Johannisbeeren sind dicht wachsende Sträucher, die im Herbst besondere Pflege benötigen, da ihr Ertrag sonst jährlich abnimmt. Schließlich muss der Strauch entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. Bei richtiger Pflege kann die Erntezeit bis zu 15 Jahre oder länger dauern. Schauen wir uns an, was die Herbstpflege von Johannisbeeren beinhaltet.
Trimmen
Der Rückschnitt ist eine gängige Pflegemaßnahme bei allen Beerensträuchern, um deren Ertrag zu steigern. Richtig erzogene Sträucher produzieren drei- bis viermal so viele Beeren wie vernachlässigte Pflanzen, bei denen unerwünschtes Wachstum ihnen viel Lebenskraft entzieht. Der Rückschnitt trägt außerdem zu Folgendem bei:
- Vernichtet bis zu 85 % aller Parasiten, Pilze und Bakterien;
- eine gesunde Krone bilden (nach dem Stutzen hören die Triebe auf, in die Länge zu wachsen, und an jedem von ihnen beginnen sich mehrere fruchttragende Zweige zu entwickeln);
- den Prozess der Photosynthese steigern, indem den verbleibenden Trieben ausreichend Licht zugeführt wird;
- Den Strauch für den Winter vorbereiten (ein gut geformter Strauch übersteht auch starke Fröste, die 10°C niedriger sind als bei einem ungepflegten Strauch);
- eine gute Ernte mit ausgezeichneter Qualität und marktfähigen Eigenschaften erzielen.
Um solche Ergebnisse zu erzielen, ist es natürlich notwendig, den richtigen Zeitpunkt für diese gärtnerische Maßnahme zu wählen und eine Reihe von Regeln für ihre Durchführung zu befolgen.
Wann sollte man schneiden?
Der beste Zeitpunkt für einen formgebenden und verjüngenden Rückschnitt von Sträuchern ist der Herbst, nachdem die Blätter gelb geworden und abgefallen sind. So können die Wurzeln Assimilationsstoffe aus älteren Zweigen aufnehmen – organische Verbindungen, die bei der Photosynthese und der Reduktion von Kohlendioxid in Pflanzen freigesetzt werden. Diese Assimilationsstoffe helfen den Sträuchern, den Winter zu überstehen, indem sie als Nährstoffreserven dienen.
Nach der Sommerernte sind nur noch vorbeugende oder hygienische Schnittmaßnahmen möglich. Der Saftfluss der Johannisbeeren setzt im Frühjahr recht früh ein, sodass der Austrieb bereits im März zu beobachten ist.
Wie trimmen?
Es gibt verschiedene Straucharten, aber die Schnittregeln sind dieselben. Folgende Zweige müssen mit einer Gartenschere entfernt werden:
- schwach und dünn, mit wenigen Trieben;
- beschädigt und krank (von Schädlingen befallen, mit Moos bedeckt);
- ältere Exemplare (dicker als jüngere, haben eine dunkle, teils schwarze Rinde und einen zimtfarbenen Schnitt, nicht weiß wie junge Triebe);
- wächst im Inneren des Busches und verdichtet ihn;
- auf dem Boden um den Busch herum liegend.
Es empfiehlt sich, die Triebe vollständig bis zum Boden abzuschneiden, ohne Stümpfe stehen zu lassen.
Erfahrene Gärtner empfehlen, junge Johannisbeertriebe um ein Drittel zurückzuschneiden, um die Verzweigung anzuregen. Weiße und rote Johannisbeeren müssen nicht so stark zurückgeschnitten werden, da die meisten Beeren an den Triebspitzen wachsen.
Es lohnt sich, einen weiteren Sortenunterschied zu berücksichtigen: Bei schwarzen Johannisbeeren gelten Triebe, die 4-5 Jahre alt sind, als alt, während bei roten und weißen Johannisbeeren Triebe, die 7-9 Jahre alt sind, als alt gelten.
