Die Himbeersorte Firebird gehört zu den immertragenden Sorten mit später Reifezeit. Sie zeichnet sich durch guten Fruchtertrag, einfache Kultivierung und hervorragenden Geschmack aus. Ihre Frosthärte ist jedoch durchschnittlich, weshalb sie in vielen Regionen unseres Landes einjährig kultiviert wird.
Geschichte der Auswahl
Die Sorte Zhar-ptitsa ist das Ergebnis erfolgreicher Züchtungsbemühungen von Spezialisten der Brjansker Zweigstelle des Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Gartenbau I.W. Michurin. Die Arbeiten wurden unter der Leitung des renommierten Wissenschaftlers I.W. Kasakow durchgeführt.
Die Sorte wurde 2003 in das staatliche Sortenregister eingetragen. Ihr Name spiegelt die besondere Schönheit ihrer Beeren wider, die in einem leuchtenden Rot erstrahlen.
Einführung in die Vielfalt
Ursprünglich wurde diese Sorte für den Anbau in den zentralen und zentralen Schwarzerdegebieten Russlands empfohlen. Heute findet man sie jedoch in Hobbygärten und auf landwirtschaftlichen Feldern in fast allen Regionen des Landes, wo der Beerenanbau möglich ist. Besonders positiv werden diese Sorte von Gartenbesitzern in kühleren Klimazonen bewertet.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Die Feuervogel-Himbeere weist die typischen botanischen Merkmale ihrer Art auf:
- Die Sträucher zeichnen sich durch ihre Robustheit und geringe Ausbreitung aus und erreichen eine Höhe von bis zu 160-200 cm.
- Die Stängel der Pflanze sind recht dick, bruchfest und hellgrün mit einem zarten Glanz. An der Basis befinden sich kleine Stacheln.
- Die Äste der Pflanze sind stark verzweigt und bedecken den zentralen Stamm vollständig mit Fruchtkörpern.
- Die Blätter sind klein, mit einer runzeligen Oberfläche, einer hellgrünen Außenschicht und einer hellbeigen Innenschicht.
- Es bilden sich pro Saison nicht mehr als 7 Ersatztriebe, was die Arbeit der Gärtner erleichtert.
- Die Blüten sind groß, schneeweiß und werden in großen Mengen produziert.
- Die Beeren haben einen hellroten Farbton und einen deutlichen Glanz.
- Die Beeren haben eine kegelförmige Gestalt mit länglichen Enden.
- An den Zweigen findet man Beeren mit unterschiedlichem Gewicht – von 4 bis 6 g.
- Der Geschmack ist intensiv, typischerweise Himbeere.
- Das Verhältnis von Säure und Süße ist ausgewogen.
- Der Duft ist ausgesprochen angenehm, das Fruchtfleisch ist sehr saftig.
- Die Samen sind klein und haften fest an der Beere.
Eigenschaften
Um festzustellen, ob sich die Anpflanzung dieser Sorte in Ihrem Himbeerbeet lohnt, sollten Sie alle Eigenschaften des Strauchs sorgfältig untersuchen:
- Winterausdauer. Die Himbeersorte Firebird ist durchschnittlich kältetolerant. Sie benötigt Winterschutz. Aufgrund ihrer Höhe und der Dicke ihrer Triebe erfordert das Ausgraben der Sträucher besondere Vorsicht. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Himbeere einjährig zu kultivieren. Dies beeinträchtigt den Gesamtertrag nicht und kann die Qualität sogar verbessern.
- Trockenheitstoleranz. Diese Sorte ist nicht besonders hitzebeständig. Bei Temperaturen um 30 Grad Celsius beginnen die Blätter auszutrocknen.
- Bestäubungs- und Fruchtfähigkeit. Himbeeren können auch ohne Bestäuber Früchte tragen. Während der Saison bilden sie hohe Triebe und tragen Beeren. Dies unterscheidet die immertragende Sorte von der gewöhnlichen Sommerhimbeere, die im ersten Jahr Triebe bildet und erst im Folgejahr Früchte trägt.
Die Sorte ist spät, die Reifezeit beginnt gegen Ende des Sommers. - Produktivität. Ein einzelner Strauch kann 2,3 bis 2,8 kg Beeren tragen. Im industriellen Maßstab liegt der Ertrag bei 13 Tonnen pro Hektar (dies ist ein Durchschnittswert). In kalten Regionen reifen Himbeeren nicht vollständig aus.
