Die Silginka-Heckenkirsche ist eine ertragreiche, heimische Sorte mit relativ großen, fleischigen und aromatischen Beeren. Sie ist anspruchslos, robust, anpassungsfähig und eignet sich für risikoreiche Anbaugebiete.
Die Geschichte der Silginka-Sorte
Die Silginka-Heckenkirsche wurde 2004 von Züchtern des Bakcharskoye Federal State Unitary Enterprise entwickelt. Zur Züchtung dieser neuen Sorte wurden die beiden Heckenkirschensorten Tulchaninova und Roxana verwendet. 2011 wurde die Sorte offiziell registriert und in das staatliche Sortenregister aufgenommen.
Beschreibung der Silginka-Varietät
Die Selginka-Geißblattsträucher sind mittelgroß und erreichen eine Höhe von 1,5–1,8 m und eine Breite von 1,2 m. Ihre Krone ist mitteldicht und kugelförmig-oval. Die Zweige sind aufrecht, steif und elastisch, die Rinde schält sich ab.
Junge Triebe haben gerade, mitteldicke Stängel. Die Triebe sind grün und ledrig. Die Blätter sind matt, oval und glatt.
Beschreibung der Früchte
Die Beeren der Silginka sind recht groß, aber im Vergleich zu denen der Bakcharsky Velikan-Heckenkirsche eher mittelgroß. Die Früchte sind dunkelblau mit einer Patina. Sie sind länglich-oval mit zugespitzten Enden und erreichen eine Länge von bis zu 3,5 cm. Das durchschnittliche Beerengewicht liegt bei 1–1,4 g.
Geschmackseigenschaften
Die Beeren der Silginka-Sorte sind köstlich und süß – geschmacklich eine der besten Sorten. Experten vergaben 4,9 Punkte im Geschmackstest. Die Früchte sind sehr aromatisch und haben ein zartes, saftiges Fruchtfleisch.
Fruchtzusammensetzung:
- Zucker - 9,8 %;
- titrierbare Säuren - 1,32%;
- Vitamin C - 42,3 mg/100 g.
Reifung und Fruchtbildung
Die Silginka-Heckenkirsche ist eine frühreife Sorte. Etwa 30 % der reifen Beeren fallen zu Boden. Die Früchte lösen sich leicht von den Zweigen. Schüttelt man den Strauch, fallen sie massenhaft ab. Die Pflanze kann über 30 Jahre alt werden.
Produktivität
Die Silginka-Heckenkirsche ist eine ertragreiche Sorte. Ein ausgewachsener Strauch wiegt zwischen 2,5 und 3,2 kg. Im kommerziellen Anbau liegen die Erträge zwischen 8,2 und 10,6 Tonnen pro Hektar, wobei in günstigen Jahren ein Höchstertrag von 11,5 Tonnen pro Hektar erzielt wird.
Frostbeständigkeit
Die Silginka-Heckenkirsche zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Frostresistenz aus. Sie verträgt Temperaturen bis zu -50 °C problemlos. Diese Sorte ist absolut frostbeständig, und ihre Blüten fallen selbst bei -7 °C nicht ab.
Bestäuber
| Name | Frostbeständigkeit | Produktivität | Geschmackseigenschaften |
|---|---|---|---|
| Geißblatt Silginka | Bis zu -50 °C | 2,5–3,2 kg pro Busch | 4,9 Punkte |
| Geißblatt Bakcharsky Riese | Bis zu -45 °C | 3,0–3,5 kg pro Busch | 4,7 Punkte |
| Geißblatt, die Tochter des Riesen | Bis zu -47 °C | 2,8–3,3 kg pro Busch | 4,8 Punkte |
| Geißblatt-Genuss | Bis zu -49 °C | 2,7–3,1 kg pro Busch | 4,9 Punkte |
| Geißblatt Yugan | Bis zu -48 °C | 2,9–3,4 kg pro Busch | 4,8 Punkte |
Wie viele andere Geißblattarten ist auch Silginka selbststeril. Sie benötigt Bestäuber, die zur gleichen Zeit wie Silginka blühen. Als beste Bestäuber für diese Sorte gelten Bakcharsky Velikan, Doch Velikana, Vostorg und Yugana.
