Die Geißblatt-Veilchen-Sorte trägt große, schmackhafte Beeren. Sie kann sowohl wegen ihrer Früchte als auch als Zierpflanze im Garten angebaut werden und bildet eine schöne Hecke.
Ursprung der Varietät
Die Sorte „Violet“ wurde in den 1990er Jahren von Züchtern aus St. Petersburg entwickelt. Die Tests wurden an der Pawlowsker Versuchsstation des Allrussischen Instituts für Pflanzengenetik (VIR) mit offener Bestäubung von Roxana-Geißblattsamen durchgeführt. 1992 wurde die Sorte zur staatlichen Prüfung eingereicht.
Beschreibung der Pflanze
Geißblattsträucher werden häufig zur Dekoration von Gärten und Innenräumen verwendet. Die Sorte Violett bildet da keine Ausnahme; sie besitzt sogar alle Eigenschaften, die für die Landschaftsgestaltung wertvoll sind.
Kurzbeschreibung der Pflanze:
- Büsche Das Geißblatt-Veilchen ist eine mittelgroße Pflanze, die eine Höhe von 1,3 bis 1,5 m erreicht. Ihre Krone ist dicht, rundlich und leicht ausladend.
- Fluchten dick und gerade, grünlich-braun.
- Blätter hellgrün, länglich-oval, groß.
- Blumen Mittelgroß, hellgrün, in zweiblütigen Blütenständen. Durchmesser: bis zu 2 cm.
Beschreibung der Früchte
Die Früchte sind groß, krugförmig, leicht gebogen und länglich. Sie laufen spitz zu und haben eine leicht unebene Oberfläche. Die Schale ist blauviolett, dünn und mit einer Wachsschicht überzogen. Das Fruchtfleisch ist fest und faserig.
Fruchteigenschaften:
- Durchschnittsgewicht: 1,14-1,5 g.
- Der Durchmesser der Frucht beträgt 1,2 cm.
- Länge – bis zu 2,8 cm.
Wachstumsregionen
1995 wurde die Violette Geißblatt-Sorte für die Nordwestregion (Oblast Leningrad) zugelassen. Diese Sorte ist pflegeleicht und wird daher heute in nahezu allen Regionen Russlands angebaut.
Geschmackseigenschaften
Die Früchte haben einen süß-sauren Geschmack und ein leichtes, angenehmes Aroma. Professionelle Verkoster bewerten den Geschmack der Violetten Geißblatt-Sorte mit 4,3 bis 4,7 von 5 Punkten. 1996 erhielt diese Sorte die Höchstwertung von 5 von 5 Punkten.
Chemische Zusammensetzung:
- Zucker - 9,11%.
- Säure - 1,35%.
- Vitamin C - 69 mg/100 g;
- P-aktive Substanzen - 637 mg/100 g.
Bestäubung
Diese Sorte zeichnet sich durch geringe Selbstfruchtbarkeit aus, sie ist nahezu selbststeril. Sie benötigt Fremdbestäubung, um Früchte zu tragen. Werden keine befruchtenden Sorten in der Nähe gepflanzt, produziert der Strauch nur wenige Beeren.
Um eine gleichbleibende Ernte in jeder Saison zu gewährleisten, pflanzen Sie 3–4 Geißblattsträucher, die etwa zur gleichen Zeit blühen, in der Nähe der Sorte „Violet“. Die besten Sorten zur Bestäubung sind „Blue Spindle“, „Viola“ und „Amphora“. Der optimale Abstand beträgt 2,5 Meter.
Merkmale der Fruchtbildung
Diese Sorte wächst schnell und trägt bereits 3–4 Jahre nach der Pflanzung Früchte. Die Ernte erfolgt regelmäßig und ohne Unterbrechung. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 1,3–1,8 kg pro Strauch.
Für und Wider
Bevor Sie die Violette Geißblattpflanze in Ihrem Garten oder Sommerhaus anpflanzen, ist es ratsam, alle Vor- und Nachteile dieser Sorte abzuwägen.
