Eine reiche Himbeerernte gelingt nur, wenn Gärtner Krankheiten und Schädlinge rechtzeitig an ihren geliebten Sträuchern verhindern. Sollten Schädlinge jedoch unvermeidbar sein, müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um das Problem zu beseitigen. Lesen Sie weiter, um mehr über die häufigsten Himbeerschädlinge und -krankheiten sowie deren Bekämpfungsmethoden zu erfahren.
Himbeerschädlinge
Heute lassen sich mehrere Dutzend Insektenarten (Blattläuse, Zikaden, Glaswürmer, Himbeerfliegen usw.) als Himbeerschädlinge identifizieren. Doch selbst erfahrene Gärtner und Gemüsebauern wissen oft nicht, wie man sie richtig und effektiv bekämpft. Der häufige Einsatz von Chemikalien führt dazu, dass die Beeren diese aufnehmen und somit ungenießbar werden.
Um mit Insekten umzugehen, ist es wichtig, ihre Natur und ihre Schwächen zu verstehen. Schließlich wird ihr Auftreten oft durch ein Übermaß an Unkraut oder mangelnde Pflanzenpflege ausgelöst.
| Name | Erwachsenengröße | Aktivitätszeitraum | Der Hauptschaden |
|---|---|---|---|
| Himbeerkäfer | Klein | Von der Blüte bis zur Ernte | Aufnahme von Beeren und Blättern |
| Himbeerknospenmotte | 9-12 mm | März – die ersten Blumen erscheinen | Beschädigung von Knospen und Blüten |
| Himbeer- und Erdbeerrüssler | Klein | Mai - Juni | Beschädigung der Knospen |
| Zecken | Mikroskopisch | Mai - August | Welken der Blätter und Früchte |
| Himbeerfliege | Bis zu 7 mm | Frühling - Sommer | Absterben junger Pflanzen |
| Himbeerstängel- oder Triebmücke | 1-2 mm | Ende August | Tod eines Busches |
| Himbeergewächshaus | Klein | Juli | Beschädigung der Stängel |
| Zikade | Klein | Die ganze Saison | Weißer Belag auf Blättern und Früchten |
Himbeerkäfer
Mangelnde Pflege und das Vorhandensein von Unkraut in und um Himbeersträucher können zum Auftreten des Himbeerkäfers führen. Dieser Käfer, allgemein bekannt als „Himbeerkäfer“, ist klein und hat einen haarigen, braunen Panzer.
Die Bekämpfung ist nicht einfach, aber möglich, wenn man die Ausbreitung der Larven frühzeitig verhindert. Sie erscheinen zuerst im Boden in einer Tiefe von maximal 10 cm, dort, wo Unkraut sprießt. Sobald die Käferlarve durch die Pollenaufnahme an Kraft gewonnen hat, sucht sie sich ein attraktiveres Ziel: einen Himbeerstrauch.
Der Käfer frisst zuerst die bodennahen Beeren. Sobald ein Gärtner kleine Löcher in den Beeren oder kleine Insekten auf den Blättern entdeckt, sollte er sofort handeln. Am einfachsten lässt sich der Käfer bekämpfen, bevor er sich stark vermehrt. Dieser Schädling kann über 15 % der Ernte vernichten.
Dies ist jedoch nicht die einzige Gefahr, die vom Himbeerkäfer ausgeht. Die Beschädigung von Blättern und Früchten zwingt die Pflanze zur Regeneration, was zukünftig zu geringeren Beerenerträgen führen kann. Darüber hinaus kann der Käfer seine Larven überdauern, sodass der Befall bis in die nächste Saison andauern kann.
Himbeerknospenmotte
Der Himbeerknospenfalter ist leicht zu erkennen – es handelt sich um ein kleines Insekt, das sich vor allem durch seinen gelben Kopf auszeichnet. Seine Färbung wechselt zwischen gelben und schwarzen Streifen. Die ausgewachsene Raupe misst 9 bis 12 mm und hat einen rötlichen Schimmer.
Das Insekt kann den Winter überleben. Wird es nicht umgehend bekämpft, vernichtet der Schädling auch in der folgenden Saison die Ernte. Die Raupe schlüpft bereits Anfang März mit den ersten warmen Temperaturen, der Schmetterling mit dem Erscheinen der ersten Blüten.
