Schwarze Boomer-Johannisbeeren sind krankheitsresistent und liefern mehrmals pro Saison reiche Ernten. Diese Eigenschaften machen sie für den Anbau in verschiedenen Regionen des Landes äußerst attraktiv. Mit der richtigen Pflege und rechtzeitigen vorbeugenden Maßnahmen können Sie sich jedes Jahr an einer köstlichen Ernte erfreuen.
Geschichte der Auswahl
Die Sorte entstand in den 1980er Jahren durch die Kreuzung der Sorten Selechenskaya-II und Chudesnitsa. Sie wurde von dem ukrainischen Züchter Michail Usenkow entwickelt.
Beschreibung der Johannisbeersorte Black Boomer
Diese Sorte ist bei Gärtnern in unserem Land seit vielen Jahren beliebt. Ihre Pflegeleichtigkeit und einfache Kultivierung machen sie auch bei Anfängern zu einer bevorzugten Wahl.

Besonderheiten:
- Busch. Die Pflanze ist wüchsig und besitzt zahlreiche, dicht beieinander stehende Zweige. Die Triebe sind mit mittelgroßen, dreilappigen, dunkelgrünen Blättern bedeckt.
- Beeren. Die Früchte sind rund, groß und wiegen zwischen 5 und 7 Gramm. Ihre Schale ist dick und glatt, das Fruchtfleisch saftig, süß und aromatisch. Ein Fruchtstand enthält etwa 20 bis 25 Beeren.
Merkmale der Sorte
Die Johannisbeersorte Black Boomer ist mittelfrüh. Sie ist widerstandsfähig gegen widrige Witterungsbedingungen und eignet sich daher für verschiedene Klimazonen.
Charakteristische Merkmale:
- Geschmackseigenschaften. Das Fleisch ist fest, fleischig, gleichmäßig und von einer satten braunen Farbe. Es duftet angenehm und hat einen süßlichen, leicht säuerlichen Geschmack.
- Zweck der schwarzen Boomer-Johannisbeere. Die Kultur ist vielseitig und für verschiedene Zwecke geeignet. Sie wird zur Stärkung des Immunsystems und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens empfohlen.
- Kochen. Die Beeren werden frisch verzehrt und zur Herstellung von Fruchtgetränken, Säften und Backwaren verwendet. Auch beim Kochen, Einfrieren oder Einmachen bleiben ihre wertvollen Eigenschaften erhalten. Duftende Johannisbeeren eignen sich hervorragend für Marmeladen, Konfitüren und Marshmallows. Sie werden außerdem zur Zubereitung köstlicher Kompotte verwendet.
- Frostbeständigkeit. Die Pflanze ist winterhart und gedeiht daher in fast ganz Russland, mit Ausnahme der nördlichsten Regionen. In Gebieten mit strengen und kalten Wintern empfiehlt es sich, die Pflanzen durch Abdecken mit Matten oder Schutzfolie vor Frost zu schützen.
- Krankheitsresistenz. Schwarze Johannisbeeren sind selten anfällig für Viruserkrankungen und andere Krankheiten. Außerhalb der Saison werden die Sträucher mit speziellen biologischen oder chemischen Mitteln behandelt, um sie vor Schädlingen und Milben zu schützen.
Medizinische Eigenschaften
Johannisbeersorten Schwarzer Babyboomer Sie werden nicht nur wegen ihrer großen, süßen Beeren geschätzt, sondern auch wegen ihrer reichhaltigen chemischen Zusammensetzung, die sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Sie sind eine wahre Vitaminquelle:
- Vitamin C (bis zu 200 mg pro 100 g) – ein starkes Antioxidans, das das Immunsystem stärkt.
- B-Vitamine (B1, B2, B6) – Unterstützt das Nervensystem, verbessert den Stoffwechsel.
- Vitamin E – Gut für Haut, Haare und Augen.
- Vitamin P (Rutin) – Stärkt die Blutgefäße und verringert deren Durchlässigkeit.
Enthält folgende Mikroelemente:
- Kalium – Normalisiert den Blutdruck und unterstützt die Herzfunktion.
- Eisen - erhöht den Hämoglobinspiegel und beugt so Anämie vor.
- Phosphor und Kalzium – Stärkt Zähne und Knochen.
- Magnesium – Löst Muskelverspannungen und verbessert die Stimmung.
Die Zusammensetzung enthält organische Säuren (Zitronen-, Apfel- und Bernsteinsäure), die den Säure-Basen-Haushalt aufrechterhalten. Pektinstoffe fördern die Ausscheidung von Toxinen und Schwermetallen. Anthocyane wirken antioxidativ und verlangsamen die Zellalterung. Phytonzide hemmen das Wachstum von Bakterien und Viren.
Verwendung in der Volksmedizin:
- Ein Aufguss aus Blättern hilft bei Nieren- und Blasenerkrankungen.
- Beerensaft Senkt Fieber, bekämpft Anämie und regt den Appetit an.
- Johannisbeerblättertee Stärkt das Immunsystem und strafft den Körper.
