant feucht gehalten wird. Bei der Tropfbewässerung wird nach dem Pflanzen des Gemüses ein Bewässerungsrohr mit 1,6 cm Durchmesser durch das Beet verlegt, was eine zusätzliche Investition erfordert. Bei der Anwendung dieser Bewässerungsmethode sollten folgende Parameter berücksichtigt werden:

  • Der optimale Abstand zwischen den Wasserauslässen beträgt 30 cm;
  • Die Bodenfeuchtigkeitstiefe vor der Kopfbildung des Kohls beträgt 25-30 cm, während der Kopfbildungsphase 35-40 cm.
  • Die Bewässerungsdauer vor der Kopfbildung des Kohls beträgt 3 Stunden, während der Kopfbildung 2 bis 2,5 Stunden.
  • Die Bewässerungshäufigkeit in Waldsteppengebieten beträgt 5-6 Mal (bei feuchtem Wetter) bzw. 6-7 Mal (bei trockenem Wetter), in Steppengebieten 8-11 Mal (4-6 Mal vor der Bildung der Kohlköpfe und 4-5 Mal danach).
  • Bewässerungsintervalle – 8-10 Tage.

Der Bewässerungsplan muss je nach Bodenbeschaffenheit und Wetterbedingungen angepasst werden.

Gärtner bemängeln die ungleichmäßige Bewässerung dieser Methode. Bei geringem Wasserdruck werden nur die ersten Pflanzenreihen bewässert, da das Wasser die hinteren Reihen nicht erreicht. Erhöht man den Wasserdruck, steigt das Risiko, die ersten Pflanzen zu überwässern. Um diese Nachteile auszugleichen, empfiehlt es sich, bei der Installation eines Tropfbewässerungssystems portionsweise zu bewässern.

Manche Hobbygärtner bauen ihre eigenen Tropfbewässerungssysteme für Kohl, indem sie undurchsichtige Kunststoffrohre (mit einem leichten Gefälle von 5 cm pro Meter verlegt), Tropfer und Verbindungsstücke verwenden. Andere Gärtner stellen lieber Plastikflaschen mit Löchern in den Deckeln zwischen die Pflanzenreihen. Sie füllen die Behälter nach Bedarf mit Wasser.

Tropfbewässerungsmethode

Besprengen

Auf privaten Bauernhöfen wird diese Methode mit Gießkannen oder Schläuchen mit Sprühdüsen angewendet, während im industriellen Maßstab spezielle Systeme zum Einsatz kommen. Der Vorteil der Beregnung liegt darin, dass sowohl der Boden als auch die Luft darüber befeuchtet werden, wodurch Schädlinge, die hohe Luftfeuchtigkeit nicht vertragen, den Befall der Pflanzen verhindern.

Diese Methode ermöglicht es Ihnen außerdem, Ihre Pflanzen gleichzeitig beim Gießen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Die benötigte Düngermenge wird direkt dem Gießwasser beigemischt.

Zu den Nachteilen dieser Methode gehört, dass der Boden nach dem Bewässern häufiger aufgelockert werden muss, um die Bildung einer harten Kruste zu vermeiden.

Entlang der Furchen

Bei dieser Methode werden flache Furchen entlang der Gemüsepflanzen gezogen, Wasser hinzugefügt und anschließend gemulcht. Dadurch wird sichergestellt, dass die Pflanzenwurzeln gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden und jede Pflanze ausreichend Wasser erhält.

Wichtig ist, dass diese Methode nur für gut etablierte und durchwurzelte Pflanzen geeignet ist. Junge Sämlinge sollten nicht in Furchen gegossen werden, da sie direkt an den Wurzeln Wasser benötigen. Außerdem ist diese Bewässerungsmethode nicht für sandige Lehmböden oder Sandböden geeignet.

Dünger beim Gießen verwenden

Kohl laugt den Boden sehr schnell aus, da sein rasches Wachstum und die Kopfbildung viele Nährstoffe und Spurenelemente benötigen. Um die Pflanze kräftig zu halten, ihren Geschmack zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, werden dem Gießwasser verschiedene mineralische und organische Düngemittel beigemischt. Diese sind in Fachgeschäften und auf Märkten erhältlich; alternativ können auch Hausmittel wie Stallmist, Hühnermist, Eierschalen, Borsäure und Zwiebelschalen verwendet werden.

