Die Lasanta-Paprika ist eine frühe, schmackhafte und ertragreiche Kultursorte. Hobbygärtner und Sommergäste schätzen diese süße Paprika auch wegen ihres schönen Aussehens und ihrer langen Fruchtperiode.
Zuchtgeschichte
Die Sorte Lasanta ist eine Hybride, die 2018 von dem russischen Züchter V. I. Blokin-Mechtalin entwickelt wurde. Diese F1-Hybride der ersten Generation wurde 2020 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Die Paprika verdankt ihren Namen ihrer Ähnlichkeit mit der Weihnachtsmannmütze. Reife, rote Früchte erinnern tatsächlich an die roten Mützen des Weihnachtsmanns.

Beschreibung der Sorte
Die Lasanta-Paprika ist eine frühreifende Sorte und unterscheidet sich von anderen gängigen Sorten durch ihre ungewöhnlichen Früchte. Wer sie nicht kennt, wird überrascht sein, wie ungewöhnlich sie ist.
Anlage
Die Paprikasorte Lasanta zeichnet sich nicht nur durch hervorragende agronomische Eigenschaften, sondern auch durch ihr attraktives Aussehen aus. Sie bildet kräftige, wüchsige Pflanzen, die reichlich schöne und gleichmäßige Früchte tragen.
Kurzbeschreibung der Sorte:
- Büsche Mittelgroß, halb ausladend, mit an den Enden herabhängenden Paprikaschoten.
- Blätter Mittelgroß, dunkelgrün, mit leicht runzeliger Oberfläche.
Beschreibung der Früchte
Die Früchte sind länglich, fein gerippt und haben eine glänzende, leicht runzelige Oberfläche. Ihre Länge ist deutlich größer als ihr Durchmesser – etwa 4- bis 4,5-mal so groß.
- ✓ Die Früchte haben eine einzigartige Form eines schmalen Kegels mit einer Länge von bis zu 30 cm.
- ✓ Die Dicke der Fruchtwände beträgt 4-5 mm, was ein charakteristisches Merkmal dieser Sorte ist.
Fruchteigenschaften:
- Bilden - schmaler Kegel.
- Länge — bis zu 30 cm.
- Durchschnittsgewicht — 130-140 g.
- Wandstärke — 4-5 mm.
- Färbung — Anfangs (im Stadium der technischen Reife) dunkelgrün, färbt es sich mit zunehmender Reife leuchtend rot. Im Querschnitt sind drei mit Samen gefüllte Hohlräume erkennbar.
Es ist wichtig zu wissen, dass man aus Samen keine Pflanzen ziehen kann, die den Eigenschaften der Lasanta-Sorte entsprechen, da es sich um eine Hybride handelt. Um jeden Sommer langstielige Lasanta-Paprika im Garten zu haben, muss man daher jährlich neues Saatgut kaufen.
Schmecken
Diese Sorte zeichnet sich durch hervorragende Geschmackseigenschaften aus. Die Paprika ist sehr saftig und hat einen frischen, angenehmen Geschmack; sie ist angenehm süß, ohne die geringste Bitterkeit.
Reifezeit
Die Früchte sind 95–110 Tage nach der Keimung erntereif. Die ersten vollreifen Früchte können bereits im Juli geerntet werden. Bei der Anzucht aus Jungpflanzen, also der Aussaat Mitte Februar, reifen die Paprika sogar noch früher – etwa Ende Juni.
Lasanta-Paprika haben im Juli ihren Höhepunkt an Reife. Die Früchte werden nach und nach geerntet, sobald sie reif sind. Die Erntezeit dauert in der Regel mehrere Wochen.
Produktivität
Diese Sorte erfreut Gärtner mit reichen Erträgen. Bis zu 6 kg Paprika können pro Quadratmeter geerntet werden. Bei der Anzucht aus Setzlingen fallen die Erträge etwas geringer aus und sind zudem stark von den Witterungsbedingungen abhängig. Kaltes und feuchtes Wetter wirkt sich negativ auf den Ertrag aus.
