Die Hercules-Johannisbeersorte ist sehr beliebt und wird von Hobbygärtnern und Sommergästen gleichermaßen geschätzt. Sie überzeugt Anbauer durch ihre großen, schmackhaften Beeren und ihre hervorragenden agronomischen Eigenschaften.
Die Entstehungsgeschichte der Hercules-Johannisbeere
Die Johannisbeersorte „Hercules“ wurde am Sibirischen Forschungsinstitut für Gartenbau M.A. Lisavenko gezüchtet. Die Sorte entstand durch die Kreuzung einer dichtbuschigen Johannisbeere mit einem Sämling, der durch offene Bestäubung einer sibirischen Unterart aus dem Ilgumen-Fluss gewonnen wurde. Autorin: L.N. Zabelina
Die Sorte Hercules wird seit dem Jahr 2000 einer staatlichen Sortenprüfung unterzogen. Sie wird derzeit für den Anbau in Ostsibirien, Westsibirien und im Ural empfohlen.
Beschreibung der Pflanze
Herkules-Johannisbeersträucher sind hochwüchsig, kräftig und von mittlerer Dichte. Ihre Triebe sind gerade, dick, verholzt, hellbraun und leicht glänzend. Die jungen Triebe sind grün mit einem rosafarbenen Schimmer. Der Strauch erreicht eine Höhe von 1,8 m.
Die Blätter sind groß, dreilappig, hellgrün, dicht und glatt, ohne Behaarung. Die Blattstiele sind dick und kurz. Die Knospen sind einzeln, rundlich-eiförmig und konzentrieren sich im oberen Bereich der Triebe. Die Blüten sind mittelgroß, mit cremefarbenen Kelchblättern und einem rosa Rand. Die Blütenblätter sind geöffnet und cremefarben.
Beschreibung der Früchte
Die Beeren sind von einheitlicher Größe, haben eine trockene Oberfläche und enthalten zahlreiche kleine Samen. Sie werden in langen, dichten Trauben geerntet, die jeweils 8–12 Beeren enthalten.
Beschreibung der Beeren:
- Farbe: Fast schwarz, mit einem leichten Glanz und einer leichten Wachsschicht.
- Größe: groß und sehr groß.
- Die Form ist rund.
- Das Gewicht einer Beere beträgt 1,7-2,4 g.
- Die Haut ist elastisch und von mittlerer Dicke.
Geschmack und Verwendungszweck von Beeren
Das Fruchtfleisch der Beere ist süß mit einer leichten Säure, zart und angenehm. Die Frucht hat einen dessertartigen Geschmack.
Chemische Zusammensetzung der Beeren:
- Trockenmasse - 18,4%.
- Zucker - 8,7%.
- Titrierbare Säure: 2,2%.
- Ascorbinsäure - 177 mg/100 g.
Die Tester bewerten den Geschmack der Beeren mit 4,6 von 5 Punkten.
Diese Sorte ist vielseitig verwendbar: Die Beeren werden frisch verzehrt, aber auch zu Marmeladen, Sirupen, Säften, Kompotten, Pastillen, Weinen, Likören, Konfitüren und Konfitüren verarbeitet. Hercules-Johannisbeeren lassen sich zudem trocknen und einfrieren.
Johannisbeerblätter behalten auch nach dem Trocknen ihre wertvollen Eigenschaften. Die getrockneten Blätter werden zur Zubereitung von Kräutertees und in der Volksmedizin verwendet. Johannisbeerknospen finden Verwendung in der Lebensmittel- und Spirituosenindustrie und werden außerdem zur Herstellung verschiedener Essenzen genutzt.
Eigenschaften
Die einheimische Sorte Hercules eignet sich ideal für den Anbau in unserem Land. Diese Johannisbeersorte besitzt hervorragende agronomische Eigenschaften und passt sich problemlos an verschiedene regionale Klimazonen an.
Reifezeit
Schwarze Johannisbeeren sind eine spät reifende Sorte. Die Ernte erfolgt von der zweiten Julihälfte bis Mitte August – der genaue Zeitpunkt hängt vom regionalen Klima ab.
Ertrag der Sorte
Die Sorte Hercules gilt als ertragreich. Ein einzelner Strauch trägt durchschnittlich 3–3,3 kg Beeren. Im kommerziellen Anbau können pro Hektar etwa 11 Tonnen Beeren geerntet werden.