Reifezeit und Ertrag
Die Beeren reifen Anfang Juli. Die Ernte dauert drei Wochen. Die Kulturpflanze zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Produktivität aus: Eine einzelne Pflanze liefert 5–7 kg, bei sorgfältiger Pflege sind jedoch bis zu 10 kg möglich.
Um größere Früchte zu erhalten, empfiehlt es sich, mehrere andere Johannisbeersorten in der Nähe von Black Boomer-Sträuchern zu pflanzen. Dies fördert die Kreuzbestäubung.
Wie pflanzt man?
Anderthalb Monate vor dem Pflanzen von Johannisbeeren sollte der Boden mit organischen Düngemitteln wie Mist, Torf und Kompost angereichert werden. Lockern Sie den Boden tiefgründig auf, um seine Struktur zu verbessern und ihn für die Pflanzung vorzubereiten. Beachten Sie anschließend folgende Empfehlungen:
- Entfernen Sie Unkraut von der Fläche, insbesondere Quecke, da dieses mit den Pflanzen um Nährstoffe konkurrieren kann.
- Pflanzen Sie die jungen Setzlinge im Abstand von 1,5 bis 2 Metern. Die Einhaltung des empfohlenen Abstands gewährleistet eine ausreichende Nährstoffversorgung der Beeren und erleichtert die Pflege.
- Bereiten Sie die Pflanzlöcher im Voraus vor. Die Löcher sollten 35-40 cm tief und 50-60 cm breit sein.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,5 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Schritt-für-Schritt-Algorithmus:
- Vermischen Sie die ausgehobene Erde mit 10 kg Kompost, geben Sie 200–300 g Holzasche und 100 g Superphosphat hinzu. Füllen Sie den Boden des Lochs mit einem Teil dieser Mischung.
- Gießen Sie 10-20 Liter Wasser in das vorbereitete Loch, sodass der Boden gut mit Feuchtigkeit gesättigt ist.
- Setzen Sie den Sämling in einem Winkel von 45° ein, um die Bildung neuer Triebe anzuregen. Der Wurzelhals sollte 5–7 cm unter der Erdoberfläche liegen.
- Bedecken Sie die Wurzeln mit der restlichen Erdmischung und drücken Sie die Erde mit den Händen leicht an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
- Nach dem Einpflanzen die Pflanze mit 20 Litern Wasser gießen.
- Bedecken Sie den Boden um den Sämling herum mit einer 5-7 cm dicken Schicht aus Humus, Torf oder trockenem Gras, um die Feuchtigkeit zu speichern und vor Unkraut zu schützen.
Kürzen Sie die Zweige des Strauchs und lassen Sie an jedem Trieb 3-4 Knospen stehen, damit der Strauch seine Energie in die Wurzelbildung investiert.
Pflegehinweise
Die Wahl des richtigen Pflanzzeitpunkts und der Bodenqualität ist wichtig, aber Johannisbeeren benötigen während aller Wachstums- und Entwicklungsstadien sorgfältige und kontinuierliche Pflege. Entscheidend ist die Einhaltung gängiger landwirtschaftlicher Praktiken.
Bewässerung
Bewässern Sie die Sträucher mit warmem, abgestandenem Wasser, am besten morgens oder abends, um Verdunstung zu vermeiden. Das Wasser sollte die Wurzeln erreichen, nicht aber die Blätter, um Pilzbefall vorzubeugen. Ziehen Sie dazu flache Furchen um die Sträucher herum oder gießen Sie direkt in den Stamm.
Die Häufigkeit des Gießens hängt von den Wetterbedingungen und dem Entwicklungsstadium der Pflanze ab:
- Im Frühling, während der Knospenzeit, Der Boden sollte mäßig feucht sein. Bei Trockenheit einmal wöchentlich mit 15 Litern Wasser gießen. Bei Regen ist kein zusätzliches Gießen nötig.
- IN Blütezeit Und Beerenbildung (Mai-Juni) Der Wasserbedarf der Pflanze steigt. Gießen Sie alle 5–7 Tage, um das Abfallen der Fruchtknoten zu verhindern und die Fruchtbildung zu gewährleisten. An trockenen und heißen Tagen ist es besonders wichtig, die Bodenfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
- Nach der Ernte Im August/September die Menge reduzieren.
Düngemittel
Düngen Sie die Johannisbeersorte „Black Boomer“ mehrmals pro Saison, um ihre optimale Entwicklung und einen hohen Ertrag zu gewährleisten. Halten Sie sich an diesen Düngeplan:
- Frühling. Im März/April erfolgt die erste Düngung. Diese dient der Förderung des Triebwachstums und der Knospenbildung. Als Stickstoffdünger eignen sich: Ammoniumnitrat (20–30 g), Königskerzenaufguss (1:10 mit Wasser verdünnt) oder Hühnermist (1:15).
- Vor der Blüte. Im Mai benötigen Johannisbeeren zusätzliche Düngung, um die Knospen- und Fruchtbildung anzuregen. Verwenden Sie in dieser Zeit Superphosphat (30 g), Kaliumsulfat (20 g) und Holzasche (200–300 g).