Für und Wider
Die relativ neue Sorte Silginka bietet viele Vorteile, die man vor dem Pflanzen kennen sollte. Noch wichtiger ist es jedoch, sich mit ihren Nachteilen vertraut zu machen, um festzustellen, ob diese Geißblattart für Ihre Bedürfnisse und die spezifischen Klimabedingungen geeignet ist.
Landemerkmale
Geißblatt gedeiht in gemäßigten Klimazonen. Bei richtigem Standort ist es von widrigen Bedingungen nahezu unbeeinträchtigt.
In südlichen Regionen benötigt sie mehr Pflege; je weiter südlich man kommt, desto mehr Probleme stoßen Gärtner auf sie. Bei richtiger Pflege liefert die Sorte Silginka jedoch auch im Süden gute Erträge.
Landeeigenschaften:
- Auswahl des Pflanzmaterials. Am besten kauft man Jungpflanzen in spezialisierten Gartencentern und Baumschulen. Die Pflanzen sollten eine glatte Rinde, keine Mängel oder Anzeichen von Krankheiten und gut entwickelte Wurzeln haben.
Das optimale Alter liegt bei 2–3 Jahren. Die Sämlinge sollten gerade Zweige und gleichmäßige Internodien aufweisen. Beim Kauf von Silginka-Geißblatt empfiehlt es sich, gleichzeitig bestäuberfreundliche Sorten zu erwerben. - Ausschiffungszeiten. Die beste Pflanzzeit ist Spätsommer und Herbst. Sträucher sollten in der Regel nur im Frühjahr umgepflanzt werden – beispielsweise, wenn sie an einem ungünstigen Standort stehen.
- ✓ Prüfen Sie, ob der Verkäufer über ein Konformitätszertifikat für die Sorte verfügt.
- ✓ Achten Sie auf das Wurzelsystem: Es sollte feucht sein, ohne Anzeichen von Fäulnis oder Austrocknung.
- Auswahl eines Standorts. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Schluchten und Niederungen sind ungeeignet, da sich dort kalte Luft und Wasser sammeln, was das Wachstum und die Entwicklung des Geißblatts beeinträchtigt. Jeder Boden ist geeignet, außer Sandstein.
- Pflanzdiagramm. Es wird empfohlen, einen Abstand von 1,5 m zwischen den Pflanzen und 2 m zwischen den Reihen einzuhalten. Bei industriellem Anbau und maschineller Ernte können die Sträucher dichter gepflanzt werden, die Reihen sollten jedoch breiter angelegt werden, um die Durchfahrt der Erntemaschinen zu gewährleisten.
- Die Grube vorbereiten. Die empfohlenen Abmessungen betragen 40 x 40 x 40 cm. Die Bodenvorbereitung erfolgt unter Berücksichtigung von Fruchtbarkeit und Struktur. Bei nährstoffarmen, lehmigen oder sandigen Böden werden 20 Liter Humus hinzugegeben; bei fruchtbaren Böden genügen 10 Liter. Zusätzlich werden dem Bodengemisch im Pflanzloch je 50 g Superphosphat und Kaliumsalz beigemischt.
- Vorbereitung des Sämlings. Die Wurzeln werden vor dem Einpflanzen in Wasser eingeweicht. Ein Beschneiden der Zweige ist nicht nötig, da dies das Wachstum des Geißblatts hemmt.
