Die Himbeersorte „Atlant“ ist ideal für alle, die sich an einer reichen Ernte köstlicher und aromatischer Beeren erfreuen möchten. Diese Sorte zeichnet sich durch schöne, große Früchte aus und ist sehr widerstandsfähig gegenüber widrigen Bedingungen. Wenn Sie die Pflege- und Vermehrungshinweise beachten, werden Sie viele Jahre Freude an ihr haben.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Diese Sorte wurde vom Züchter I.V. Kazakov und einem Team von Spezialisten entwickelt, im Jahr 2010 gewonnen und 2015 in das staatliche Sortenregister Russlands aufgenommen.
Merkmale der Sorte
Die Himbeersorte „Atlantic“ zählt zu Recht zu den besten immertragenden Sorten unseres Landes. Sie zeichnet sich durch zahlreiche positive Eigenschaften aus und eignet sich daher sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Gärtner.
Botanische Beschreibung
Die Pflanzen zeichnen sich durch kräftige, aber kompakte Sträucher mit einer Höhe von 140 bis 160 cm aus und bilden mittelgroße, aufrechte Triebe, die aufgrund ihrer Stärke und Widerstandsfähigkeit keiner Stütze bedürfen.

Der fruchttragende Teil des Stängels ist mit kurzen, spärlichen Stacheln besetzt, die sich hauptsächlich an der Triebbasis befinden. Die Blätter sind groß, dunkelgrün und runzelig.
Charakteristische Merkmale von Beeren:
- Groß, in einem satten Dunkelrot lackiert.
- Sie besitzen eine konische Form und eine dichte Struktur.
- Die Qualität bleibt auch bei widrigen Wetterbedingungen hoch.
- Ihre Länge beträgt mehr als 3 cm und ihr Gewicht liegt zwischen 5 und 5,5 g, manchmal erreicht sie auch 8 g.
- Der Geschmack ist angenehm, ausgewogen, aromatisch und süß-sauer.
Reifezeit und Ertrag
Ein attraktives Merkmal dieser Sorte ist, dass sie zweimal pro Saison Früchte trägt. Die erste Ernte reift im Juli oder Ende August, die zweite in der ersten Septemberhälfte. Ein einzelner Strauch kann bis zu 2,5 kg köstliche Beeren pro Ernte liefern.
Anbaugebiete
Geeignet für den Anbau in verschiedenen Regionen Russlands, entfaltet seine Vorzüge aber am besten in warmen Gebieten.
Merkmale des Anbaus
Die Einhaltung der Pflanzrichtlinien für Himbeeren ist entscheidend für eine optimale Entwicklung und reiche Ernte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Himbeeren zu pflanzen:
- In den Schützengräben. Die Gräben sollten im Abstand von 1,5 m angelegt werden. Die einzelnen Pflanzen sollten 80–90 cm voneinander entfernt sein.
- Nester. Setzen Sie 2-3 Setzlinge in ein 40x40x35 cm großes Pflanzloch. Dadurch erhält man eine kräftige Pflanze mit höherem Ertrag.
- Vorhänge. Himbeeren sollten in Gruppen gepflanzt werden. In einem 130x130 cm großen Quadrat sollten 2-3 Setzlinge im Abstand von 60-70 cm gesetzt werden.
- Dreieck. Pflanzen Sie 3 Setzlinge an den Ecken der Figur mit einer Seitenlänge von 50 cm.
Auswahl eines Standorts und Vorbereitung des Bodens
Die Pflanze kann bis zu 12 Jahre am selben Standort wachsen, wählen Sie ihn also sorgfältig. Stellen Sie sie an einen vollsonnigen Platz oder an einen Ort mit leichtem Halbschatten. Der Standort sollte vor Zugluft geschützt sein.
Bei einem Grundwasserspiegel von etwa 1,5 Metern gedeiht das Wurzelsystem optimal. Die Pflanze bevorzugt lehmige oder halbsandige Böden.