Standort- und Bodenanforderungen
Diese Sorte bevorzugt sonnige, helle und ausreichend feuchte Standorte. Sie gedeiht besonders gut auf Lehm-, leichten Lehm-, Schwarzerde- und Podsolböden. Die Böden sollten locker, durchlässig und pH-neutral sein. Staunässe ist zu vermeiden.
Wann und wie pflanzen?
Es wird empfohlen, Geißblatt im Herbst zu pflanzen. Die Pflanze verträgt niedrige Temperaturen gut, sodass sie im Süden sogar noch im Oktober oder November gepflanzt werden kann. Eine Pflanzung im Frühjahr ist ebenfalls möglich, sollte aber erfolgen, bevor der Saftfluss einsetzt. Eine spätere Pflanzung wird nicht empfohlen.
- ✓ Die Sämlinge müssen ein gesundes Wurzelsystem ohne Anzeichen von Fäulnis oder Beschädigung aufweisen.
- ✓ Sämlinge mit einem geschlossenen Wurzelsystem sind vorzuziehen, da sie besser Wurzeln schlagen.
Die Pflanzlöcher sollten 50 cm tief und 50 cm breit sein. Die Pflanzen sollten im Abstand von 20 x 50 cm gesetzt werden. Zum Pflanzen eignen sich ein- bis dreijährige Sämlinge. Zwei- bis dreijährige Geißblattpflanzen können bereits in dieser Saison Früchte tragen. Der Mindestabstand zwischen benachbarten Sämlingen, anderen Pflanzen, Zäunen und Gebäuden sollte 1,5–2 m betragen.
Geben Sie eine 2–3 cm dicke Schicht aus Ziegelbruch oder Blähton in die Pflanzlöcher. Füllen Sie diese mit 10 Litern nährstoffreicher Blumenerde auf. Setzen Sie den Setzling in das Loch, verteilen Sie die Wurzeln vorsichtig und bedecken Sie sie mit Erde. Drücken Sie die Erde fest und gießen Sie. Zum Schluss mulchen Sie mit Torf oder Kompost.
Anbau und Pflege
Trotz ihrer geringen Pflege benötigt die Violette Geißblattpflanze etwas Aufmerksamkeit. Dies gewährleistet nicht nur einen hohen Ertrag, sondern erhält auch die Gesundheit und das attraktive Aussehen der Pflanze.
Wachsende Merkmale:
- Bewässerung Häufiges, aber sparsames Gießen ist wichtig. Während der Wachstumsperiode und bei extremer Hitze werden pro Strauch 10 Liter Wasser gegossen. Nach dem Gießen wird die Erde aufgelockert und gleichzeitig Unkraut entfernt.
- Füttern Die Sträucher werden unmittelbar nach der Schneeschmelze bewässert. Dazu wird in Wasser verdünnter Harnstoff (30 g pro 10 l) gegeben. Während der Blütezeit wird verdünnter Stallmist (1 kg pro Strauch) ausgebracht, und vor dem Überwintern werden 40 g Superphosphat hinzugefügt.
- Trimmen Ein hygienischer Rückschnitt genügt; ein Formschnitt des Geißblattstrauchs ist nicht nötig. Dieser erfolgt im Herbst. Trockene, kranke und beschädigte Zweige werden entfernt.
Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen
Die Sorte ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, jedoch können ungeeignete Anbaumethoden und widrige Witterungsbedingungen zu Pilzinfektionen oder Insektenbefall führen. Wird die vorbeugende Spritzung vernachlässigt und können Krankheitserreger oder Schädlinge nicht bekämpfen, kann dies zum Absterben der Pflanze führen.
