Die Stachelbeersorte „Yantarny“ ist bei Hobbygärtnern und Sommergästen gleichermaßen beliebt, da sie pflegeleicht ist und köstliche Beeren trägt, die in der Sonne wie Bernsteinperlen schimmern. Diese bemerkenswerte Stachelbeere ist schmackhaft, ertragreich und einfach anzubauen.
Zuchtgeschichte
Die Sorte „Yantarny“ wurde in den 1950er-Jahren von russischen Züchtern entwickelt. Aus verschiedenen Gründen wurde sie nicht im staatlichen Sortenregister eingetragen, hat aber überlebt und wird noch heute in vielen Baumschulen kultiviert. Sie wird sowohl in Russland als auch im Ausland an Hobbygärtner verkauft.
Beschreibung des Busches
Die Amber-Stachelbeersträucher sind mittelgroß, dicht und leicht ausladend. Sie erreichen eine maximale Höhe von 1,5 m. Die Sträucher haben modische Triebe mit einzelnen Stacheln. Die Blätter sind mittelgroß, grün und am Rand gesägt. Das Laub ist dicht.
Beschreibung der Beeren
Die Beeren sind groß, orange-gelb, oval und an einem Ende leicht verdickt. Jede Beere wiegt bis zu 5 g. Die Schale ist dicht, leicht geädert und leicht behaart.
Geschmack und Anwendung
Die Früchte sind saftig und süß mit einem intensiven Honigaroma. Ihr Geschmack weist eine leichte Säure auf. Ob Säure oder Süße überwiegt, hängt vom Wetter ab – bei warmem Wetter sind die Früchte süßer, während die Beeren in regnerischen und kühlen Sommern leicht säuerlich schmecken.
Diese Dessertsorte eignet sich ideal zum Frischverzehr. Sie ist ein wertvolles Lebensmittel. Aus bernsteinfarbenen Stachelbeeren lassen sich außerdem hervorragende Marmeladen, Kompotte und Konfitüren herstellen. Dank ihres festen Fruchtfleisches können die Beeren überwintert werden. Stachelbeerblätter ergeben einen ausgezeichneten, vitaminreichen Tee.
Eigenschaften
Die Sorte Yantarny besitzt gute agronomische Eigenschaften, wodurch sie unter verschiedensten klimatischen Bedingungen erfolgreich angebaut werden kann.
Spezifikationen:
- Reifezeit: Früh- und Mittelsaison.
- Durchschnittlicher Ertrag: 7-8 kg pro Strauch.
- Maximaler Ertrag: 10,5 kg pro Busch.
- Winterhärte: hoch, bis zu -40°C.
- Trockenresistenz: hoch.
- Fruchtzeit: Ende Juni – Anfang Juli.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Die Sorte besitzt eine starke natürliche Immunität und ist resistent gegen die meisten bekannten Krankheiten, einschließlich Mehltau. Die Stachelbeere 'Yantarny' ist zudem resistent gegen Insektenschädlinge. Unter ungünstigen Bedingungen können die Sträucher von Stachelbeerblattläusen befallen werden.
Für und Wider
Bevor Sie die Yantarny-Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, ist es ratsam, sie von allen Seiten zu betrachten. Neben ihren Vorteilen weist diese alte Sorte auch einige Nachteile auf, über die man sich am besten im Voraus informiert.
Vorteile:
Nachteile:
Landemerkmale
Damit die Stachelbeere 'Yantarny' gut wächst und Früchte trägt, ist die richtige Pflanzung entscheidend. Wichtig ist die Wahl eines geeigneten Standorts und hochwertigen Pflanzmaterials. Ebenso wichtig ist die korrekte Pflanzung gemäß der vorgeschriebenen Pflanztechnik.
Landeeigenschaften:
- Der Standort sollte hell sein und einen fruchtbaren, durchlässigen Boden mit leicht saurem, neutralem oder leicht alkalischem pH-Wert aufweisen. Zugluft und starke Nordwinde sind zu vermeiden. Ideal ist ein Platz an einer nach Süden ausgerichteten Mauer oder in der Nähe eines Zauns.
