Die Himbeersorte Sokolitsa ist eine relativ neue Züchtung. Sie zeichnet sich durch hohe Erträge, gute Bestandsdichte und Resistenz gegen viele Krankheiten aus. Ihre recht großen Beeren behalten lange ihr ansprechendes Aussehen und lassen sich daher problemlos über weite Strecken transportieren. Sie kann sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern mit Kunststofffolie angebaut werden.

Geschichte der Auswahl
Die Himbeersorte Sokolitsa entstand im Jahr 2011. Ihre Vorfahren waren die bekannten Sorten Polana und Molding Promise, die von polnischen Züchtern gekreuzt wurden.
Dr. Jan Danek und Agnieszka Orzel waren am Entwicklungsprozess beteiligt. Die Himbeersorte Sokolitsa wurde zwischen 2014 und 2016 in Russland eingeführt.
Einführung in die Vielfalt
Sokolitsa ist eine nicht remontierende Sorte, aber unter den günstigsten Herbstbedingungen kann es während der Saison an den Spitzen junger Triebe zu einer zweiten Fruchtbildung kommen.
Busch, Zweige, Blätter
Der Strauch zeichnet sich durch mittlere Dichte aus. Seine Stämme erreichen eine Höhe von 170–200 cm. Sie sind mit kleinen, dünnen und nicht scharfen Dornen besetzt, was die Pflege erleichtert.
Weitere Sortenmerkmale:
- Die Blätter der Sokolitsa sind von einem satten Grün mit leichtem Glanz. Sie wirken gewellt und sind schmal-oval. Meist sind sie gerade, können aber auch leicht eingerollt sein und weisen zahlreiche feine Zähne am Rand auf.
- Die Dornen befinden sich hauptsächlich an den oberen Teilen der Triebe.
- Die Äste sind kräftig und steif, wachsen gerade und strecken sich nach oben.
Blüten, Früchte, Samen
Anfang Mai sind die Himbeersträucher mit unzähligen Knospen geschmückt, die gleichzeitig und in großer Zahl aufblühen. Die kleinen, reinweißen Blüten bilden zahlreiche, wunderschöne Büschel.
Weitere Indikatoren:
- Die Früchte nehmen eine längliche Form an, die einem von den Seiten zusammengedrückten vertikalen Streifen ähnelt – wie ein Zylinder.
- Die Beeren haben eine feste Konsistenz und eine starke Struktur.
- Die Früchte sind groß und erreichen eine Länge von 2,4 bis 3,2 cm und ein Gewicht von 5 bis 7 g; bei sehr guter Pflege kann ihr Gewicht 10 bis 13 g betragen.
- Sie sind in einem satten Rotton lackiert und haben einen leichten Glanz.
- Himbeeren bestechen durch ihre Süße und Saftigkeit. Sie verströmen zudem einen angenehmen Duft.
- Im Inneren der Beeren sind mehrere kleine Samen verborgen, die beim Verzehr fast unsichtbar sind.
- Die Beeren weisen einwandfreie kommerzielle Eigenschaften auf und zerfallen beim Pflücken nicht.
- Sie reifen gleichzeitig, was bei der industriellen Kultivierung eine maschinelle Ernte ermöglicht.
Frostbeständigkeit
Diese Art ist mäßig kältetolerant, in kühleren Regionen des Landes wird jedoch Frostschutz empfohlen. Die Sorte ist jedoch hitze- und trockenheitsresistent und kann lange Perioden ohne Verluste überstehen.
Bestäubungs- und Fruchtmethoden
Die Sorte Sokolitsa ist selbstbefruchtend, benötigt also keine zusätzlichen Bestäuber. Um den Ertrag und die Fruchtqualität zu steigern, ist es jedoch hilfreich, benachbarte Sorten mit ähnlicher Blütezeit, wie beispielsweise Lyashka, anzubauen.
Die Reifezeit variiert je nach Region. In Zentralrussland beispielsweise reifen die Beeren von Anfang bis Mitte Juli, während sie in südlichen Regionen erst ab dem 10. Juni genießbar sind. Bei Anbau im Gewächshaus erfolgt die Ernte früher – die Beeren können bereits zwischen dem 12. und 15. Mai gepflückt werden.
Produktivität
Diese Himbeersorte zeichnet sich durch hohe Erträge von 5–7,5 kg pro Strauch aus. Entscheidend ist jedoch der richtige Anbau. Sorgfältige Pflege der Pflanzen sorgt für noch beeindruckendere Ergebnisse.