Die Ernte der Zhar Ptitsa-Himbeeren dauert etwa zwei Monate. Die Beeren müssen täglich gepflückt werden.
Wie lagern?
Die Sorte Firebird eignet sich ideal für die Ernte mit speziellen landwirtschaftlichen Geräten. Die Beeren lassen sich problemlos in kleinen Kisten transportieren. Bei kühler Lagerung sind sie maximal drei Tage haltbar.
Um die Haltbarkeit von Himbeeren auf eine Woche zu verlängern, ist es wichtig, sie zügig zu ernten – bevor sie biologisch reif sind. Unverarbeitete Früchte sollten sorgfältig in Behälter verpackt werden, maximal 4–5 Lagen tief, und sofort auf 7 °C gekühlt werden. Diese Temperatur herrscht üblicherweise im Frischhaltefach von Kühlschränken.
Landung
Beim Anbau von Firebird-Himbeeren ist es wichtig, bestimmte Sorteneigenschaften zu beachten, um den Ertrag zu maximieren. Der Pflanzzeitpunkt hängt vom regionalen Klima ab:
- Im Süden ist es vorzuziehen, Himbeeren im Herbst zu pflanzen;
- In kühleren Gebieten wurzeln Sträucher im Frühjahr besser, Setzlinge sollten aber erst gepflanzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.
Bei der Wahl eines Standorts sollten Sie verschiedene Kriterien berücksichtigen:
- Der Ort sollte vor Windböen geschützt sein;
- Die Büsche benötigen ausreichend Licht;
- Der Feuervogel bevorzugt fruchtbare Böden mit hohem Humusgehalt;
- Der Grundwasserspiegel sollte unter 150 cm liegen;
- Ist der Boden stark sauer, sollte er vor dem Pflanzen gekalkt werden.
- Die zugewiesene Fläche gründlich von Unkraut befreien, dabei ist es besonders wichtig, die Rhizome zu entfernen;
- Bei der Vorbereitung einer Baustelle für die Frühjahrsarbeiten sollten im Herbst organische und mineralische Düngemittel in die Löcher eingearbeitet werden.
Die Vorbereitung eines Himbeerbeets hängt von der Jahreszeit ab, in der die Pflanzung erfolgt: Bei einer Pflanzung im Herbst werden die Vorbereitungsarbeiten im Frühjahr durchgeführt, bei einer Pflanzung im Frühjahr im Herbst.
Himbeeren werden üblicherweise an einem leichten Hang oder auf ebener Fläche gepflanzt. Ist dies nicht möglich, ist eine Entwässerung erforderlich. Dazu werden Gräben ausgehoben, um überschüssige Feuchtigkeit abzuleiten. Es gibt verschiedene Pflanzmethoden für die immertragende Himbeersorte „Firebird“:
- Bei der Buschpflanzmethode sollte der Abstand zwischen den Setzlingen bis zu 150 cm betragen und der Reihenabstand mindestens 250 cm.
- Bei der Grabenpflanzmethode bleiben etwa 50 cm Abstand zwischen den Sträuchern, wobei zu berücksichtigen ist, dass jeder Sämling 5-6 Triebe hervorbringt;
- ✓ Der optimale Säuregrad des Bodens für Firebird-Himbeeren sollte im pH-Bereich von 5,5-6,5 liegen.
- ✓ Der Reihenabstand bei der Pflanzung mit der Grabenmethode sollte mindestens 2,5 Meter betragen, um eine ausreichende Belüftung und Lichtzufuhr zu gewährleisten.
Pflegetipps
Die Pflege von Himbeeren umfasst eine Reihe von Tätigkeiten:
- Bewässerung. Um den Wasserbedarf der Sträucher zu decken, gießen Sie sie einmal wöchentlich und achten Sie darauf, dass die Feuchtigkeit etwa 35–45 cm tief in den Boden eindringt. Bei starkem Regen sollte nicht gegossen werden. An heißen Tagen empfiehlt es sich, die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und abends mit einer Sprühdüse zu besprühen.
In großen Himbeergärten empfiehlt sich ein Tropfbewässerungssystem, da die Sorte Firebird selbst kurzfristige Trockenheit nicht verträgt. - Mulchen und Auflockern. Mulchen schützt das Wurzelsystem vor Überhitzung und Austrocknung des Bodens. Hierfür werden organische Pflanzenreste verwendet. Lockern Sie die Wurzelzone regelmäßig auf.
