Die Himbeersorte Cascade Delight ist eine mittelfrühe Sorte mit hohem Ertrag. Diese großfrüchtige Himbeere wurde von amerikanischen Züchtern entwickelt. Sie zeichnet sich durch exzellenten Geschmack und die gleichmäßige Form der Beeren aus, was sie für potenzielle Verbraucher besonders attraktiv macht.
Geschichte der Auswahl
Die Himbeersorte Cascade Delight entstand 1989. Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Chilliwack und WSU 994. Sie zeichnet sich durch ihre wüchsigen Sträucher aus, die 1990 erstmals in Gewächshäusern angepflanzt wurden.
1993 begannen die ersten Sortenversuche, die die hohe Keimfähigkeit und Robustheit der Sämlinge belegten. Die Beeren dieser Sorte überzeugen durch ihren Ertrag, ihr attraktives Aussehen und ihr Aroma.
Über mehrere Jahre hinweg forschte und verfeinerte ein Züchterteam unter der Leitung von Dr. Patrick Moore die Sorteneigenschaften. Diese Arbeiten fanden im US-Bundesstaat Washington statt. Die endgültige Sorte wurde 2002 registriert und 2004 patentiert.
Einführung in die Vielfalt
Trotz der vielen von Amerikanern angeführten Vorteile und positiven Eigenschaften ist diese Sorte bei russischen Hobbygärtnern noch nicht weit verbreitet. In landwirtschaftlichen Baumschulen wird sie jedoch aktiv eingesetzt und birgt erhebliches Entwicklungspotenzial.
Strauch und Früchte
Diese Himbeersorte zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs und ihr ausgedehntes Wurzelsystem aus. Ihre Höhe variiert typischerweise zwischen 150 und 25 cm, und der Stamm ist oft mit Dornen besetzt, wenngleich diese nur wenige sind.
Sortenmerkmale:
- Der Strauch breitet sich schnell aus und bildet pro Saison bis zu 10–13 kräftige Triebe. Diese Triebe zeichnen sich durch eine dichte und robuste Struktur aus; junge Triebe sind hellgrün und verfärben sich im Herbst bräunlich.
- Die Blätter sind groß und breit und weisen eine charakteristische Wellenstruktur auf. Ihr leuchtendes Grün kann in hellere Grüntöne übergehen, und die Blattzähne können einen rötlich-braunen Schimmer aufweisen.
- Während der Blütezeit bilden Himbeersträucher dichte Blütenstände. Die Blüten sind weiß und recht groß – bis zu 2 cm. Sie sind zwar attraktiv anzusehen, ihr Duft ist jedoch kaum wahrnehmbar.
- Die Früchte sind groß, jede Beere wiegt zwischen 6 und 8,5 Gramm, manchmal auch mehr. Die Beeren haben eine längliche, kegelförmige Gestalt und einen süßen Geschmack mit einem leicht aromatischen, säuerlichen Nachgeschmack.
- Bei der Verkostung erhielten sie eine hohe Bewertung von 4,8 von 5 Punkten. Reife Früchte verströmen ein angenehmes Aroma, haben eine dichte und elastische Textur und eine glänzende Oberfläche.
- Die Samen dieser Himbeersorte sind klein und fest mit der Beere verbunden, sodass sie beim Verzehr fast unsichtbar sind.
Wo kann es angebaut werden?
Die Ursprünge dieser Sorte liegen in den Vereinigten Staaten, wo sie erstmals gezüchtet wurde. Später verbreitete sich ihr Anbau in weiten Teilen Russlands, der Ukraine, Belgiens und Großbritanniens.
In Russland erfreut sich die Sorte besonders in der Region Leningrad großer Beliebtheit, wo sie kommerziell angebaut wird. Der kommerzielle Anbau begann im Jahr 2012.
Frostbeständigkeit
Diese Sorte zeichnet sich durch gute Frostbeständigkeit aus und kann daher auch in kühleren Klimazonen als üblich angebaut werden. Um jedoch Schäden an Stängeln und Knospen im Winter zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Triebe durch Anbinden am Boden zu schützen.
Merkmale der Frucht- und Reifeperioden
Diese Sorte trägt erst ab dem zweiten Jahr Früchte. Sie ist nicht öftertragend – die Ernte erfolgt gleichzeitig mit der von mittelfrühen Sorten. Die Beeren bilden dichte Trauben und reifen unmittelbar nacheinander.
