Solaris-Trauben sind eine kommerzielle Rebsorte, die speziell für den Anbau in rauen Klimazonen entwickelt wurde. Die Kältetoleranz stand bei ihrer Züchtung im Vordergrund. Sie zeichnen sich durch hohe Erträge, Robustheit und Pflegeleichtigkeit aus. Bitte beachten Sie einige Anbauhinweise, insbesondere die spezifischen Hinweise zur Solaris-Hybride.
Zuchtgeschichte
Die Sorte wurde von deutschen Züchtern am Staatlichen Institut für Weinbau in Freiburg entwickelt. Becker gilt als offizieller Züchter, und die Hybride wurde 2001 für den kommerziellen Anbau zugelassen.
Für die Kreuzung wurden zwei Rebsorten verwendet: Muscat Ottonel (auch bekannt als GM 6493) und Severny (deutscher Name – Merzling).
Eine detaillierte Beschreibung der Rebsorte Solaris
Die Rebsorte trägt die Selektionsnummer FR 240-75. Sie wird in vielen europäischen Ländern und in ganz Russland angebaut, wobei die Region Krasnodar und andere südliche Gebiete als die klimatisch optimale Zone gelten. Unter diesen Bedingungen benötigen die Reben keine Winterabdeckung.
Büsche
Solaris ist eine wüchsige, dicht belaubte Hybridrebe. Ihre Reben erreichen innerhalb weniger Jahre eine Höhe von bis zu 5 Metern, und ihre jungen Triebe können innerhalb einer Saison vollständig ausreifen.
Weitere charakteristische Merkmale des Strauchs:
- Die Triebbildung ist kraftvoll;
- Die Blätter sind groß und dunkelgrün;
- Die Blattspreiten sind stark eingeschnitten und ihre Oberfläche ist rau;
- Das Wurzelsystem ist mächtig.
Beeren
Solaris zählt zu den weißen Rebsorten, hat aber eine gelblich-grüne Schale. Bei optimaler Reife und ausreichend Sonnenlicht färbt sie sich goldgelb oder bernsteinfarben.
Weitere Merkmale der Beeren:
- Form – rund;
- Gewicht – variiert zwischen 4 und 6 g;
- Das Fruchtfleisch ist saftig;
- Knochen – klein, braun;
- Die Haut ist dünn.
Cluster
Die Trauben sind kegelförmig und haben eine mittellockere Struktur. Sie erreichen eine Länge von bis zu 25 cm und wiegen zwischen 300 und 400 g. Bei Anbau im Süden und unter optimalen Bedingungen erhöht sich das Gewicht der Trauben.
Geschmacksindikatoren
Der Geschmack ist recht süß, mit einem Zuckergehalt von durchschnittlich 23 % und einem Säuregehalt von nur 8,1 %. Eine Besonderheit dieser Sorte ist ihre Fähigkeit, die Süße selbst im Spätherbst zu bewahren, allerdings nur bei warmem, trockenem Wetter. Aroma und Geschmack erinnern an Trauben, doch sind auch andere Noten wie Haselnuss und Ananas wahrnehmbar.
Eigenschaften
Diese Sorte besitzt hervorragende Eigenschaften und ist daher sowohl bei erfahrenen als auch bei unerfahrenen Winzern sehr beliebt. Vor dem Pflanzen sollten Sie alle Details sorgfältig prüfen.
Trockenresistenz, Frostresistenz
Die Frostbeständigkeit ist durchschnittlich – die Triebe erfrieren nicht bei Temperaturen von -26 Grad Celsius, aber laut Erfahrungsberichten vertragen die Sträucher problemlos Temperaturen bis zu -30 Grad Celsius. Trotzdem empfehlen Experten, die Sträucher abzudecken, wenn die Temperatur auf -21 bis -22 Grad Celsius sinkt.
Trockenresistenz ist gut – Weintrauben können mehrere Wochen ohne Wasser auskommen, aber ohne ausreichende Bewässerung ist eine anständige Ernte unwahrscheinlich.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Die Rebsorte Solaris besitzt ein starkes Immunsystem und ist daher selten anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Probleme können jedoch auftreten, wenn die richtigen Anbaumethoden nicht eingehalten werden.
Beispielsweise schwächt mangelnde Düngung das Immunsystem, und zu viel Wasser begünstigt Fäulnis. Fehlender Rückschnitt führt zu zu dichtem Wachstum und unzureichender Belüftung. Auch andere Faktoren tragen zu Krankheiten bei, wie etwa anhaltende Regenfälle oder extrem trockene Sommer sowie die Nähe zu infizierten Pflanzen. Daher sind vorbeugende Maßnahmen unerlässlich.
