Die Lyachka-Himbeere ist ein Halbstrauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und der Gattung Rubus. Sie zeichnet sich durch Frost- und Trockenheitsresistenz, Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen und einen reichen Fruchtertrag aus. Sie eignet sich sowohl für den Anbau in Hausgärten als auch in großen landwirtschaftlichen Betrieben – sie ist transportfähig und lange haltbar.
Geschichte der Auswahl
Die Sorte Laszka wurde in Polen entwickelt. Sie wurde von dem polnischen Botaniker Janusz Danek gezüchtet, der diese neue Sorte 2006 vorstellte und nach der Stadt Laszka benannte. In verschiedenen Quellen finden sich unterschiedliche Schreibweisen dieses Sortennamens.
- Lyashka;
- Lasha;
- Lyashko;
- Lyapshko;
- Lachka.
Seit ihrer Einführung in Polen hat die Himbeersorte Lyachka in ganz Europa an Beliebtheit gewonnen. 2009 wurde sie in den ukrainischen Sortenkatalog aufgenommen. Seitdem kann diese Himbeersorte auch in Belarus, Moldawien und Russland angebaut werden.
Beschreibung des Busches
Der Halbstrauch zeichnet sich durch hohes, baumartiges Wachstum aus, so erreicht Lyapshko eine Höhe von 250 cm. Er besitzt außerdem weitere sortentypische Merkmale:
- aufrecht wachsende Triebe mit sehr starker und elastischer Struktur;
- An den Zweigen befinden sich zahlreiche Dornen, diese sind jedoch klein;
- Die Blattränder sind behaart und gesägt, die Blattform ist klassisch oval;
- Das Laub ist hellgrün;
- Das Wurzelsystem befindet sich in den obersten Bodenschichten, es ist faserig, bildet aber nur wenige Triebe.
- Die zentrale Wurzel reicht 50-60 cm tief, die Triebe breiten sich nicht über weite Strecken aus, da sie zu einem einzigen Ballen verflochten sind;
- Die Rinde ist im jungen Stadium grün, verfärbt sich aber im zweiten Jahr des Triebwachstums braun;
- Die Blüten sind schneeweiß und klein und befinden sich in einem traubigen Blütenstand mit 8 bis 12 Blüten.
Beeren und ihr Geschmack
Die Steinfrüchte sind recht groß – ihre Länge variiert zwischen 3 und 5-6 cm, und ihr Gewicht beträgt 6-8 g, manchmal auch mehr.
Weitere Merkmale:
- Die Schale der Steinfrüchte ist orangerot, saftig und fleischig;
- Die Oberfläche der Frucht ist leicht behaart;
- Die Form ist oval, aber einige Exemplare wachsen wie ein Dreieck mit einem verlängerten Ende;
- Die Beeren haben eine tiefrote Grundfarbe;
- Das Fruchtfleisch hat eine angenehme, feste Konsistenz und ist saftig.
Der Geschmack vollreifer Früchte zeichnet sich durch eine süße, leicht säuerliche Note aus. Dank ihres festen Fruchtfleisches behalten die Beeren ihre Form gut und eignen sich daher ideal nicht nur zum Frischverzehr, sondern auch zum Einfrieren sowie zur Herstellung von Marmeladen und Kompotten.
Reifezeit
Die Lyashko-Himbeere zeichnet sich durch ihre Dauerhaftigkeit aus, die es ermöglicht, nicht nur einmal, sondern mehrmals während der Saison geerntet zu werden. Die ersten reifen Beeren erscheinen recht schnell an den Sträuchern. Die Erntezeit beginnt im Juni/Juli (der genaue Zeitpunkt hängt von den aktuellen Wetter- und Klimabedingungen ab) und dauert bis zum ersten Herbstfrost.
Produktivität
Dieser Himbeerstrauch ist sehr ertragreich. Die Sorte trägt bereits im folgenden Jahr nach der Pflanzung Früchte. Sie zeichnet sich durch eine lange Erntezeit aus – die Ernte erfolgt nach und nach über den Sommer. Selbst im Frühherbst hängen noch reife Beeren an den Sträuchern.