Während der Saison werden mindestens 3 Düngungssitzungen im Freiland durchgeführt:

  1. 14 Tage nach dem Umpflanzen der Sämlinge ins FreilandDie Sämlinge werden mit Königskerzenöl (500 ml auf 10 Liter Wasser) oder Hühnermist, verdünnt mit Wasser im Verhältnis 1:15, gedüngt. Die Lösung wird unter die Wurzeln gespritzt, um den Kontakt mit den Blättern zu vermeiden. Dieser Aufguss kann das empfindliche Blattgewebe versengen und Verbrennungen verursachen.
  2. 14-21 Tage nach der ersten FütterungWährend der aktiven Rosettenwachstumsphase wird der Kohl mit mineralischen Düngemitteln wie Superphosphat, Ammoniumnitrat oder Kaliumsalz gegossen. Dazu werden 15–20 g des jeweiligen Präparats in 10 Litern Wasser aufgelöst. Auch Brennnesseln sind reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium. Frische Stängel und Blätter der Pflanze werden mit Wasser übergossen und ziehen gelassen, bis sie gären. Der entstandene Sud wird dann unter die Kohlwurzeln gegossen.
  3. 14 Tage nach der zweiten FütterungBeim dritten Mal wird der Kohl gedüngt, falls er im Wachstum stagniert. Dazu mischt man Kaliumsulfat und Superphosphat im Verhältnis 1:2 in 10 Litern Wasser und gießt die Pflanzen damit. Alternativ kann man auch Holzasche in einer Menge von 30 g pro Pflanze verwenden.

Soll der Kohl längerfristig gelagert werden, so sollte der Dünger mehr Kalium als Stickstoff und Phosphor enthalten.

Die Feinheiten der Bewässerung verschiedener Kohlsorten

Alle oben genannten Bewässerungsempfehlungen gelten in erster Linie für Weißkohl, der von den meisten Hobbygärtnern angebaut wird. Wenn Sie andere Kohlsorten anbauen, müssen Sie die Bewässerung entsprechend anpassen:

  • RotkohlAufgrund seines gut entwickelten Wurzelsystems gilt der Kohl als trockenheitsresistent. Dennoch benötigt er während der Kopfbildungsphase intensive Bewässerung. Er wird zweimal während der Wachstumsperiode gedüngt: zum Zeitpunkt des maximalen Blattwachstums und zu Beginn der Kopfbildung. Bei der ersten Düngung wird der Kohl mit einer Lösung aus 10 g Ammoniumnitrat, 12,5 g Phosphor und 5 g Kaliumchlorid pro 10 Liter Wasser gegossen. Bei der zweiten Düngung werden 13 g Ammoniumnitrat und 10 g Kaliumchlorid in 10 Litern Wasser gelöst.
  • Brokkoli. Bei Brokkoli anbauen Es ist wichtig zu beachten, dass die Wurzeln der Pflanze sehr nah an der Erdoberfläche liegen. Daher muss sie regelmäßig – etwa jeden zweiten Tag – gegossen werden. Das Wasser sollte dabei bis zu 40 cm tief in den Boden eindringen. Bei heißem Wetter kann bis zu zweimal täglich gegossen werden. Nach dem Gießen sollte die Erde aufgelockert werden, damit Luft an die Wurzeln gelangt und die Erde nicht verkrustet. Brokkoli profitiert in Trockenperioden von einer Blattdüngung. Diese sollte jedoch nur abends erfolgen, wenn die Sonneneinstrahlung schwächer ist, um Sonnenbrand zu vermeiden.
  • Blumenkohl. Alle Blumenkohlsorten Blumenkohl gedeiht am besten in gleichmäßig feuchter Erde. Er darf nicht austrocknen, da sich sonst keine Köpfe bilden. Düngen Sie den Blumenkohl zum ersten Mal 14 Tage nach dem Auspflanzen ins Freiland mit einer Mischung aus Blumenerde (1:10) oder Vogelmist (1:15) und 1 EL Volldünger. Gießen Sie die Pflanzen mit 0,5 Litern Wasser pro Quadratmeter. Bei blassen Blättern kann die erste Düngung auch mit einer Harnstofflösung erfolgen. Die zweite Düngung mit Dünger erfolgt 7 Tage später. Streuen Sie 1 Tasse Holzasche pro Quadratmeter Fläche aus und häufeln Sie den Blumenkohl leicht an. Die dritte Düngung erfolgt erst, wenn der Kopf die Größe einer Walnuss erreicht hat. Verwenden Sie dazu 2 g Harnstoff, 50 g Superphosphat und 20 g Kaliumchlorid auf 10 Liter Wasser.
  • KohlrabiDieser Kohl benötigt regelmäßiges, aber mäßiges Gießen. Zu wenig Bodenfeuchtigkeit führt zum Aufplatzen der Stängel. In den ersten Wochen nach dem Umpflanzen sollte Kohlrabi alle zwei bis drei Tage gegossen werden, danach nur noch einmal wöchentlich. Staunässe ist gefährlich, da sie zu Wurzelfäule und Pilzinfektionen führt.
  • Rosenkohl10 Tage später Rosenkohl pflanzen Im Freiland wird Rosenkohl mit Stickstoffdünger bewässert. Wichtig ist jedoch, ihn nicht zu überdüngen, da zu hohe Stickstoffkonzentrationen die Pflanze schädigen. Im Juli/August wird ein zweiter Mineraldünger, ein Kalium-Phosphor-Dünger, ausgebracht. Rosenkohl muss nicht angehäufelt werden, da sich die Köpfe bereits an den untersten Blättern bilden.
  • WirsingMenschen, die Wirsingkohl wird angebaut Diese Sorte ist bekannt für ihre hohe Frost- und Trockenheitsresistenz, benötigt aber auch viel Feuchtigkeit. Die Bodenfeuchtigkeit sollte bei 75 % und die Luftfeuchtigkeit bei 85 % liegen. An heißen Tagen sollten die Pflanzen mit warmem, abgestandenem Wasser besprüht werden. Düngen Sie zweimal pro Saison. Nach dem Pflanzen düngen Sie die Setzlinge mit einer Lösung aus 20 g Ammoniumnitrat, 20 g Kaliumnitrat und 50 g Superphosphat pro 10 Liter Wasser. Während der Kopfbildung gießen Sie den Kohl mit einer mineralischen Düngerlösung aus 20 g Ammoniumnitrat, 30 g Kaliumnitrat und 75 g Superphosphat pro 10 Liter Wasser.
  • Chinakohl. Bei Chinakohl anbauen Es ist wichtig zu wissen, dass diese Kohlsorte mäßig gegossen werden muss und warmes Duschen bevorzugt. Während der Blattrosette und des Kopfes sollte die Luftfeuchtigkeit an sonnigen Tagen zwischen 70 und 80 % und an bewölkten Tagen zwischen 60 und 70 % liegen. Nachts sollte die Luftfeuchtigkeit 80 % betragen. Diese Kohlsorte benötigt keinen Dünger, da sie dazu neigt, Nitrate anzureichern. Die meisten dieser schädlichen Substanzen finden sich in den Stängeln und Blattstielen.

Besonderheiten beim Bewässern von Sämlingen

Kohl benötigt nicht nur während des Wachstums und der Kopfbildung, sondern auch in den zarteren Stadien ausreichend Wasser. Beim Anziehen der Setzlinge ist zu beachten, dass Kohl gut durchfeuchteten, nicht aber staunassen Boden bevorzugt. Folgende Richtlinien sollten ebenfalls beachtet werden:

  • Die Samen werden in gut angefeuchtete Erde gesät, und die erste Bewässerung erfolgt erst nach dem Auflaufen der Keimlinge. Düngen Sie die Pflanzen eine Woche nach der Aussaat, wässern Sie die Erde aber vorher gründlich, um Wurzelschäden zu vermeiden.
  • Die erste Düngung erfolgt im zweiten Laubblattstadium. Die Sämlinge werden mit Mineraldünger gegossen. Dazu werden jeweils 20 g Ammoniumnitrat und Superphosphat sowie 15 g Kaliumsalz in 10 Litern Wasser gelöst.
  • Die zweite Düngung erfolgt 12-15 Tage nach der ersten. Der Boden wird mit einer im Verhältnis 1:8 mit Wasser verdünnten Gülle gedüngt, der 20 g Superphosphat zugesetzt werden.
  • Für die dritte Düngung Königskerzen (1:10) oder Vogelkot (1:15) in Wasser verdünnen und pro 10 Liter Wasser 20 g Superphosphat und die gleiche Menge Kaliumsalz hinzufügen. Die Sämlinge fünf Tage vor dem Auspflanzen mit dieser Lösung gießen.

