Die Geißblatt-Sorte Souvenir ist eine zuverlässige Wahl für Gärtner. Sie zeichnet sich durch hervorragende Winterhärte und zahlreiche positive Eigenschaften aus. Ihre mittelgroßen Sträucher wachsen gut und tragen reichlich Früchte. Bei richtiger Pflege stärkt sie die Widerstandsfähigkeit der Pflanze und erhöht die Anzahl der Beeren pro Trieb.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Die Sorte Souvenir wurde 2001 im Föderalen Forschungszentrum VIGRR unter der Leitung der Züchterinnen Maria Nikolajewna Plechanowa und Alexandra Wassiljewna Kondrikowa entwickelt. Sie erhielt 2002 die Zulassung zur Verwendung.
Besonderheiten
Honeysuckle Souvenir ist eine beliebte Sorte. Sie zeichnet sich durch ein attraktives Aussehen, große Beeren und einen hervorragenden Geschmack aus.
Aussehen der Pflanze
Der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 m und einen Durchmesser von bis zu 2,5 m. Seine dichte Krone ist oval und besteht aus aufrechten Trieben mit kleinen, dunkelgrünen Blättern. Zur Blütezeit ist er mit kleinen Blüten mit weißen Blütenblättern übersät.
Beeren und ihre Geschmackseigenschaften
Große Beeren haben eine längliche, ovale Form und weisen folgende charakteristische Merkmale auf:
- Sie wiegen etwa 0,96 g und erreichen eine Länge von 1,3 cm.
- Die Haut ist dunkelblau, von mittlerer Dichte und weist einen schwachen Anthocyanin-Ton auf.
- Charakterisiert durch einen hohen Zuckergehalt – ab 9 % und einen Ascorbinsäuregehalt von rund 2 %.
- Der Hautabwurf ist schwach.
- Basierend auf den Verkostungsergebnissen der essbaren Beeren dieser Sorte, erreichte sie 4,7 von 5 Punkten.
Vorteilhafte Eigenschaften
Die Früchte sind reich an Pektin, den Vitaminen A, B1, B2 und einer großen Menge an Vitamin C. Sie sind reich an biologisch aktiven Komponenten: Pyrocatechin, Flavonolen, Triterpenen und Chlorogensäuren.
Zu den vorteilhaften Eigenschaften gehören unter anderem folgende:
- Quelle von Antioxidantien. Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle beim Schutz des Körpers vor freien Radikalen, was dazu beiträgt, den Alterungsprozess zu verlangsamen, den Hautzustand zu verbessern, Entzündungen zu reduzieren und das Risiko der Entwicklung verschiedener Krankheiten zu verringern.
- Vorteile für die Leber. Die im Geißblatt vorkommenden Polyphenole besitzen starke antioxidative Eigenschaften und helfen, die Leber vor nichtalkoholischer Fettlebererkrankung zu schützen.
- Gut fürs Herz. Geißblatt enthält Vitamin K, das dem Körper hilft, Kalzium aufzunehmen, während Kalium und Magnesium für die Aufrechterhaltung eines gesunden Herzrhythmus unerlässlich sind.
Obwohl Geißblattbeeren als unbedenklich zum Verzehr gelten, sollten bestimmte Personengruppen sie mit Vorsicht genießen. Dazu gehören:
- Allergiker.
- Bei Verdauungsproblemen.
- Bei Nierenerkrankung.
- Schwangere und stillende Frauen.
Bevor Sie Geißblatt in Ihre Ernährung aufnehmen, ist es wichtig, Ihre individuellen Eigenschaften zu berücksichtigen und gegebenenfalls einen Arzt zu konsultieren.
Reifezeit und Ertrag
Diese Sorte ist mittelfrüh. Die Fruchtbildung beginnt Ende Juni. Die Erträge sind hoch und liegen im Durchschnitt bei 42,2 Zentnern pro Hektar bzw. etwa 2 kg Beeren pro fruchttragender Pflanze.
Selbstbefruchtung und die Notwendigkeit von Bestäubern
Trotz ihrer üppigen Blüte benötigt sie Bestäuber. Ohne Bestäubung trägt der Strauch nur in bis zu 20 % der Fälle Früchte. Geeignete Sorten sind beispielsweise Morena, Nymph und Blue Dessert.
Winterhärte und Bedarf an Schutz
Die Geißblatt-Sorte 'Suvenir' ist an verschiedene Klimazonen angepasst. Sie ist äußerst winterhart und gedeiht selbst in sibirischen Klimazonen, ohne dass ein Überwinterungsschutz erforderlich ist. Frostschäden sind bei den Sträuchern selten.
Die Sorte ist mäßig trockenheitstolerant. Sie trägt nur dann Früchte, wenn während der gesamten Wachstumsperiode ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht.
Standort- und Bodenanforderungen
Die Pflanze bevorzugt volle Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Früchte, die in voller Sonne reifen, sind in der Regel süßer. Befindet sich das Grundstück in der Nähe eines Gebäudes, empfiehlt es sich, die Sträucher auf der Ost- oder Südseite zu pflanzen.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
- ✓ Die Tiefe der fruchtbaren Schicht beträgt mindestens 40 cm für die Entwicklung des Wurzelsystems.
Für eine gute Luftzirkulation sollte ein Abstand von etwa 50 cm zwischen Pflanze und Gebäude eingehalten werden. Bei verdichtetem Boden empfiehlt sich die Zugabe von Sand oder organischem Dünger. Für eine optimale Wurzelentwicklung sollten die Sträucher in lehmigen Boden gepflanzt werden.
Pflege und Kultivierung
Diese Pflanze ist pflegeleicht und kann auch von Gartenanfängern erfolgreich angebaut werden. Regelmäßiges Gießen ist nicht notwendig; wichtig ist nur, dass die Erde gleichmäßig feucht ist.
