Der Sangrum-Kürbis ist eine vielseitige Hybrid-Sorte. Er ist robust, ertragreich und trägt lange Früchte. Er ist die ideale Sorte für Liebhaber von Kürbiskaviar und allen Arten von Winterkonserven.
Allgemeine Informationen zur Sangrum-Sorte
Sangrum F1 ist eine niederländische Buschhybride, die für den Freilandanbau geeignet ist. Diese Hybride vereint die besten Eigenschaften ihrer Elternsorten und beseitigt gleichzeitig deren Schwächen. Die Sorte zeichnet sich durch ihren hohen Ertrag von ca. 4,5 kg pro Quadratmeter aus.
Der Sangrum-Kürbis ist eine frühreifende Sorte, deren erste reife Früchte bereits 40 Tage nach der Keimung geerntet werden können. Die Reifezeit variiert je nach Klimazone stark und reicht von Juni bis August. Im Süden ernten Hobbygärtner zwei Kürbisernten: die erste aus Setzlingen und die zweite aus direkt im Boden ausgesäten Kürbissen.
Beschreibung der Sorte
Der Sangrum-Kürbis wächst klein und hat aufrechte Stängel. Seine Blätter sind tief eingeschnitten. Die Früchte sind zylindrisch, hellgrün, glatt und haben ein weißliches Fruchtfleisch. Sie sind 18–20 cm lang und wiegen durchschnittlich 400 g.
Anwendung und Geschmack
Das Fruchtfleisch der Sangrum-Zucchini ist sehr zart und saftig mit einem angenehmen Zucchini-Aroma. Sie enthält 7 % Trockenmasse und 5,6 % Zucker. Diese Sorte eignet sich zum Kochen; aus den Früchten lässt sich köstlicher Kaviar herstellen, sie können aber auch gebraten, gebacken, eingefroren und eingemacht werden. Junge Zucchini werden frisch verzehrt und eignen sich hervorragend für Salate.
Für und Wider
Die Hybrid-Zucchini Sangrum bietet viele Vorteile, die Gärtner ansprechen.
Die Zucchini 'Sangrum' hat keine Nachteile, außer dass sie nicht aus selbst gesammelten Samen gezogen werden kann, da es sich um eine Hybride handelt.
Landemerkmale
Beim Anbau von Zucchini, egal ob aus Samen oder Setzlingen, ist die Fruchtfolge wichtig. Geeignete Vorfrüchte beugen Pilzkrankheiten und anderen Infektionen vor, die Kürbisse und Melonen befallen. Zucchini sollten erst nach vier Jahren angebaut werden.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen.
- ✓ Um Wurzelfäule zu vermeiden, sollte die Grundwassertiefe 1,5 Meter nicht überschreiten.
Merkmale des Pflanzens von Sangrum-Zucchini:
- Als beste Vorläufer eignen sich Tomaten und Kartoffeln, andere Nachtschattengewächse, Zwiebeln, Knoblauch und Erbsen.
- Die Böden sollten vorzugsweise leicht, locker und mit organischem Material gedüngt sein, wobei der optimale Säuregrad neutral sein sollte.
- Im Herbst wird, unabhängig von der Pflanzmethode der Zucchini, der Boden bis zur Tiefe eines Spatens umgegraben und mit 15 kg Humus oder Kompost pro Quadratmeter sowie 500 g Holzasche angereichert.
- Der Standort für die Pflanzung sollte gut beleuchtet sein, einen niedrigen Grundwasserspiegel aufweisen und nicht sumpfig oder tiefliegend sein.
- Die Aussaat erfolgt in den Beeten, sobald sich stabile Temperaturen eingestellt haben und der Boden 10 bis 15 °C erreicht hat. Selbst dann empfiehlt es sich, die Sämlinge bei wiederkehrendem Frost mit Folie oder Agrofaser abzudecken.
- Das Pflanzmuster ist standardisiert: Zwischen den Löchern in einer Reihe werden 50-60 cm und zwischen den Reihen 60 cm Abstand gelassen.
Um besonders früh ernten zu können, greifen Gärtner auf die Anzucht von Setzlingen zurück. Diese Methode ist vor allem in Regionen mit kurzen und kühlen Sommern weit verbreitet. Im Süden hingegen ist die Anzucht von Setzlingen unter Gärtnern nicht besonders beliebt.
