Die Telman-Heckenkirsche gehört zu den Ziersträuchern, die zur Verschönerung von Gärten kultiviert werden. Diese Sorte bevorzugt mäßige Wärme und gedeiht daher am besten im Halbschatten. Doch auch an sonnigen Standorten erfreut sie mit üppiger Blütenpracht. Sie gilt als hohe, kletternde Staude mit ungewöhnlichen, cremefarbenen Knospen.
Zuchtgeschichte
Die Thälmannsche Geißblatt-Sorte, die Anfang des 20. Jahrhunderts gezüchtet wurde, wurde erstmals auf einer Züchtungsausstellung in Budapest präsentiert. Ihr offizieller Vertrieb begann 1926 in den Niederlanden. Seitdem hat diese Sorte weltweite Bekanntheit erlangt und ist auch in unserem Land sehr beliebt.
Beschreibung der Sorte
Die ungarische Sorte trägt auch den Namen Tellmanniana. Sie zeichnet sich durch ihr schnelles Wachstum und ihre giftigen Beeren aus. Daher werden die Früchte weder zum Kochen verwendet noch frisch gepflückt. Trotzdem empfehlen Volksheiler den grünen Teil des Strauchs für die Zubereitung von Abkochungen.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens strikt zwischen 6,0 und 7,5 liegen.
- ✓ Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 200 cm betragen, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.
Aussehen der Pflanze
Die Pflanze ist für ein Geißblatt recht hoch, ihre Ranken erreichen eine Länge von 500–600 cm, doch durch ihren ausladenden Wuchs wirkt sie eher klein. Der Strauch hat einen Durchmesser von etwa 100–150 cm. Weitere Merkmale:
- Laub – Durchschnitt;
- Verdichtung durch Äste – stark;
- Buschart – halbspreizend;
- Kronenform – hängt von der Richtung des Stammwachstums und der Art der Bildung ab;
- Blätter - Klassischer grüner Farbton und schlichte Schriftart oben, die Unterseite des Tellers kann einen bläulichen Schimmer annehmen;
- Besonderheit - Die beiden obersten Blätter am Zweig sind miteinander verwachsen, die Oberfläche ist glänzend und die Ränder sind leicht gewellt;
- Länge der Blattspreite – etwa 7-10 cm;
- Blattform – eiförmig;
- Blumen – sind zahlreich in einem Blütenstand angeordnet;
- Farbe der Blütenblätter – orange-golden;
- Aroma – hohe Intensität, die bestäubende Insekten und insbesondere Bienen anlockt.
Beeren und ihre Geschmackseigenschaften
Die ungenießbaren Früchte sind rund und leuchtend gelb-orange, sodass der Strauch aus der Ferne golden wirkt.
Funktionen der Anwendung
Telmans Geißblatt ist eine Zierpflanze, deren Beeren giftig und nicht zum Verzehr geeignet sind. Sie wird häufig zur Gartengestaltung, zur Anpflanzung von Hecken oder zur Dekoration von Gartenpavillons verwendet.
Produktivität und Fruchtbildung
Der Strauch trägt nicht sehr viele Beeren – eine einzelne Pflanze liefert etwa 1,2–1,5 kg. Das ist ein großer Vorteil, da man nicht unzählige Beeren unter dem Baum pflücken muss.
Die Fruchtbildung beginnt im dritten Jahr nach der Pflanzung, und die Sorte hat eine lange Wachstumsperiode – der Strauch erfreut mit seinem schönen Aussehen bis zum ersten Frost.
Reifezeit
Diese Sorte blüht ab Anfang Juni drei bis vier Wochen lang. Die röhrenförmigen, orange-goldenen Blüten stehen in Zehnergruppen und verströmen einen angenehmen Duft, der Bienen und andere Insekten anlockt. Die Beeren reifen von Anfang bis Mitte August und bleiben bis in den Spätherbst an den Reben.
Selbstbefruchtung und die Notwendigkeit von Bestäubern
Die Kulturpflanze wird von nachtaktiven Motten bestäubt und benötigt keine zusätzlichen Pflanzen zur Bestäubung.