- Der Landevorgang. Am Tag vor dem Pflanzen das Pflanzloch wässern. In die Mitte nährstoffreiche Erde geben und einen kleinen Hügel formen. Den Setzling daraufsetzen und die Wurzeln vorsichtig ausbreiten. Die Wurzelkrone des Geißblatts sollte 3–5 cm tief in der Erde liegen. Die Wurzeln mit Erde bedecken, diese leicht andrücken und anschließend mit abgestandenem, zimmerwarmem Wasser gießen. Sobald die Feuchtigkeit eingezogen ist, die Fläche um den Stamm herum mulchen.
Feinheiten der Fürsorge
Nur junge Geißblattsträucher benötigen regelmäßige Pflege. Ausgewachsene Pflanzen brauchen viel weniger Aufmerksamkeit und müssen nur in Trockenperioden gegossen, zurückgeschnitten und gemulcht werden.
Pflegemerkmale:
- Unmittelbar nach dem Einpflanzen werden junge Geißblattpflanzen 2-3 Mal pro Woche gegossen. Die Erde um den Stamm sollte nicht austrocknen, aber auch nicht zu nass werden. Ausgewachsene Sträucher werden in der Regel nur in Trockenperioden gegossen.
- Nach jedem Gießen oder Regen den Boden gründlich auflockern und Unkraut entfernen. Die empfohlene Auflockerungstiefe beträgt 5 cm. Den Boden anschließend mit Torf, Humus, Sägemehl oder anderem organischen Material mulchen.
- Trockene, kranke, verdickte und abgebrochene Zweige werden regelmäßig entfernt. Ein hygienischer Rückschnitt erfolgt im Frühjahr und Herbst. Geißblatt benötigt bis zum Alter von 15 Jahren keinen weiteren Schnitt. Danach werden dicke Zweige entfernt, und mit 20 Jahren wird der gesamte Strauch auf eine Höhe von 20 cm zurückgeschnitten. Nach dieser Verjüngung ist die Pflanze vollständig erneuert und trägt weitere 10 Jahre lang Früchte.
- Geißblatt sollte ab dem dritten Jahr nach der Pflanzung gedüngt werden; in den ersten beiden Jahren reicht der in das Pflanzloch gegebene Dünger aus. Im zeitigen Frühjahr werden den Sträuchern 10 Liter Harnstoff- oder Ammoniumnitratlösung zugegeben.
- Im Frühjahr einen komplexen Mineraldünger mit einer Menge von 50 g pro Strauch ausbringen.
- Im Sommer, nach der Ernte, sollte das Geißblatt mit Kalium-Phosphor-Dünger versorgt werden, um es auf den Winter vorzubereiten.
- Im Herbst sollte der Stammumfang des Baumes mit einer 5-7 cm dicken Schicht Humus oder Kompost bedeckt werden.
Reproduktion
Die Silginka-Heckenkirsche lässt sich leicht durch Absenker und Teilung vermehren. Die Vermehrung über Samen ist hingegen äußerst arbeits- und zeitaufwendig, wodurch die Jungpflanzen keine elterlichen Merkmale erben. Sie wird daher nur von Züchtern zur Entwicklung neuer Sorten angewendet.
Ernte und Anwendung
Die frühe Silginka-Heckenkirsche wird geerntet, indem die reifen Beeren von den Zweigen geschüttelt werden. Die Beeren fallen leicht zu Boden, der mit Plastikfolie oder einer Plane abgedeckt wird. Da die Beeren gleichmäßig reifen, eignet sich die maschinelle Ernte gut für den großflächigen Anbau.
Reife Silginka-Geißblattfrüchte werden frisch verzehrt, können aber auch eingefroren werden, um daraus köstliche Konfitüren und Desserts herzustellen.
Die Silginka-Geißblattsorte ist zwar anspruchslos, bringt aber Früchte von ausgezeichneter Qualität hervor – saftig, fleischig, mit angenehmem Geschmack und Aroma. Diese Sorte gedeiht in den meisten Regionen des Landes, auch in solchen mit rauem Klima.







