Sinegorye ist eine von russischen Züchtern entwickelte Johannisbeersorte. Dank ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse und Schädlinge sowie ihrer ausgezeichneten Ertragsfähigkeit hat sie die Herzen von Gärtnern erobert. Die Früchte zeichnen sich durch ihre Größe, ihr hervorragendes Aroma und ihren Geschmack aus.
Auswahlkriterien
Im Jahr 2018 stellten Spezialisten des Wissenschaftlich-Produktionsverbandes „Gärten Russlands“ (mit Sitz in der Region Tscheljabinsk) eine neue Sorte der schwarzen Johannisbeere, Sinegorye, vor. Die Sorte wurde aus der schwarzen Johannisbeere Oriana entwickelt.
Sie ist das Ergebnis eines komplexen Hybridisierungsprozesses aus der Kreuzung von vier verschiedenen Sorten, darunter Pamyat Vavilova und Zagadka, die beide im staatlichen Sortenregister der Russischen Föderation eingetragen sind. Der Name Sinegorye symbolisiert die Bergkette, die Teil des Uralgebirges ist.
Zur Gewinnung der neuen Sorte wurden Oriana-Samen verwendet, die extrem harten Bedingungen ausgesetzt waren:
- Sie wurden in einem Gebiet angepflanzt, das von Mehltau und Anthraknose befallen war;
- in der Nähe von Sträuchern, die von Knospenmilben befallen sind.
Diese rauen Bedingungen wurden gezielt gewählt, um die widerstandsfähigsten Sämlinge zu identifizieren. Aus diesen wurden die gesündesten und ertragreichsten Pflanzen ausgewählt.
Beschreibung der Sinegorye-Schwarzen Johannisbeere
Sinegorye ist von Natur aus an raue Klimazonen angepasst. Diese Sorte kann unter verschiedensten Wetterbedingungen Früchte tragen, von den kurzen, kühlen Sommern des Nordens bis zum trockenen Klima des Südens.
| Name | Krankheitsresistenz | Reifezeit | Beerengröße |
|---|---|---|---|
| Blaue Berge | Hoch | Mitte bis Ende | 3,5–6,5 g |
| Oriana | Hoch | Früh | 1,5–2,5 g |
| Vielfalt | Resistenz gegen Mehltau | Anthraknoseresistenz |
|---|---|---|
| Blaue Berge | Hoch | Hoch |
| Oriana | Durchschnitt | Hoch |
Busch
Die Sinegorye-Johannisbeere, eine Abstammung der Sorte Oriana, weist nicht nur geschmackliche, sondern auch optische Ähnlichkeiten auf. Diese mittelgroße Sorte erreicht eine Höhe von 100 bis 150 cm. Die Triebe weisen folgende Merkmale auf:
- gerade Form;
- Die Dicke ist durchschnittlich;
- Die Farbe ist aschgrau;
- Die Blätter sind mittelgroß, dreilappig und dunkelgrün.
- Die Blattränder sind spärlich gezähnt, die Vorderseite ist glatt, und auf der Rückseite befinden sich große Adern;
- Die Blüten sind mittelgroß und gelblich.
Die Blüte beginnt Mitte Mai, sobald die Knospen nicht mehr durch Spätfröste gefährdet sind. Beachten Sie jedoch, dass die Zweige unter dem Gewicht der reifen Beeren biegen können. Daher ist es wichtig, rechtzeitig Stützen anzubringen.
Beeren
Die Sorte Sinegorye gehört zu den großfruchtigen Johannisbeeren: Eine einzelne Beere wiegt 3,5–6,5 g. Die Beeren weisen folgende Merkmale auf:
- perfekt abgerundete Form;
- dünne, aber widerstandsfähige Haut;
- heller Glanz auf der Oberfläche;
- sattes Schwarz;
- Trockene Trennung vom Stängel;
- starker Duft;
- saftiges, grünliches Fruchtfleisch.
Merkmale der Sorte
Bei der Entwicklung der neuen Johannisbeersorte wurden die widerstandsfähigsten und qualitativ hochwertigsten Samen ausgewählt, die verschiedenen widrigen Bedingungen standhalten können. Dies war der Schlüsselfaktor für die einzigartigen Eigenschaften der Sorte Sinegorye.
Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten von Johannisbeeren
Sinegorye-Johannisbeeren zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Süße aus. Sie enthalten 8 % Zucker, während der Säuregehalt dreimal niedriger ist, was sie besonders schmackhaft macht. Diese Beeren sind nicht nur köstlich, sondern auch sehr nahrhaft: 100 g enthalten etwa 200 mg Vitamin C.
Ihr einzigartiger Geschmack vereint Säure und Süße und macht sie besonders bei Hobbygärtnern beliebt. Diese Beeren werden meist frisch verzehrt, eignen sich aber auch für Desserts und Konfitüren.