Der durchschnittliche Ertrag pro Strauch liegt zwischen 3 und 5–6 kg und kann im industriellen Maßstab 20 Tonnen pro Hektar erreichen. Dieser Ertrag ist bei sachgemäßer Anbaupraxis und Pflanzenpflege möglich.
Für den Anbau geeignete Regionen
Lachka bevorzugt gemäßigte Kontinentalklimate, wie sie typisch für Zentralrussland sind. Diese Sorte benötigt ausreichend Niederschlag, insbesondere in Form von Schnee im Winter, bei Temperaturen zwischen -8 und -12 Grad Celsius und höherer Luftfeuchtigkeit im Sommer.
Bestäubung
Himbeeren können ohne Bestäubung Früchte tragen, da sie selbstfruchtbar sind. Um den Ertrag zu steigern, ist die Bestäubung durch Bienen jedoch unerlässlich. Sie übertragen den Pollen von einer Blüte zur anderen und fördern so eine effizientere Fruchtbildung.
Merkmale des Anbaus
Für den erfolgreichen Anbau von Lyapshko-Himbeeren ist ausreichend Sonnenlicht wichtig, da die Beeren sonst zu sauer werden. Beachten Sie außerdem die weiteren sortenspezifischen Anforderungen:
- Beim Anpflanzen von Himbeeren ist auf den erforderlichen Reihenabstand zu achten – dieser sollte mindestens 150 cm betragen, und innerhalb einer Reihe ist ein Abstand von 50 cm einzuhalten.
- Die Pflanzung der polnischen Himbeersorte erfordert im Vergleich zu anderen Sorten keine besonderen Techniken. Die Sträucher bevorzugen lockeren, feuchten Boden, der den Wurzeln ausreichend Sauerstoff liefert.
- Vermeiden Sie stehendes Wasser, da übermäßige Feuchtigkeit die Gesundheit und den Fruchtansatz der Pflanze negativ beeinflusst. Der Standort sollte daher nicht in einer Senke liegen.
- Die Lyachka stellt besonders hohe Ansprüche an die chemische Zusammensetzung des Bodens und benötigt eine große Menge an Nährstoffen. Daher werden die Sträucher gedüngt, oft mit stickstoffreichen Düngemitteln bei der Pflanzung.
- ✓ Der optimale pH-Wert des Bodens für Lyachka-Himbeeren sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
- ✓ Der Abstand zwischen den Reihen sollte mindestens 2 Meter betragen, um eine ausreichende Belüftung und den Zugang zu Sonnenlicht zu gewährleisten.
Auswahl eines Standorts und Vorbereitung des Bodens
Die Wahl eines Standorts für den Himbeeranbau erfordert besondere Sorgfalt. Idealerweise sollte er groß und sonnig sein, wobei ein natürlicher Schutz vor böigen Winden und kühlen Luftströmungen ein zusätzlicher Vorteil ist.
Weitere Merkmale:
- Bereiten Sie im Voraus Metallkonstruktionen zur Pflanzenstützung vor.
- Die Setzlinge in Doppelreihen, in Nord-Süd-Richtung, auspflanzen.
- Zum Pflanzen von Himbeersetzlingen graben Sie Löcher von 40–50 x 40–50 cm. Formen Sie am Boden des Lochs einen kleinen Hügel und setzen Sie den jungen Strauch darauf. Breiten Sie das Wurzelsystem vorsichtig aus und achten Sie darauf, dass die Triebspitze etwa 4 cm über der Erdoberfläche liegt.
- Nach dem Einpflanzen den Boden sorgfältig andrücken und die Setzlinge gründlich wässern.
Anschließend sollte die Mulchschicht um die Pflanzen verteilt werden. Verwenden Sie dazu vorbereiteten Kompost, Sägemehl oder Stroh. Dies trägt dazu bei, die optimale Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, schützt die Pflanzen vor plötzlichen Temperaturschwankungen und Trockenheit und versorgt den Boden mit zusätzlichen Nährstoffen.