Damit der Strauch reichlich Früchte trägt und gesund bleibt, benötigt er viel Licht und Luft. Um dies zu gewährleisten, sollten die Spitzen überwachsener einjähriger Triebe zurückgeschnitten werden. Diese können als Stecklinge zur Vermehrung von Johannisbeeren verwendet werden.
Gemäß den Vermehrungsregeln besteht ein Johannisbeerstrauch aus 6-8 Haupttrieben unterschiedlichen Alters, während rote und weiße Johannisbeersträucher aus 10-12 Trieben bestehen. Die Krone sollte schrittweise erneuert werden: Jedes Jahr lässt man fünf vielversprechende junge Triebe stehen und entfernt die gleiche Anzahl alter Triebe.
Erneuerung und Lockerung des Baumstammkreises
Das Erneuern des Baumstammkreises ist eine Gartentechnik, bei der die alte Mulchschicht erneuert und das Laub entfernt wird. Dies ist notwendig, um den Bereich vor überwinternden Schädlingen zu schützen.
Sämtliches gesammeltes Mulchmaterial und abgefallenes Laub müssen kompostiert oder verbrannt werden, falls die Pflanze in irgendeiner Weise krank war.
Nachdem die Fläche gerodet wurde, lockern Sie den Boden vorsichtig und flach mit einer Hacke oder Mistgabel auf. Halten Sie dabei Abstand zum Strauch, um sein empfindliches Wurzelsystem nicht zu beschädigen. Durch das Auflockern des Bodens wird er vor Frostschäden im Winter geschützt.
Nach dem Umgraben des Bodens sollte ein neues Loch ausgehoben werden, um das Bewässern und Düngen zu erleichtern. Anschließend sollte die Fläche erneut gemulcht werden.
Bewässerung
Im Herbst ist besondere Sorgfalt bei der Bewässerung geboten. Die Sträucher haben während der gesamten Wachstumsperiode reichlich Früchte getragen und reagieren daher äußerst empfindlich auf Trockenheit. Unzureichende Bewässerung verlangsamt ihr Wachstum deutlich, die Beeren werden kleiner und der Ertrag der Pflanze sinkt.
Bei einem besonders trockenen Herbst hilft eine korrekte und reichliche Bewässerung der Sträucher, das Einfrieren der Johannisbeeren im Winter zu verhindern.
Ein Johannisbeerstrauch oder ein Quadratmeter Pflanzfläche sollte mit 4–6 Eimern Wasser gegossen werden, um den trockenen Boden bis in eine Tiefe von 50 cm zu durchfeuchten. Bei starkem Regen ist eine Bewässerung nicht notwendig, insbesondere wenn die Sträucher ausreichend gemulcht sind. Bei Trockenheit sollte die Pflanze bis zum Winter gegossen werden.
Topdressing
Im Herbst ist es unerlässlich, den Boden zu düngen, da der Strauch während der Fruchtbildung seine gesamte organische Substanz, einschließlich Kalium und Phosphor, daraus bezieht. Es ist wichtig, diese Nährstoffe nicht nur wieder aufzufüllen und die Pflanze für den Winter zu stärken, sondern sie auch auf das nächste Jahr vorzubereiten.
Wenn die Beerenernte bis Mitte des Sommers abgeschlossen ist, können Düngemittel mit relativ hohem Stickstoffgehalt verwendet werden, im August und Herbst sind sie jedoch strengstens verboten. Folgende Düngemittel sind in diesem Zeitraum zur zusätzlichen Düngung zulässig:
- Phosphor- und Kaliumdünger (Superphosphat, Kaliumsulfat)Es handelt sich um Langzeitdünger, die das Pflanzenwachstum nicht beeinträchtigen, sondern im Gegenteil die Menge und Qualität der Beeren während der Fruchtreife steigern. Das Wurzelsystem des Strauchs beginnt Ende Mai aktiv mit der Aufnahme dieser Nährstoffe, was sich positiv auf die Beerenqualität auswirkt. So bleiben selbst bei starker Beerenlast alle Beeren reif und süß. Dünger sollte in Form von konzentriertem Granulat verwendet werden.