In den südlichen Regionen beginnt die Ernte in der zweiten Junihälfte, in den zentralen und nördlichen Regionen hingegen in der zweiten Julihälfte. Die Früchte können den ganzen Monat über geerntet werden. Während dieser Zeit sind die Sträucher vollständig mit leuchtend roten Beeren bedeckt.
Produktivität
Bereits wenige Jahre nach der Pflanzung kann ein einzelner Himbeerstrauch 3–4 kg Beeren tragen – ein beachtlicher Ertrag für den kommerziellen Anbau. Um diese Ergebnisse zu erzielen, ist sorgfältige Pflege erforderlich. In manchen Fällen kann der Ertrag sogar 6–6,5 kg erreichen.
Lagerung der Ernte
Diese Sorte ist unempfindlich gegenüber Transportschäden. Selbst vollreife Beeren lassen sich problemlos transportieren. Wichtig ist, sie vorher zu kühlen und in einem kühlen Raum oder Kühlschrank aufzubewahren.
Landeregeln
Die Auswahl hochwertiger Setzlinge ist entscheidend für eine erfolgreiche Anpflanzung. Es empfiehlt sich, Setzlinge von spezialisierten Baumschulen zu beziehen, die deren hohe Qualität und Keimfähigkeit garantieren. Die Setzlinge sollten ein vollständiges und unbeschädigtes Wurzelsystem aufweisen.
Wichtigste Regeln und Anforderungen:
- Diese Himbeersorte gedeiht nicht in lehmigen oder sandigen Böden; saure Böden sind ungeeignet und müssen mit Dolomitmehl oder Kalk neutralisiert werden.
- Der optimale Pflanzort sollte offen und sonnig sein, wo er vor kalten Winden und Zugluft geschützt ist.
- Die Vorbereitungen sollten im Herbst beginnen und umfassen Jäten, Umgraben und Düngen. Als Düngemittel eignen sich Kompost, Humus und Stallmist.
- Um Himbeeren anzubauen, teilen Sie den Garten in Reihen auf. Pflanzen Sie die einzelnen Himbeersträucher in einem Abstand von 40–45 cm, damit sich die Zweige nicht verheddern. Der Reihenabstand sollte zwischen 20 und 250 cm variieren.
- Zum Einpflanzen jedes Setzlings ist es notwendig, ein Loch von 40-45 cm Tiefe und 50-55 cm Breite auszuheben, damit das Wurzelsystem darin frei liegen und nicht beschädigt werden kann.
- Wurden bei der Bodenvorbereitung keine Mineraldünger hinzugefügt, sollten diese nun in jedes Pflanzloch gegeben werden. Geeignet sind etwa 2,5–3,5 Gramm organische Substanz (Kompost usw.) und 30–35 Gramm Superphosphat.
- Nachdem die Setzlinge in die Löcher gepflanzt wurden, müssen diese sorgfältig mit Erde aufgefüllt und der Bereich um die Setzlinge herum leicht verdichtet werden.
Im letzten Schritt wird die Fläche bewässert und mit Mulch bedeckt, der aus trockenem Laub, Torf oder Humus hergestellt werden kann.
Pflegetipps
Für eine reiche Himbeerernte benötigen Himbeeren Pflege und Aufmerksamkeit. Zu den grundlegenden Pflegehinweisen gehören einige wichtige Zwischenschritte:
- Wie man gießt. Wassermangel kann dazu führen, dass die Blätter gelb werden und abfallen, was wiederum den Geschmack der Beeren beeinträchtigt und sie zu sauer und klein macht. Himbeerpflanzen sollten regelmäßig und reichlich gegossen werden.
- Mulchen. Nach jedem Gießen ist es wichtig, den Boden mit Mulch abzudecken, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Regelmäßiges Auflockern des Bodens bis zu einer Tiefe von etwa 10 cm ist ebenfalls entscheidend, wobei jedoch darauf geachtet werden muss, das Wurzelsystem der Pflanze nicht zu beschädigen.
- Formen und Beschneiden des Strauchs. Vernachlässigen Sie den Rückschnitt nicht. Er sollte im Frühjahr und Herbst erfolgen, aber jede Jahreszeit hat ihre eigenen spezifischen Anforderungen:
- Im Frühjahr sollten trockene und beschädigte Zweige vom Strauch entfernt werden, da sie nach dem Winter nutzlos geworden sind. Die Triebe, aus denen der Strauch neu gebildet wird, sollten um 10–18 cm gekürzt werden.