Trimmen
Beim Einpflanzen sollte ein erster Rückschnitt durchgeführt werden, indem die Äste direkt an der Basis gekürzt werden. Dies fördert ein schnelles Wurzelwachstum und schützt den oberirdischen Teil vor Pilzkrankheiten.
Die weiteren Verfahrensschritte erfolgen nach folgendem Schema:
- Im ersten Jahr, im April/Mai, sollten schwache Äste entfernt werden. Dadurch lässt sich die Pflanzdichte optimieren und auf 10–13 Pflanzen pro Quadratmeter begrenzen.
- Der nächste Rückschnitt sollte unmittelbar nach der Ernte (üblicherweise im August/September) erfolgen. Entfernen Sie dabei alle zweijährigen Zweige und lassen Sie nur junge Triebe bis zu einem Alter von 12 Monaten stehen. Dünnen Sie außerdem die grünen Triebe aus und achten Sie auf einen Abstand von 15–18 cm.
- Im zweiten Jahr sollte die Pflanze nach dem Winter schneller austreiben, indem man die Triebspitzen um 15 cm anhebt und zurückschneidet. Anschließend werden die Triebe mit Draht oder Seil an der Stütze befestigt.
Bewässerung und Düngung
Himbeeren benötigen eine mäßige Bewässerung, die an die aktuelle Temperatur angepasst werden sollte. Zu viel Wasser kann schädlich sein, zu wenig Feuchtigkeit mindert die Erntequalität. Bei natürlichem Niederschlag ist keine zusätzliche Bewässerung nötig. Während der Knospenbildung und Reifezeit benötigt der Strauch besonders viel Wasser. Ein Tropfbewässerungssystem ist hierfür optimal.
Die Beregnung wird oft mit Düngung kombiniert. Im Frühjahr werden organische und anorganische Düngemittel mit hohem Stickstoffgehalt eingesetzt, um das Wachstum der grünen Pflanzenteile anzuregen. Hierfür löst man 1,5–2 Esslöffel Harnstoff in 10 Litern Wasser auf. Himbeeren benötigen außerdem handelsübliche Mineralstoffkomplexe.
Frostbeständigkeit und Vorbereitung auf den Winter
Die Sorte Lyachka gedeiht dank ihrer Kälteresistenz auch in kalten Klimazonen. Diese Sträucher überstehen Temperaturen bis zu -30 °C problemlos, dennoch sollten Sie vorsorglich zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen.
- Alte und kranke Triebe sollten Ende Oktober zurückgeschnitten werden.
- Um die Wurzeln vor Frost zu schützen, sollte eine 10-15 cm dicke Mulchschicht um die Sträucher gelegt werden.
- Biegen Sie die Triebe zum Boden und befestigen Sie sie, bevor der erste starke Frost einsetzt.
Um eine erfolgreiche Überwinterung zu gewährleisten, beachten Sie Folgendes:
- Lockern Sie die Erde um die Triebe herum.
- Bringen Sie die notwendigen Düngemittel aus, um die Gesundheit des Busches zu erhalten.
- Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, sollten alte und kranke Triebe abgeschnitten und verbrannt werden.
- Schließen Sie den Vorgang des Mulchens des Bodens um den Busch herum ab, um Feuchtigkeit und Wärme zu speichern.
Bei starkem Frost die Triebe bündeln und in die Erde drücken. Mit Vlies abdecken oder mit einer dicken Schneeschicht bestreuen.
Krankheiten und Schädlinge
Lyashka ist dank seiner natürlichen genetischen Ausstattung äußerst widerstandsfähig gegen Krankheiten und somit gegen viele Pilzinfektionen. Einfache vorbeugende Maßnahmen genügen, um Gesundheit und Immunität zu erhalten:
- Bei der Pflanzung der Setzlinge ist besondere Sorgfalt geboten;
- Die Büsche von Zeit zu Zeit stutzen und ausdünnen;
- Übermäßige Bodenfeuchtigkeit vermeiden;
- Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt mit Chemikalien behandeln: im Frühjahr vor der Blüte und im Herbst nach der Ernte;
- Wenn Anzeichen einer Krankheit auftreten, entfernen Sie umgehend die betroffenen Pflanzenteile.