- Kompost, Kuhdung, HühnermistDiese Bestandteile sind für die aktive Entwicklung der Pflanzenmasse unerlässlich und fördern somit das Strauchwachstum. Sie sollten vor dem ersten Frost direkt in den Stammbereich gestreut werden. Innerhalb von drei bis vier Monaten zersetzen sie sich in einfachere Bestandteile und werden zum richtigen Zeitpunkt vom Boden aufgenommen.
Humus und Kompost sollten möglichst spät – im Oktober oder November – in den Boden eingearbeitet werden. Da sie sich erst nach einigen Monaten zersetzen, erhält die Pflanze die notwendigen Nährstoffe erst im Frühjahr, wenn sie diese am dringendsten benötigt.
- AscheEs wird sowohl als Dünger als auch als Mulch verwendet, da es die Feuchtigkeit im Boden möglichst lange speichert. Dadurch wird verhindert, dass der Boden im Frühjahr reißt, wie es unter Gartensträuchern oder Bäumen vorkommen kann.
Um Verbrennungen an der Pflanze oder Schäden an ihrem Wurzelsystem zu vermeiden, sollten Gärtner im Herbst folgende Dinge unbedingt vermeiden:
- Konzentrierten Hummus hinzufügenDer Stickstoffgehalt im Mist ist zu hoch; es dauert etwa drei Monate, bis er verdunstet ist und nur noch die unschädlichen Bestandteile übrig bleiben. Um Verbrennungen an der Pflanze und die Zerstörung der Pflanzenmasse zu vermeiden, sollte der Dünger 25 cm vom Stamm entfernt ausgebracht werden. Nur nicht konzentrierte, d. h. mit Wasser verdünnte Düngemittel sollten direkt unter die Pflanze gegeben werden.
- Es ist noch zu früh, um Dünger auszubringen.In diesem Fall kommt es zu einer vorzeitigen Zirkulation des Pflanzensaftes, was zum Absterben der Pflanze beim ersten Frost führt.
- Verwenden Sie mehr Dünger als auf dem Etikett angegeben.Ein Überschuss an Nährstoffen verlangsamt das Wachstum des Strauchs, sodass er selbst bei reichlicher Bewässerung im Frühjahr „an Ort und Stelle“ bleibt.
Eine sachgemäße Düngung hilft, Ihren Johannisbeerstrauch auf den Winter vorzubereiten und eine reiche, qualitativ hochwertige Ernte in der Zukunft zu gewährleisten.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Im Herbst gehört zur Pflege von Johannisbeeren auch die Behandlung der Sträucher gegen Krankheiten und Schädlinge (Knospenmilben, Blattläuse), wobei der Großteil dieser Arbeiten im Frühjahr erfolgt. Zum Pflanzenschutz können chemische oder biologische Spritzmittel eingesetzt werden, wobei die folgenden besonders beliebt sind:
- Bordeaux-Mischung (1%ige Lösung);
- Bitoxybacillin;
- Fitoverm;
- Fitosporin;
- Aktara;
- Alatar;
- Schnell;
- Topas;
- Fundazol.
Erfahrene Gärtner empfehlen die Behandlung der Pflanze mit systemischen Mitteln – Fungiziden und Insektiziden. Diese dringen in das Pflanzengewebe ein und wirken allmählich in der gesamten Pflanze, auch in Bereichen, die nicht direkt mit der Lösung erreicht werden. Dadurch unterscheiden sie sich von Kontaktmitteln, die nur bei direktem Kontakt mit der Entzündungsstelle oder dem Schädling wirken.
Besprühen Sie die Sträucher, sobald die Temperatur mindestens 20 °C beträgt. Andernfalls wickeln Sie sie in Plastikfolie ein. Eine verzögerte Behandlung kann die gesamte Pflanze gefährden. Sie könnte beispielsweise von Knospenmilben befallen werden. Die Weibchen dringen in die Johannisbeerknospen ein und lassen diese anschwellen. Sobald sich die befallenen Knospen öffnen, schlüpfen die Milben und befallen neue Knospen.