Frost- und Trockenresistenz
Die Hercules-Johannisbeersorte ist mäßig frosthart. Sie verträgt Temperaturen bis zu -34,4 °C. Trockenheit verträgt sie hingegen schlecht und sie benötigt regelmäßige Bewässerung.
Krankheitsresistenz
Die Sorte weist eine übliche Krankheits- und Schädlingsresistenz auf. Insbesondere diese großfrüchtige Johannisbeere ist nahezu immun gegen Anthraknose und Septoria-Blattfleckenkrankheit.
Vor- und Nachteile der Hercules-Johannisbeeren
Die Sorte Hercules bietet viele Vorteile, die unsere Hobbygärtner bereits zu schätzen wissen. Bevor Sie diese Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie sich mit ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Der Nachteil der Hercules-Sorte ist die Möglichkeit eines Befalls durch Knospenmilben.
Johannisbeeren pflanzen
Der erfolgreiche Anbau von Herkules-Johannisbeeren beginnt mit der Pflanzung. Wichtig ist nicht nur die korrekte Pflanzung, sondern auch die Wahl des richtigen Standorts.
Standortanforderungen
Herkules-Johannisbeeren gedeihen am besten an offenen, hellen Standorten oder im Halbschatten. Der Standort sollte gut belüftet sein, da die Pflanze zum Gedeihen frische Luft benötigt. Zugluft und starker Wind sind jedoch unerwünscht.
- ✓ Aufrechterhaltung eines pH-Werts des Bodens im Bereich von 6,0-6,5.
- ✓ Sorgen Sie für eine gute Drainage im Pflanzloch, um Wasserstau zu vermeiden.
Meiden Sie tiefliegende Gebiete und Stellen, an denen sich nach Regenfällen Wasser staut. Die Sorte bevorzugt gut durchlässige, fruchtbare Lehm- oder sandige Lehmböden, die leicht und locker sind. Böden mit hohem Säuregehalt (pH < 5,5) sind ungeeignet.
Wie wählt man Setzlinge aus?
Hercules-Setzlinge sollten in spezialisierten Baumschulen oder in den Geschäften von landwirtschaftlichen Betrieben, die sich mit dem Anbau von Pflanzgut befassen, erworben werden.
- ✓ Das Vorhandensein von mindestens 3 Hauptwurzeln mit einer Länge von jeweils 15 cm.
- ✓ Keine Anzeichen von Krankheiten an Rinde und Blättern.
Für die Pflanzung wählen Sie 1–2 Jahre alte und mindestens 30 cm hohe Sämlinge. Die Wurzeln sollten frisch, frei von Fäulnis, Trockenheit und Beschädigungen sein; die Zweige sollten fest und unbeschädigt sein; und die Knospen sollten fest, frisch und ohne Anzeichen von Welke sein.
Vorbereitung des Pflanzlochs
Die Pflanzlöcher werden im Voraus vorbereitet, damit sich der Boden setzen und die nährstoffreiche Erdmischung reifen und sich auflösen kann. Sie können im Herbst für die Frühjahrspflanzung oder zwei Monate im Voraus für die Herbstpflanzung vorbereitet werden.
Besonderheiten bei der Vorbereitung von Pflanzlöchern für die Sorte Hercules:
- Graben Sie ein Loch mit den Maßen 40x40x40 cm oder etwas größer – wichtig ist, dass die Wurzeln des Sämlings bequem hineinpassen.
- Füllen Sie den Boden des Lochs mit Drainagematerial – Schotter, Ziegelbruch usw.
- Füllen Sie das Pflanzloch mit einer Erdmischung. Diese kann aus der obersten Bodenschicht des ausgehobenen Lochs, Humus und Holzasche bestehen. Sie können der Mischung auch mineralische Düngemittel wie Superphosphat und Kaliumsulfat hinzufügen.
Setzlinge pflanzen
Vor dem Einpflanzen empfiehlt es sich, die Wurzeln des Sämlings in Wasser oder, noch besser, in einer Wachstumsstimulanslösung einzuweichen. Unmittelbar vor dem Einpflanzen ist es ratsam, das Wurzelsystem in einer Tonerde-Suspension zu tränken.
- Setzen Sie den Sämling in einem 45-Grad-Winkel in das Pflanzloch. Bedecken Sie die Wurzeln mit Erde und drücken Sie diese fest. Der Wurzelhals sollte 5 cm unter der Erdoberfläche liegen.