Himbeer- und Erdbeerrüssler
Ein kleiner, schwarzer Käfer mit langem Rüssel befällt Himbeeren während der Blütezeit. Mit seinem verlängerten Rüssel saugt er den wertvollen Nektar. Nach seinem Befall können die Beeren ausbleiben. Die Larven sind vor allem in einem kurzen Zeitraum von Mai bis Juni aktiv.
Frühe Sorten sind gefährdet:
- Himbeeren;
- Erdbeeren;
- Brombeeren;
- Hartriegel.
Am besten bekämpft man den Schädling, solange die Pflanze noch blüht, da die Larven dann geschwächt und noch nicht vollständig entwickelt sind. Anzeichen für einen Käferbefall sind kleine Einstiche und schwarze Flecken auf Blättern und Knospen.
Zecken
Milben befallen Sträucher in allen Regionen, in denen Beeren wachsen. Die Blattknospenmilbe bevorzugt gemäßigte Klimazonen, wobei Gewächshäuser und kleine Frühbeete gefährdet sind. Da die Milbe feuchte und warme Bedingungen bevorzugt, benötigen geschützte Anpflanzungen eine ausreichende Belüftung.
Das Insekt ist schwer zu entdecken; seine Aktivität tarnt sich oft als Blattmosaik. Erste Anzeichen der Milbe sind ab Mai sichtbar. Kleine, helle Punkte erscheinen auf den Blättern. Die Folge ihrer Aktivität:
- Blätter und Früchte verlieren merklich an Volumen.
- Schon im Juli beginnen die Blätter zu welken und abzufallen.
- Wird der Busch nicht behandelt, stirbt er bis August ab.
Die größte Gefahr von Spinnmilben besteht darin, dass sie vom Wind im Garten verbreitet werden können. Bekämpft man sie an einer Stelle, tauchen sie an anderer Stelle wieder auf. In diesem Fall ist ein umfassendes Schädlingsbekämpfungsprogramm notwendig.
Himbeerfliege
Sie tritt häufig in der Nähe junger Beerensträucher auf. Äußerlich ähnelt sie einer gewöhnlichen Zuckmücke und ist nicht länger als 7 mm. Sie befällt zunächst den Stängel der jungen Pflanze und führt so zum Absterben des gesamten Strauchs. Nach dem Absterben der jungen Pflanze legt sie 5 mm lange Larven auf Bereiche der ausgewachsenen Pflanze.
Das Insekt kann im Ruhezustand erhebliche Temperaturabfälle überstehen, daher ist eine sofortige Schädlingsbekämpfung wichtig. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich die Anwendung chemischer Bestäubungsmittel und medizinischer Mittel vor der Blüte.
Himbeerstängel- oder Triebmücke
Aufgrund seiner geringen Größe (1–2 mm) ist dieser Schädling schwer zu erkennen. Daher lässt sich das Problem nur an den äußeren Krankheitsanzeichen der Pflanze feststellen. Charakteristisch für den Schädling ist, dass er seine Eier an Stellen mit nur geringen Schäden ablegt. Oft ist der Stängel gefährdet, was zum Absterben der gesamten Pflanze führen kann.
Das Insekt tritt Ende August auf und lässt sich an vorzeitigem Blattfall erkennen. Die einzige Bekämpfungsmöglichkeit besteht darin, die befallenen Stellen zurückzuschneiden, da das Insekt die Kälte überleben kann.
Himbeergewächshaus
Der gemeinhin als „Gartenwurm“ bekannte Schmetterling unterscheidet sich hauptsächlich durch seine blauen Flügel. Er ähnelt dem Himbeerwickler, ist aber durch seinen länglichen Körper zu erkennen. Die Weibchen weisen nur drei abwechselnd gelbe und schwarze Streifen auf. Sie gelten als die wichtigsten und gefährlichsten Schädlinge, da sie über 100 Larven in Stängel und Erde ablegen. Man findet sie an beschädigten Himbeerzweigen.
Das Insekt erscheint gewöhnlich im Juli.
Zikade
Einer der häufigsten Himbeerschädlinge ist die Weiße Zikade. Dieses Insekt kann ganze Himbeersträucher und -pflanzen innerhalb einer Saison vernichten. Ihr Befall ist leicht zu erkennen: Blätter und Früchte bilden einen weißen Belag. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass bei einem Befall einer Kulturpflanze innerhalb kurzer Zeit der gesamte Garten befallen wird.
