Die Süßkartoffel ist eine knollenbildende Kletterpflanze. Sie kam im 18. Jahrhundert aus Spanien nach Russland und gewinnt erst jetzt an größerer Beliebtheit. Für viele Hobbygärtner gilt sie als neue essbare Wurzelgemüsesorte. Deshalb ist ihr Anbau auch so anspruchsvoll.
Botanische Beschreibung
Die Süßkartoffel ist eine knollenbildende, mehrjährige Pflanze der Gattung Ipomoea. Sie wird oft einfach Süßkartoffel genannt. Aus ihr wird auch das weltbekannte Gewürz Kurkuma hergestellt. Ursprünglich war das Gemüse ein Grundnahrungsmittel für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen. Heute findet man es sogar auf den Speisekarten gehobener Restaurants.

Aussehen:
- Die Blätter sind fünfzackig, herzförmig und sitzen an dünnen, länglichen Blattstielen.
- Bis zu 5 m lange Stängel, die in das Wurzelsystem übergehen und Knollen bilden.
- Die Blüten sind weiß mit einem deutlichen violetten Schimmer und einem dezenten rosa Unterton. Sie sind trichterförmig.
- Pflanzenhöhe bis zu 18 cm.
- Die Frucht besteht aus einer Kapsel, die vier dunkel gefärbte Samen enthält. Jeder Samen wiegt zwischen 200 und 500 g. In manchen Regionen kann er bis zu 3 kg wiegen.
- Das Gemüse kann bis zu 30 cm lang werden.
- Das Fruchtfleisch ist saftig und zart. Die Schale ist dünn. Es gibt keine Augen wie bei herkömmlichen Kartoffeln. Die Triebe bilden sich aus verborgenen Knospen.
- Form, Farbe, Geschmack und Konsistenz variieren je nach Sorte.
Eigenschaften und Ertrag
Süßkartoffeln werden nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihres Ertrags geschätzt, wodurch sie sich für den kommerziellen Futteranbau eignen. Der Ertrag ist zwar hoch, kann aber je nach Sorte, Bodenbeschaffenheit und Klima schwanken.
Es gibt verschiedene Arten:
- ertragreiche Süßkartoffel;
- mittelertragreich;
- ertragsarm.
Je höher der Index, desto gröber die Konsistenz und desto schwächer der Geschmack. Diese Sorten werden typischerweise als Tierfutter oder zur industriellen Verarbeitung verwendet.
Weitere Merkmale des Wurzelgemüses:
- Reifezeit. Süßkartoffeln gibt es in frühen, mittelfrühen und späten Sorten. Die Ernte beginnt in der Regel 4,5 bis 5 Monate nach der Pflanzung. Der beste Geschmack wird nach 5 Monaten geerntet. Einige Sorten beginnen nach sechs Monaten im Boden zu faulen.
- Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge – hoch. Zusätzlicher Schutz ist nicht erforderlich. Das Gemüse kann von Mäusen, Schnecken und Maikäfern befallen werden.
- Qualitätssicherung – schwach. Große Mengen an Zucker und anderen löslichen Kohlenhydraten schaffen ein günstiges Umfeld für die Entwicklung aller Arten von Gärungs- und Fäulniserregern, was zu einem schnellen Verderb der Ernte führt.
- Transportierbarkeit niedrig. Der Grund dafür ist der schnelle Verderb der Früchte.
- Einstellung gegenüber schlechtem Wetter. Die Süßkartoffel ist eine wärmeliebende Pflanze und verträgt Trockenheit gut.
Eigenschaften von Süßkartoffeln
Süßkartoffeln stammen ursprünglich aus Peru und Kolumbien. Das ist nicht die einzige Besonderheit; es gibt noch eine Reihe weiterer interessanter Fakten:
- Die Süßkartoffel kann aufgrund ihrer langen Stängel als Kletterpflanze betrachtet werden.
- Alle Früchte, unabhängig von der Sorte, haben eine längliche Form.