Wachstumsregionen
Lasanta-Pfeffer kann nicht nur im Süden Russlands, sondern auch in vielen anderen Regionen angebaut werden, darunter die Wolgaregion, der Ferne Osten, die zentrale Schwarzerderegion, Zentralrussland, der Ural und Sibirien.
Krankheitsresistenz
Die Sorte Lasanta ist recht resistent gegen Krautfäule. Unter ungünstigen Bedingungen und bei mangelhafter Anbaupraxis besteht die Gefahr der Tabakmosaikkrankheit. Übermäßiges Gießen, das zu Staunässe führt, kann verschiedene Fäulnisarten verursachen. Regelmäßige Behandlungen mit Fungiziden und Insektiziden können dem vorbeugen.
Vor- und Nachteile
Auch wenn Ihnen die Lasanta-Paprika sehr gut gefällt, sollten Sie sie nicht vorschnell anpflanzen, ohne sich vorher mit all ihren Eigenschaften vertraut zu machen. Um endgültig zu entscheiden, ob diese Sorte für Ihre Bedürfnisse und Ihr spezifisches Klima geeignet ist, sollten Sie alle Vor- und Nachteile abwägen.
Pflanzdiagramm
Damit Paprikapflanzen im Garten gut gedeihen, ist ausreichend Platz wichtig. Werden sie zu dicht gepflanzt, beschatten sie sich gegenseitig, was zu kleineren Paprikaschoten und geringeren Erträgen führt.
Empfohlenes Pflanzmuster für Lasanta-Paprika:
- Der Abstand zwischen benachbarten Büschen beträgt 35-40 cm;
- Abstand zwischen den Reihen - 60-70 cm.
Das oben dargestellte Pflanzschema gewährleistet eine optimale Raumnutzung und ermöglicht bis zu 5 Pflanzen pro Quadratmeter.
Landung
Lasanta-Paprika können im Freien ausgesät werden, doch werden häufig Jungpflanzen verwendet, selbst im Süden. Die gezogenen oder gekauften Jungpflanzen werden dann im Freien, im Gewächshaus oder unter einer Plastikabdeckung ausgepflanzt.
Anwachsende Sämlinge
Die Hybridsorte Lasanta wird üblicherweise aus Sämlingen gezogen, da dies eine schnelle und garantierte Ernte ermöglicht.
- ✓ Optimale Bodentemperatur für die Pflanzung von Setzlingen: nicht unter +15°C.
- ✓ Die Notwendigkeit der künstlichen Beleuchtung von Sämlingen bei unzureichendem natürlichem Licht.
Merkmale beim Anbau von Lasanta-Paprika-Setzlingen:
- Die Samen werden vor der Aussaat eingeweicht. Dieser Vorgang dauert 10–14 Tage. Zum Einweichen eignen sich gut in Wasser getränkte Wattepads.
- Die Aussaat der Setzlinge erfolgt von Februar bis März. Die Samen werden nicht tiefer als 1,5 cm in die Erde gepflanzt.
- Die optimale Temperatur für die Anzucht von Sämlingen liegt zwischen 25 °C und 28 °C. Um kräftige und gesunde Sämlinge zu gewährleisten, sollten Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert und künstliches Licht verwendet werden. Die Bewässerung erfolgt mit einer Sprühflasche. Die Sämlinge werden zunächst mit Glas abgedeckt. Sobald sie keimen, wird das Glas entfernt und die Temperatur gesenkt.
- Zwei Wochen vor dem Auspflanzen ins Freiland sollten die Sämlinge abgehärtet werden. Dazu stellt man die Töpfe mit den Sämlingen ins Freie oder auf einen Balkon. Die Sämlinge sollten zu diesem Zeitpunkt 3–4 Blätter haben.
- Pflanzen Sie die fertigen Setzlinge im Mai/Juni ins Freiland. Bei unbeständigem Wetter können Sie die Setzlinge mit Plastikfolie abdecken. Dies ist besonders in Regionen mit kühlen, feuchten Sommern sinnvoll.
