Die Pflaumenstachelbeere ist eine alte, bewährte, heimische Sorte, die sich sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei großen landwirtschaftlichen Betrieben etabliert hat. Hobbygärtner schätzen vor allem den hervorragenden Geschmack der Pflaumenstachelbeere, während Landwirte den hohen Ertrag in Kombination mit der Pflegeleichtigkeit und Robustheit dieser beliebten Sorte schätzen.

Schöpfungsgeschichte
Die Stachelbeersorte „Pflaume“ wurde am Michuriner Allrussischen Forschungsinstitut für Gartenbau von der Züchterin K.D. Sergejewa entwickelt. Die Sorte entstand durch Kreuzung der Sorte „Malachit“ mit einer Pollenmischung von schwach stacheligen Sämlingen.
Die Stachelbeersorte 'Plum' wird seit 1964 auf ihre Sortentauglichkeit geprüft. Sie wurde erst 1986 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Die Sorte wird für den Anbau in den Regionen Zentral-Schwarzerde, Mittlere Wolga und Ural empfohlen.
Beschreibung der Pflanze
Die Stachelbeersorte 'Plum' hat ein klassisches Aussehen, typisch für diese Sorte. Sie besitzt außerdem äußere Merkmale, die sie von anderen Stachelbeersorten unterscheiden.
Kurzbeschreibung der Pflanze:
- Büsche Pflaumenstachelbeeren sind wüchsig und kompakt mit mittlerer Verzweigung. Sie besitzen eine mitteldichte Krone, und die Zweige wachsen aufrecht. Junge Triebe sind gerade, dunkelgrün mit rosa Spitzen; verholzte Triebe sind heller.
- Fluchten Sie sind mit zahlreichen Stacheln bedeckt, einfachen, doppelten und dreifachen, dicken und hellen, mittleren Länge und gleichmäßig über die gesamte Länge des Triebes verteilt.
- Nieren hell, eiförmig, klein, mit stumpfen Spitzen, kahl, an den Trieben anliegend.
- Blätter Groß, fünflappig, dunkelgrün, matt oder leicht glänzend. Sie sind kahl, gefaltet, lederartig, leicht gewellt oder konkav.
- Blumen leuchtend, mittelgroß, mit großen und hellen Kelchblättern, in ein- oder zweiblütigen, selten dreiblütigen Blütenständen angeordnet.
Beschreibung der Früchte
Die Früchte sind groß, oval bis breitoval. Das durchschnittliche Gewicht einer Frucht beträgt 4,0–6,5 g. Sie sind dunkelrot und nehmen mit zunehmender Reife eine fast schwarze Farbe an. Ihre Oberfläche ist kahl und mit einer Wachsschicht überzogen.
Geschmack, Zusammensetzung und Anwendung
Die Frucht hat saftiges und zartes Fruchtfleisch. Sie schmeckt süß-säuerlich und duftet herrlich nach Pflaume. Die Verkostungsnote beträgt 4,2.
Chemische Zusammensetzung:
- Zucker - 10,2 %;
- titrierbare Säure - 1,6 %;
- Ascorbinsäure - 21,1-42 mg/100 g.
Die Frucht ist reich an den Vitaminen A, B und C und enthält reichlich Mangan, Phosphor, Kalium und Kupfer. Stachelbeeren sind jedoch relativ kalorienarm – 44 kcal pro 100 g. Die Beeren können im Rahmen einer Diät verzehrt werden.
Die Früchte eignen sich für vielfältige Zwecke, sowohl zum Frischverzehr als auch zur Weiterverarbeitung. Reife Beeren werden zur Herstellung verschiedener Winterkonserven wie Marmeladen, Kompotte und Konfitüren verwendet. Sie dienen außerdem zur Zubereitung von Füllungen, Gelees, Kissels und diversen Desserts.
Merkmale der Sorte
Die Stachelbeere 'Plum' ist nicht nur schmackhaft und ertragreich, sondern weist auch hervorragende agronomische Eigenschaften auf. Dank dieser Eigenschaften kann die Sorte auch in Regionen mit schwierigen klimatischen Bedingungen angebaut werden.
Merkmale der Pflaumensorte:
- Die Winterhärte ist hoch.
- Die Trockenresistenz ist hoch.
- Reifezeit: Mitte bis Anfang.
- Ertrag: 4,5 kg pro Busch bzw. 15,2 t/ha.
- Die Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge ist hoch.