- Die Farbe des Fruchtfleisches hängt von der Sorte ab und kann violett, orange, rot, weiß oder gelb sein.
- Der Geschmack ist mit Karotten vergleichbar. Die Süße rührt vom hohen Glukosegehalt her.
- Die Süßkartoffel ist eine Futterpflanze, die in den südlichen Regionen des Landes bevorzugt wird.
- Der Ertrag ist nur unter günstigen Bedingungen hoch.
- Die Anpflanzung erfolgt mit Setzlingen. Die Pflanzung von Knollen ist ebenfalls möglich, jedoch ist die Wachstumsperiode langwierig, und eine Ernte ist erst nach Einsetzen der kalten Jahreszeit möglich.
- Die chemische Zusammensetzung variiert. Gelbe und orange Süßkartoffeln sind reich an Beta-Carotin. Violette Süßkartoffeln enthalten viele Anthocyane, die auch nach längerem Kochen erhalten bleiben.
- Das Wurzelgemüse wird häufig zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten eingesetzt (zum Beispiel Krebs, Magengeschwüre und Herz-Kreislauf-Erkrankungen).
- Der Kaloriengehalt beträgt 60 kcal pro 100 g, was das Gemüse zu einer Grundlage der Ernährung macht.
- In Ländern mit tropischem Klima ist die Süßkartoffel eine mehrjährige Pflanze.
Arten und Sorten
| Name | Reifezeit | Zellstofffarbe | Krankheitsresistenz |
|---|---|---|---|
| Futter | 4,5-5 Monate | Licht | Hoch |
| Gemüse | 4,5-5 Monate | Licht mit Schirmen | Hoch |
| Desserts | 4,5-5 Monate | Gelb oder orange | Hoch |
Weltweit gibt es etwa 7.000 Süßkartoffelsorten. Sie werden in folgende Gruppen unterteilt:
- Futter. Dieses Gemüse hat ein helles Fruchtfleisch und behält beim Kochen seine Konsistenz. Die Frucht wird weich, aber nicht matschig. Sie ähnelt am ehesten einer normalen Kartoffel. Sie ist zuckerarm und wird häufig zum Braten verwendet.
- Gemüse. Die Farbe ist hell, mit Nuancen von Rosa, Orange und Lila. Der Geschmack ist mäßig süß. Es ist Glukosearm. Das Fruchtfleisch ist zart. Diese Sorten eignen sich zum Braten, Schmoren und für Kartoffelpüree.
- Nachtisch. Sie haben ein sattes gelbes oder oranges Fruchtfleisch. Der Gehalt an Saccharose und Glukose ist ausreichend, um ihnen einen süßen Geschmack zu verleihen. Dieses Wurzelgemüse ist mit einer Frucht vergleichbar. Es wird in Desserts, Breien und Kuchen verwendet. Das Püree ist zart, da es sich aufgrund seiner Konsistenz gut kochen lässt.
- ✓ Hoher Gehalt an Saccharose und Glucose, was für einen süßen Geschmack sorgt.
- ✓ Das Fruchtfleisch ist von sattem Gelb oder Orange, was auf einen hohen Gehalt an Beta-Carotin hinweist.
Regionaler Anbau
Süßkartoffeln sind eine Futterpflanze, die schmackhafte und wertvolle Früchte hervorbringt. Daher versuchen Gärtner in vielen Regionen, sie auf ihren Grundstücken anzubauen. Es gibt jedoch einige Besonderheiten.
Anbau in den südlichen Regionen
Süßkartoffeln stammen ursprünglich aus den Tropen. Genetisch bevorzugt die Pflanze warme, sonnige Klimazonen. Daher eignen sich südliche Regionen am besten. Ein kontinentales Klima ermöglicht die höchsten Erträge.
Süßkartoffeln werden üblicherweise durch Samen vermehrt, auf der Krim können aber auch Stecklinge verwendet werden. Die Pflanzung sollte möglichst früh, Mitte April, erfolgen.
Das Klima in der Region Krasnodar ist für den Anbau verschiedener Gemüsesorten günstig. Sowohl früh- als auch spätreifende Sorten gedeihen in der Region gleichermaßen gut.