- Unterstützt. Die Sträucher wachsen hoch, daher werden sie einzeln gepflanzt an Pfählen befestigt. In Reihen werden sie mit Draht gestützt, wobei das untere Rankgitter 50–55 cm über dem Boden gespannt und die Stängel mit Kunststoffclips fixiert werden.
- Ernährung. Beginnen Sie spätestens im dritten Jahr nach der Pflanzung mit dem Düngen. Empfohlener Düngeplan:
- Zu Beginn des Frühlings sollte man unter jede Pflanze 1 Liter einer Lösung aus Königskerze oder Pferdemist im Verhältnis 1:5 ausbringen.
- Während der Blüte- und Fruchtbildungsphase sollten Superphosphat, Ammoniumnitrat und Holzasche zur Nährstoffversorgung verwendet werden. Diese Zutaten werden in einem Fass mit Wasser vermischt und die Pflanzen damit gegossen.
- Nach der Ernte sollten komplexe Mineralverbindungen zur Bodenverbesserung eingesetzt werden.
Düngepläne können an die jeweiligen Bodenverhältnisse angepasst werden. Werden Himbeersträucher beispielsweise im Herbst mit Kompost gemulcht, kann auf die Königskerzendüngung im Frühjahr verzichtet werden. In kommerziellen Obstplantagen wird die Düngung langfristig geplant, wobei der Zustand der Setzlinge, die Bodenqualität, die Pflanzdichte und weitere landwirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden.
Vorbereitung auf den Winter
Da die Pflanze nur mäßig frosthart ist, empfiehlt es sich, den Garten sorgfältig auf den Winter vorzubereiten. Biegen Sie die Zweige vorsichtig zum Boden hin, decken Sie sie mit einem Vlies ab und bestreuen Sie sie mit Erde (alternativ können Sie Torf oder Sägemehl verwenden). Sobald die Kälte naht, bedecken Sie die Zweige mit einer Schneeschicht.
Krankheiten und Schädlinge
Die Himbeersorte ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, doch ihr Hauptfeind ist die Himbeerfliege, die so kleine Eier legt, dass diese mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Der Befall wird erst sichtbar, wenn Blätter und Triebe absterben.
Um Schädlingsbefall im Frühjahr vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Sträucher und den umliegenden Boden mit einer 3%igen Bordeauxbrühe zu behandeln. Zur Schädlingsbekämpfung können Sie Fitoverm und Agravertin verwenden. Karbofos und Iskra sollten nur in Ausnahmefällen und genau nach Gebrauchsanweisung eingesetzt werden.
Um das Risiko eines Schädlingsbefalls und seiner Ausbreitung zu minimieren, sollten folgende Regeln befolgt werden:
- Lassen Sie genügend Abstand zwischen den Büschen;
- Das Himbeerbeet jäten und Unkraut aus dem Bereich entfernen;
- Mulchen verwenden;
- Triebe regelmäßig stutzen;
- Luftfeuchtigkeit überwachen;
- Sträucher für den Winter vorbereiten.
Reproduktion
Himbeeren lassen sich entweder durch Anzucht von Sämlingen oder durch Stecklinge vermehren. Bei der Auswahl des Pflanzmaterials ist es wichtig, dieses sorgfältig auf Krankheiten und Beschädigungen zu untersuchen.
Der Vermehrungsprozess durch Stecklinge umfasst folgende Schritte:
- Frisch geschnittene Zweige unter einer Schutzschicht im Gewächshaus vergraben;
- Im Frühjahr sollten Himbeeren durch Entfernen der Schutzschicht akklimatisiert werden;
- Mit Beginn des Herbstes sollten die Stecklinge ins Freiland verpflanzt werden.
Was sind die Vor- und Nachteile?
Gärtnerbewertungen
Die Sorte Firebird besticht durch ihre hohen, kräftigen Triebe und exquisiten Beeren mit einzigartigem Himbeeraroma. Allerdings verträgt der Strauch Hitze und Trockenheit nicht gut und benötigt daher Stützstrukturen und ausreichende Nährstoffversorgung. Nährstoffmangel und zu dichte Pflanzung können den Ertrag beeinträchtigen.