Sämlinge gießen

 

Allgemeine Empfehlungen

Bei der Organisation der Kohlbewässerung sollten einige allgemeine Empfehlungen beachtet werden:

  • Verwenden Sie beim Gießen der Pflanze keinen Schlauch mit hohem Wasserdruck, da dieser die Erde wegspült und die Pflanzenwurzeln freilegt.
  • Vermeiden Sie Staunässe, da überschüssige Feuchtigkeit zu Wurzelfäule und lockeren Kohlköpfen führen kann. Außerdem kann Staunässe dazu führen, dass die Köpfe platzen.

    Wenn eine Pflanze länger als 8 Stunden in wassergesättigter Erde steht, beginnt eine unumkehrbare Fäulnis des Wurzelsystems.

  • Beim Bewässern der Pflanzen sollten Sie sich an die Wetterbedingungen halten. Nach Regenfällen sollten Sie mit dem Gießen warten. Bei starker Trockenheit hingegen müssen Sie den Kohl mehrmals täglich gießen und darauf achten, dass das Wasser tief in den Boden eindringt und die Wurzeln erreicht, anstatt nur die Oberfläche zu durchnässen.
  • Lockern Sie nach dem Wässern die Erde, damit sich keine Kruste bildet. Entfernen Sie gleichzeitig alle Unkräuter.
  • Manche Gemüsegärtner greifen sofort zur Gießkanne, wenn sie bemerken, dass ihre Kohlblätter welken, und gießen dann zu viel. Das ist ein großer Fehler. Welke Blätter können sowohl auf Wassermangel als auch auf Überwässerung hindeuten. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Sie den Boden vor dem Gießen prüfen.
  • Beim Gießen darauf achten, dass die Erde gründlich durchfeuchtet wird. Solange die Pflanze Blätter entwickelt, reicht es, die Erde bis zu einer Tiefe von 30 cm zu durchfeuchten. Sobald sich die Triebe bilden, gründlicher gießen, bis zu einer Tiefe von 40 cm.
  • Um einen Kohlkopf mit einem Gewicht von 2 kg während der gesamten Wachstums- und Entwicklungszeit zu erhalten, müssen bis zu 200 Liter Wasser unter den Strauch gegossen werden.
  • Nach dem Gießen den Kohl anhäufeln, bis sich die Blattrosetten schließen. Diesen Vorgang nur nach dem Gießen durchführen. Dadurch wird die Bildung zahlreicher Seitenwurzeln angeregt, was dem Gesamtwachstum der Pflanze zugutekommt.
  • Der Boden sollte mit Gras, Heu oder schwarzem Vlies abgedeckt werden. Dadurch wird die Wasserverdunstung verlangsamt, sodass Sie seltener gießen müssen. Außerdem stabilisiert eine Mulchschicht die Bodentemperatur und verhindert die Bildung einer harten Kruste sowie das Wachstum von Unkraut.

Im Video erfahren Sie, wie oft Kohl gegossen werden muss, sowie die Feinheiten und Geheimnisse dieses Prozesses:

Die Bewässerung von Kohl ist eine entscheidende Anbaumaßnahme für eine reiche Ernte fester, kräftiger Köpfe. Sie sollte großzügig und regelmäßig, aber nicht übermäßig erfolgen. Wichtig ist, dass zu wenig Wasser die Pflanze schnell austrocknet, während zu viel Wasser zu Schwarzbeinigkeit und verschiedenen Pilzkrankheiten führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Kohl mit Regenwasser gießen?

Woran erkennt man, ob der Kohl unter Überwässerung leidet?

Welche Bewässerungsmethode ist besser: Beregnung oder Wurzelbewässerung?

Muss die Bewässerungshäufigkeit beim Anbau unter Agrofiber angepasst werden?

Wie bewässert man Kohl bei anhaltendem Regen?

Kann Kaliumpermanganat zur Desinfektion dem Wasser zugesetzt werden?

Wie bewässert man Kohl in sandigen Böden?

Beeinflusst das Gießen den Geschmack von Kohl?

Muss ich Kohlpflanzen nach dem Einpflanzen in die Erde gießen?

Wie kombiniert man Bewässerung und Düngung?

Kann man Kohl mit Tropfbewässerung bewässern?

Wie bewässert man Kohl vor der Ernte?

Was tun, wenn das Wasser im Fass überhitzt ist (über 30 °C)?

Wie beeinflusst die Bewässerung die Haltbarkeit von Kohl?

Kann man Kohl mit Wasser und Asche gießen?

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