Anbau von Süßkartoffeln in der gemäßigten Zone. Hauptprobleme
Der Anbau von Süßkartoffeln in Zentralrussland ist möglich. Beachten Sie dabei einfach folgende Richtlinien:
- Es ist besser, Setzlinge kälteresistenter Sorten zu kaufen, die von Züchtern speziell für frostige Regionen gezüchtet wurden: Red Ginseng, White Crystal, Purple Dragon.
- Sie können eine Ernte einfahren, wenn Sie frühreife Sorten anpflanzen. Diese reifen in maximal 110 Tagen.
- Das Pflanzenwachstum hört auf, wenn die Lufttemperatur unter 10 Grad sinkt.
- In gemäßigten Breiten können Süßkartoffeln nur aus Setzlingen gezogen werden.
Kann man Süßkartoffeln im Ural und in Sibirien anbauen?
Gärtner in Sibirien und im Ural bevorzugen ebenfalls frühreifende und frostresistente Sorten. Was sind ihre Eigenschaften?
- Pflanzung nur durch Setzlinge.
- Die Bodenbearbeitung beginnt in der ersten Junihälfte.
- Das Saatgut darf nur dann in den Boden eingebracht werden, wenn sich die oberste Bodenschicht auf mindestens +18 Grad erwärmt hat.
Methoden zum Keimen von Süßkartoffeln
Süßkartoffeln lassen sich nicht wie herkömmliche Kartoffeln aus einer Knolle ziehen. Daher müssen die Früchte vor dem Pflanzen vorgekeimt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Keimung in Wasser
Eine Besonderheit dieser Methode ist, dass die Knolle 30 Tage nach der Keimung in die Erde gepflanzt werden kann, wo sie weiterhin Stecklinge für die Anzucht von Sämlingen produziert. Diese können mit einer scharfen Schere oder Gartenschere vom Keimling abgebrochen oder teilweise abgeschnitten werden.
Was sind die ersten Schritte?
- Suchen Sie sich ein Gefäß, in das die Hälfte des Wurzelgemüses problemlos hineinpasst. Das kann beispielsweise ein kleines Glas oder ein Einmachglas sein.
- Füllen Sie ein Gefäß mit Wasser und legen Sie die Süßkartoffel so hinein, dass die Flüssigkeit sie nur 2 cm hoch bedeckt. Legen Sie sie mit der Schnittfläche nach unten hinein. Es besteht die Gefahr, dass die Süßkartoffel auf den Boden sinkt. Daher empfiehlt es sich, sie auf kleine Deckel, beispielsweise von Medikamentenfläschchen, zu legen. Diese haben einen geringeren Durchmesser und halten die Süßkartoffel besser an ihrem Platz.
- Warten Sie, bis das Gemüse Blätter und Wurzeln gebildet hat.
Am besten lassen sich Stecklinge aus halbierten Süßkartoffeln ziehen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Dadurch wird die Keimlingsbildung beschleunigt, und die Anzahl der Keimlinge wird größer sein als bei einer ganzen Gemüsesorte.
- Süßkartoffeln haben eine Spitze, an der die Blätter wachsen, und eine Unterseite, an der sich das Wurzelsystem entwickelt. Die Knospen sind für das menschliche Auge unsichtbar, daher ist es unmöglich, Ober- und Unterseite zu unterscheiden. Beim Pflanzen einer ganzen Süßkartoffel kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Dies kann zu einem katastrophal langsamen Keimwachstum führen.
- Bei einem Halbschnitt ist alles einfacher. An der Schnittstelle bilden sich die Wurzeln.
Keimung im Boden
Bei dieser Methode werden die Pflanzen in einem Erdgemisch bewurzelt. Eine sorgfältige Vorbereitung ist wichtig. Süßkartoffeln reagieren empfindlich auf Mikronährstoffmangel, daher sollte dem Gemisch Wurmkompost beigemischt werden, der alle wichtigen Mineralien enthält.