Bestäubung, Blütezeit und Reifezeit
Die Blüten sind zwittrig, daher benötigen die Sträucher keine bestäubenden Pflanzen oder Insekten. Dies ist besonders wichtig, wenn das Frühlingswetter für die Bestäubung ungünstig ist.
Solaris ist eine frühe Sorte, die je nach Klimabedingungen in 100 bis 115 Tagen erntereif ist. In den südlichen Regionen des Landes werden die ersten Trauben bereits im August geerntet, während sie in der Mitte des Landes Anfang September geerntet werden.
Produktivität, Fruchtbildung
Hohe Erträge zählen zu den Hauptvorteilen dieser Hybride. Im Hausgartenanbau können bis zu 5 kg Ernte pro Quadratmeter erzielt werden. Im industriellen Maßstab sind 80 bis 105 Zentner pro Hektar möglich.
Die Fruchtbildung verläuft normal – die ersten Fruchtstände erscheinen im zweiten oder dritten Jahr nach der Pflanzung, der Höhepunkt wird jedoch im Alter von 5 bis 6 Jahren des Strauchs angenommen.
Anwendung von Früchten
Da die Beeren einen hohen Zuckergehalt aufweisen, werden sie frisch verzehrt oder zu Säften, Kompotten, Marmeladen und Konfitüren verarbeitet. Winzer nutzen diese Sorte zur Herstellung von Weißwein.
Vor- und Nachteile der Sorte
Als Hybridplattform weist Solaris eine Vielzahl positiver Aspekte auf, von denen die folgenden besonders hervorzuheben sind:
Merkmale der Setzlingspflanzung
Die Vorgehensweise beim Pflanzen von Weinreben ist klassisch, aber es ist wichtig, einige Besonderheiten hinsichtlich der Bodenansprüche der jeweiligen Rebsorte, des Pflanzzeitpunkts und anderer Faktoren zu beachten:
- Empfohlene Zeiträume. Konkrete Pflanztermine sind nicht empfehlenswert, da sie nicht nur von den klimatischen Bedingungen, sondern auch vom Wetter des jeweiligen Jahres abhängen. Am besten orientiert man sich bei der Pflanzung an der Temperatur. Sämlinge gedeihen am besten, wenn sich der Boden auf 10–11 Grad Celsius erwärmt und die Lufttemperatur konstant bei 12–15 Grad Celsius liegt.
Im Herbst sollte man 1 bis 1,5 Monate vor dem erwarteten ersten Frost pflanzen. Die Herbstpflanzung eignet sich nur für südliche Regionen. - Auswahl eines geeigneten Standorts und Nähe zu anderen Kulturen. Solaris bevorzugt viel Licht, daher pflanzt man die Sträucher am besten an offenen Standorten mit mindestens 15 Stunden Tageslicht. Kalte Winde, Zugluft und ein hoher Grundwasserspiegel sollten vermieden werden.
Der Standort sollte einen lockeren und atmungsaktiven Boden mit neutralem Säuregrad und reichhaltiger organischer Zusammensetzung aufweisen (dieses Problem kann durch die Zugabe von organischem Material gelöst werden).
Es ist außerdem wichtig, die richtigen Nachbarn auszuwählen, damit es keine Konkurrenz um Nährstoffe gibt:- Schlechte Nachbarn – Tomaten, Auberginen, Mais, Sonnenblumen, alle Obstbäume;
- Gute Nachbarn sind Rosen, Weinreben, einjährige Blumen und Nutzpflanzen.
- Vorbereitung des Pflanzmaterials und des Standorts. Man sollte die Vorbereitungsregeln nicht ignorieren, denn die Geschwindigkeit der Sämlingsentwicklung hängt von ihnen ab:
- Pflanzmaterial. Zuerst prüfen und ungeeignete Teile entfernen. Anschließend Wurzeln und Triebe kürzen und in einem Wachstumsförderer einweichen.
- Das Beet wird drei Monate vor der Bepflanzung von Unrat befreit und umgegraben, wobei gleichzeitig organisches Material eingearbeitet wird – etwa 9 kg Humus und Mist pro Quadratmeter. Erfolgt die Vorbereitung erst einige Wochen vor der Bepflanzung, sollte der Mist gut verrottet sein.
- Der Prozess des Einpflanzens junger Setzlinge. Graben Sie Pflanzlöcher von 80 cm Tiefe und 50–60 cm Durchmesser. Setzen Sie die Setzlinge in einem Abstand von mindestens 2,5–3 m. Geben Sie Drainagematerial auf den Boden und eine kleine Menge nährstoffreicher Erde darüber. Setzen Sie den Setzling ein und bedecken Sie ihn mit der restlichen Erdmischung. Mulchen und gießen Sie.