Mögliche Probleme mit dem Violetten Geißblatt und wie man damit umgeht:
- Blattlaus. Bei Befall vergilben die Blätter des Geißblatts, rollen sich ein und fallen ab. Blattlauskolonien sind an den Triebspitzen und auf den Blattunterseiten zu sehen. Eine rechtzeitige Ameisenbekämpfung beugt Blattlausbefall vor.
Sollten bereits Blattläuse an den Sträuchern aufgetreten sein, müssen diese mit Insektiziden behandelt werden. Um die Wirkung zu verstärken, empfiehlt es sich, die besprühten Sträucher über Nacht mit Plastikfolie abzudecken. - Blattroller. Raupen können von anderen Pflanzen auf das Geißblatt wandern. Blattwickler treten im Mai auf, wenn die Früchte zu reifen beginnen. Geringer Befall wird von Hand abgesammelt; größerer Befall wird mit Pestiziden bekämpft.
- Pilzerkrankungen. Ihr Auftreten wird meist durch regnerisches und feuchtes Wetter begünstigt. Am häufigsten wird Geißblatt von Mehltau befallen, der Blätter und Triebe mit einem weißlichen Belag überzieht. Die Krankheit lässt sich mit Kupfersulfat oder anderen kupferhaltigen Produkten bekämpfen.
Als vorbeugende Maßnahme im Frühjahr, sobald der Schnee geschmolzen ist, werden Geißblattsträucher mit Bordeauxbrühe besprüht. Dieses Verfahren hilft, Pilzinfektionen vorzubeugen.
Winterhärte und Bedarf an Schutz
Diese Sorte ist äußerst winterhart und verträgt Temperaturen bis zu -38 °C. In gemäßigten Klimazonen überstehen die Pflanzen frostige Winter problemlos, und ihre Blüten vertragen auch Frühjahrsfröste gut. In schneereichen Gebieten empfiehlt es sich jedoch, kleine Sträucher mit einem umgedrehten Eimer abzudecken, um zu verhindern, dass schmelzender Schnee im Frühjahr die jungen Triebe beschädigt.
Reproduktion
Diese Sorte wird üblicherweise durch Stecklinge vermehrt. Diese werden nach dem Fruchtansatz geschnitten. Als Vermehrungsmaterial dienen die diesjährigen Triebe. Diese werden in etwa 15 cm lange Stücke geschnitten. Jedes Stück sollte zwei Blätter haben. Der obere Schnitt erfolgt gerade, der untere schräg.
- ✓ Stecklinge sollten von gesunden Trieben des laufenden Jahres genommen werden.
- ✓ Für die Bewurzelung sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von etwa 20-25°C erforderlich.
Die Stecklinge werden in einem Torf-Sand-Gemisch angezogen, mit Plastikfolie abgedeckt und nach etwa 10 Tagen, wenn sich Wurzeln gebildet haben, entfernt. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr. Geißblatt lässt sich auch vegetativ durch Absenker und Teilung vermehren.
Ernte
Geißblatt reift nach und nach an den Seitenzweigen und im Inneren des Strauchs. Zuerst reifen die oberen Beeren, dann die an den unteren Zweigen. Der Reifegrad wird durch Geschmack bestimmt; die geernteten Beeren werden maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt.
Anwendung
Die Sorte Violet trägt Beeren, die nicht nur köstlich, sondern auch gesund sind. Sie können frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Die Sträucher eignen sich auch als Zierpflanzen und bilden eine schöne, dichte und attraktive Hecke.
Die Früchte des violetten Geißblatts werden frisch, gefroren oder getrocknet verzehrt und zur Herstellung von allerlei Konfitüren, Säften, Kompotten, Marmeladen und Gelees sowie Weinen und Likören verwendet.
Rezensionen der verschiedenen Sorten
Die Violette Geißblattart zeichnet sich durch ihren hervorragenden Geschmack und ihre bemerkenswerten Wuchseigenschaften aus. Selbst Hobbygärtner mit wenig Erfahrung und Sommergäste können diese robuste und anspruchslose Pflanze problemlos anbauen.