Die Mischung sollte am besten im Voraus zubereitet werden, um eine Desinfektion durch Bewässern mit einer Fitosporin-M-Lösung zu gewährleisten. Das Pulver ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich; die empfohlene Dosierung beträgt 5 g pro 10 Liter Wasser, ausreichend für 100 Quadratmeter. Nach dem Bewässern sollte die Erde etwa zwei Wochen lang feucht bleiben.
Der Aktionsalgorithmus ist wie folgt:
- Füllen Sie einen Behälter oder eine Kiste mit der vorbereiteten Erde. Bedecken Sie diese mit einer etwa 2 cm dicken Schicht aus Sand und Sägemehl.
- Die Süßkartoffel waagerecht in die Erde drücken.
- Stellen Sie den Behälter an einen dunklen Ort mit einer Temperatur über 20 Grad Celsius. Gießen Sie regelmäßig. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht austrocknet.
- Beobachten Sie den Pflanzvorgang. Sobald die Knollen austreiben, stellen Sie den Behälter ins Sonnenlicht.
Für optimale Ergebnisse verlängern Sie die Tageslichtdauer auf 16 Stunden. Verwenden Sie dazu eine Pflanzenlampe. Das Gießen mit warmem Wasser beschleunigt den Keimprozess.
Es wird empfohlen, Süßkartoffeln liegend, also horizontal, in die Kiste zu legen. Bei stehender Lagerung sollten Sie die Ober- und Unterseite beachten, da dort Blätter und Wurzeln austreiben. Wie bereits erwähnt, lässt sich die genaue Position nicht visuell bestimmen.
Andere Methoden der Stecklingsvermehrung
Süßkartoffelknollen können in Sägemehl, Küchenpapier oder Sand zum Keimen gebracht werden. Wichtig ist dabei stets, die Feuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Keime und Knospen bilden sich unabhängig davon. Sobald diese sichtbar werden, können die Knollen in Erde gepflanzt werden.
Regeln für die Anzucht von Sämlingen
Süßkartoffelsetzlinge werden oft aus Samen gezogen. Diese Methode ist aufgrund ihrer Einfachheit beliebt geworden; selbst Gartenneulinge können sie problemlos aussäen.
Was wird berücksichtigt:
- Beginnen Sie mit der Aussaat Ende Januar oder Anfang Februar. Dies liegt daran, dass einige Sorten recht lange zum Keimen benötigen.
- Geeignetes Pflanzgut sollte einen Umfang von 3,5 bis 4,5 cm haben, schwarz oder braun und rund sein. Weichen Sie es 24 Stunden in warmem Wasser ein. Wenn möglich, lassen Sie es 48 Stunden einweichen. Dies beschleunigt die Keimung.
- Bei Bedarf können die Samen in einer Manganlösung desinfiziert werden. Weichen Sie sie dazu 20 Minuten lang in einer Kaliumpermanganatlösung (1 g pro 100 ml Wasser) ein, spülen Sie sie ab und trocknen Sie sie.
- Pflanzen Sie die Pflanze in spezielle Pflanzgefäße mit einem Durchmesser von etwa 25 cm. Das Substrat sollte zu gleichen Teilen aus Rasensoden, Humus und Sand bestehen. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Herkömmliche Blumenerde ist ungeeignet, da sie nährstoffarm ist und ein hohes Risiko für Schädlingsbefall birgt.
- Die Samen 1,5–2 cm tief auslegen. Mit Erde bedecken, andrücken und gießen.
- Die optimale Temperatur für die Keimung der Sämlinge beträgt +20 °C. Der Raum sollte gut belüftet sein. Sie können die Anzuchtbox auf eine Fensterbank stellen oder mit transparenter Folie abdecken.
Süßkartoffeln im Freiland anpflanzen
Die Ähnlichkeit von Süßkartoffeln mit Kartoffeln hat keinerlei Einfluss auf den Anbau. Die Pflanze wird selten als Wurzelgemüse kultiviert. Das Anpflanzen von Setzlingen im Freiland birgt einige Besonderheiten.