Diese schwarze Johannisbeere ist eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten. Sie hat vielfältige Verwendungsmöglichkeiten:
- Als natürliche Hecke. Entlang des Grundstücksrandes gepflanzte Johannisbeersträucher sorgen für Privatsphäre und schützen vor unerwünschten Blicken.
- Um den Raum zu unterteilen. Sträucher dienen oft als Grenze zwischen verschiedenen Bereichen des Gartens, zum Beispiel in der Nähe von Almwiesen oder zwischen Blumenbeeten.
- Als zentrales Element der Komposition. Umgeben von blühenden Stauden bietet der Johannisbeerstrauch Sinegorye eine hervorragende Kulisse und leichten Schatten.
Trockenresistenz, Frostresistenz
Diese Sorte wurde an die südlichen Uralgebiete akklimatisiert und ist daher besonders winterhart. Sie verträgt Temperaturen bis zu -40 Grad Celsius, und solange der Winterfrost diese Schwelle nicht erreicht, benötigen die Sträucher keinen Schutz.
Sinegorye ist außerdem trockenresistent; die Sorte neigt nicht zum Fruchtfall, obwohl die Beerengröße bei unzureichender Feuchtigkeit abnehmen kann.
Produktivität, Blüte, Bestäubung und Fruchtbildung
Sinegorye ist selbstfruchtbar und mittelfrüh bis spät reifend. Die Blüte beginnt Mitte Mai, und die Ernte erfolgt in den ersten zehn Augusttagen. Bei warmem Sommerwetter können die Beeren bis zu zehn Tage früher reifen.
Weitere Indikatoren:
- Der Strauch beginnt im dritten Jahr seines Bestehens Früchte zu tragen und erreicht seine maximale Produktivität innerhalb von ein bis zwei Jahren.
- Jeder Strauch kann bis zu 6 kg große Beeren produzieren.
- Die Fruchtreife erfolgt synchron.
- Die Trauben der Sinegorye-Johannisbeeren sind klein, elastisch und halten gut an den Zweigen, was das Pflücken der Beeren erleichtert, ohne sie zu beschädigen.
- Die Ernte dieser Sorte eignet sich für den Langzeittransport und die Lagerung bei einer Temperatur von +5-7 Grad für 10-14 Tage.
Reproduktionsmethoden
Die Sinegorye-Johannisbeere vermehrt sich gut ohne Samen, daher werden vegetative Vermehrungsmethoden angewendet: Stecklinge und horizontale Absenker. Aufgrund des hängenden Wuchses dieser Art wird die letztgenannte Methode bevorzugt.
- Im Hochsommer wird ein gesunder junger Trieb zur Vermehrung entnommen, dessen Blätter entfernt werden, sodass nur noch die Blätter an der Spitze vorhanden sind.
- Der Trieb wird anschließend in einen vorgegrabenen Graben gesetzt und waagerecht mit einer Klammer fixiert. Die Oberseite des Triebs sollte über der Erde bleiben.
- Der Trieb ist mit Erde bis zu einer Tiefe von 5-7 cm bedeckt.
- Im Sommer benötigt der junge, im Boden vergrabene Trieb Pflege: Er muss regelmäßig bewässert und gedüngt werden.
- Im Herbst wird die Schicht vorsichtig aus dem Boden entfernt und mit einer Gartenschere in einzelne Teile geteilt, von denen jeder einen senkrechten Trieb und ein gut entwickeltes Wurzelsystem haben sollte.
- Die so entstandenen Sämlinge werden an einem endgültigen Standort eingepflanzt.
Es ist wichtig zu beachten, dass ein einzelner Johannisbeerstrauch pro Saison maximal zwei bis drei qualitativ hochwertige Stecklinge hervorbringen kann. Zu starke Bewurzelung kann die Mutterpflanze schwächen.
Landeregeln
Für den erfolgreichen Anbau von schwarzen Johannisbeeren benötigen Sie einen Standort mit ausreichend Licht und Wärme, einen neutralen bis leicht alkalischen, durchlässigen und feuchten, aber nicht nassen Boden. Idealerweise sollten die Johannisbeeren durch hohe Gebäude oder Bäume vor kalten Winden geschützt werden.
Vor Beginn der Arbeiten muss der Arbeitsbereich vorbereitet werden:
- Graben Sie die Fläche zwei Wochen vor der Pflanzung um.
- Ist der Boden sauer, sollte man Dolomitmehl oder Kreide hinzufügen, um ihn zu neutralisieren.
- Die nährstoffarme Zusammensetzung sollte durch organischen Dünger wie Kompost, verrotteten Mist, Vogelkot usw. angereichert werden.
- ✓ Der optimale pH-Wert des Bodens für Sinegorye-Johannisbeeren sollte im Bereich von 6,0-6,5 liegen.
- ✓ Beim Pflanzen der Sträucher sollte ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden, um eine ausreichende Belüftung und Beleuchtung zu gewährleisten.
Die Treppenstufen sind einfach und standardisiert:
- Stechen Sie ein Loch von bis zu 55-60 cm Tiefe und etwa 45-55 cm Durchmesser aus und füllen Sie den Boden mit Schotter oder Ziegelbruch.