- Das Beet wird zwei Wochen vor der Pflanzung vorbereitet. Es wird bis zur Tiefe einer Spatenklinge umgegraben und locker gelassen.
- Die Pflanzung kann jederzeit außer im Winter erfolgen. Der beste Zeitpunkt ist jedoch der Spätherbst. Pflanzen Sie benachbarte Setzlinge im Abstand von 1,5 m und die Reihen im Abstand von 2 m. Der Durchmesser der Pflanzlöcher beträgt 50–55 cm.
Wie pflegt man die Amber-Stachelbeere?
Die richtige Pflege ist entscheidend für das erfolgreiche Wachstum, die Entwicklung und die Fruchtbildung von Stachelbeeren. Es werden gängige landwirtschaftliche Praktiken angewendet, die jedoch an die Wetterbedingungen und die Jahreszeit angepasst werden sollten.
Pflegemerkmale:
- Junge Sträucher werden zweimal wöchentlich mit abgestandenem, sonnenwarmem Wasser gegossen. Die empfohlene Wassermenge beträgt 10 Liter pro Strauch. Bei Regenwetter wird nicht gegossen. Das Wasser sollte direkt an die Wurzeln gegeben werden; Staunässe ist zu vermeiden.
- Die Stachelbeersträucher werden jedes Jahr mit einer Mischung aus Kompost und Holzasche im Verhältnis 5:1 gedüngt. Die Mischung wird anschließend in einer 2-3 cm dicken Schicht um die Stämme verteilt.
- Im ersten Jahr nach der Pflanzung wird der Strauch in Form gebracht. Im zweiten und dritten Jahr werden zweijährige Triebe um 50 % gekürzt. Im vierten Jahr wird der Strauch ausgelichtet. Dabei werden alle trockenen und schwachen Zweige entfernt.
- Für kräftig wachsende und ausladende Sträucher werden Stützpfähle angebracht – diese werden rund um den Strauch in den Boden geschlagen und mit Seilen befestigt. Für Sträucher, die entlang von Zäunen gepflanzt werden, werden Rankgitter gespannt.
Reproduktion
Die Amber-Stachelbeere lässt sich auf zwei Arten vermehren: durch Stecklinge oder durch Absenker. Stecklinge werden von den diesjährigen Trieben geschnitten. Durch Stecklinge lassen sich zahlreiche hochwertige Sämlinge gewinnen.
Wie bereitet man einen Strauch auf den Winter vor?
Nach der Ernte werden die Sträucher beschnitten (trockene und abgebrochene Äste werden entfernt) und mit Bordeauxbrühe behandelt. Der Boden um die Stämme wird aufgelockert und bei Bedarf gedüngt.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Bei richtiger Pflege sind Stachelbeeren nahezu krankheitsfrei. Sie sind sehr resistent gegen Mehltau. Unter ungünstigen Bedingungen können sie jedoch von Rost oder Anthraknose befallen werden. Um Krankheiten vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Sträucher vorbeugend mit Fungiziden zu behandeln.
Um Schädlinge fernzuhalten, werden stark duftende Kräuter in der Nähe von Stachelbeeren gepflanzt. Sollten dennoch Schädlinge auftreten, handelt es sich meist um Blattläuse und Blattwespen. Fitoverm, Iskra und andere systemische Fungizide können bei deren Bekämpfung helfen.
Rezensionen
Die Stachelbeere 'Yantarny' hat sich über die Jahre bewährt und ihren Wert in der Praxis unter Beweis gestellt. Trotz ihrer Dornen erfreut sich diese köstliche und pflegeleichte Sorte mit ihren bernsteinfarbenen Beeren anhaltender Beliebtheit bei Hobbygärtnern und Selbstversorgern.