Bodenqualitätseigenschaften:
- Nährwert. Für die Pflanzung 10-20 kg Humus oder Kompost pro Quadratmeter, 50-60 g Superphosphat und Kaliumsulfat hinzufügen.
- Niedriger oder neutraler Säuregehalt. Die erforderlichen Indikatoren können durch Zugabe von Kalk, Dolomitmehl oder Holzasche zum Boden erreicht werden.
- Lockerheit und Wasserdurchlässigkeit. Bei schweren Böden sollte grober Flusssand hinzugefügt werden – 10-20 kg pro 1 m².
- ✓ Für eine optimale Nährstoffaufnahme sollte der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
- ✓ Der Gehalt an organischer Substanz im Boden sollte mindestens 4 % betragen, um die Feuchtigkeit und den Nährwert zu erhalten.
Trimmen
Obwohl die Himbeersorte „Atlant“ remontierend ist, empfehlen die Züchter, die Triebe im Herbst bodennah zurückzuschneiden, um eine reiche Ernte im Folgejahr zu gewährleisten. Ein Formschnitt ist nicht erforderlich.
Wenn Sie Triebe stehen lassen, schneiden Sie die Triebspitzen und abgestorbenen Zweige ab. Der Sommerschnitt besteht darin, kranke, abgebrochene Zweige und Basistriebe zu entfernen. Die Pflanze bildet nur wenige Ausläufer, daher können diese stehen bleiben, um das Himbeerbeet im Herbst zu erweitern.
Bewässerung und Düngung
Bei heißem Wetter benötigt die Pflanze regelmäßiges Gießen, während der Regenzeit und zur Ernte sollte man jedoch nicht gießen. Wird das Gießen ausgesetzt, überlebt die Pflanze zwar, die Beeren bleiben aber klein und unreif. Daher sollte man in Trockenperioden alle 3–4 Tage gießen.
Die Wassermenge sollte ausreichen, um bis zu einer Tiefe von 35 cm einzudringen. Große Himbeerfarmen nutzen Tropfbewässerung.
Führen Sie außerdem folgende landwirtschaftliche Praktiken durch:
- Die Zwischenräume zwischen den Reihen mit Mulch bedecken.
- Bei anhaltendem Regen sollten zwischen den Reihen Entwässerungsgräben ausgehoben werden.
- Im Spätherbst, nach dem Zurückschneiden der Triebe, sollte der Boden mit Humus oder Kompost gemulcht werden. Falls dies im Winter nicht möglich war, kann der Vorgang im zeitigen Frühjahr wiederholt werden.
- Himbeeren reagieren während des aktiven Wachstums gut auf flüssigen Stickstoffdünger auf Basis von Unkrautaufguss oder verdünntem Mist. Im Knospenstadium sollten komplexe Blattdünger wie Agricol oder Fertik verwendet werden, um die Pflanzen mit Kalium und Mikronährstoffen anzureichern.
Vor jedem Gießen können Sie Holzasche um die Wurzeln streuen. Vermeiden Sie im Sommer eine Stickstoffdüngung.
- Im frühen Frühjahr sollte Stickstoffdünger ausgebracht werden, um das Triebwachstum anzuregen.
- Während der Knospenphase sollten Kalium-Phosphor-Dünger verwendet werden, um die Qualität der Beeren zu verbessern.
- Nach der Ernte sollte organischer Dünger ausgebracht werden, um den Boden zu regenerieren.
Wenn der Boden ausgelaugt ist, graben Sie Gräben um die Sträucher, um Superphosphat auszubringen. Geben Sie das Granulat in diese Gräben und bedecken Sie es mit einer Schicht Erde. Wässern Sie anschließend die Himbeersträucher gründlich.
Frostbeständigkeit und Vorbereitung auf den Winter
In Regionen mit milden Wintern, wie etwa im Großteil der Region Krasnodar, der Region Stawropol und der Republik Nordkaukasus, benötigt die Himbeersorte „Atlant“ keinen Schutz. Sie ist jedoch empfindlich gegenüber Frühfrösten.
