Die Himbeersorte Galaxy gehört zu den Standardsorten mit mittlerer bis später Reifezeit. Der Himbeerstrauch, auch als „Baum“ bezeichnet, trägt halbjährlich Früchte, ist großfrüchtig und widerstandsfähig gegen widrige Bedingungen, Krankheiten und Schädlinge. Die Beeren sind sehr süß, und es treiben nur wenige neue Triebe aus.
Zuchtgeschichte
Die Himbeersorte „Galaxy“ ist relativ neu und noch nicht im russischen Sortenregister eingetragen. Über ihre Herkunft ist nichts Genaues bekannt, man geht jedoch davon aus, dass die Züchtungsarbeit am Allrussischen Institut für Selektion und Technologie im Gartenbau und in Baumschulen durchgeführt wurde.
Die Forschung wurde von dem renommierten Professor Viktor Valerianovich Kichina geleitet. Die Galaxy erwies sich als eine der durch Selektionszüchtung entwickelten Hybriden.
Einführung in die Himbeersorte Galaxy
Diese Sorte wird von Hobbygärtnern angebaut. Sie wird noch nicht industriell kultiviert.
Beeren
In südlichen Regionen blüht der Strauch in den ersten Junitagen, die Knospenbildung setzt jedoch etwas früher ein. Die Blüte verläuft ungleichmäßig, daher erfolgt die Ernte nacheinander: Die Beeren reifen zuerst an den unteren, dann an den oberen Teilen der Pflanze.
Riesige, schneeweiße Blüten bringen große Beeren hervor, die unter optimalen Wachstumsbedingungen bis zu 15–18 g wiegen. Kleinere Exemplare mit einem Gewicht von 6–15 g kommen ebenfalls vor. Weitere charakteristische Merkmale der Früchte:
- Die Steinfrüchte sind alle gleich groß, klein;
- Die Beeren werden in Büscheln von maximal 7 Stück gesammelt;
- Die Steinfrüchte sind fest miteinander verbunden, sodass sie nicht auseinanderfallen.
- Der Farbton ist bordeauxrot, und die Oberfläche hat einen glänzenden Glanz;
- klassische längliche Form;
- Das Fruchtfleisch ist fest und gleichzeitig saftig;
- Der Duft ist intensiv, Himbeere;
- Der Geschmack ist hell und süß, aber es ist auch eine subtile Säure wahrnehmbar.
Busch
Galaxy ist eine Hybride mit einem kräftigen, buschigen Wuchs und sehr starken, aufrechten Ästen, wodurch eine ausladende Krone verhindert wird. Daher benötigt sie im Himbeerbeet nur minimalen Platz. Weitere Merkmale:
- Höhe des Busches – 170-200 cm;
- Nietenbesatz abwesend;
- Triebbildung – stark (im Gegensatz zu einer geringen Anzahl von Wurzeltrieben bilden sich aus einer Knospe an einem Zweig etwa 8-10 Triebe;
- Blattspreiten – dunkelgrün, an der Unterseite leicht behaart;
- Blatttyp – unpaarig gefiedert, gestielt, oval.
Reifezeit und Ertrag
Galaxy gilt als spät reifende Sorte, deren Ernte in den ersten zehn Julitagen beginnt. Da die Beeren ungleichmäßig reifen, verlängert sich die Erntezeit bis zum 10. bis 15. August. Die Ernte erfolgt in fünf Etappen, wobei ein einzelner Strauch bis zu 8–12 kg Beeren liefert.
Winterhärte, Anbaugebiete
Die Sorte Galaxy wurde in der Region Moskau gezüchtet und eignet sich daher ideal für Zentral-Moskau. Sie gedeiht auch in anderen Klimazonen, einschließlich nördlicherer, wo im Winter ein Schutz erforderlich ist. Trockenheit verträgt sie nicht gut, daher benötigt sie regelmäßige Bewässerung.
Himbeeren sind sehr frostbeständig und vertragen kurzzeitigen Frost bis zu -30 °C. In Gebieten mit strengen Wintern und anhaltendem Frost ist es jedoch notwendig, die Pflanzen zu schützen, um ihr Absterben zu verhindern.
Eine ernstere Bedrohung für die Sorte stellen plötzliche Temperaturschwankungen und Tauwetter dar, insbesondere bei unzureichender Schneedecke. Die Verwendung von Folie als Winterabdeckung kann die Situation verschlimmern, da sie die Temperatur darunter erhöhen und so zum Verfaulen der Sträucher führen kann.