- Füllen Sie den Topf bis zur Hälfte mit der Erdmischung. Diese sollte aus normaler Erde, Kompost, Flusssand und Holzasche bestehen.
- Setzen Sie die zuvor angewässerten Johannisbeersetzlinge mittig in das Pflanzloch, etwa 45 Grad schräg, und breiten Sie die Wurzeln seitlich aus.
- Füllen Sie die Hohlräume mit Erdmischung und vertiefen Sie den Pflanzenkragen um 5-8 cm.
- Nach dem Einpflanzen die Johannisbeeren großzügig mit Wasser besprühen und auf eine Höhe von 25 cm zurückschneiden.
Zwischen den Pflanzen sollten mindestens 150 cm Abstand sein. Am besten pflanzt man Johannisbeeren im Herbst, von Ende September bis Anfang Oktober, damit sie vor dem Wintereinbruch gut anwachsen können.
Pflegehinweise
Die Pflege von Johannisbeersträuchern in Sinegorye ist nicht besonders schwierig. Es ist jedoch wichtig, einige wichtige Aspekte zu beachten:
- Feuchtigkeitsspendend. In Trockenperioden empfiehlt es sich, die Sträucher einmal wöchentlich zu gießen, insbesondere während der Fruchtbildung. 10–12 Liter Wasser pro Pflanze sind ausreichend.
- Dünger. Im Frühjahr werden die Sträucher mit Harnstoff oder einer schwachen Königskerzenlösung gedüngt, um das Wachstum der grünen Pflanzenteile anzuregen und so die Stickstoffanreicherung zu fördern. Während der Knospenbildung und Fruchtreife ist die Anwendung von Mineralpräparaten wie Superphosphat und Kaliumsulfat sinnvoll, da diese das Wurzelsystem stärken und den Stoffwechsel verbessern.
- Entstehung eines Busches. Jährlich werden Johannisbeeren einem Erziehungsschnitt unterzogen, bei dem die meisten Zweige, die älter als 3–5 Jahre sind und keine Früchte mehr tragen, entfernt werden. 18–20 kräftige, gesunde junge Triebe werden für die weitere Entwicklung ausgewählt.
- Trimmen. Im Herbst und Frühjahr wird ein hygienischer Rückschnitt durchgeführt, bei dem beschädigte, vertrocknete/gefrorene und kranke Äste entfernt werden.
- Unterstützung für Bush. Um zu verhindern, dass die Triebe zu Boden fallen, empfiehlt es sich, Rankgitter in der Nähe der Sträucher anzubringen. Alternativ kann man auch eine runde Stütze in den Boden schlagen, um die Äste aufrecht zu halten.
- Vorbereitung auf den Winter. Mit dem nahenden Herbst wird der Boden um die Johannisbeersträucher herum umgegraben und von Pflanzenresten befreit. Die Wurzelzone wird mit trockenem Laub oder Humus abgedeckt, sodass eine 10–15 cm dicke Mulchschicht entsteht.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Schwarze Johannisbeeren sind von Natur aus resistent gegen viele Pilzkrankheiten, darunter Mehltau, Weichfäule und Bakterienbrand. Die Sorte Sinegorye ist besonders resistent gegen Knospenmilben, junge Zweige können jedoch anfällig für Blattläuse sein.
Um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, Ihre Sträucher regelmäßig zu kontrollieren. Beim ersten Anzeichen einer Krankheit oder eines Insektenbefalls ist sofortiges Handeln erforderlich, um diese zu bekämpfen.
Für und Wider
Die Beeren der Johannisbeersorte Sinegorye sind dank ihrer festen Schale transportbeständig. Bei mäßig kühlen Bedingungen (Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad Celsius) können sie bis zu zwei Wochen gelagert werden.
Ähnliche Sorten
Der Sinegorye-Strauch ist eine verbesserte Version der ukrainischen Johannisbeere Oriana, weshalb er eine hohe Ähnlichkeit mit dieser Strauchart aufweist.
Zu Orianas Eigenschaften gehören:
- durchschnittliche Buschhöhe;
- mittelgroße und große Beeren (von 1,5 bis 2,5 g) in einem Bund von bis zu 15 Stück;
- süßer Geschmack, Zuckergehalt 8%;
- frühe Reife (Juli);
- Die Beeren lassen sich durch Trockentrennung gut verlesen, was ihre gute Transportierbarkeit gewährleistet.
- Unverwundbarkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
Es gibt keine anderen ähnlichen Sorten oder Hybriden.
Rezensionen
Die Johannisbeersorte Sinegorye zeichnet sich durch große Früchte und hohe Erträge aus. Sie ist resistent gegen verschiedene Krankheiten und Knospenmilben und verträgt widrige Witterungsbedingungen gut. Die Beeren dieser Sorte eignen sich hervorragend für den Transport.