Zu den Schädlingen für Lyachka zählen folgende Insekten zu den gefährlichsten:
- Himbeerkäfer, Dies schädigt junge Blätter, Knospen und Blüten. Vorbeugende Maßnahmen umfassen das Düngen mit organischem Material und Holzasche, das Ausdünnen von Sträuchern, das Jäten von Unkraut und das Auflockern des Bodens.
Wenn man einen Käfer auf einer Pflanze findet, eignen sich Alatar, Kinmiks, Fufanon, Karbofos und Iskra als wirksame Mittel. Alternativ können auch Hausmittel wie Aufgüsse aus Rainfarn, Kaliumpermanganat, Tabak und Natron verwendet werden. - Himbeerfliege, Dieser Schädling schädigt Pflanzenstängel. Zur Bekämpfung eignen sich chemische und biologische Insektizide sowie traditionelle Methoden. Neben Insektiziden gegen den Käfer können Sie Fitoverm und Agravertin erwerben. Befallene Triebe müssen umgehend entfernt und vernichtet werden.
- Himbeer-Erdbeer-Rüsselkäfer. Die Larven können Ernteerträge erheblich mindern und die Blätter von Kulturpflanzen schädigen. Zur Schädlingsbekämpfung eignen sich Entonem-F und Nemabact sowie wirksame Hausmittel wie ein Aufguss aus scharfen Paprikaschoten, Senfsaft und eine Tinktur aus Ammoniak und Rainfarnblüten.
- Gallmücke – Ein Schädling, der junge Triebe befällt. Löwenzahnaufguss, Zwiebelschalensud sowie Sprays aus Rainfarn und Wermut sind wirksam gegen ihn. Auch mit Wasser vermischter Senf kann verwendet werden. Zu den chemischen Bekämpfungsmitteln gehören Arrivo, Iskra M, Calypso, Confidor und Karate.
Reproduktion
Lyachka-Sträucher zeichnen sich durch ihre hohe Ausläuferproduktion aus, die eine schnelle Vermehrung gesunder Jungpflanzen ermöglicht. Dazu werden die Ausläufer verpflanzt, sobald sie eine Höhe von 20–25 cm erreicht haben.
Manche Gartenbesitzer vermehren ihre Pflanzen durch Stecklinge oder durch Teilung des Strauchs. Diese Methoden sind zwar nicht weit verbreitet, aber recht effektiv, wenn nur wenig Pflanzmaterial zur Verfügung steht. Vorgezogene Jungpflanzen sind auch in spezialisierten Baumschulen erhältlich, wo sie für den Verkauf gezogen werden.
Lagerung der Ernte
Damit Himbeeren nicht welken, sollten sie maximal 8 Stunden bei Zimmertemperatur gelagert werden. Um die Ernte 7–9 Tage haltbar zu machen, lagert man sie an einem kühlen Ort, am besten im Kühlschrank.
Vorteile
Diese Himbeersorte besitzt wahrlich einzigartige Eigenschaften, dank derer erfahrene Gärtner eine Reihe positiver Aspekte festgestellt haben:
Mängel
Die Lyachka-Himbeere besitzt hervorragende Eigenschaften, doch erfahrene Gärtner haben auch einige Schwächen dieser Sorte festgestellt. Laut ihrer Einschätzung:
Rezensionen
Die Himbeersorte Lashka, wie sie auch genannt wird, zeichnet sich durch hervorragende Fruchtqualität, Robustheit und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Gärtner empfehlen, Himbeersträucher alle fünf bis sechs Jahre neu zu pflanzen, da der Ertrag danach deutlich abnimmt.