Um die Schädlinge abzutöten, besprühen Sie die Pflanze mit einer 2%igen Nitrafen- oder einer 0,2%igen Karbofos-Lösung. Wiederholen Sie die Behandlung nach 10 Tagen. Nach der Blüte besprühen Sie die Sträucher mit einer Karbofos- oder einer 1%igen kolloidalen Schwefellösung. Alternativ können auch Hausmittel wie Knoblauch, Wermut oder Tabaktinktur verwendet werden.
Äste biegen und sie für den Winter abdecken
Die richtige Pflege von Johannisbeersträuchern im Herbst ermöglicht es der Pflanze, selbst strengsten Frost zu überstehen und Astbruch zu vermeiden. Manche Gärtner versäumen es, die Zweige zu biegen und abzudecken, da Johannisbeeren frosthart sind und Temperaturen bis zu -25 °C vertragen. Sinkt die Temperatur jedoch unter diesen Wert, sterben die Zweige ab und die Ernte fällt geringer aus. Zugluft kann ähnliche Folgen haben.
Um einen Strauch auf strengen Frost bis zu -50 °C vorzubereiten und ihn vor Schäden zu schützen, muss er winterfest gemacht werden. Dazu biegt man die Zweige nach dem Laubfall so nah wie möglich an den Boden. Hierfür gibt es verschiedene Methoden:
- Bündeln Sie die Zweige und binden Sie einen Kieselstein daran. Biegen Sie das Bündel dann von der Mitte weg, damit die Zweige nicht brechen und der Stamm sich nicht verdreht. Am besten gelingt dies Ende Oktober, wenn die Zweige noch weich sind und sich leicht zu einem Widderhorn formen lassen.
- Stecken Sie einen Stock oder Zweig in die Mitte des Strauchs und binden Sie alle Stängel daran fest. Umwickeln Sie ihn mit Agrofaser oder einem anderen Isoliermaterial und geben Sie nach Belieben Mineralwolle hinzu. Sie können einen Stock und ein Seil verwenden (dickes Nylongarn ist am besten geeignet). Vermeiden Sie es, die Pflanze mit Plastik abzudecken, damit sie atmen kann. Bei starkem Saftfluss biegen Sie die Stängel zur Seite und bedecken Sie sie mit einer 5 cm dicken Schneeschicht, um die Pflanze warm zu halten.
- Biegen Sie die Äste nach unten und beschweren Sie sie mit etwas Schwerem, zum Beispiel einem Ziegelstein. Am besten verwenden Sie 6–7 Ziegelsteine, die Sie auf alle Äste verteilen, anstatt nur einen.
- Bedecken Sie die gebogenen Zweige mit Erde, da diese ein guter natürlicher Isolator ist. Unter dieser Abdeckung kann der oberirdische Teil der Pflanze Temperaturen bis zu -35 °C standhalten. In den oben genannten Fällen verträgt die Pflanze Temperaturen von -50 °C bis -45 °C.
- Kleine Sträucher lassen sich mit Holzkisten oder Jute abdecken. Man muss darauf achten, dass der Wind die Abdeckung nicht wegweht. Sobald es schneit, kann man sie komplett entfernen, da Schnee den Pflanzen den besten Schutz bietet.
- Um das Risiko der Umfallkrankheit zu verringern, sollte die Bewässerung 2 Wochen vor dem Abdecken eingestellt werden.
- Vor dem Abdecken sollten die Sträucher mit einem Fungizid behandelt werden, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Verwenden Sie zur Abdeckung ausschließlich natürliche Materialien wie Agrofasern oder Fichtenzweige.
Es ist entscheidend, die Abdeckung im Frühjahr umgehend zu entfernen, da die oberirdischen Teile der Beeren sonst verfaulen. Ebenso wichtig ist es, mit dem Einsetzen der Tauwetterperiode den Schnee zu räumen, da er sonst verkrustet und schwer wird. Die Triebe können sein Gewicht dann nicht mehr tragen und brechen ab.