Wachstumsregionen
Heute wird die Sorte Sokolitsa erfolgreich angebaut und liefert reiche Ernten in den südlichen und zentralen Regionen Russlands, Sibiriens, des Fernen Ostens sowie in der Ukraine und Weißrussland. Bemerkenswerterweise lassen sich polnische Himbeeren sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern kultivieren.
Lagerung
Beeren sind lange haltbar. Im Kühlschrank bleiben sie bis zu 7-8 Tage frisch, sodass sie auch über weite Strecken transportiert werden können.
Landeregeln
Das Himbeerbeet sollte an einem sonnigen, windgeschützten Standort angelegt werden. Eine leicht erhöhte Lage ist ideal. Himbeeren vertragen keine Staunässe.
Zum Gedeihen benötigen sie fruchtbaren Boden – dieser kann lehmig oder sandig-lehmig sein. Ist der Boden nährstoffarm, muss er mit Mineralien und organischem Material angereichert werden.
Weitere charakteristische Merkmale der Pflanz- und Vorbereitungsarbeiten:
- Achten Sie bei der Auswahl von Setzlingen auf deren Qualität. Sie sollten gesund und gut entwickelt sein. Untersuchen Sie sie beim Kauf sorgfältig: Das Wurzelsystem sollte feucht, aber nicht schimmelig sein, und die Erde sollte fest sein.
Die Triebe sollten etwa 35-45 cm lang sein und keine Flecken, Risse oder Anzeichen von Trockenheit aufweisen. - Die beste Pflanzzeit für die Sorte Sokolitsa ist Frühling oder Herbst, wenn der Saftfluss aufgehört hat. Im Frühling können die Setzlinge gepflanzt werden, sobald sich der Boden erwärmt hat und die Temperaturen dauerhaft über dem Gefrierpunkt liegen.
- In Sibirien und im Ural empfiehlt es sich, die Arbeiten nur im Frühjahr durchzuführen, damit die Pflanze Zeit hat, Wurzeln zu schlagen und zu wachsen.
Der Prozess des Anpflanzens von Setzlingen umfasst folgende Schritte:
- Graben Sie Löcher oder Gräben in einer Tiefe, die der Größe des Wurzelsystems der Pflanze entspricht.
- Anschließend wird in jedes Loch Dünger gegeben, der aus organischem Material, mineralischen Bestandteilen und Holzasche bestehen kann.
- Setzen Sie als Nächstes den Setzling in das Loch und bedecken Sie ihn mit einer Schicht Erde.
- Die Oberfläche mäßig verdichten, dann mit warmem Wasser wässern und eine Mulchschicht in den Wurzelbereich einbringen.
Beim Pflanzen einer großen Anzahl von Pflanzen ist es wichtig, einen gewissen Abstand zwischen ihnen einzuhalten, der mindestens 60-65 cm betragen sollte. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von 100-140 cm eingehalten werden.
Pflege
Bei der Pflege der Himbeersorte Sokolitza ist es notwendig, einige wichtige Aspekte besonders zu beachten:
- Feuchtigkeitsspendend. Diese Sorte verträgt trockene Sommertage gut und benötigt keine häufige Bewässerung. Wenige Wassergaben während der Blüte und Fruchtbildung genügen. Wichtig ist, Staunässe und die Verwendung von kaltem Wasser zu vermeiden.
- Ernährung. Für optimales Wachstum regelmäßig düngen. Stickstoffhaltige Dünger können im zeitigen Frühjahr verwendet werden. Organische Dünger sind unerlässlich, sollten aber zur besseren Aufnahme mit mineralischen Düngern gemischt werden.
Während der Fruchtbildung sollten komplexe Düngemittelmischungen zugeführt werden, und nach der Ernte benötigen Himbeeren Phosphor, um sich auf die nächste Saison vorzubereiten. - Trimmen. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei anderen Sorten. Im Herbst werden alle alten Triebe entfernt, und im Frühjahr erfolgt ein Pflegeschnitt, bei dem beschädigte, vertrocknete oder abgebrochene Äste entfernt werden.
Wenn sich zu viele Ausläufer an Himbeersträuchern bilden, sollten diese entfernt werden, um ein zu dichtes Wachstum zu verhindern und den Fruchtansatz zu erhalten. Die Ausläufer können Schädlinge beherbergen und den Himbeeren wichtige Nährstoffe für die Fruchtbildung entziehen.
Vorbereitung auf den Winter
Da diese Himbeersorte in Polen entwickelt wurde, ist sie nicht besonders frosthart. Sie benötigt daher einen Schutz. Vor dem ersten Winterfrost sollte der Boden mit einer Mulchschicht (z. B. Torf vermischt mit Stroh, verrottetem Mist) abgedeckt werden, um die Wurzeln vor Frost zu schützen.
