Die Geißblattsorte „Tochter des Riesen“ zeichnet sich durch ihren großen Strauch und ihre riesigen Früchte aus. Sie gehört zu einer Gruppe essbarer, ertragreicher Sorten, die sich durch ihre einfache Kultivierung und ihre hervorragende Resistenz gegen Trockenheit, Frost, Krankheiten und Schädlinge auszeichnen. Für einen erfolgreichen Anbau genügt es, die Grundlagen der Kultivierung zu beherrschen.
Herkunft
Diese Geißblatt-Hybride wurde von den Züchtern N.V. Savinkova, A.P. Pavlovskaya und weiteren Spezialisten aus den Sorten Bakcharsky Velikan und Turchaninovka entwickelt. Die Testphase begann 2009, die offizielle Registrierung und Zulassung zur Kultivierung erfolgte 2017.
Technische Spezifikationen
Trotz des jungen Alters der Hybride haben Gärtner im ganzen Land bereits alle ihre positiven und negativen Eigenschaften bewertet, was ihnen bei der Entscheidung helfen kann, ob sie den Sämling in ihrem Garten pflanzen sollen oder nicht.
Beschreibung des Aussehens und der Geschmackseigenschaften
| Name | Krankheitsresistenz | Blütezeit | Bodenanforderungen |
|---|---|---|---|
| Die Tochter des Riesen | Hoch | Juni | Anspruchslos |
| Samt | Durchschnitt | Mai-Juni | Bevorzugt fruchtbare Böden |
| Violett | Hoch | Juni | Anspruchslos |
| Berel | Durchschnitt | Mai-Juni | Bevorzugt fruchtbare Böden |
| Yugana | Hoch | Juni | Anspruchslos |
| Feueropal | Durchschnitt | Mai-Juni | Bevorzugt fruchtbare Böden |
Die Sorte 'Giant's Daughter' ist ein wüchsiger, mehrstämmiger Strauch, der im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von 160–180 cm erreicht. Weitere charakteristische Merkmale sind:
- Busch. Sie besitzt eine ovale Krone von mittlerer Dichte, wächst langsam, trägt aber reichlich Früchte. Ihre Krone erreicht eine mittlere Breite von maximal 120–130 cm im Durchmesser. Die Triebe sind gerade und aufrecht und verformen sich nur im Krankheitsfall.
Ein besonderes Merkmal ist die himbeerfarbene Anthocyanfärbung der Rinde, die vor allem an jungen Zweigen auffällt. Die Blätter sind mittelgroß und von klassischem Grün. - Blumen. Sie zeichnen sich durch große Abmessungen und eine blassgelbliche Farbe aus.
- Beeren. Sie wiegen 2,2–2,5 Gramm und sind dunkelviolett, wirken bei genauerem Hinsehen aber schwarz. Sie sind unregelmäßig geformt, birnenförmig, mit einer mitteldicken Schale und einem ausgeprägten Wachsüberzug. Das Fruchtfleisch ist saftig, süß-säuerlich und verleiht Speisen einen frischen Geschmack.
- ✓ Die Rinde junger Zweige hat einen himbeerfarbenen Anthocyanin-Ton.
- ✓ Die Beeren sind birnenförmig und dunkelviolett, fast schwarz.
Vorteilhafte Eigenschaften
Die Beeren sind reich an einer einzigartigen Kombination der Vitamine C und P, was ihnen gesundheitsfördernde Eigenschaften verleiht. Sie werden bei Anämie und Bluthochdruck empfohlen. Die Früchte enthalten außerdem weitere Vitamine, Tannine sowie Mikro- und Makroelemente. Jod, das ebenfalls in den Beeren vorkommt, ist nach Erdbeeren die zweitwichtigste Jodquelle.
Der regelmäßige Verzehr von Beeren stärkt somit das Immunsystem und wirkt sich positiv auf die Funktion des Herz-Kreislauf- und des Verdauungssystems aus.
Funktionen der Anwendung
Geißblattbeeren können sowohl frisch als auch verarbeitet verzehrt werden. Sie eignen sich zur Herstellung gesunder Marmeladen und Konfitüren und werden auch frischen Kompotten und selbstgemachter Beerenlimonade beigefügt. Überreife Beeren ergeben einen köstlichen Wein.