Regeln für die Pflege von Weintrauben
Die Pflege ist recht einfach, aber im ersten Jahr nach der Pflanzung sollten die Sämlinge besonders vorsichtig behandelt werden, da Triebe und Wurzeln noch nicht vollständig ausgebildet sind. Allgemeine Hinweise:
- Vorbeugung und Schutz vor Schädlingen und Krankheiten. Besprühen Sie die Sträucher dreimal jährlich im Frühjahr mit Insektiziden und Fungiziden, und zwar in den vom jeweiligen Produkt angegebenen Abständen. Bordeauxbrühe, die viele Pilze bekämpft, Larven abtötet und verschiedenen Krankheiten vorbeugt, kann verwendet werden.
- Bewässerung. Diese Sorte verträgt Trockenheit gut, verträgt aber keine Staunässe. Vermeiden Sie daher stehendes Wasser – der Boden sollte innerhalb von 3–4 Stunden vollständig versickern. Junge Sträucher sollten alle 1–2 Wochen gegossen werden, ältere Pflanzen vor der Blüte, nach dem Austrieb, zu Beginn der Beerenbildung und vor dem Winter.
Bei Bedarf kann zusätzlich gegossen werden, sobald sich eine trockene Kruste auf der Bodenoberfläche bildet. Die empfohlene Wassermenge für eine ausgewachsene Pflanze beträgt 80–120 Liter. - Ernährungsprogramm. Wurde die Pflanzung gemäß allen Regeln durchgeführt (organische Düngemittel wurden bei der Vorbereitung und Mineralien während der Pflanzung hinzugefügt), erfolgt die nächste Düngung nach einem Jahr. Schema:
- Die erste Stickstoffdüngung erfolgt im Frühjahr. Als Dünger eignen sich Ammoniumnitrat oder Harnstoff, verrotteter Mist oder Vogelkot.
- Die zweite Anwendung erfolgt während der Blütezeit. Da diese Sorte Magnesium benötigt, ist MagBor die beste Option.
- Beim dritten Mal beginnen sich die Beeren zu bilden und die Blüten fallen ab. Verwenden Sie Plantofol, Florovit oder Bona Forte.
- Beim vierten Mal – vor dem Überwintern – kann eine Mischung aus 45 g Monokaliumphosphat und 10 Litern Wasser ausgebracht werden. In diesem Fall sollte die Düngung über die Wurzeln und Blätter erfolgen.
Besondere Fütterungsanforderungen- ✓ Solaris reagiert besonders empfindlich auf Magnesiummangel, weshalb magnesiumhaltige Düngemittel in die Fütterung einbezogen werden müssen.
- ✓ Vermeiden Sie in der zweiten Hälfte der Vegetationsperiode einen Stickstoffüberschuss, um ein übermäßiges Wachstum auf Kosten der Fruchtbildung zu verhindern.
- Den Busch beschneiden und in Form bringen. Ein gesundheitsfördernder Rückschnitt ist jährlich im Frühjahr und Herbst erforderlich. Ab einem Alter von drei Jahren werden die Sträucher nach Bedarf ausgelichtet. Im Frühjahr werden die Triebe gekürzt und alle knospenlosen Triebe vollständig entfernt. Im Herbst werden die Stämme, falls eine Stammisolierung notwendig ist, auf eine Höhe von 45–50 cm zurückgeschnitten.
- Vorbereitungen auf den Winter. Schneiden, Düngen, Bewässern (ca. 150 Liter Wasser), Anhäufeln und Mulchen werden empfohlen. Bei Temperaturen unter 25 Grad Celsius sollten die Sträucher mit Vliesstoff abgedeckt werden. Schnee sollte bei Schneefall über die Reben gestreut werden.
Ernte und Lagerung
Die Ernte sollte bei trockenem Wetter erfolgen, da nasse Trauben schnell verfaulen. Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere. Für eine 90-tägige Lagerung sind folgende Bedingungen erforderlich:
- Innenraumtemperatur – von 0 bis +5 Grad;
- Luftfeuchtigkeit – nicht mehr als 85 %;
- Behälter – eine Holzkiste mit Löchern;
- Schicht von Weintrauben - eine.
Gärtnerrezensionen zur Rebsorte Solaris
Solaris-Trauben sind eine vielseitige Sorte – sie können in verschiedenen Regionen des Landes angebaut und auf vielfältige Weise verwendet werden. Wichtig ist, die sortentypischen Eigenschaften beim Pflanzen der Setzlinge und beim Anbau der Reben zu berücksichtigen. So sind reiche Ernten jedes Jahr garantiert.