Junge Sträucher sollten vorsichtig in die Erde gedrückt und mit Vlies abgedeckt werden. Nachtfröste sind für diese Himbeersorte unerwünscht.
Krankheiten und Schädlinge – wie man sie bekämpft
Die Himbeersorte Sokolitsa zeichnet sich durch ihre hohe Resistenz gegenüber verschiedenen Krankheitserregern aus. Gelegentlich ist sie jedoch anfällig für bestimmte Krankheiten. Zu den häufigsten, die diese Himbeersorte befallen können, gehören:
- Anthraknose. Dies ist eine der häufigsten Krankheiten. Sie breitet sich schnell aus. Erste Anzeichen zeigen sich an den Blättern – runde, grauviolette Flecken. Später rollen sich die Blätter ein, trocknen aus und fallen ab.
Tritt die Krankheit während der Fruchtreife auf, trocknen die Früchte aus. Anthraknose ist unheilbar. Wird die Krankheit festgestellt, müssen befallene Sträucher umgehend entfernt werden. - Echter Mehltau. Diese Krankheit verursacht einen weißen oder grauen, staubartigen Belag auf den Blättern. Mit der Zeit verdickt sich dieser Belag und kann zum Absterben der Pflanze führen. Wird das Problem frühzeitig erkannt, kann die Pflanze gerettet werden, indem die befallenen Pflanzenteile entfernt und vernichtet werden.
- Graufäule. Diese Krankheit ist durch das Auftreten gräulicher Flecken auf Blättern und Beeren sowie bräunlicher Ringe an den Trieben gekennzeichnet. Sie tritt meist während der Fruchtreife auf und schreitet sehr schnell voran. Befallene Sträucher sollten entfernt werden.
Um diesen Krankheiten vorzubeugen, sollten im Frühjahr Behandlungen mit Produkten durchgeführt werden, die 3 % Bordeauxbrühe, Kupferoxychlorid oder Hom enthalten. Eine ordnungsgemäße Gartenpflege ist ebenfalls wichtig.
Zu den Schädlingen der Himbeere zählen der Himbeerkäfer und die Stängelfliege, die erhebliche Schäden an den Beeren verursachen können. Der Himbeerkäfer schädigt Blätter, Früchte und Knospen, was zur Beerenfäule beiträgt. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge können spezielle Pflanzenschutzmittel wie Karbofos und Iskra eingesetzt werden.
Reproduktionsmethoden
Der Falke vermehrt sich gut von selbst und produziert jährlich zahlreiche junge Basaltriebe, die zur Anpflanzung neuer Himbeeren verwendet werden können.
Es wird empfohlen, die Setzlinge im frühen Frühling zu pflanzen, wenn die Temperatur konstant über Null Grad liegt, oder im späten Herbst, wenn die Blätter zu fallen beginnen.
So macht man es richtig:
- Bereiten Sie den Boden vor dem Pflanzen vor: Graben Sie 12–17 cm tiefe Löcher oder Gräben und reichern Sie den Boden mit Kompost, Asche und Phosphor-Kalium-Dünger an. Pflanzen Sie die Setzlinge im Abstand von 60 cm und mit 1 m Reihenabstand. Schneiden Sie die Jungpflanzen auf 35 cm zurück.
- Beim Kauf von wurzelnackten Setzlingen sollten diese vor dem Einpflanzen mehrere Stunden in einer Wachstumsstimulanslösung eingeweicht werden. Am besten eignen sich Pflanzen mit geschützten Wurzeln, da diese eine höhere Überlebenschance haben.
- Sobald die Setzlinge gepflanzt sind, müssen sie gegossen und mit Mulch geschützt werden. Mit der Zeit beginnen sie zu wachsen und sich aktiv zu entwickeln.
Was sind die Vor- und Nachteile?
Diese Sorte besitzt eine Reihe wichtiger Eigenschaften, weshalb sie sowohl von erfahrenen als auch von unerfahrenen Gärtnern bevorzugt wird:
Die Vielfalt hat aber auch ihre Nachteile:
Gärtnerbewertungen
Obwohl die Himbeersorte Sokolitsa besondere Pflege benötigt und die Ernte bei Nichteinhaltung dieser Bedingungen geringer ausfallen kann, gewinnt sie immer mehr Anhänger. Sie wird für ihren Geschmack, die Größe ihrer Beeren und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Hauptfeinden der Himbeere, insbesondere Trockenheit, geschätzt.