Empfehlungen für Agrartechnologie:
- Gießen Sie einmal alle 1-2 Wochen und lockern Sie anschließend die Erde gründlich auf, damit die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit und Luft erhalten.
- Jäten Sie Unkraut regelmäßig.
- Das Mulchen des Bodens nach dem Pflanzen beugt Unkrautwuchs um den Baumstamm vor, reduziert die Gießhäufigkeit und hält den Boden locker. Verwenden Sie Kiefernnadeln, Sägemehl, Holzschnitzel und andere organische Materialien.
In den ersten ein bis drei Jahren wächst das Geißblatt aktiv und benötigt Nährstoffe. Stickstoff fördert das Wachstum des Strauchs, Phosphor verbessert das Wurzelsystem und regt die Fruchtbildung an, und Kalium ist für den Zellstoffwechsel unerlässlich.
Merkmale des Beschneidens
Regelmäßiges Beschneiden der Baumkrone ist notwendig, um ein zu dichtes Wachstum zu verhindern. Schneiden Sie die Äste in einem 45-Grad-Winkel und lassen Sie sie oberhalb der Knospen stehen. Beim Kürzen von Ästen sollte die Schnittlänge maximal ein Drittel der Gesamtlänge betragen.
Entfernen Sie am Ende des Winters trockene und schwache Triebe. Eine schalenförmige Krone mit offener Mitte sorgt für optimale Lichtverhältnisse. Schneiden Sie Triebe, die älter als drei Jahre sind, zurück, um das Wachstum neuer Zweige anzuregen und hohe Erträge zu sichern.
Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze besitzt ein starkes Immunsystem, kann aber unter ungünstigen Bedingungen vom Arabis-Mosaikvirus befallen werden. Diese Krankheit äußert sich durch gelbe Flecken und Schrumpelungen an den Blättern sowie durch das Wachstum zahlreicher Seitentriebe. Die Blätter entwickeln sich nicht richtig, und die Pflanze beginnt zu welken und abzusterben.
Die gefährlichsten Schädlinge und ihre Bekämpfungsmethoden:
- Geißblatt-Blattwespe. Sie legt ihre Eier in das Laub. Die Raupen fressen die Blätter und lassen nur die Blattstiele übrig.
Um Schäden am Strauch zu vermeiden, sollten Raupen umgehend entfernt und die Pflanze vor und nach der Blüte mit Iskra, Fufanon, Actellik oder Kinmiks behandelt werden. Die Behandlung sollte gegebenenfalls im Sommer wiederholt werden. - Geißblatt-Gallmücke. Sie legt ihre Eier auf den Blättern ab. Die Larven ernähren sich vom Pflanzensaft, was zum Einrollen der Blätter und zur Bildung gelber Wucherungen führt. Zur Bekämpfung dieses Schädlings eignen sich Inta-Vir, Fufanon und Kinmiks.
- Blattroller. Bei einem Befall durch das Insekt bildet sich ein Gespinst am Strauch, das Früchte, Knospen und junge Triebe umhüllt. Um dies zu verhindern, sollte die Pflanze vor und nach der Blüte mit denselben Mitteln behandelt werden, die auch zur Bekämpfung der Gallmücke eingesetzt werden.
- Motte. Ein kleiner Schmetterling ernährt sich von Geißblattblättern und verursacht so Gespinste auf dem Laub. Um den Falter zu bekämpfen, sollte der Strauch im Frühjahr und Spätsommer mit speziellen Mitteln behandelt werden.
| Vorbereitung | Wirksamkeit gegen Blattwespen | Wirksamkeit gegen Gallmücken | Schutzzeitraum |
|---|---|---|---|
| Funke | Hoch | Durchschnitt | 14 Tage |
| Fufanon | Sehr hoch | Hoch | 21 Tage |
| Actellic | Hoch | Sehr hoch | 28 Tage |
Sträucher werden häufig von Erdraupen befallen, die ihre Eier auf der Blattunterseite ablegen. Die Raupen fressen an Laub und Knospen und verpuppen sich Ende Oktober im Boden. Behandeln Sie den Strauch mit Fufanon oder einem ähnlichen Produkt.
Ernte und Lagerung
Geißblattbeeren reifen von Ende Juni bis Anfang Juli. Sie sollten vollreif, aber nicht überreif sein, um ihre Frische und ihr Aroma zu bewahren. Ernten Sie die Beeren bei trockenem Wetter, am besten morgens. Pflücken Sie sie vorsichtig, um Beschädigungen an Schale und Stiel zu vermeiden.
Frisch gepflückte Geißblattbeeren bewahrt man am besten in Behältern oder Beuteln mit Belüftungslöchern auf, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Vor der Lagerung sollten die Beeren trocken und unbeschädigt sein. Überreife oder beschädigte Beeren sollten aussortiert werden, um Fäulnis zu vermeiden.
Für und Wider
Der größte Vorteil dieser Sorte ist ihr hoher Ertrag. Die Früchte eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch zur Weiterverarbeitung. Der Strauch ist mittelgroß und pflegeleicht. Er trägt große Früchte mit ausgezeichnetem Geschmack, die nicht leicht abfallen.
Zu den unbestreitbaren Vorteilen heben Gärtner die hohe Winterhärte und die Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten hervor. Es wurden keine Nachteile festgestellt.
Übersicht der Rezensionen
Die Geißblatt-Sorte 'Souvenir' ist aufgrund ihres hohen Ertrags, ihrer einfachen Kultivierung und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Bedingungen eine ausgezeichnete Wahl für Gärtner. Bei richtiger Pflege kann dieser Strauch regelmäßig qualitativ hochwertige Früchte für den Frischverzehr oder die Weiterverarbeitung produzieren.