Wissenschaftler warnen jährlich vor der zunehmenden Population von Zikaden. Daher ist es unerlässlich, Bekämpfungsmaßnahmen im Voraus vorzubereiten. Sie befällt häufig Kulturpflanzen wie:
- Apfel;
- Feigen;
- Himbeere;
- Birne;
- Stachelbeere;
- Johannisbeere.
Himbeerkrankheiten
Himbeerkrankheiten sind genauso gefährlich wie Schädlinge. Oftmals ist es die Krankheit des Strauchs, die einen Insektenbefall auslöst. Um eine vollständige Erntevernichtung zu vermeiden, ist es wichtig, die häufigsten Himbeerkrankheiten zu kennen.
| Name | Krankheitsart | Hauptsymptome | Aktivitätszeitraum |
|---|---|---|---|
| Verticillium-Welke | Pilz | Einrollen und Verfärben der Blätter | Die ganze Saison |
| Didymella oder Purpurfleck | Pilz | Dunkle Flecken auf Blättern und Stängeln | Juli |
| Anthraknose | Pilz | Kleine Löcher in den Blättern | Die ganze Saison |
| Krebsstelle | Pilz | Graue Flecken am Stiel | Die ganze Saison |
| Himbeerrost | Pilz | Gelbliche Färbung der Blätter | Die ganze Saison |
| Wurzelfäule oder Krautfäule | Pilz | Klebrige und nasse Stängel | Die ganze Saison |
| Grauschimmel oder Botrytis | Pilz | Graue Flecken auf jungen Blättern | Regenzeit |
| Wurzelkrebs oder Kropf | Ansteckend | Wachstum am Stängel | Die ganze Saison |
| Himbeerblattkräuselung | Viral | Einrollen und Vergilben der Blätter | Die ganze Saison |
| Himbeeren anbauen | Viral | Mehr als 200 Triebe an einem Busch | Die ganze Saison |
Verticillium-Welke
Die Krankheit ist aufgrund der vielfältigen Symptome schwer zu erkennen. Hauptursache ist eine Schädigung des Wurzelsystems. Diese kann sowohl durch die Larven gefährlicher Schädlinge als auch durch die Nachlässigkeit des Gärtners selbst verursacht werden.
Das erste Anzeichen der Krankheit sind eingerollte und verfärbte Blätter. Dies kann leicht mit Überwässerung verwechselt werden. Die Verticillium-Welke wird durch einen Pilz verursacht. Eine Behandlung sollte umgehend erfolgen, da sich der Pilz auf gesunde Pflanzen ausbreiten kann.
Didymella oder Purpurfleck
Die Krankheit tritt häufig in Gebieten mit häufigen Regenfällen oder hoher Luftfeuchtigkeit auf. Pflanzen können sich auch in geschützten Gewächshäusern oder Treibhäusern infizieren. Sie breitet sich schnell aus, ist aber leicht zu erkennen. Das erste Anzeichen sind dunkle Flecken auf den Blättern, gefolgt von Flecken an den Stängeln.
Der Höhepunkt der Krankheitsaktivität liegt im Juli. Sie befällt zunächst ältere Blätter und breitet sich dann auf jüngere aus. Unbehandelt breitet sie sich innerhalb weniger Monate auf andere Nutzpflanzen aus.
Anthraknose
Ein gefährlicher Pilz, der sich schnell durch Wind und Insekten ausbreitet. Wurde die Krankheit bereits an anderen Nutzpflanzen festgestellt, sind Behandlungs- und Vorbeugemaßnahmen für alle Pflanzen erforderlich. Das erste Anzeichen der Krankheit ist sichtbar: Kleine Löcher in den Blättern deuten auf den Befall mit dem Pilz hin.
Beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sollten Gärtner eine Atemschutzmaske tragen, da das Einatmen der Chemikalien allergische Reaktionen auslösen kann. Zu den gefährdeten Pflanzen gehören:
- Gurken;
- Traube;
- Himbeere;
- Kartoffel;
- Melone.
Krebsstelle
Nicht nur Himbeersträucher, sondern auch Rosen sind gefährdet. Wenn befallene Pflanzen in der Gegend wachsen, breitet sich die Krankheit aus. In diesem Fall müssen Gärtner verschiedene vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung zu verhindern.