Für und Wider:
Bevor Sie die Stachelbeere 'Plum' pflanzen, sollten Sie alle Vor- und Nachteile abwägen. Möglicherweise ist sie nicht für Ihre Bedürfnisse geeignet, und Sie müssen sich nach einer anderen Sorte umsehen.
Vorteile:
Die Sorte Plum hat einen Nachteil: eine große Anzahl spitzer Dornen.
Landung
Stachelbeeren sollten in ausreichend feuchtem Boden gepflanzt werden, Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Sumpfgebiete und Niederungen sind für diese Kulturpflanze nicht geeignet. Auch Gebiete mit hohem Grundwasserspiegel sollten nicht angebaut werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
Landeeigenschaften:
- Die beste Pflanzzeit für Stachelbeeren ist der Herbst.
- Die Fläche wird im Voraus für die Bepflanzung vorbereitet: Der Boden wird umgegraben und gedüngt, anschließend werden kleine Pflanzlöcher ausgehoben. Die empfohlene Tiefe beträgt 40–50 cm.
- Am Boden der Löcher wird eine Drainageschicht aus Schotter oder Ziegelbruch eingebracht. Darüber wird eine Nährstoffmischung gegossen. Diese wird aus mehreren Schaufeln fruchtbarer Erde, 5 kg Stallmist, 30 g Superphosphat und 25 g Kaliumsalz hergestellt.
- Wählen Sie gesunde, unbeschädigte oder wurzeltrockene Sämlinge im Alter von 1-2 Jahren aus.
- Die Pflanzung erfolgt nach Standardverfahren: Der Setzling wird in ein Loch gesetzt, mit Erde bedeckt, verdichtet und großzügig bewässert, mit Torf, Sägemehl usw. gemulcht.
Pflegehinweise
Die Pflaumenstachelbeere ist eine pflegeleichte Sorte, die selbst im anspruchsvollen Klima Kamtschatkas gut gedeiht und Früchte trägt. Für eine qualitativ hochwertige und reiche Ernte benötigt sie jedoch etwas Pflege.
So pflegen Sie die Pflaumenstachelbeere:
- Nach dem Pflanzen 10–12 Liter Wasser pro Strauch geben. Anschließend regelmäßig gießen und die Wassermenge während des Fruchtansatzes und der Reifephase erhöhen. Wassermangel beeinträchtigt den Geschmack der Beeren und kann sogar zum Totalausfall der Ernte führen.
- Im Frühjahr werden organische Düngemittel unter die Sträucher gegeben, zum Beispiel 6-7 kg Mist oder Kompost.
- Sträucher werden regelmäßig geschnitten, um eine ordentliche Krone zu erhalten. Dabei müssen alle trockenen, erfrorenen, beschädigten und nach innen wachsenden Triebe entfernt werden. Es empfiehlt sich, jedes Jahr 3–5 Zweige stehen zu lassen. Über 10 Jahre alte Zweige werden bodennah zurückgeschnitten.
Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen
Die Sorte ist resistent gegen Mehltau, kann aber unter ungünstigen Bedingungen anfällig für verschiedene Pilz-, Bakterien- und Virusinfektionen sein. Dies tritt üblicherweise auf, wenn schlechtes Wetter mit aggressiven landwirtschaftlichen Praktiken zusammentrifft.
Insbesondere Stachelbeersträucher können anfällig für Rost, Anthraknose und Septoria-Blattflecken sein. Zur Bekämpfung dieser Krankheiten werden vorbeugend Kupfersulfat, Bordeauxbrühe und verschiedene Fungizide eingesetzt.
Die häufigsten Schädlinge an Sträuchern sind Stachelbeermottenlarven, Blattläuse, Glaswürmer und verschiedene Raupenarten. Insektizide werden nur bei starkem Befall eingesetzt; einfache landwirtschaftliche Maßnahmen wie das Entfernen von Pflanzenresten und das Besprühen der Pflanzen mit heißem Wasser im Frühjahr können Schädlingen in der Regel vorbeugen.
Sammlung
Die Ernte von Stachelbeeren wird durch die dicht mit Dornen besetzten Zweige erschwert. Die Erntezeit erstreckt sich von Juni bis August. Die Reifezeit hängt von Licht, Wind, Luftfeuchtigkeit und den regionalen Klimabedingungen ab.
Rezensionen
Die Stachelbeersorte 'Plum' ist eine sehr interessante Sorte, die seit über einem halben Jahrhundert beliebt ist und Gärtner weiterhin begeistert. Was Gärtner an dieser Stachelbeere so schätzen, ist der Geschmack ihrer Beeren und die Robustheit der Pflanze.



