Der Velikan-Sanddorn ist völlig dornenlos, was die Ernte deutlich erleichtert. Er zeichnet sich durch große Früchte mit süßem Fruchtfleisch und seine Toleranz gegenüber rauen Klimabedingungen aus. Charakteristisch sind seine ausschließlich weiblichen Blüten. Aus dieser Sorte wurden mehrere weitere Kultivare entwickelt.

Herkunft
Im Jahr 1961 wurde am Sibirischen Forschungsinstitut für Gartenbau eine neue Sanddornsorte namens Velikan entwickelt, die nach M. A. Lisavenko benannt wurde. Ihre Vorfahren waren die hochwertige Sorte Katunskaya und die bekannte Sorte Shcherbinka-1.
Die Entwicklung dieser Sorte wird den Verdiensten von Forschern wie Elizaveta Ivanovna Panteleeva, Ida Pavlovna Kalinina, Olga Agafonovna Nikonova und Ekaterina Evgenievna Shishkina zugeschrieben.
Hauptmerkmale
Diese Sorte ist recht frosthart und übersteht Temperaturen bis zu -33 bis -35 Grad Celsius ohne Abdeckung. Sie gilt hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit als anspruchslos, erzielt aber die besten Erträge auf lehmigen und sandigen Lehmböden.
Beschreibung des Aussehens
Der Riese ist ein baumartiger Strauch mit folgenden Eigenschaften:
- Standard – groß und ausgeprägt;
- Höhe - etwa 200-350 cm;
- Intensität des jährlichen Wachstums – Durchschnitt;
- Kronenform – Oval;
- dichte Verzweigung – unbedeutend;
- Blätter - dunkelgrün, behaart, nehmen mit zunehmendem Alter einen silbrigen Schimmer an;
- Blattspreitetyp – gebogen, länglich und spitz zulaufend.
Eigenschaften der Früchte und ihr Geschmack
Die Beeren zeichnen sich durch eine leuchtend orange Farbe und einen süßen, vollen Geschmack mit einer leichten Säure aus. Der Zuckergehalt liegt bei etwa 6,5 %, der Säuregehalt bei 1,7 %. Ein besonderes Merkmal ist das Ananasaroma.
Weitere Merkmale:
- Gewicht - von 0,7 bis 1,2 g;
- bilden - nach Zylindertyp;
- Blütenstiel – länglich (bis zu 0,4 cm);
- Art der Trennung – trocken;
- Zellstoff – Dicht und saftig.
Fruchtzeit und Ertrag
Der Strauch trägt bereits im dritten oder vierten Jahr nach dem Einpflanzen als einjähriger Setzling Früchte. Im sechsten oder siebten Jahr erreicht er seinen Erntehöhepunkt; dann kann ein Strauch 7 bis 10 kg reife Beeren liefern. Ein einzelner Strauch kann 12 bis 14 kg Sanddornbeeren erbringen.
Anwendung
Die Riesensorte steht anderen bekannten Sorten in puncto Nährstoffgehalt in nichts nach. Ihre Beeren sind reich an Vitamin C und B sowie an Carotinoiden, verschiedenen organischen Säuren, Tanninen, Spurenelementen und weiteren wertvollen Inhaltsstoffen. Experten empfehlen, die Frucht frisch zu verzehren, um von ihren einzigartigen Eigenschaften voll zu profitieren.
Zur weiteren Verwendung können die Beeren eingefroren oder mit Zucker zu Marmelade verarbeitet werden. Diese Sorte liefert köstlichen Saft, Öl und Wein.
Bestäuber
Anfang Mai öffnen sich die Sanddornblüten und schmücken den Baum etwa eine Woche lang. Die Blüten erscheinen vor dem Blattaustrieb und wachsen entweder in Büscheln oder einzeln. Um eine möglichst reiche Ernte zu erzielen, ist es wichtig, mehrere Sanddornsträucher unterschiedlichen Geschlechts zu pflanzen, um die Bestäubung zu gewährleisten.
