Die Agata-Johannisbeersorte ist eine großfrüchtige, in Russland gezüchtete Sorte. Obwohl sie erst vor kurzem entwickelt wurde, hat sie Hobbygärtner bereits begeistert. Diese Johannisbeere vereint hervorragenden Geschmack mit ausgezeichneten Eigenschaften und eignet sich daher auch für den Anbau in Regionen mit rauem Klima.
Die Geschichte der Entstehung der Agatha-Johannisbeere
Die Johannisbeersorte „Agata“ wurde von Züchtern des Sibirischen Forschungsinstituts für Gartenbau „M.A. Lisavenko“ entwickelt. Sie entstand durch die Kreuzung der Sorten „Lepaan Musta“ und „Seyanets Golubki“. Autoren: I.P. Kalinina, Z.S. Zotova, N.I. Nazaryuk, I.L. Teslya und M.A. Pershina. Die Johannisbeersorte „Agata“ wird seit 2003 staatlich geprüft und wurde 2017 in das staatliche Sortenregister aufgenommen.
Wie sieht der Busch aus?
Die Sträucher sind kompakt, aber gut entwickelt, mit geraden, mitteldicken Trieben. Junge Triebe sind grün, ältere dunkelbraun mit glänzendem Schimmer. Die mittelgroßen, spitz zulaufenden Knospen stehen einzeln und sind braun.
Die Blätter sind groß bis mittelgroß, hellgrün, drei- oder fünflappig, gewölbt, mit runzeliger Oberfläche und deutlich ausgeprägter Blattnervatur. Die Blüten sind groß, schalenförmig und hellrosa.
Beschreibung der Früchte, ihres Geschmacks und ihrer Verwendung
Eines der Hauptmerkmale der Agata-Sorte sind ihre sehr großen Beeren. Sie reifen gleichzeitig, haben eine mittlere Kernanzahl und lassen sich trocken trennen.
Beschreibung der Beeren:
- Farbe: Schwarz.
- Die Form ist rund.
- Gewicht: 1,7-3,8 g.
Chemische Zusammensetzung:
- lösliche Feststoffe - 11,3-15,1%;
- Zucker - 6,3-8,5%;
- titrierbare Säure - 2,5-3,2%;
- Ascorbinsäure (Vitamin C) - 86,5-125,4 mg/100 g;
- Pektinstoffe - 0,9-2,2%.
Beeren sind vielseitig verwendbar. Man kann sie einfrieren, einkochen, trocknen oder zu Säften verarbeiten.
Hauptmerkmale
Die großfrüchtige Johannisbeere Agata lockt Gärtner nicht nur mit dem Geschmack und der Größe ihrer Beeren, sondern auch mit ihren hervorragenden agrarischen Eigenschaften.
Produktivität
Die Agata-Sorte gilt als ertragreich. Im kommerziellen Anbau werden durchschnittliche Erträge von 10–13 Tonnen pro Hektar erzielt. Von einem einzelnen Strauch werden etwa 3–4 kg Beeren geerntet. Diese Sorte trägt zuverlässig und ohne Unterbrechung jedes Jahr Früchte.
Reifezeit
Die Agata-Johannisbeersorte ist frühreif. Diese selbstfruchtbare Sorte bildet ihre Beeren sehr gleichmäßig aus. Der genaue Reifezeitpunkt hängt vom Klima der jeweiligen Region ab; im Süden können Agata-Johannisbeeren bereits im Juni geerntet werden.
Frost- und Trockenresistenz
Die Johannisbeersorte Agatha ist sehr frostbeständig; die Sträucher vertragen Temperaturen bis zu -43 °C. Starker Frost kann den Ertrag beeinträchtigen, führt aber selten zum Absterben der Pflanzen, insbesondere bei Schneedecke. Die Sorte ist zudem sehr trockenheitsresistent.
Krankheitsresistenz
Die Agata-Sorte zeichnet sich durch eine hohe Resistenz gegen die meisten Pilzkrankheiten aus. Diese Johannisbeersorte ist insbesondere sehr resistent gegen Echten Mehltau und Blattfleckenkrankheit.
Für und Wider
Die Agata-Johannisbeere bietet viele Vorteile, die Hobbygärtner ansprechen. Bevor Sie diese Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie sich mit ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Landemerkmale
Um sicherzustellen, dass die schnellwachsende Johannisbeersorte Agatha möglichst schnell Wurzeln schlägt, muss sie richtig gepflanzt werden – durch die Wahl des richtigen Standorts und hochwertigen Pflanzmaterials.