Krebsflecken zeigen sich als graue Flecken an den Stängeln junger Pflanzen. Mit der Zeit verhärten sich diese Flecken, was zur Infektion des gesamten Stängels und zum Absterben der Pflanze führt. Die einzige zuverlässige Lösung im Frühstadium der Krankheit ist das Entfernen und Verbrennen der befallenen Pflanzenteile.
Beim Umgang mit einer befallenen Pflanze müssen Handschuhe getragen werden.
Himbeerrost
Himbeerrost ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten und befällt alle Anbaugebiete. Ihn zu ignorieren, ist unvermeidlich, da ein befallener Strauch keine Ernte mehr bringt. Gärtner müssen ihn ausgraben und verbrennen. Darüber hinaus ist die Krankheit auf andere Nutzpflanzen übertragbar.
Die Krankheit ist leicht zu erkennen; erste Anzeichen zeigen sich an jungen Blättern. Diese verfärben sich ungewöhnlich gelb. Ertrag und Beerengröße nehmen ab, da die Pflanze Schwierigkeiten hat, ihre Blätter zu regenerieren.
Wurzelfäule (oder Krautfäule)
Wurzelfäule ist eine unangenehme Krankheit, die schwer zu erkennen ist, da ihre Symptome denen vieler anderer Krankheiten ähneln. Zu den Ursachen gehören:
- Beschädigung der Wurzeln bei der Schädlingsbekämpfung.
- Unzureichende Bewässerung und Übersättigung des Bodens.
Der größte Nachteil dieser Krankheit ist, dass sie die Pflanze unbehandelt schnell zerstört. Sie lässt sich nur durch eine Sichtprüfung des Bodens feststellen. Steht die Pflanze in einer Grube oder Senke, wo sich Regenwasser sammelt, sollte man sie nur sparsam gießen und den Boden austrocknen lassen.
Erste Anzeichen der Krankheit sind klebrige und feuchte Stängel. Wurzelfäule ist eine Pilzkrankheit, die sich auf andere Nutzpflanzen ausbreiten kann.
Grauschimmel (oder Botrytis)
Grauschimmel ist eine Pilzkrankheit, die durch Sporen infizierter Pflanzen übertragen wird. Befindet sich auch nur eine einzige Pflanze in Ihrem Garten infizieren, muss sie umgehend behandelt werden. Die Krankheit breitet sich schnell aus und befällt häufig Chrysanthemen und Rosen. Daher sollten Sie auch Himbeersträucher in der Nähe vorsorglich behandeln.
Der Hauptunterschied zu anderen Krankheiten besteht im Auftreten kleiner grauer Flecken auf jungen Blättern. Diese treten häufig während der Regenzeit auf. Schimmel lässt sich nur durch geeignete landwirtschaftliche Praktiken entfernen.
Wurzelkrebs (oder Kropf)
Eine ansteckende Krankheit, die jährlich verschiedene Himbeersorten befällt. Sie ist leicht zu erkennen; man muss nur die Wurzeln der Pflanze betrachten. Die Wucherungen treten nahe am Stamm auf und sind im Frühstadium klein und wie ein abgesägtes Ei geformt.
Die Pflanze muss umgehend behandelt werden, da der Krebs leicht über Werkzeuge und ungewaschene Hände übertragen wird. Unbehandelt stirbt die Pflanze bis zum Ende der Saison vollständig ab.
Himbeerblattkräuselung
Die Himbeerblattkräuselkrankheit ist eine gefährliche Viruserkrankung, die dazu führt, dass die Blätter sich kräuseln und einrollen; mit der Zeit vergilben ihre Ränder, werden trocken und brüchig.
Unbehandelt müssen Gärtner den gesamten Himbeerstrauch bis Juli ausgraben und verbrennen. Die Krankheit breitet sich leicht auf benachbarte Pflanzen aus. Wer also Wert auf seine Ernte legt, sollte frühzeitig handeln.
Die Krankheit tritt häufig an Pflanzen auf, die nicht ordnungsgemäß gepflegt werden. Dies kann an einem ungeeigneten Standort für das Himbeerbeet oder an mangelnder Bewässerung und Düngung liegen.
Himbeeren anbauen
Der Neuaustrieb von Himbeeren ist umgangssprachlich als „Hexenbesen“ bekannt. Die Krankheit lässt sich leicht erkennen: Ein einzelner junger Himbeerstrauch kann über 200 Triebe bilden. Das Wurzelsystem ist dieser Belastung nicht gewachsen und kann die jungen Triebe nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgen.