Für den Velikan-Sanddorn eignen sich die Sorten Gnome und Aley hervorragend als männliche Bestäuber. Sie zeichnen sich durch hohe Produktivität und ausreichende Frostresistenz aus.
Merkmale des Anbaus
Dieser Riese ist für seine Widerstandsfähigkeit und seine unkomplizierten Wachstumsbedingungen bekannt. Um jedoch maximalen Ertrag und maximales Volumen zu erzielen, müssen bestimmte Pflanzempfehlungen befolgt werden:
- Landeplatz. Das wichtigste Kriterium bei der Standortwahl ist direktes Sonnenlicht. Sanddorn benötigt viel Licht, und Lichtmangel kann zu Ertragseinbußen führen. Er braucht außerdem ausreichend Feuchtigkeit. Der ideale Standort ist ein sandiger Lehmboden mit hohem Phosphorgehalt, an dem der Grundwasserspiegel nicht tiefer als zwei Meter liegt.
- Zeit. Die beste Pflanzzeit ist das frühe Frühjahr, zwischen dem 20. April und dem 20. Mai. Die Frühjahrspflanzung fördert ein schnelleres Wachstum und eine bessere Entwicklung des Sämlings und beschleunigt auch den Fruchtbildungsprozess.
- Baustellenvorbereitung. Das Verfahren umfasst Tiefenbearbeitung, Unkrautbekämpfung und die Entfernung von Pflanzenresten. Bei übermäßig saurem Boden empfiehlt sich die Zugabe von 300–400 g gemahlenem Kalkstein pro Quadratmeter. Für die Frühjahrspflanzung sollte der Boden im Herbst durch die Zugabe von etwa 10–15 kg Kompost, vermischt mit 200–300 g Superphosphat und 20–25 g Kaliumsalz, vorbereitet werden.
Das Loch für den Sämling sollte im Frühjahr, unmittelbar vor dem Einpflanzen, ausgehoben werden.
- Auswahl der Sämlinge. Am besten eignen sich zweijährige Sämlinge mit einem gut entwickelten Wurzelsystem und kräftigem oberirdischem Wachstum. Der Sämling sollte gesund und frisch aussehen und keine trockenen oder beschädigten Stellen aufweisen.
Falls die Wurzeln trocken sind, weichen Sie sie 2–3 Tage lang in einem Eimer Wasser ein, um sie vollständig mit Wasser zu versorgen. Tauchen Sie den Sämling vor dem Einpflanzen in eine Tonerdelösung, um die Wurzeln zu stärken. - Der Landevorgang. Graben Sie dazu Löcher von 60 x 65 cm Größe im Abstand von mindestens 2–2,5 m. In die Mitte jedes Lochs wird ein 100–150 cm hoher Pfahl geschlagen. Um den Pfahl herum wird ein Hügel aus fruchtbarer Erde aufgeschüttet, auf den der Setzling gesetzt wird, bis der Wurzelhals 3–4 cm tief in der Erde liegt.
Der Setzling wird an einem Pfahl befestigt und ein 30 cm breiter Graben um ihn herum ausgehoben. Der Baum wird gegossen und mit Torf und Erde abgedeckt.
Im ersten Monat nach der Pflanzung muss der Sämling täglich gegossen werden, danach kann die Bewässerungshäufigkeit reduziert werden.
Wie pflegt man?
Die Pflege von Sanddorn ist aufwandlos. Optimale Düngung, regelmäßiges Gießen, sorgfältiger Rückschnitt und Krankheitsvorbeugung gewährleisten schnelles Wachstum und kontinuierliche Fruchtbildung.
Diese Sorte erfordert sorgfältigen Schnitt und Formgebung. Merkmale:
- Damit Sanddorn die Form eines Baumes und nicht die eines Strauches annimmt, ist es wichtig, den Stamm und die vier Hauptäste zu formen. Hat der Sämling bereits natürliche Verzweigungen, ist ein Rückschnitt in den ersten zwei Jahren nicht nötig. Fehlen Äste, sollte er auf 35 cm zurückgeschnitten werden. Im zweiten Jahr beginnt man dann mit dem Formen der verzweigten Seitentriebe und des Hauptstammes.