- Gießen Sie die gepflanzten Johannisbeeren mit 5 Litern warmem, abgestandenem Wasser. Formen Sie anschließend einen Erdhügel um den Rand des Pflanzlochs und geben Sie weitere 5 Liter Wasser hinzu.
- Schneiden Sie die Triebe um 2/3 zurück, sodass 3-5 Knospen daran verbleiben.
- Den Baumstammkreis mit Torf, Humus, Stroh, Sägemehl usw. bedecken.
Pflegehinweise
Für eine gute Ernte großer, schmackhafter Beeren benötigt die Hercules-Johannisbeersorte etwas Pflege. Sie ist nicht schwierig, muss aber rechtzeitig und regelmäßig erfolgen.
Bewässerung
Die Sträucher benötigen reichlich, aber selten Wasser. Sie werden etwa dreimal pro Saison gegossen: im Frühling, Sommer (während der Fruchtbildung) und Herbst (zur Vorbereitung auf den Winter). Die restliche Feuchtigkeit stammt aus Niederschlägen. Der Wasserbedarf liegt bei etwa 20–30 Litern pro Strauch.
Topdressing
Schwarze Johannisbeeren benötigen im Frühjahr Stickstoff, der durch Zugabe von organischem Material – einer Lösung aus verrottetem Mist oder Hühnermist – in einer Menge von 1 kg pro 10 Liter bzw. 20 Litern Wasser zugeführt werden kann. Nach der Ernte werden den Johannisbeeren Kaliumsulfat und Superphosphat zugesetzt.
Trimmen
Ein gesunder, ausgewachsener Strauch sollte 12 bis 15 verzweigte Äste haben. Im Frühjahr, bevor der Saftfluss einsetzt, sollten alle kranken, trockenen, abgebrochenen und erfrorenen Triebe sowie Äste, die älter als fünf Jahre sind, entfernt werden. Im Sommer werden die jungen Triebe zurückgeschnitten, sodass vier bis fünf gesunde, lebensfähige Triebe stehen bleiben.
Lockern und Jäten
Die Baumstämme werden regelmäßig aufgelockert, um zu verhindern, dass sich eine harte Bodenkruste bildet und die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln unterbricht. Das Auflockern erfolgt üblicherweise nach dem Gießen oder Regen, wobei gleichzeitig Unkraut entfernt wird, da dieses nicht nur Nährstoffe für die Johannisbeeren aufnimmt, sondern auch Schädlinge anlockt.
Vorbereitung auf den Winter
Die Sorte gilt als frosthart, benötigt aber in Regionen mit strengen Wintern eine Isolierung. Es wird empfohlen, junge Sämlinge mit Agrofaser abzudecken und die Stämme mit einer dicken Schicht Humus oder anderem geeigneten Material zu bestreuen.
Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen
Vorbeugung beginnt mit der Auswahl hochwertiger Setzlinge – gekaufte Setzlinge sollten frei von jeglichen Krankheitsanzeichen sein. Anschließend wird eine vorbeugende Spritzung mit Kupfersulfat, Harnstoff, Kaliumpermanganat und biologischen Präparaten wie Fitosporin empfohlen.
Wie erntet und lagert man Feldfrüchte richtig?
Beeren können jederzeit gepflückt werden, wenn es dem Gärtner passt. Sollen sie jedoch länger aufbewahrt werden, ist trockenes Wetter ideal. Am besten pflückt man sie, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Die Beeren werden vorsichtig von den Büscheln gepflückt und in flache Körbe gelegt. Am besten bewahrt man sie in den Behältern auf, in denen sie gepflückt wurden, anstatt sie umzustellen.
Frische Beeren werden im Kühlschrank aufbewahrt, wo sie sich etwa zwei Wochen halten. Leicht unreife Beeren sind länger haltbar. Waschen Sie die Beeren vor der Lagerung nicht. Sollten sie aus irgendeinem Grund feucht geworden sein, trocknen Sie sie zuerst ab und legen Sie sie erst dann in den Kühlschrank. Achten Sie darauf, sie in einem nicht luftdichten Behälter aufzubewahren, damit Luft zwischen den Beeren zirkulieren kann.
Rezensionen
Die Hercules-Johannisbeersorte ist ein würdiger Vertreter ihrer Art und gilt als Maßstab für Qualität. Ihre Beeren sind hervorragend – schön, köstlich und vielseitig. Diese Sorte ist für jeden Gärtner eine sichere Wahl.