Besonderheiten der Herbstpflege junger Beerensträucher
Im Herbst werden die Setzlinge an ihren endgültigen Standort im Freiland gepflanzt. Anschließend werden alle Blätter entfernt und die Triebe mit einer Gartenschere auf maximal 40 cm über dem Boden zurückgeschnitten. Die Schnittstelle wird mit Gartenpech behandelt.
Um der Pflanze die Anpassung vor dem Winter zu erleichtern, müssen junge Sträucher nach dem Umpflanzen 2 Wochen lang großzügig gegossen werden, danach kann die Intensität des Gießens reduziert werden.
Zusätzlich sollte der Bereich um den Stamm direkt nach dem Einpflanzen und dem ersten Angießen mit einer mindestens 7 cm dicken Mulchschicht abgedeckt werden. In den folgenden drei Jahren benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung, sofern der Boden für die Setzlinge ordnungsgemäß vorbereitet wurde. Hierfür kann eine Düngung mit Mehrnährstoffdünger, verrottetem Mist und Holzasche verwendet werden.
Junge Johannisbeeren sind recht kälteresistent, können aber bei starkem Frost vollständig absterben. Um dies zu verhindern, sollte der Strauchfuß mit dem ersten Schnee bedeckt und leicht angedrückt werden. Anschließend bildet sich mit zunehmendem Niederschlag eine Schneedecke um den Strauch. Diese sollte bei Tauwetter entfernt werden.
Besonderheiten bei der Pflege verschiedener Johannisbeersorten
Es gibt verschiedene JohannisbeersortenObwohl die roten und schwarzen Sorten am beliebtesten sind, ist die Herbstpflege im Allgemeinen gleich, jedoch gibt es je nach Pflanzensorte einige Besonderheiten zu beachten.
Pflege von roten Johannisbeeren
Der Strauch benötigt sachgemäße Pflege, wobei folgende Regeln zu beachten sind:
- Pflanzen Sie die Pflanze im Frühherbst, damit sie über den Winter gut anwachsen kann. Bereiten Sie vorher ein Pflanzloch vor, damit sich die Erde setzen und der Dünger einziehen kann. Drücken Sie nach dem Pflanzen die Erde um den Strauch herum fest, gießen Sie ihn und mulchen Sie ihn. Schneiden Sie die Sämlinge zurück und lassen Sie an jedem Trieb zwei Knospen stehen.
- Ende September oder Anfang Oktober, wenn es nicht ausreichend regnet, sollten die Bereiche um die Büsche herum befeuchtet werden.
- Düngen Sie die Pflanze mit organischen und mineralischen Düngemitteln: Geben Sie unter jeden Strauch 10–12 kg Kompost oder verrotteten Mist, 100 g Superphosphat und 50 g Kaliumchlorid. Lockern Sie den Boden auf, damit der Dünger tief eindringen kann.
- Im Spätherbst, nach Ende der Fruchtperiode und Beginn der Ruheperiode, sollte ein hygienischer Rückschnitt durchgeführt werden – abgebrochene, beschädigte, vertrocknete und deformierte Äste werden entfernt.
Die Triebe der roten Johannisbeere tragen länger Früchte als die der schwarzen Johannisbeere, daher ist ein häufiger Verjüngungsschnitt nicht erforderlich.
Pflege von schwarzen Johannisbeeren
Im Herbst sollten bei der Pflege von schwarzen Johannisbeeren folgende Regeln besonders beachtet werden:
- Nach der Ernte sollte der Strauch mit Kalium-Phosphor-Dünger gedüngt werden, um die Bildung neuer Knospen anzuregen. Für eine erfolgreiche Überwinterung sollten Superphosphat und Kaliumchlorid zusätzlich gegeben werden. Der Dünger wird am besten flüssig beim Gießen ausgebracht.
- Kranke und nach innen wachsende Zweige sollten entfernt werden. Um den Strauch auf den Winter vorzubereiten, ist außerdem ein gründlicher Rückschnitt ratsam. Gleichzeitig empfiehlt es sich, die Sträucher vorbeugend gegen Krankheiten und Schädlinge zu behandeln, indem man sie mit Malathion und Bordeauxbrühe besprüht.