Süßkartoffeln mit anderen Pflanzen kombinieren
Süßkartoffeln sind sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge. Daher müssen Sie sich keine Sorgen um benachbarte Pflanzen machen, die sie infizieren oder schützen könnten. Süßkartoffeln vertragen sich gut mit den meisten anderen Nutzpflanzen und sind besonders gut mit Hülsenfrüchten verträglich.
Wann pflanzt man?
Süßkartoffeln sind wärmeliebende Pflanzen. Daher sollten sie in den wärmeren Monaten gepflanzt werden. Der optimale Zeitpunkt hängt von der Anbauregion ab. Üblicherweise erfolgt die Pflanzung im Mai/Juni. Zu diesem Zeitpunkt sind die nächtlichen Kälteperioden vorbei und der Boden hat sich auf die ideale Temperatur von 15 Grad Celsius erwärmt. Akazienblüten können als Orientierungshilfe dienen.
Wenn die Pflanzung früher erfolgt, sollte sie in einem Gewächshaus oder unter einem Einmachglas durchgeführt werden.
Baustellenvorbereitung
Für eine reiche Süßkartoffelernte ist die Standortwahl entscheidend. Die Pflanzen vertragen keinen Schatten; der Boden sollte gut durchlässig sein. Die Beete sollten offen, aber windgeschützt sein.
Die schmackhaftesten Wurzelgemüse lassen sich aus lehmigen und sandigen Lehmböden mit hohem Stickstoffgehalt gewinnen.
Bereiten Sie den Boden für Ihre Süßkartoffelpflanzungen im Herbst vor. So geht's:
- Graben Sie den Boden bis zu einer Tiefe von 15-20 cm um.
- Verrotteten Mist hinzufügen (5 kg pro m²). Alternativ kann Kompost verwendet werden (200 g pro m²).
- Düngen Sie den Boden mit Superphosphat (25 g pro Quadratmeter) und Kaliumsulfat (15 g pro Quadratmeter). Bringen Sie das Düngemittel bis zu einer Tiefe von 15 cm aus. Eine größere Tiefe führt zu übermäßig langen und dünnen Wurzeln, was das Gewicht der Knollen negativ beeinflusst.
- Im Frühjahr das zukünftige Beet auflockern und Ammoniumnitrat (35 g pro 1 m²) hinzufügen.
Regeln für die Pflanzung im Freiland
Pflanzen Sie die Setzlinge morgens oder abends ins Freiland. So gewöhnen sie sich schneller an die neue Umgebung. Wenn Sie im Topf gezogene Setzlinge verwenden, setzen Sie diese mitsamt dem Wurzelballen in das Pflanzloch. Bei Einmachgläsern mit Wasser sollten Sie verzweigte Wurzeln nur dann leicht kürzen, wenn diese bereits eine beträchtliche Größe erreicht haben.
Pflanzmuster:
- Die Pflanzlöcher sind etwa 15 cm tief;
- Der Abstand zwischen den Sämlingen beträgt 40 cm (bei langwüchsigen Sorten 70 cm);
- Reihenabstand – 70 cm.
Eine kompaktere Anordnung ist ausreichend. Mit der Zeit bildet die Pflanze einen dichten Teppich aus Laub und Trieben, der den Boden vor schneller Verdunstung schützt.
Landealgorithmus:
- Löcher formen.
- Setzen Sie die Sämlinge bis zur ersten Knospe ein. Drücken Sie die Erde fest.
- Gießen Sie die Pflanze gründlich. Verwenden Sie 0,5 ml Wasser pro Abflussloch. Sie können dem Gießwasser organischen Dünger hinzufügen. Dies schützt die Pflanze vor Pilzkrankheiten.
- Jeden Busch mit einer zugeschnittenen Plastikflasche bedecken. Entscheidend bei der Wahl des Abdeckmaterials ist die Transparenz.
- Entfernen Sie den Behälter, sobald neues Laub zu wachsen beginnt.