Selbst wenn der Strauch den Nährstoffmangel überlebt, wird der Ertrag gering und kümmerlich sein. Sträucher, die von dieser Krankheit befallen sind, können jedoch bis zu 10 Jahre alt werden. Daher sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:
- Ein scheinbar gesunder, grüner Busch wird nur eine minimale Erntemenge liefern, was zu Ineffizienz bei der Arbeitsnutzung führt.
- Wenn man eine kranke Pflanze entfernt und den Boden nicht behandelt, wird die neue Pflanze die Krankheit mit Sicherheit erben.
Wie wird man Himbeerkrankheiten und -schädlinge los?
Eine wirksame und rechtzeitige Behandlung Ihrer Lieblingspflanzen sichert nicht nur die Ernte, sondern bewahrt auch andere Nutzpflanzen vor dem Aussterben. Um dies zu erreichen, müssen Gärtner das richtige Produkt zur Bekämpfung natürlicher Schädlinge und Insekten wählen.
Ob man sich für ein Hausmittel oder ein professionelles Heilmittel entscheidet, muss der Hausbesitzer selbst entscheiden. Bevor man eine Entscheidung trifft, ist es jedoch wichtig, sich mit allen Feinheiten vertraut zu machen.
Chemikalien
Chemische Mittel sind zwar wirksam, ihre Anwendung nach dem Erscheinen der ersten Früchte wird jedoch nicht empfohlen. Vergiftungen durch beliebte Beeren und Früchte sind häufig die Folge einer verspäteten Behandlung.
Der Wunsch, die Pflanze und die Ernte vor der Zerstörung zu bewahren, führt häufig zu unsachgemäßem Einsatz von Chemikalien. Experten empfehlen, Chemikalien vorbeugend, idealerweise bereits vor der Blüte, anzuwenden. Am besten behandelt man Stängel und Boden und vermeidet dabei das Laub.
Nach der Ernte empfehlen erfahrene Gärtner, zur Schädlingsbekämpfung stärkere Mittel einzusetzen. Hier eine kurze Liste wirksamer Mittel:
- Fufanon;
- Fitosporin;
- Vitaros;
- Topsin-M.
Diese Produkte helfen, Pilzbefall, Larven und Wurzelfäule zu bekämpfen. Himbeerpflanzen sollten im Frühjahr und im Spätherbst behandelt werden.
Volksheilmittel
Hausmittel sind wirksam, wenn die Pflanze sofortige Hilfe benötigt und der Einsatz von Chemikalien verboten ist. Schon ein leichter Spritzer Natron vertreibt viele Insekten. Und eine Behandlung mit Tabaktinktur hält Fliegen und Zikaden vom Himbeerbeet fern.
- ✓ Verwendung von Tabakaufguss zur Abwehr von Zikaden und Fliegen.
- ✓ Behandlung der Pflanzen mit einer Holzaschelösung zur Vorbeugung von Pilzkrankheiten.
- ✓ Besprühen mit einer Sodalösung gegen ein breites Spektrum von Schädlingen.
Die Verwendung von Holzasche beugt Pilz- und Schimmelbildung vor. Schon geringe Mengen Mangan können dazu beitragen, Befall und die Ausbreitung zahlreicher verbreiteter Krankheiten zu verhindern.
Volksheilmittel sind schonend zu Früchten, daher beeinträchtigen sie nicht die Gesundheit des Gärtners. Viele Menschen greifen auch deshalb auf Volksheilmittel zurück, weil sie leicht verfügbar und kostengünstig sind. So findet sich beispielsweise Holzasche in fast jedem Garten.
Präventive Maßnahmen
Die Einhaltung landwirtschaftlicher Praktiken trägt dazu bei, das Auftreten von Krankheiten und Insekten zu verhindern:
- richtige Bewässerung;
- Unkrautbekämpfung;
- regelmäßige Fütterung;
- die richtige Standortwahl für das Himbeerbeet.
Dies ist nur ein kleiner Teil der Präventivmaßnahmen, die dazu beitragen werden, 70 % aller Probleme zu beseitigen.
Um eine reiche Ernte zu erzielen, muss der Gärtner sein Himbeerbeet und die darin wachsenden Pflanzen sorgfältig pflegen. Bei den ersten Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall ist es wichtig, Erste Hilfe zu leisten. Dies kann den gesamten Garten oder Obstgarten in Zukunft retten.


