Bestäubung
Die Blüten der Galaxy-Himbeere sind zwittrig und somit selbstbestäubend. Bei Insektenmangel können Sie diese anlocken, indem Sie die Sträucher mit einer Mischung aus Honig und Wasser besprühen (1 Esslöffel pro 1 Liter).
Krankheitsresistenz
Es liegen keine offiziellen Informationen zur Schädlings- und Krankheitsresistenz der Galaxy-Hybride vor. Gärtner zögern daher, diese wenig erforschte Sorte anzubauen. Himbeeren sind jedoch anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen. Zu den gefährlichsten zählen:
- Anthraknose;
- Botrytis;
- violetter Fleck;
- Wurzelfäule;
- virales Mosaik;
- Ringfleck.
Zu den Schädlingen, die Himbeersträucher und -beeren schädigen können, gehören:
- Spinnmilbe;
- Blattlaus;
- Rüsselkäfer;
- Triebgallmücke;
- Himbeerfliege und -käfer.
Pilzkrankheiten werden durch dichte Bepflanzung, hohe Luftfeuchtigkeit und kühles Wetter begünstigt. Zur Bekämpfung werden Fungizide eingesetzt.
- Bordeaux-Mischung;
- kolloidaler Schwefel;
- Schnell;
- Zineb;
- Thiovit Jet;
- Oxychom;
- Cuproxat;
- Horus;
- Abiga-Gipfel;
- Previkur Energy;
- Fundazol.
Um Viruserkrankungen vorzubeugen, ist es wichtig, Überbelegung zu vermeiden. Himbeeren sollten vor der Blüte und nach der Ernte vorbeugend mit Bordeauxbrühe (1 %) oder einem anderen kupferhaltigen Präparat behandelt werden.
Es ist außerdem wichtig, Blattläuse zu bekämpfen, die Viren übertragen; hierfür werden folgende Präparate verwendet:
- Biotlin;
- Aktara;
- Tanrek;
- Aliot.
Himbeeren können auch von anderen Schädlingen befallen werden. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge werden Insektizide eingesetzt:
- Spinnmilben – Akarin, Bitoxibacillin;
- Himbeerfliege – Karbofos, Iskra, Aktofit;
- Triebgallmücke – Karbofos, Karate, Mospilan 20%, Calypso;
- Rüsselkäfer – Kemifos, Taran, Alatar, Iskra Bio.
- Viele Schädlingsbekämpfungsmittel werben mit einem breiten Wirkungsspektrum. Dazu gehören Fitoverm, Fufanon Nova und Actellic.
Die Einhaltung der landwirtschaftlichen Standards schützt die Pflanze vor Schädlingen und Krankheiten.
Lagerung und Verwendung
Frische Himbeeren halten sich maximal 4–7 Tage, sofern sie unversehrt und trocken sind. Dazu legt man die Beeren in maximal zwei Lagen in Behälter und deckt sie mit einer Serviette oder einem Deckel ab, wobei man etwas Platz für die Belüftung lässt. So lagert man die Beeren im Kühlschrank.
Galaxybeeren sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit beliebt. Sie eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch für verschiedene Verarbeitungsmethoden. Um die Nährstoffe und Eigenschaften bestmöglich zu erhalten, empfiehlt sich das Einfrieren und Pürieren mit Kristallzucker.
Vor- und Nachteile der Vielfalt
Viele Hobbygärtner, die diese Hybride in ihren Gärten angepflanzt haben, erfreuen sich an der Sorte Galaxy. Sie heben folgende positive Eigenschaften hervor:
Die Galaxy-Himbeere hat ein paar Nachteile:
Landeregeln
Die Anpflanzung von Galaxy erfolgt nach denselben Prinzipien wie bei anderen Himbeersorten. Es gibt jedoch einige Besonderheiten zu beachten.
Auswahl eines Standorts und Vorbereitung des Bodens
Der optimale Pflanzort ist eben, nicht in einer Senke, an einem Hang oder in erhöhter Lage. Solche Standorte reduzieren den Ertrag erheblich. Himbeeren sollten an hellen Standorten gepflanzt werden. Folgende Bedingungen sind für diese Sorte günstig:
- lockerer, fruchtbarer Boden;
- Neutrale Bodenreaktion, optimaler pH-Wert liegt bei 5,7-6,5;
- Entfernung zum Grundwasser;
- Keine Gefahr von Überschwemmungen oder stehender Feuchtigkeit.
Galaxy-Sorten werden im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Im Herbst sollte die Pflanzung mindestens 2–3 Wochen vor dem ersten Frost abgeschlossen sein. Eine Herbstpflanzung wird nur für südliche Regionen mit milden Wintern empfohlen.