- Während der Beerenbildung. Im Juni sollten die Sträucher mit Kalium- und Phosphorverbindungen gedüngt werden, um die Fruchtreife zu verbessern. Kaliumsulfat (20–30 g), Asche (bis zu 300 g) und Brennnesseltee eignen sich gut.
- Nach der Ernte. Im August/September ist es wichtig, Johannisbeeren auf den Winter vorzubereiten, indem man ihr Wurzelsystem stärkt. Dazu gibt man Superphosphat (30–40 g), Kaliumsulfat (20–30 g) und organischen Dünger – verrotteten Mist oder Kompost (5–6 kg pro Strauch). Den Dünger in die Furchen geben und anschließend gründlich wässern.
Um die Düngemittelaufnahme zu verbessern, sollte der Dünger erst nach dem Anfeuchten des Bodens ausgebracht werden. Eine Kombination aus mineralischen und organischen Stoffen trägt zu guten Ergebnissen bei.
Winterschutz, Ernte und Rückschnitt
Im Frühjahr sollten kranke und beschädigte Triebe entfernt werden. Der zweite Rückschnitt erfolgt im Spätsommer nach der Ernte. Dabei werden alte, trockene und beschädigte Äste entfernt.
In südlichen Regionen benötigt die Pflanze keinen Winterschutz. In nördlichen Regionen, wo starker Frost häufig vorkommt, sollten die Sträucher mit Fichtenzweigen, trockenem Laub oder speziellem Abdeckmaterial geschützt werden.
Reife Früchte fallen nicht ab, daher sollten sie innerhalb von 7–14 Tagen geerntet werden. Optimale Erntebedingungen sind trockenes, windstilles Wetter.
Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze besitzt ein starkes Immunsystem, dennoch sind Krankheiten und Insektenbefall möglich. Bei der Pflege von Sträuchern ist es wichtig, ihren Zustand genau zu beobachten, da sie anfällig für verschiedene Probleme sein können.
| Krankheit/Schädling | Schilder | Behandlung |
| Echter Mehltau | Ein weißer Belag bildet sich auf Blättern, Trieben und Beeren. Dies führt zu Verformungen und Austrocknung. | Besprühen mit einer Fungizidlösung (Topaz, HOM, Skor). Vorbeugend: Behandlung mit Bordeauxbrühe zu Beginn der Saison. |
| Anthraknose | Die Blätter weisen braune Flecken auf, die ineinanderfließen, wodurch sie abfallen. | Behandlung mit Cuproxat oder Bordeauxbrühe. Entfernung der betroffenen Teile. |
| Kelchrost | Orangefarbene oder rote Flecken auf den Blättern, Deformationen der Triebe. | Zur Unkrautbekämpfung Bordeauxbrühe oder Ridomil Gold verwenden. |
| Glaskasten | Die Triebe verwelken, und im Inneren des Stammes findet man Larven, die sich vom Holz ernähren. | Befallene Äste bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden. Insektizide (Aktara, Iskra) anwenden. |
| Nierenmilbe | Vergrößerung und Abrundung der Knospen, deren Unterentwicklung, Blätter können klein und deformiert sein. | Im frühen Frühjahr die Sträucher mit kochendem Wasser oder Thiovit Jet besprühen. Befallene Knospen manuell entfernen. |
| Blattlaus | Eingerollte Blätter, Vorhandensein kleiner grüner oder schwarzer Insekten auf der Blattunterseite. | Behandlung mit Knoblauchaufgüssen, Seifenlösung oder Insektiziden (Fitoverm, Confidor). |
| Gallmücke | Die Blätter verfärben sich rot und verformen sich, die Beeren werden kleiner. | Insektizide (Karate, Fufanon) sind wirksam. Zerstörung von Pflanzenresten und Unkraut. |
| Weißer Fleck | Das Auftreten heller Flecken auf den Blättern, die dann braun werden und austrocknen. | Fungizide (Fundazol, Skor) verwenden. Rechtzeitig beschneiden und abgefallenes Laub entfernen. |
| Johannisbeermotte | Die Beeren verfärben sich schwarz und in ihrem Inneren befinden sich Larven. | Beschädigte Früchte im Frühjahr von Hand ernten und den Boden unter den Pflanzen auflockern. Lepidocide einsetzen. |
Für und Wider
Um möglichen Schwierigkeiten in der Zukunft vorzubeugen, ist es wichtig, die Eigenschaften und Nachteile der Kulturpflanze sorgfältig zu untersuchen. Hybrid-Johannisbeeren haben viele Vorteile:
Zu den Nachteilen der Kulturpflanze zählen einige Gärtner einen Geschmacksverlust bei extremer Hitze, das mögliche Abfallen der Beeren in Trockenperioden und das Umknicken der Äste unter dem Gewicht der Früchte bei üppigen Ernten.
Rezensionen
Die Johannisbeersorte „Black Boomer“ ist ideal für Anfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen. Sie ist pflegeleicht, benötigt wenig Pflege und ist resistent gegen viele Krankheiten. Sie zeichnet sich durch gute Erträge aus, erfordert aber die Beachtung wichtiger Anbaupraktiken.