- Die Sorte sollte im Frühjahr, bevor der Saftfluss einsetzt, geschnitten werden. Dabei werden über den Winter beschädigte, ausgetrocknete oder kranke Äste entfernt. Im Spätherbst erfolgt ein Pflegeschnitt, um den Baum auf den Winter vorzubereiten. In dieser Zeit werden dieselben Äste entfernt, zusätzlich zu solchen, die die Krone zu dicht bedecken oder abnormal wachsen.
- Der erste Verjüngungsschnitt des Sanddorns erfolgt sechs Jahre nach der Pflanzung. Dabei werden alle Zweige entfernt, die keine Früchte mehr tragen. Der Verjüngungsschnitt wird im Frühjahr durchgeführt, wobei die Zweige jährlich durch jüngere, kräftigere ersetzt werden.
Weitere Aktionen:
- Während der Wachstumsphase sollte der Baum viermal gegossen werden. Eine junge Pflanze benötigt 3 Liter Wasser, ein ausgewachsener Baum etwa 7 Liter. Nach der Ernte ist das Gießen wichtig, um die Feuchtigkeit im Boden wiederherzustellen.
- Nach jedem Gießen muss die Erde um den Stamm herum vorsichtig bis zu einer Tiefe von maximal 8-10 cm aufgelockert werden, wobei eine Beschädigung des vertikal verlaufenden Wurzelsystems vermieden werden muss.
- Die regelmäßige Düngung des Sanddorns beginnt im dritten Jahr. Verwenden Sie eine flüssige Lösung aus Kaliumhumat, Ammoniumnitrat und Zeovit. Im Herbst sollten Sie zusätzlich Holzkohle und Superphosphat düngen.
Überwinterung
Nach dem Rückschnitt, der Düngung und dem Wässern ist es wichtig, eine dicke Mulchschicht aufzutragen, um die Wurzeln im Winter zuverlässig zu schützen. Ebenso wichtig ist es, Stamm und Astspitzen zu kalken. Für zusätzliche Wärme können die Stämme mit Fichtenzweigen oder Jute umwickelt werden.
Schädlinge und Krankheiten
Der Sanddorn 'Velikan' ist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten. Diese Sorte ist resistent gegen Fusarium und andere Pilzkrankheiten wie Septoria-Blattfleckenkrankheit und Endomykose. Um möglichen Problemen vorzubeugen, werden Sanddornsträucher vor dem Austrieb und nach dem Laubfall mit Fungiziden behandelt.
Zu den Schädlingen, die Sanddorn schädigen können, zählen die Sanddornfliege, Blattläuse und Motten zu den gefährlichsten. Um einen Befall zu verhindern, ist es wichtig, abgefallenes Laub, insbesondere befallenes Laub, umgehend zu entfernen. Insektizide werden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Ernte und Lagerung
Die Beeren reifen ab etwa dem 20. September gleichzeitig. Sie bleiben an den Zweigen hängen und fallen nicht ab. Diese Sorte eignet sich ideal zur Lagerung an einem kühlen, dunklen Ort oder im Kühlschrank. Im Gefrierschrank behält Sanddorn seine wertvollen Eigenschaften lange.
Für und Wider
Um eine unvoreingenommene Aussage über die Qualität einer Sorte treffen zu können, ist es notwendig, ihre positiven und negativen Eigenschaften sorgfältig zu untersuchen.
Rezensionen
Velikan ist eine spät reifende Sanddornsorte mit großen Früchten, die sich durch hervorragenden Geschmack und Nährwert auszeichnen. Die Bäume dieser Sorte erreichen eine mittlere Höhe und sind gut winterhart. Sie sind pflegeleicht und haben eine kompakte Krone, was sie besonders für Besitzer von Sommerhäusern attraktiv macht.