Verpflanzung in den Boden
Verpflanzen Sie die Sämlinge, sobald sie 3–4 Blätter entwickelt haben. Achten Sie dabei auf günstige Witterungsbedingungen, insbesondere bei der Pflanzung im Freiland anstatt unter Folie. Die optimale Bodentemperatur beträgt 15 °C.
Die Sämlinge werden Anfang Mai in Frühbeete und Gewächshäuser und Mitte bis Ende Mai ins Freiland umgepflanzt. In beheizten Gewächshäusern erfolgt die Pflanzung Ende April. Die Pflanzlöcher sollten etwa 10 cm tief sein. Die Wurzeln müssen ausreichend Platz im Loch haben, und der Wurzelhals sollte nach dem Pflanzen bündig mit der Erdoberfläche abschließen.
Pflege
Der Anbau von Lasanta-Paprika erfordert etwas Pflege. Die Sorte selbst ist nicht anspruchsvoll, aber Menge und Qualität der Ernte hängen maßgeblich vom richtigen Zeitpunkt der Anbaumaßnahmen ab.
Pflegemerkmale:
- Die Bewässerung richtet sich nach den Wetter- und Bodenbedingungen. Paprikapflanzen werden üblicherweise zweimal wöchentlich gegossen, bei heißem Wetter kann sich die Gießhäufigkeit jedoch verdoppeln.
- Dünger wird alle zwei Wochen ausgebracht. Dabei wechseln sich komplexe Mineralverbindungen und organische Substanzen wie Königskerze, frischer Grasaufguss, Kaliumhumat usw. ab.
- Die Erde in den Beeten wird regelmäßig aufgelockert und von Unkraut befreit, auch zwischen den Reihen wird Unkraut entfernt. Die aufgelockerte Erde wird mit Sägemehl oder Stroh abgedeckt.
- Wenn die Sträucher zu groß werden, werden sie an Stützen angebunden. Dadurch wird verhindert, dass die Stängel unter dem Gewicht der Früchte brechen.
- Bei heißem Wetter benötigen Pflanzen Schutz – sie sollten mit speziellen Netzen abgedeckt werden, um sie vor der intensiven Sonneneinstrahlung zu schützen. Andernfalls kann es zu Fremdbestäubung kommen.
Krankheiten und Schädlinge
Es wird empfohlen, Lasanta-Paprika in den ersten Tagen nach dem Umpflanzen mit Fungiziden zu behandeln. Sie können die traditionelle Bordeauxbrühe, aber auch Fitosporin, Ridomil Gold und ähnliche Produkte verwenden.
Im Sommer werden Paprikapflanzen regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert. Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen, Erdraupen und Schnecken. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge eignen sich wirksame Insektizide wie Fitoverm, Karate, Inta-Vir und ähnliche Produkte.
Zur Schädlingsbekämpfung können verschiedene biologische Produkte wie Fitoverm eingesetzt werden. Bei leichtem Befall helfen auch Hausmittel wie Aufgüsse aus Wermut, Schöllkraut, Knoblauch, Tabak, Holzasche usw. Die Behandlung sollte früh morgens oder abends erfolgen.
Anwendung
Lasanta-Paprika werden frisch verzehrt und Sommersalaten, Vorspeisen und Hauptgerichten beigefügt. Sie werden auch in Winterkonserven, Lecho und verschiedenen Dressings verwendet. Darüber hinaus werden sie gesalzen, eingelegt, gebacken und frittiert. Die Früchte behalten nach dem Kochen ihr Aroma und lassen sich gut lagern und transportieren, auch über weite Strecken.
Die frühreife Hybridsorte Lasanta ist eine der auffälligsten Sorten, im wahrsten Sinne des Wortes. Große, tiefrote, lange und saftige Paprikaschoten sind nicht nur bei Hobbygärtnern, sondern auch bei kommerziellen Anbauern beliebt.