- Ende August sollten die Triebe eingeknipst werden, um das Risiko eines Mehltau-Befalls im Herbst zu verringern.
- Entfernen Sie das Laub, geben Sie fruchtbare Erde oder Kompost zu den Johannisbeersträuchern und bestreuen Sie diese leicht mit Holzasche. Bei trockenem Wetter sollten Sie die Sträucher gründlich wässern, um die Erde zu befeuchten.
- Ausladende Sträucher werden an einem Holzrahmen festgebunden und gestützt, der um den Umfang der Sträucher herum angebracht ist.
Der Herbst ist auch die beste Zeit, um Stecklinge von schwarzen Johannisbeeren zu vermehren. Stecklinge sollten Ende September gepflanzt werden, damit sie genügend Zeit haben, sich an den Winter anzupassen. Junge Pflanzen benötigen weder Dünger noch Schnitt, da diese Maßnahmen beim Pflanzen erfolgen.
Sehen Sie sich ein Video zur Vorbereitung von schwarzen Johannisbeeren für den Winter an:
Herbstfehler von Gärtnern
Gartenanfänger machen oft Fehler, die die Menge und Qualität ihrer Ernte mindern. Dazu gehören:
- Frischen Mist unter die Büsche ausbringenEs handelt sich um einen nützlichen Dünger, der jedoch nicht im Herbst, sondern im Winter unter die Sträucher ausgebracht werden sollte, wenn die Kälte einsetzt und das Triebwachstum aufhört. Zu diesem Zeitpunkt hat überschüssiger Stickstoff im Mist keine negativen Auswirkungen, da er sich bis zum Frühjahr in einfache Elemente zersetzt, die die Johannisbeeren leicht aufnehmen können. Eine Herbstdüngung sollte unbedingt vermieden werden, wenn im Frühjahr Schmelzwasser steht, da die Überschwemmungen alle wertvollen Nährstoffe wegspülen.
- Ausbringen großer Mengen organischen Materials unter den BüschenWird nach der Fruchtbildung zu viel organisches Material zugeführt, entwickelt die Pflanze übermäßig viel Laub und vergisst, Blütenknospen anzusetzen. Überdüngte Pflanzen können ihr Wachstum nicht rechtzeitig einstellen und sich nicht auf den Frost vorbereiten. Erfahrene Gärtner wissen außerdem, dass buschig wuchernde Sträucher keine reiche Ernte bringen.
- Das Beschneiden eines Busches mit improvisierten Werkzeugen oder durch Abbrechen von ÄstenManche Gärtner brechen Äste ab oder stutzen sie mit Gartenscheren, Messern oder anderen Werkzeugen. Dadurch überstehen beschädigte Sträucher den Winter nicht gut und können krank werden oder anfällig für Schädlingsbefall sein. Deshalb sollten Sie zum Schneiden von Sträuchern spezielle Werkzeuge verwenden.
- Gartenschere – für Äste bis zu 1,5 cm Dicke;
- Astschere – für Äste mit einem Durchmesser von 1,5 bis 3 m;
- Gartensäge – für alte Äste;
- Messer – zum Nachschneiden misslungener Schnitte.
- Verwendung synthetischer Materialien zur Isolierung von SträuchernIn den Wintermonaten muss die Luft ungehindert an die Zweige gelangen können. Das Abdecken der Sträucher mit Plastik oder ähnlichen Materialien kann zum Absterben der Pflanzen führen. Als Abdeckung eignen sich beispielsweise Agrofasern, Mineralwolle, Fichtenzweige, Kiefernnadeln oder Laub.
Die richtige Pflege von Johannisbeersträuchern im Herbst sichert eine reiche Ernte köstlicher Beeren. Die Sträucher müssen fachgerecht beschnitten, gedüngt, vor Schädlingen und Krankheiten geschützt und winterfest gemacht werden. Dabei sind die spezifischen Pflegebedürfnisse der jeweiligen Johannisbeersorte zu beachten.