Bodenanforderungen
Die Telman-Heckenkirsche stellt hohe Ansprüche an den Boden. Er sollte fruchtbar, gut durchlässig und mäßig feucht sein. Lehmiger Boden ist ideal.
Wichtig ist auch, für ausreichend Nährstoffe zu sorgen, indem man Kompost, Asche und etwas Sand in das Pflanzloch gibt, um die Bodenstruktur zu verbessern.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit für ein Pflanzloch:
- Superphosphat – 45-50 g;
- Holzkohle – 150-200 g;
- Kompost oder Humus – 4-6 kg.
Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte oder leichten Halbschatten. Achten Sie auf die Lichtverhältnisse, da unzureichendes Licht die dekorativen Eigenschaften der Pflanze beeinträchtigen kann.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Die Telman-Heckenkirsche ist sehr resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, kann aber bei feuchtem Wetter anfällig für Pilzkrankheiten sein.
Resistenz gegen Kälte und Trockenheit
Diese Sorte ist gut trockenheitsverträglich, weist aber nur eine durchschnittliche Frostbeständigkeit auf. In Regionen mit strengen Wintern (Temperaturen unter -30 °C) können die Triebe erfrieren.
Für welche Regionen eignet es sich am besten und welche klimatischen Anforderungen muss es stellen?
Diese Sorte gedeiht am besten in Südrussland; in den zentralen Regionen ist Winterschutz erforderlich. Für den Anbau in nördlichen Regionen wird sie nicht empfohlen. Ein feuchtes Klima ist optimal, da Trockenheit die Blüte und die allgemeine Pflanzenentwicklung beeinträchtigt.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile der Sorte
Telmans Geißblatt hat viele positive Eigenschaften, von denen folgende besonders hervorzuheben sind:
Der einzige Nachteil, den Nutzer bemängeln, ist der hohe Beleuchtungsbedarf. Wird dies nicht berücksichtigt, mindert dies die dekorativen Qualitäten erheblich.
Worin besteht der Unterschied zu anderen Sorten und Hybriden?
Telmans Geißblatt eignet sich für eine Vielzahl von Landschaftsgestaltungsanwendungen und behält seine dekorativen Eigenschaften bis in den späten Herbst hinein, was es von anderen Sorten unterscheidet.
Agrartechnologie
Diese Zier-Geißblattart reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und Bodenfruchtbarkeit und gedeiht am besten in voller Sonne. Es gibt jedoch weitere Aspekte, die beim Anbau zu beachten sind:
- Die Wahl eines Beetes im Garten. Bei der Wahl des Standorts für Geißblatt ist es wichtig, dass die Kletterpflanze ausreichend Halt findet. Ideal ist ein Standort, an dem der obere Teil der Pflanze viel Sonnenlicht erhält, während der untere Teil im Schatten bleibt, wodurch die Bodenfeuchtigkeit erhalten bleibt.
- Bohrungsparameter. Das Pflanzloch wird doppelt so tief wie das Wurzelsystem des Sämlings ausgehoben, mit einer durchschnittlichen Tiefe von etwa 45-55 cm.
- Vorbereitungen zur Landung. Die gekaufte Pflanze muss akklimatisiert werden, indem man den Topf mit dem Sämling etwa eine Woche lang täglich mehrere Stunden ins Freie stellt.
- Fristen. Die beste Pflanzzeit ist Mitte Herbst oder Frühling, vorausgesetzt, die Temperaturen sind mild. Im Herbst sollte man warten, bis sich die Lufttemperatur bei 12–15 Grad Celsius stabilisiert hat. Im Frühling ist es wichtig, mindestens einen Monat vor dem zu erwartenden Frost zu pflanzen.
- Der Landevorgang. Beinhaltet die folgenden Phasen:
- Nehmen Sie den Sämling vorsichtig aus dem Topf, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Befeuchten Sie dazu zuerst die Erde und lassen Sie sie vollständig durchfeuchten.
- Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch in der gleichen Tiefe ein, in der sie im Topf stand. Entfernen Sie den Wurzelballen nicht – dies hilft der Pflanze, sich an ihre neue Umgebung anzupassen.
- Mit dem vorbereiteten Substrat auffüllen, die Erde verdichten und großzügig wässern.
- Die Feinheiten der Geißblattpflege. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Düngung mit gleichen Anteilen an Stickstoff, Kalium und Phosphor. Im Juli sollte die Geißblattpflanze erneut gedüngt werden, um die Blütezeit zu verlängern. Vor Beginn der Wachstumsperiode werden alle überflüssigen Zweige durch einen Formationsschnitt entfernt.
Entfernen Sie unbedingt alle Triebe, die im Winter erfroren oder im Sommer ausgetrocknet sind, sowie solche, die in die falsche Richtung wachsen oder von Krankheiten oder Schädlingen befallen sind. Dies nennt man hygienischen Rückschnitt. Er wird zweimal jährlich durchgeführt – im Frühjahr und im Herbst.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Diese Ziersorte ist selten von Krankheiten betroffen, die durch pathogene Mikroorganismen verursacht werden. Anhaltend feuchtes Wetter kann jedoch Mehltau hervorrufen, der sich als hellgrauer Belag auf den Blättern zeigt.
Zur Bekämpfung dieser Krankheit verwenden Sie eine Jodlösung: Geben Sie eine halbe Flasche Apothekenjodlösung in 5 Liter Wasser und besprühen Sie die betroffenen Stellen. Wiederholen Sie dies wöchentlich. Alternativ können auch Fungizide eingesetzt werden.
Geißblatt wird gelegentlich von Blattläusen befallen. Diese kleinen Insekten bilden Kolonien auf den Pflanzen. In solchen Fällen empfiehlt sich der Einsatz von Insektiziden zur Schädlingsbekämpfung.
Vorbereitung auf den Winter
Um die Sträucher vor der Winterkälte zu schützen, werden sie abgedeckt. Zuvor werden die Ranken jedoch von ihren Stützen entfernt und dann in Vliesstoff eingewickelt, wobei sie vorsichtig bis zum Boden gebogen werden.
- Die Anwendung von Stickstoffdüngern sollte einen Monat vor dem ersten Frost eingestellt werden.
- Vor dem Einsetzen anhaltenden Frostes sollten die Pflanzen großzügig bewässert werden, um eine Feuchtigkeitszufuhr zu gewährleisten.
- Isolieren Sie das Wurzelsystem mit einer mindestens 10 cm dicken Mulchschicht.
Reproduktion
Die Vermehrung von Geißblatt ist im Sommer einfach. Mitte Juli drückt man einige Zweige in die Erde, bedeckt sie mit Erde, befeuchtet sie und mulcht die Stelle. Nach einigen Monaten bilden sich Wurzeln an den Zweigen, die dann von der Mutterpflanze getrennt und an einen neuen Standort verpflanzt werden können.
Geißblatt lässt sich auch durch Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man kleine Triebe von etwa 20 cm Länge ab, stellt sie in Wasser, bis sich Wurzeln bilden, und pflanzt sie dann in ein vorbereitetes, gedüngtes Beet.
Wie und wann soll gesammelt werden?
Im Fall der Telman-Heckenkirsche wird vom Pflücken der Früchte aufgrund ihrer Giftigkeit abgeraten. Wichtig ist vor allem, dass Kinder die Früchte nicht essen.
Welche Schwierigkeiten könnten beim Anbau auftreten?
Die größten Herausforderungen ergeben sich in kalten Regionen, wo Winterfröste Knospen und Ranken schädigen können. In solchen Fällen kann ein starker Rückschnitt der Pflanze im nächsten Jahr notwendig sein.
Rezensionen
Telmans Geißblatt ist eine hervorragende Wahl zur Gartengestaltung. Es ist pflegeleicht und behält seine dekorative Schönheit lange, wenn man die grundlegenden Gieß- und Düngehinweise beachtet. Beachten Sie jedoch, dass die Beeren giftig sind und halten Sie Kinder von den Sträuchern fern.