Für die Anzucht von Zucchini-Setzlingen sät man die Samen einen Monat vor dem Auspflanzen aus. Die Aussaat erfolgt in Plastik- oder Torftöpfen bzw. -behältern. Zucchini müssen nicht pikiert werden, da sie dies nicht gut vertragen. Die Anzuchterde wird aus Humus, Rasensoden, Torf oder verrottetem Sägemehl und grobem Sand im Verhältnis 4:6:2:1 gemischt.
Zucchini-Setzlinge werden nach Standardmethoden (bis auf das Umpflanzen) gezogen. Sobald die Setzlinge 3–4 echte Blätter haben, können sie im Abstand von 60 x 60 cm oder 70 x 70 cm ins Freiland gepflanzt werden. Die Pflanzen werden gegossen und die Beete gemulcht.
Pflege
Die Zucchini-Sorte Sangrum benötigt keine besondere Pflege; sie hat keine besonderen Ansprüche. Wichtig ist, alle notwendigen Schritte umgehend zu befolgen und auftretende Probleme zu erkennen.
Pflegemerkmale:
- Zucchini werden nach 5–7 Tagen zum ersten Mal gegossen. Staunässe vertragen sie nicht. Am besten verwendet man warmes, abgestandenes Wasser. Die optimale Temperatur liegt zwischen 22 °C und 25 °C; kaltes Wasser ist schädlich, da es Wurzelfäule verursachen kann.
- Um das Grünwachstum anzuregen, geben Sie organische Substanzen wie verdünnte Königskerze zu den Zucchini. Mischen Sie 1 Liter Königskerze (oder Vogelkot) mit 10 Litern Wasser und 20–30 g Superphosphat.
- Vor der Blüte sowie während der Fruchtbildung und Wachstumsphase sollten Sie Phosphor (40 g Superphosphat) und Kalium (5 g Kaliumsalz) düngen. Es wird empfohlen, diesen Düngemitteln zusätzlich 10 g Harnstoff beizumischen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Sorte ist zwar sehr resistent gegen Echten Mehltau, kann aber unter ungünstigen Bedingungen von dieser Krankheit sowie von anderen Krankheiten wie Anthraknose, Bakterienbrand und Falschem Mehltau befallen werden. All diese Krankheiten beeinträchtigen die Entwicklung und den Ertrag der Zucchini erheblich.
| Verfahren | Effizienz | Anwendungszeitraum |
|---|---|---|
| Kolloidaler Schwefel | Hohe Resistenz gegen Echten Mehltau | Bei den ersten Anzeichen einer Krankheit |
| Bordeauxbrühe | Universal | Vorbeugend und bei den ersten Symptomen |
Bei Anzeichen von Mehltau werden die Pflanzen mit kolloidalem Schwefel besprüht. Gegen Symptome anderer Krankheiten werden Bordeauxbrühe, Kupfersulfat und Fungizide wie Topaz, Skor, Topsin, Previkur und Hom empfohlen.
Sangrum-Kürbisse können von Spinnmilben oder Melonenblattläusen befallen werden, gelegentlich auch von anderen Insektenschädlingen wie Thripsen, Blütenkäfern, Weißen Fliegen und Schnecken. Giftige Insektizide werden selten eingesetzt, da Kürbisse schnell wachsen und das Besprühen die Ernte und den Verzehr beeinträchtigen kann. Vorbeugende Maßnahmen und traditionelle Hausmittel sind meist die einzigen Optionen.
Sammlung und Lagerung
Zucchini sollten mindestens alle zwei bis drei Tage geerntet werden, damit sie nicht zu groß werden. Regelmäßiges Ernten fördert zudem die Neubildung von Früchten. Technisch reife Zucchini können sieben bis zehn Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Biologisch reife Früchte halten sich zwei bis vier Monate an einem kühlen, trockenen Ort.
Rezensionen
Sangrum F1 ist zweifellos eine der beliebtesten niederländischen Hybriden. Bei Anwendung einfacher Anbautechniken wird Ihr Garten schon bald voller junger Zucchini sein, die nicht nur köstlich schmecken, sondern sich auch gut lagern lassen.