In kalten Regionen verträgt die Pflanze auch starken Frost, sofern die Triebe im Herbst vollständig zurückgeschnitten werden. Anschließend sollte der Boden mit gut verrottetem Mist gemulcht werden, um ihn mit Mikronährstoffen anzureichern und die Wurzeln vor Frost zu schützen. Im Frühjahr treiben neue Triebe aus.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge, sowie Möglichkeiten, sie zu beseitigen.
Die Kulturpflanze zeichnet sich durch hohe Erträge und Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten aus. Gärtner berichten, dass sie in ihren Gärten selten von Schädlingen befallen wird. Um das Risiko von Schädlings- und Krankheitsschäden zu minimieren, werden jedoch vorbeugende Maßnahmen empfohlen:
- Schutz vor Stängelfliegen. Besprühen Sie den Busch mit Actellic – 15 ml pro 10 Liter Wasser
- Vorbeugung von Pilzinfektionen. Mit einer Ammoniumsulfatlösung bewässern – 4 g pro 1 Liter Wasser.
- Vorbeugung von violetten Flecken. Im frühen Frühjahr die Triebe mit Rubigan besprühen – 4 ml pro 10 Liter Wasser.
Führen Sie dreimal eine vorbeugende Behandlung mit Bordeauxbrühe durch:
- vor dem Knospenaustrieb (3%ige Lösung);
- während der Knospenperiode (1%ige Lösung);
- nach der Ernte.
Bei einem Befall mit der Himbeergallmücke helfen chemische Mittel nicht. Beschädigte Zweige sollten entfernt und verbrannt werden, ebenso abgefallenes Laub. Um Krankheiten vorzubeugen, sollten Himbeeren in geeigneter Erde gepflanzt und ausreichend Licht erhalten. Regelmäßiges Düngen stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze.
Die Kulturpflanze ist nahezu krankheitsresistent. Sie ist resistent gegen das Buschzwergvirus, Frucht- und Wurzelfäule sowie Blattfleckenkrankheit und weist eine moderate Immunität gegen Pilzinfektionen auf.
Reproduktion
Die immerblühende Himbeersorte „Atlant“ ist, wie die gewöhnliche Sorte, eine Wurzelausläuferpflanze. Sie kann auf verschiedene Weise vermehrt werden:
- Junge Triebe. Im Herbst wird der Trieb mitsamt Wurzelsystem ausgegraben und an einem geeigneten Standort eingepflanzt. Da sich in den ersten Jahren nur wenige Triebe bilden, sind gegebenenfalls andere Vermehrungsmethoden erforderlich.
- Grüne Stecklinge. Bereiten Sie die Triebspitzen der diesjährigen Triebe vor und bewurzeln Sie diese in Gewächshäusern.
- Durch Übereinanderlegen. Im Juni biegen Sie die kräftigen Triebe nach unten, fixieren sie am Boden und bedecken sie mit fruchtbarer Erde. Bis zum Herbst bilden sich an den Kontaktstellen mit dem Boden Wurzeln.
- Durch Division. Im Herbst gräbt man den Mutterstrauch aus, teilt ihn in mehrere Teile und pflanzt diese ein.
Vor- und Nachteile
Vor dem Anbau einer Kulturpflanze ist es wichtig, deren Vor- und Nachteile abzuwägen. Atlant bietet viele Vorteile:
Gärtner berücksichtigen folgende Nachteile: die Möglichkeit eines Schädlingsbefalls, eine Verringerung der Beerengröße aufgrund von Feuchtigkeitsmangel und ein Erweichen aufgrund von zu viel Feuchtigkeit.
Rezensionen
Atlant zählt zu den vielversprechendsten immertragenden Himbeersorten und erfreut sich aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften zunehmender Beliebtheit bei Hobbygärtnern. Sie vereint hohe Erträge, Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge sowie einen exzellenten Beerengeschmack. Die richtige Pflege ist unerlässlich, um während der gesamten Saison reiche Ernten zu gewährleisten.