Wie wählt man Setzlinge aus?
Agata-Johannisbeeren sind in spezialisierten Gärtnereien und Geschäften erhältlich. Bei der Auswahl des Pflanzmaterials ist es wichtig, auf die Merkmale zu achten, die Aufschluss über die Qualität der jeweiligen Jungpflanze geben.
Wie sehen gesunde Johannisbeersetzlinge der Sorte Agatha aus?
- Wurzelnackt. Optimales Alter: 2 Jahre. Die Stängel müssen frei von Mängeln und Krankheitsanzeichen sein. Der Sämling sollte 2 bis 3 kräftige, etwa 25 cm lange Triebe haben. Diese sollten vital, aber noch ohne entfaltete Blätter sein. Die Wurzeln sollten gut entwickelt, verholzt und 25 cm lang sein. Die Triebe dürfen keine Blätter tragen.
- Im Container gezogene Sämlinge (in Töpfen). Diese Sämlinge sollten hingegen gut entwickelte Blätter und 40-50 cm lange Triebe aufweisen.
Auswahl eines Standorts
Diese Sorte bevorzugt helle Standorte, gedeiht aber auch im Halbschatten. Im Schatten verlangsamt sich das Wachstum, und die Fruchtbildung stellt sich vollständig ein. Senkrechte und sumpfige Gebiete sollten gemieden werden. Auch ein hoher Grundwasserspiegel ist zu vermeiden; der Grundwasserspiegel sollte mindestens einen Meter unter der Erdoberfläche liegen.
Johannisbeersträucher gedeihen am besten in leichten, feuchten und luftdurchlässigen Böden. In stark salzhaltigen Böden vertragen sie sie nicht, daher sollten Johannisbeeren nicht in der Nähe von Kompostgruben gepflanzt werden.
Bodenvorbereitung
Im Herbst wird der Boden umgegraben und mit Humus, verrottetem Mist oder anderen organischen Stoffen angereichert. Schwere Lehmböden erhalten Sand, saure Böden Holzasche, gelöschten Kalk oder Dolomitmehl. Der optimale pH-Wert ist neutral; Johannisbeeren gedeihen in sauren Böden nicht gut.
Das Pflanzloch vorbereiten und den Setzling einpflanzen
Die Pflanzlöcher für Johannisbeeren werden etwa ein bis sechs Wochen vor dem Pflanzen ausgehoben, mindestens jedoch zwei bis drei Wochen vorher. So können sich Erde und Pflanzsubstrat setzen.
Landeeigenschaften:
- Zum Pflanzen graben Sie Löcher von 40–45 cm Tiefe und 50 cm Durchmesser. Bei mehreren Sträuchern kann auch ein Graben ausgehoben werden. Die beim Ausheben gewonnene Oberbodenschicht wird für die Herstellung einer nährstoffreichen Blumenerde verwendet.
- Fruchtbarer Boden wird mit 3-4 kg organischer Substanz vermischt, 200 g komplexe Mineralzusätze oder 150 g Superphosphat werden hinzugefügt, und der Mischung werden außerdem 200 g Holzasche oder 30 g Kaliumsulfat beigemischt.
- Ich fülle das Loch zu einem Drittel mit Blumenerde, die dann mit fruchtbarer Erde bestreut wird – dies verhindert, dass die jungen Wurzeln durch den Kontakt mit Dünger verbrannt werden.
- Der Sämling wird so gepflanzt, dass sein Wurzelhals 3–5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Die Erde wird festgedrückt, um Hohlräume zwischen den Wurzeln zu vermeiden. Gegebenenfalls wird Erde hinzugefügt oder überschüssige Erde entfernt.
- Um den Strauch wird ein 5 cm tiefer Bewässerungsgraben ausgehoben, dessen Durchmesser dem des Pflanzlochs entspricht. Anschließend wird der Setzling gegossen. 10 Liter Wasser genügen. Nach dem Gießen werden die Baumstämme mit Mist oder Kompost gemulcht – dies versorgt den Boden mit zusätzlichen Nährstoffen und hilft, die Feuchtigkeit zu speichern.
Johannisbeeren werden von Ende September bis Ende Oktober gepflanzt. Die optimale Tagestemperatur liegt zwischen 10 und 15 °C. Der erste Frost sollte mindestens zwei bis drei Wochen entfernt sein. Alternativ können Johannisbeeren auch im Frühjahr, vor dem Austrieb, gepflanzt werden.