Bereiten Sie den Standort für die Sträucher 1–2 Monate im Voraus vor. Bei geplanter Frühjahrspflanzung empfiehlt sich die Vorbereitung im Herbst. Die Fläche muss umgegraben, von Unkraut befreit und mit organischem Material angereichert werden. Bei Verwendung von Torf oder Mist werden 10–11 kg Dünger pro Quadratmeter benötigt. Ist der Boden zu sauer, können bis zu 400–500 g Dolomitmehl oder Kalk hinzugefügt werden.
Pflanzmethoden
Die Galaxie ist auf verschiedene Weise gut verankert, die gebräuchlichsten sind jedoch die folgenden:
- Schleife:
- Pflanzen Sie die Setzlinge in Reihen. Das erleichtert die Pflege und den Anbau.
- Abstand: Lassen Sie zwischen den Pflanzen in einer Reihe etwa 50-70 cm und zwischen den Reihen 150-200 cm Abstand.
- Geeignet für: Große Plantagen und Gebiete, in denen ein systematisches Vorgehen erforderlich ist.
- Busch:
- Jeder Sämling wird einzeln gepflanzt, damit er sich voll entwickeln kann.
- Abstand: Die Sträucher werden in alle Richtungen in einem Abstand von etwa 100 cm zueinander gepflanzt.
- Geeignet für: kleine Gärten oder Bereiche mit begrenztem Platzangebot.
Landemerkmale
Nur gesunde Sämlinge mit gut entwickeltem Wurzelsystem sollten zum Pflanzen verwendet werden. Um ein Austrocknen der Wurzeln zu verhindern, können diese in ein feuchtes Tuch gewickelt oder eingepflanzt werden. Vor dem Pflanzen sollten die Wurzeln mit einem Wachstumsförderer wie Kornevin oder Heteroauxin und anschließend mit einer Mischung aus Ton und Königskerze behandelt werden.
- ✓ Die Sämlinge müssen mindestens 3 gesunde Knospen haben.
- ✓ Das Wurzelsystem muss gut entwickelt sein und darf keine Anzeichen von Fäulnis aufweisen.
Himbeeren werden in Löcher oder Gräben gepflanzt. Die Pflanztiefe sollte in beiden Fällen 40 cm betragen. Die Pflanzanleitung lautet wie folgt:
- Die vorbereiteten Gräben oder Löcher gründlich bewässern.
- Schneiden Sie die Sämlinge so zurück, dass ein Trieb von 20 cm Länge stehen bleibt.
- Setzen Sie den Busch in einem Winkel von 30° in das Loch.
- Die Haarwurzeln begradigen.
- Füllen Sie das Loch mit Erde, wobei der Wurzelhals 1-2 cm über der Oberfläche bleiben sollte.
- Bewässern Sie die Sämlinge – mindestens 2 Liter Wasser pro Pflanze.
- Mit einer mindestens 5 cm dicken Mulchschicht abdecken. Geeignet sind Torf, Heu, Laub oder Gras.
- ✓ Die erste Bewässerung sollte reichlich erfolgen, mindestens 5 Liter Wasser pro Sämling.
- ✓ Mit einer mindestens 5 cm dicken Mulchschicht abdecken, um die Feuchtigkeit zu speichern und vor Unkraut zu schützen.
Die besten Nachbarpflanzen für Himbeeren sind Hülsenfrüchte und Kürbisgewächse, während Erdbeeren und Nachtschattengewächse am wenigsten geeignet sind. Apfel-, Kirsch- und Knoblauchbäume sind gute Nachbarn.
Wie pflegt man?
Die Himbeerruten dieser Sorte sind recht robust und schwer zu brechen, dennoch empfiehlt es sich, die Sträucher anzubinden, um die Pflege und die Ernte zu erleichtern. Folgende Pflegemaßnahmen sind unerlässlich:
- Feuchtigkeitsspendend. Diese Sorte sollte nur bei trockenen Sommern großzügig gegossen werden. Achten Sie auf die Wasserdurchdringungstiefe: 40 cm sind ideal. Gießen Sie am meisten im Mai, wenn sich die Früchte gerade bilden. Bei größeren Beständen empfiehlt sich eine Tropfbewässerung.
- Trimmen. Der gesundheitsfördernde Rückschnitt der Galaxy-Himbeere erfolgt im Frühjahr, bevor der Saftfluss einsetzt. Die oberen Zweige werden ausgeknipst, und erfrorene, trockene oder abgebrochene Zweige werden vollständig entfernt. Auch wenn die Wurzelausläufer noch nicht sehr aktiv sind, müssen sie dennoch zurückgeschnitten werden, da die Himbeersträucher sonst unkontrolliert wachsen. Kontrollieren Sie die Triebe im Hochsommer.