In den südlichen Regionen Russlands können Süßkartoffeln im Freiland aus Samen gezogen werden. Dazu geht man wie folgt vor:
- Wählen Sie eine frühreifende Sorte, da die Pflanzung unmittelbar nach dem Abklingen der Frostgefahr erfolgen sollte.
- Die Samen mit Kaliumpermanganat behandeln (1 g pro 100 ml Wasser, 20 Minuten einweichen lassen, trocknen lassen).
- Füllen Sie die Körner bis zu einer Tiefe von 4 cm ein.
- Bewässern Sie das Bett mit abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur.
- Decken Sie die Pflanzstelle mit Plastikfolie ab. Entfernen Sie die Folie, sobald die Keimlinge zu erscheinen beginnen.
Pflege von Süßkartoffeln
Gesunde und schmackhafte Süßkartoffeln lassen sich nur züchten, wenn sie richtig gepflegt werden. Die Besonderheiten dieses Anbauprozesses erfordern unter Umständen, dass Sie auf einige Standardpflegemaßnahmen verzichten.
Wie gießt man?
Süßkartoffeln sind eine Futterpflanze mit hoher Trockenheitstoleranz. Daher benötigen sie keine üppige Bewässerung. Im ersten Monat nach dem Auspflanzen sollten die Setzlinge jedoch gründlich und regelmäßig gegossen werden. Mit der Zeit kann die Bewässerung auf ein mäßiges Niveau reduziert werden.
Ab Mitte des Sommers sollte das Beet höchstens alle 1,5 Wochen gegossen werden. Bei Regen erhält die Pflanze ausreichend Niederschlag für ein optimales Wachstum.
Süßkartoffeln düngen
Die Pflanze benötigt in den ersten zwei Wochen nach dem Einpflanzen keinen Dünger. In dieser Zeit kann zusätzlicher Dünger das junge Wurzelsystem schädigen.
Folgende Substanzen werden dann benötigt:
- Stickstoff. Er fördert das Wachstum von Blättern und Trieben. Oft wird Gülle verwendet – 5 Liter pro 10 Quadratmeter. Wichtig ist, es nicht zu übertreiben, da organische Substanz Pilzkrankheiten begünstigt.
- Mitte Juli sollte zur Steigerung des Fruchtertrags Kalium und Phosphor ausgebracht werden. Die Düngung sollte bis Ende September fortgesetzt werden. Holzasche ist hierfür am besten geeignet, da sie ein optimales Nährstoffverhältnis aufweist.
Bereiten Sie eine Lösung aus 10 Litern Wasser und 35 g der Substanz zu und lassen Sie diese eine Woche lang stehen. Rühren Sie die Mischung regelmäßig um. Wenden Sie 1 Liter pro Strauch an.
Unkraut jäten und auflockern
Süßkartoffeln müssen im Allgemeinen nicht gejätet werden. Sie sind Kletterpflanzen, und ihre Triebe unterdrücken das Unkrautwachstum.
Die spezifischen Eigenschaften des Strauchs beeinflussen, ob Anhäufeln erforderlich ist. Dieser Vorgang kann nur in einem Fall entfallen: wenn die Wurzelpflanzen nicht aus dem Boden kommen. In diesem Fall sollte der Boden etwa alle zwei Wochen angehäufelt werden.
Lockern Sie den Boden erst vor Beginn der aktiven Wachstumsphase. Dadurch kann sich eine dichte Bodendecke bilden, die optimale Bedingungen für die Knollenentwicklung schafft.
Schädlinge und Krankheiten der Süßkartoffeln
Süßkartoffeln sind resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Dennoch werden selbst die schmackhaftesten, saftigsten, größten und schönsten Knollen häufig von Maikäferlarven befallen. Eine Bekämpfung ist daher unerlässlich.
Antichrushch wird häufig verwendet – ein Insektizid und Akarizid, das das Nervensystem der Schädlinge angreift, sie lähmt und die Larven schnell abtötet. Es reduziert zudem indirekt das Risiko von Virus- und Pilzerkrankungen. 10 ml der Lösung auf 5 Liter Wasser geben. Diese Menge reicht für 20 Quadratmeter.