Gute und schlechte Nachbarn
Schwarze Johannisbeeren lassen sich gut in der Nähe von Erdbeeren, Heidelbeeren, Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern, Stachelbeeren, Jostabeeren und Geißblatt pflanzen. Apfel- und Birnbäume gelten als gute Nachbarn für Johannisbeeren. Wacholder und Himbeeren hingegen sind ungünstige Nachbarn.
Pflegehinweise
Die Agatha-Johannisbeere benötigt die übliche Pflege; sie ist einfach, muss aber regelmäßig erfolgen. Wichtig ist, die Sträucher regelmäßig zu gießen, einen gleichbleibenden Düngeplan einzuhalten und vorbeugendes Spritzen nicht zu vergessen.
Bewässerung
Die Johannisbeersorte 'Agatha' benötigt mäßige Bewässerung; Staunässe verträgt sie nicht. Der Wasserbedarf der Sträucher ist während der Blüte und der Beerenbildung erhöht. Lockern Sie die Erde vorsichtig auf, sobald sie trocken ist, damit die Wurzeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.
- Gießen Sie Ihre Pflanzen früh morgens oder spät abends, um die Wasserverdunstung zu minimieren.
- Während der Blüte- und Beerenbildungsphase sollte die Bewässerungshäufigkeit auf zweimal wöchentlich erhöht werden, sofern es nicht regnet.
- Nach der Ernte die Bewässerung auf einmal alle zwei Wochen reduzieren, um die Pflanze auf den Winter vorzubereiten.
Topdressing
Johannisbeeren werden zweimal jährlich gedüngt: im Frühjahr vor dem Austrieb und im Herbst nach der Fruchtbildung. Dabei kommen organische und mineralische Düngemittel zum Einsatz.
Trimmen
Schwarze Johannisbeersträucher werden regelmäßig geschnitten, um eine kompakte Form und ein ansprechendes Aussehen zu erhalten. Der Schnitt fördert zudem den Fruchtansatz.
Vorbereitung auf den Winter
Vor dem Überwintern werden die Sträucher zurückgeschnitten und die Stämme mit einer dicken Schicht Humus, Sägemehl oder anderem Mulchmaterial bedeckt. Die Schichtdicke beträgt etwa 10 cm.
Krankheiten und Schädlinge
Die Schwarze Johannisbeersorte Agatha ist recht resistent gegen Pilzkrankheiten und nahezu immun gegen Mehltau. Unter ungünstigen Bedingungen können die Sträucher jedoch von bestimmten Frucht- und Beerenkrankheiten befallen werden.
Werden Symptome von Septoria, Anthraknose, Grauschimmel und anderen Krankheiten festgestellt, sollten die Sträucher umgehend mit Fungiziden wie Fufanon, Alatar, Biotlin usw. behandelt werden. Es ist wichtig, die Sträucher regelmäßig zu kontrollieren, um Krankheitsanzeichen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Der gefährlichste Schädling für die Agata-Sorte ist die Knospenmilbe. Zur Bekämpfung werden chemische Mittel wie Envidor und Nissoran eingesetzt. Alternativ können auch biologische Produkte wie Fitoverm, Akarin, Bitoxybacillin oder vergleichbare Präparate verwendet werden.
Ernte und Lagerung
Die Beeren werden geerntet, sobald sie tiefschwarz sind. Reife Beeren lassen sich leicht von den Stielen trennen. Normalerweise werden nicht alle Beeren auf einmal gepflückt. Die Ernte beginnt, sobald möglichst viele reif sind. Man darf aber nicht zu lange warten – überreife Beeren platzen im Regen auf und fallen zu Boden.
Es wird nicht empfohlen, die Beeren vom Strauch zu pflücken; besser ist es, sie einzeln zu trennen und vorsichtig von den Stielen zu entfernen. Zur Lagerung werden die Beeren sortiert und gewaschen. Anschließend werden sie getrocknet oder eingefroren. Johannisbeeren halten sich auch gut im Kühlschrank, jedoch nicht länger als 5 Tage.
Rezensionen
Die Johannisbeersorte Agatha ist eine vielversprechende Neuzüchtung, die Johannisbeerliebhaber begeistern wird. Diese großfrüchtige Sorte bringt Johannisbeersträucher mit konstant hohem Ertrag und köstlichen Beeren hervor.