- Dünger. Düngen Sie mindestens dreimal pro Saison. Im Frühjahr benötigt die Pflanze stickstoffreiche Dünger und Holzasche. Im späten Frühjahr geben Sie organisches Material wie Kuhmist oder Stallmist hinzu. Im Juni düngen Sie mit Kalium- und Phosphordünger.
- Vorbereitungen auf die Winterzeit. Galaxy ist frosthart, sollte aber in nördlichen Regionen im Winter abgedeckt werden. Starker Frost kann die Pflanze stark schädigen. Eine Mulchschicht aus Torf, Heu oder Laub um den Wurzelbereich ist ausreichend. Biegen Sie die Stängel bis zum Boden und decken Sie sie mit Fichtenzweigen oder Agrofaser ab.
Wie bindet man Himbeeren zusammen?
Das Anbinden von Himbeeren, insbesondere wenn man sie in der Nähe eines Zauns pflanzt, kann hilfreich sein, um sie geordneter zu halten, die Pflege zu erleichtern und den Ertrag zu steigern.
Die Bedeutung des Anbindens von Sträuchern:
- Die Form des Busches wird erhalten. Dies trägt dazu bei, dass die Büsche aufrecht stehen, was wichtig ist, damit Licht und Luft alle Teile der Pflanze erreichen.
- Schutz vor Bruch. Verhindert, dass Triebe unter dem Gewicht der Früchte und bei starkem Wind abbrechen.
Wie man Himbeeren an einen Zaun bindet:
- Auswahl einer Bindungsmethode:
- Verwendung eines Zauns als Stütze: Wenn der Zaun stabil genug ist, binden Sie die Himbeerruten mit weichen Materialien wie Gartenschnur oder speziellen Bindebändern daran fest.
- Anbringen zusätzlicher Stützen. Falls der Zaun das Anbinden von Trieben nicht problemlos ermöglicht oder zusätzliche Unterstützung benötigt wird, können Pfähle in der Nähe der Pflanzen angebracht oder Draht bzw. Schnur horizontal zwischen den Pfosten in unterschiedlichen Höhen gespannt werden.
- Bindetechnik:
- Sanftes Anbinden. Verwenden Sie weiches Material zum Anbinden, um die Triebe nicht zu beschädigen. Wickeln Sie die Schnur um den Trieb und befestigen Sie ihn am Zaun oder an der Stütze, ohne sie zu fest anzuziehen.
- Triebverteilung. Verteilen Sie die Triebe gleichmäßig entlang der Struktur, um sicherzustellen, dass jeder Trieb ausreichend Licht und Luft erhält. Vermeiden Sie sich kreuzende Triebe.
- Regelmäßige Überprüfung und Justierung:
- Überprüfen Sie regelmäßig die Schnüre und Gurte auf Verschleiß oder Beschädigungen und ersetzen Sie sie gegebenenfalls.
- Passen Sie das Strumpfband an, während die Pflanzen wachsen, um ein Einklemmen der Triebe zu vermeiden und eine optimale Verteilung des Beerengewichts zu gewährleisten.
Reproduktionsmethoden
Es gibt 2 Hauptmethoden zur Vermehrung der Galaxy-Varietät:
- Stecklinge-Stängel. Schneiden Sie einen mindestens 25 cm langen, eventuell etwas längeren Stängel ab. Er sollte drei gesunde Knospen haben. Schneiden Sie diese im Herbst ab, vergraben Sie sie und decken Sie sie mit Frischhaltefolie ab. Im Frühjahr entfernen Sie die Folie. Die Bewurzelung erfolgt recht schnell und kräftig, insbesondere bei Einhaltung der richtigen Anbaumethoden.
- Wurzelstecklinge. Ernten Sie sie vor dem Winter. Pflanzen Sie sie in Erde und befeuchten Sie sie. Lassen Sie sie ein Jahr lang stehen, um voll entwickeltes Pflanzgut zu erhalten.
Gärtnerrezensionen zur Galaxy-Himbeere
Obwohl die Galaxy-Himbeere vom Staat nicht offiziell anerkannt ist, erfreut sie sich bei russischen Hobbygärtnern großer Beliebtheit. Sie ist relativ pflegeleicht, ertragreich und benötigt keinen speziellen Boden. Sie hat einen ausgezeichneten Geschmack und ist vielseitig verwendbar. Wichtig ist, die Sträucher regelmäßig zu gießen.