Reifezeit, Ertrag und Fruchtbildung
Diese Sorte zeichnet sich durch frühe Reife aus, hohe Erträge setzen jedoch erst 5–6 Jahre nach der Pflanzung ein. Ein Strauch trägt durchschnittlich etwa 3 kg Beeren, der maximale Ertrag kann 3,5 kg erreichen. Ein Hektar kann 10 bis 15 Tonnen Früchte liefern, wobei die Erträge je nach Wachstumsbedingungen und Pflege variieren.
Die Tochter des Riesen trägt jedes Jahr Früchte, die im Juli geerntet werden, aber der genaue Reifezeitpunkt hängt von den klimatischen Bedingungen der Region ab.
Bestäuber
Diese Sorte benötigt Bestäuber für eine erfolgreiche Fruchtbildung, da sie selbststeril ist. Ein einzelner Strauch im Beet bringt zwar reichlich Blüten hervor, trägt aber selbst bei optimaler Pflege und günstigen Witterungsbedingungen nur wenige Beeren.
Um eine reiche Ernte zu gewährleisten, sollten mindestens zwei bis vier Pflanzen verschiedener Sorten in der Nähe gepflanzt werden. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Hummeln, die von Geißblatt als Honigpflanze angelockt werden. Spendersorten:
- Bakcharsky-Riese;
- Freude;
- Strezhevchanka.
Resistenz gegen Kälte und Trockenheit
Die Sorte „Giant's Daughter“ ist frostbeständig – sie verträgt Temperaturen bis zu -50 Grad, ihre Fruchtknospen sogar Temperaturen bis zu -40 Grad.
Die Sträucher sind wenig resistent gegen Staunässe, was zu Wachstumsstörungen und Fäulnis führen kann. Allerdings beeinträchtigt auch ein Mangel an Feuchtigkeit den Geschmack der Beeren und verleiht ihnen einen bitteren Beigeschmack.
Für welche Regionen eignet es sich am besten und welche klimatischen Anforderungen müssen gestellt werden?
Ideal für den Anbau unter den klimatischen Bedingungen Zentralrusslands, kann sie auch in den südlichen Regionen erfolgreich kultiviert werden, sofern ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht.
Die Sorte ist im staatlichen Sortenregister unseres Landes aufgeführt und wird für den Anbau in einer Vielzahl von Regionen, vom Norden bis Ostsibirien, empfohlen.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile der Sorte
Worin besteht der Unterschied zu anderen Sorten und Hybriden?
Um die Unterschiede zwischen der Riesentochter und anderen Geißblatt-Sorten und -Hybriden zu veranschaulichen, kann man eine Vergleichstabelle verwenden, die die folgenden Parameter enthält:
| Vielfalt | Fruchtgewicht (Durchschnittswerte in Gramm) | Schmecken | Schatten | Ertrag pro Strauch in kg |
| Die Tochter des Riesen | 2 | Süß und sauer | Dunkelviolett, fast schwarz | 3.2 |
| Samt | 1.2 | Süß und sauer | Dunkelblau | 2,5 |
| Violett | 1.3 | Süß und sauer | Blauviolett | 2,5 |
| Berel | 0,5-0,9 | Süß und sauer | Dunkelblau | 3,5 |
| Yugana | 1.7 | Süß und sauer | Dunkelviolett | 5 |
| Feueropal | 0,9-1,0 | Süß und sauer | Blauschwarz | 4 |
Anpflanzung und Pflege
Diese Sorte bevorzugt sonnige Standorte, doch die unteren Zweige benötigen Schatten für ein gesundes Wachstum. Dies lässt sich durch das Pflanzen von Blumen oder Bodendeckern in der Nähe erreichen, da diese die Bodenfeuchtigkeit speichern und eine Überhitzung verhindern. Bei starkem Wind in Ihrer Region sollten Sie den Strauch davor schützen.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 6,5 liegen.
- ✓ Der Grundwasserspiegel sollte nicht höher als 1,5 Meter an die Oberfläche steigen.
Der Anbau erfolgt standardmäßig, bitte beachten Sie jedoch die folgenden wichtigen Besonderheiten dieser Sorte:
- Sie ist anspruchslos hinsichtlich des Bodens, liefert aber auf zu sauren oder feuchten Böden mit zu hohem Grundwasserstand keine reichen Erträge. Sie kann auf Sandstein wachsen.
- Es empfiehlt sich, 2-3 Jahre alte Geißblatt-Setzlinge zu kaufen, da diese besser anwurzeln. Containerpflanzen sind vorzuziehen, da sie ganzjährig gepflanzt werden können. Wurzelnackte Setzlinge pflanzt man am besten im Herbst, etwa im September.