- Im Herbst empfiehlt es sich, die Sträucher auf eine Höhe von 100 cm zurückzuschneiden und alle Zweige zu entfernen, die bereits Früchte getragen haben.
- Um Himbeersträucher buschig und ausladend zu halten, ist ein Ausgeizen im Sommer unerlässlich. Dadurch wird die Bildung von Seitentrieben angeregt. Diese Schnittmethode sollte angewendet werden, sobald der Strauch eine Höhe von 10–120 cm erreicht hat.
- Strumpfband. Himbeersträucher benötigen eine Stütze. Dazu werden am Anfang und Ende der Reihe Pfähle angebracht, die anschließend mit Draht bespannt werden. Mit der Zeit sollten die Stängel der Sträucher, wenn sie wachsen, an den Rankhilfen befestigt werden, damit sie nicht abbrechen und den Boden verunreinigen.
- Topping. Ein wichtiger Aspekt beim Himbeeranbau ist die regelmäßige Nährstoffversorgung. Bei günstigen Bodenverhältnissen ist eine übermäßige Düngung nicht notwendig. Ist der Boden jedoch weniger fruchtbar, benötigen Himbeeren möglicherweise zusätzliche Nährstoffe.
Krankheiten und Schädlinge
Diese Himbeersorte ist sehr krankheitsresistent. Sie kann jedoch anfällig für Virusinfektionen sein, die ganze Himbeerbestände vernichten können. Zu den häufigsten Problemen zählen:
- Infektiöse Chlorose. Zu den Symptomen der Krankheit gehört die Behaarung der Blätter. Das Virus wird durch Gartengeräte übertragen. Infolgedessen verlangsamt sich das Pflanzenwachstum, die Blätter werden kleiner und bekommen ein welliges Aussehen.
- Mosaikvirus. Die Krankheit äußert sich durch eine ungewöhnliche, mosaikartige Blattfärbung. Himbeerpflanzen verlieren zudem an Wuchskraft und die Sträucher weisen geringere Erträge auf. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, müssen die Blätter mit speziellen Mitteln behandelt werden.
Darüber hinaus wird empfohlen, den Boden rund um den Strauch mit Pestiziden gegen Insekten zu behandeln, die das Virus zwischen den Pflanzen verbreiten können. - Blattläuse und Spinnmilben. Zur Bekämpfung können Sie ein Rezept mit Tabakaufguss verwenden. Mischen Sie dazu Tabakpulver und Tabakreste mit Wasser und kochen Sie die Mischung eine Stunde lang. Geben Sie anschließend 100 Gramm Waschmittel hinzu. Besprühen Sie die Büsche mit dieser Lösung.
- Himbeerkäfer oder -rüssler. Zur Bekämpfung können Insektizide eingesetzt werden. Vorbeugend empfiehlt es sich, den Boden um Himbeersträucher im Herbst und Frühjahr aufzulockern und abgefallenes Laub und Triebe nach dem Rückschnitt zu verbrennen.
Wie pflanzt es sich fort?
Diese Sorte wird mit verschiedenen vegetativen Methoden vermehrt, darunter:
- Verwendung von Wurzelausläufern;
- Buschwerk in Teile teilen;
- Einpflanzen von Wurzelstecklingen.
Die einfachste und verbreitetste Methode ist die Vermehrung durch Wurzelstecklinge. Für die Massenproduktion kommen spezielle Agrartechniken zum Einsatz. Die Vermehrung durch Samen wird ausschließlich zu Züchtungszwecken genutzt.
Die Wurzelvermehrung gilt als schnelle Methode: Viele kleine Pflanzen erscheinen rund um den Hauptstrauch, die dann im Herbst entwurzelt und an einen neuen Standort verpflanzt werden.
Für und Wider
Zu den Vorteilen der Himbeersorte Cascade Delight gehören folgende:
Die Vielfalt hat jedoch auch einige Nachteile:
Rezensionen
Die Eigenschaften der Sorte Cascade Delight lassen den Schluss zu, dass sie sich sowohl für den Haus- als auch für den kommerziellen Anbau eignet. Die Beeren dieser Sorte zeichnen sich durch ihren angenehmen Geschmack und ihre Größe aus und sind daher vielseitig in der Küche einsetzbar.