Wer sonst kann Futterpflanzen schädigen?
- Nacktschnecken. Sie treten bei anhaltendem Regen auf. Um sie loszuwerden, stellen Sie Köder in Ihrem Garten auf – zum Beispiel Schüsseln mit Bier. Die Schnecken werden vom Duft angelockt, sammeln Sie sie also zu dieser Zeit ein.
- Spinnmilbe. Parasitenbefall tritt während Trockenperioden auf. Besprühen Sie die Pflanze mit Kamillenaufguss. Geben Sie dazu 1 kg Blüten in 5 Liter heißes Wasser und lassen Sie den Aufguss 12 Stunden ziehen. Anschließend abseihen, mit der gleichen Menge Wasser verdünnen und besprühen.
- Rauschbrand. Eine Krankheit, die Stängel- und Wurzelhalsfäule verursacht. Wurde Fitosporin-M während der Keimvorbereitung eingesetzt, ist die Pflanze vor dieser Krankheit geschützt.
Ernte und Lagerung von Süßkartoffeln
Süßkartoffeln werden von Mitte September bis Anfang Oktober geerntet, bevor der Winter einsetzt. Der genaue Zeitpunkt variiert je nach Anbaugebiet. Die Wurzeln können 12 bis 16 Wochen nach dem Pflanzen ausgegraben werden. Achten Sie auf gelbe Blätter und Stängel.
Beim Umgang mit der Süßkartoffel ist Vorsicht geboten, da sie empfindlich ist und leicht zerbricht. Am besten verwendet man eine Mistgabel; damit lässt sich die Süßkartoffel leichter und unbeschädigt entnehmen.
Speicherregeln:
- In kleine Schalen füllen;
- Raumtemperatur von +10 bis +15 Grad;
- Zuerst sollten die Früchte 4-7 Tage lang bei etwa +30 Grad „ruhen“.
Süßkartoffel als Zierpflanze fürs Zimmer
Es gibt viele Süßkartoffelsorten. Eine der beliebtesten ist die Ipomoea batata (Hahnenfuß). Diese Ziersorte wird oft als Zimmerpflanze kultiviert.
Aussehen:
- Sie erreichen eine Höhe von bis zu 30 cm, ihre Triebe sind lang, lianenartig und erreichen eine Länge von bis zu 2 m. Sie können kriechen und sich um Stützen winden.
- Herzförmige Blätter bis zu 15 cm lang. Farbe von Grün bis Scharlachrot oder Gelb.
- Im Juli bilden sich Blütenstände mit kleinen weißen, lila oder rosafarbenen Blüten in Form von Grammophonen.
- An den Seitentrieben bilden sich kleine Knollen. In Mexiko und Mittelamerika werden diese als Nahrungsmittel verwendet. In unserem Land ist dies nicht der Fall.
Die Süßkartoffel-Prunkwinde ist eine attraktive Pflanze, die jedes Fensterbrett verschönern kann, wenn man ein paar Anbauhinweise beachtet:
- Im Winter kann der Strauch bei kalten Räumen seine Blätter verlieren. Der beste Standort ist ein nach Süden oder Südosten ausgerichtetes Fenster mit gefiltertem Sonnenlicht.
- Starker Luftzug kann die Pflanze schädigen. Sorgfältig lüften.
- Bewässerung direkt an den Wurzeln. Häufigkeit: 1-2 Mal pro Woche, abhängig von der Lufttemperatur.
- Vermeiden Sie das Besprühen. Andernfalls geht der dekorative Effekt verloren.
Die Süßkartoffel ist eine knollenbildende, mehrjährige Pflanze. In Russland wird dieses essbare Wurzelgemüse jährlich nach festgelegten Regeln angebaut und geerntet. Die Pflanze bevorzugt Wärme und Sonnenlicht, einige Sorten gedeihen aber auch in Sibirien und im Ural. Sie benötigt Pflege.