- Die Pflanzlöcher sollten eine Woche vor dem Pflanzen vorbereitet werden, indem der Boden mit Dünger angereichert wird.
- Der Abstand zwischen den gepflanzten Exemplaren sollte 150-180 cm betragen; beim Pflanzen von Geißblatt in Reihen sollte der Abstand zwischen den Reihen 200-230 cm betragen.
- Vor dem Einpflanzen wird der Strauch nicht beschnitten, lediglich beschädigte oder vertrocknete Zweige werden entfernt.
- Der Wurzelhals wird in einer Tiefe von 4-6 cm vergraben.
- Die Bewässerung sollte großzügig erfolgen. In warmen Sommern ohne längere Trockenperioden genügt es, viermal pro Saison zu gießen, und zwar mit 10–12 Litern Wasser pro Strauch. Während Trockenperioden sollte häufiger gegossen werden, damit die Beeren nicht sauer oder bitter werden.
- Nach der Wasserbehandlung am nächsten Tag den Boden auflockern und Unkraut entfernen.
- Gärtner in von Dürre betroffenen Gebieten verwenden organischen Mulch, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.
- Pflanzen unter zwei Jahren werden nur im Frühjahr mit einer Harnstofflösung (25 g auf 10 Liter Wasser) gedüngt. Ältere Pflanzen werden zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – mit abwechselnd Humus und Holzkohle gedüngt. Zusätzliche Nährstoffe können mit speziellen Komplexdüngern für Geißblatt, erhältlich im Gartenfachhandel, zugeführt werden.
Vermehrung von essbarem Geißblatt
Es gibt mehrere Methoden der Hybridvermehrung, die als besonders effektiv gelten:
- Samen. Sie weisen eine hohe Keimrate auf, was ihren Anbau erleichtert. Allerdings behalten die Pflanzen in den meisten Fällen (80–90 %) die Eigenschaften ihrer Eltern nicht bei.
- Stecklinge. Durch die Verwendung grüner oder verholzter Stecklinge können die Sorteneigenschaften erhalten bleiben, der Bewurzelungsprozess ist jedoch komplex und erfordert sorgfältige Pflege.
- Schichten. Trotz des Risikos, die Stecklinge beim Gärtnern zu beschädigen, ermöglicht diese Methode die Weitergabe der Eigenschaften der Mutterpflanze an die Nachkommen. Die Bewurzelung erfolgt schnell.
- Das Buschland teilen. Diese Methode eignet sich für gesunde und gut entwickelte, ausgewachsene Sträucher. Die Stecklinge wurzeln schnell und tragen nach dem Umpflanzen Früchte.
Krankheiten und Schädlinge
Trotz der Widerstandsfähigkeit der Sorte gegen Krankheiten und Schädlinge können unter ungünstigen Bedingungen Schäden auftreten. Dazu gehören beispielsweise:
- Echter Mehltau: Behandlung mit Fitosporin.
- Blattroller: Verwendung der Insektizide Confidor oder Actellic.
- Geißblattlarven, Schildläuse, Milben, Blattläuse: Vor der Ernte die Pflanze dreimal im wöchentlichen Abstand mit einer Wodkalösung (100 ml pro Liter Wasser) besprühen und nach der Ernte der Früchte Calypso oder Aktara verwenden.
Ernte
Die Beeren reifen in der zweiten Junidekade. Die Ernte erfolgt in zwei bis drei Schritten durch manuelles Ablösen der Beeren von den Zweigen. Die Früchte werden maximal drei Tage lang bei Temperaturen zwischen 0 und 3 °C im Kühlschrank gelagert.
Welche Schwierigkeiten könnten beim Anbau auftreten?
Die Geißblatt-Sorte 'Daughter of the Giant' ist anspruchslos, besitzt eine ausgezeichnete Immunität und Frostresistenz und bereitet in der Regel auch Anfängern im Gartenbau keine Probleme.
Die größte Sorge besteht jedoch in der Gefahr der Nachblüte, die den Ertrag negativ beeinflussen kann. Im kommerziellen Gartenbau wird empfohlen, die austreibenden Knospen so früh wie möglich zu entfernen.
Rezensionen
Die Hybride „Tochter des Riesen“ ist aufgrund ihrer Vorteile wie Krankheitsresistenz, Frosthärte, großen Früchten und angenehmem Beerengeschmack sehr beliebt. Die Sträucher lassen sich leicht anbauen, und vor allem ist bis zum Alter von 15 Jahren kein Formschnitt erforderlich.





