Die Erdbeersorte Vivara ist selbstfruchtbar und bildet sowohl männliche als auch weibliche Blütenstände an einer einzigen Pflanze. Sie kann in Gewächshäusern, Treibhäusern und Freilandbeeten angebaut werden und eignet sich auch für die Hydrokultur. Diese Sorte zählt zu den ertragreichsten Erdbeeren, die mit mäßigen Tageslichtstunden auskommen.
Geschichte der Auswahl
Vivara ist eine Züchtung italienischer Züchter. Mehrere führende Baumschulen waren an ihrer Entwicklung beteiligt. Das genaue Datum dieser Arbeit ist unbekannt, aber Wissenschaftler betrachten Vivara als eine verbesserte Version der bekannten Murano-Sorte.
Merkmale und Beschreibung der Erdbeersorte Vivara
Diese immertragende Sorte benötigt tageslichtneutrales Licht (DNL). Das bedeutet, dass sie für eine erfolgreiche und wiederholte Fruchtbildung keine langen Lichtperioden benötigt. Diese Erdbeersorten können alle sechs Wochen blühen und Früchte tragen, was zu mindestens vier Erntewellen pro Saison führt.
Das Aussehen des Strauchs, der Früchte und der Geschmack der Beeren
Vivara-Sträucher gelten als kompakt und mittelgroß. Sie bilden relativ lange Blütenstiele und gesägte, dunkelgrüne Blätter aus. Die Beeren weisen folgende Merkmale auf:
- Abmessungen – Es gibt sowohl große als auch mittelgroße Exemplare mit einem Gewicht von 20-40 g, während kleine Früchte überhaupt nicht vorkommen;
- bilden - symmetrisch, gleichmäßig, kegelförmig;
- Ausmalen – Anfangs hellrot, dunkelt die Farbe mit der Zeit nach, der Ton ist aber stets satt und leuchtend;
- Zellstoff – mit einer dichten, aber saftigen Konsistenz, ohne dabei knackig zu sein;
- Aroma – außergewöhnlich erdbeerig mit starker Intensität;
- schmecken - Es ist überwiegend süß (nicht aufdringlich, sondern leicht), hat aber auch eine leichte Säurenote.
Die Sorte ist vielseitig verwendbar – neben dem Verzehr frisch gepflückter Beeren werden sie auch für Folgendes verwendet:
- Marmelade und Konfitüre;
- Säfte und Fruchtgetränke;
- Kompott und Wein;
- Füllungen für Backwaren;
- Dessertkreationen;
- Saucen;
- Frost.
Blütezeit, Reifezeit und Ertrag
Die Sorte Vivara blüht von Ende Mai bis Mitte Oktober, wobei die Beeren bereits im Juni reifen. Im Süden erfolgt die Reife etwas früher. In diesem Zeitraum kann ein Strauch 1,5–2 kg Beeren tragen. Diese Sorte ist sehr ertragreich, und die ersten Früchte sind bereits im Juli nach der Frühjahrspflanzung zu sehen.
Frostbeständigkeit
Die Erdbeersorte Vivara zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an plötzliche Wetterveränderungen aus. Sie ist nicht nur kälteresistent, sondern etabliert sich nach dem Anpflanzen auch schnell an einem neuen Standort. Darüber hinaus kommt sie gut mit warmen Klimazonen zurecht und behält dabei Geschmack und Aussehen ihrer Beeren.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Sie ist resistent gegen die häufigsten Krankheiten, die diese Kulturpflanze befallen. Bestimmte Krankheiten lassen sich an folgenden Anzeichen erkennen:
- Weiße oder braune Flecken auf den Blättern deuten auf Blattflecken hin;
- Ein schneeweißer Belag auf grüner Masse ist ein Anzeichen für Mehltau;
- Faulendes Obst deutet auf Fäulnis hin.
Dank ihrer hohen Krankheitsresistenz können Vivara-Erdbeeren ohne den Einsatz von Chemikalien angebaut werden. Sie sind resistent gegen Wurzelfäule, Anthraknose und Erdbeermilben. Bei Regen und Kälte werden die Sträucher vorbeugend mit einer Jodlösung besprüht.
Um Schädlinge fernzuhalten, können Sie Tabakstaub auf die Beete streuen. Zur Vorbeugung von Parasiten und Krankheiten empfiehlt es sich, die Erdbeeren und die Erde mit Knoblauchaufguss oder Zwiebelschalensud zu besprühen. Treten häufig Flecken auf den Erdbeeren auf, sollten diese zweimal jährlich mit Fitosporin behandelt werden.
Vor- und Nachteile der Vielfalt
Diese Erdbeersorte gedeiht sowohl im Freien als auch in Innenräumen, beispielsweise in Gewächshäusern und Baumschulen. Sie bietet zudem eine Reihe weiterer wichtiger Vorteile für professionelle und Hobbygärtner:
Landung
Die Sorte ist resistent gegen niedrige Temperaturen und Trockenheit und eignet sich daher ideal für Gärtner in den unterschiedlichsten Klimazonen.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 5,5-6,5 liegen.
- ✓ Der Boden muss mindestens 3 % organische Substanz enthalten, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten.
Bedingungen
Für die Anpflanzung von Vivara wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Standort. Der Boden sollte reich an Wurmkompost, leicht und gut durchlässig sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen, also neutral bis leicht alkalisch.
Im Frühling ist es wichtig, die Pflanzung vorzubereiten:
- Der Boden wird unter Zugabe von organischen Düngemitteln wie Kompost/Humus/Mist und Holzstaub umgegraben.
- Anschließend wird der Boden sorgfältig verdichtet.
- Nach 3-4 Wochen kann man pflanzen.
Zum Pflanzen Reihen ausheben und den Boden vorher anfeuchten. Die Pflanzlöcher für die Setzlinge etwa 14–17 cm tief ausheben und einen Abstand von 30–45 cm einhalten. Zwischen den Reihen einen Abstand von 50–70 cm lassen, damit jede Pflanze genügend Platz zum Wachsen, für Sauerstoff und Sonnenlicht hat.
Mit einem geschlossenen Wurzelsystem
Das Pflanzen von Setzlingen mit Wurzelballen und Erde gilt als die schonendste und effektivste Methode. Setzlinge, die mit einem Wurzelballen, in dem sie bereits zu wachsen begonnen haben, verpflanzt werden, gewöhnen sich schneller und ohne Beschädigung des Wurzelsystems an den neuen Standort.
Anleitung zum Pflanzen:
- Nehmen Sie die ausgewachsenen Sämlinge aus dem Behälter.
- Übertragen Sie es zusammen mit dem Erdklumpen in das bereits vorbereitete Pflanzloch.
- Den entstandenen Hohlraum bis zur Höhe des Wurzelhalses mit Substrat auffüllen.
- Drücken Sie die Erde um die Pflanze herum fest, um Luftblasen aus dem Wurzelsystem zu entfernen.
- Mit warmem, abgestandenem Wasser großzügig wässern, 1,2-1,6 Liter pro Sämling.
Mit offenen Pferden
Üblicherweise lassen Gärtner beim Pflanzen von Setzlingen mit offenen Wurzeln die Wurzeln unbedeckt – sie werden einfach in ein Pflanzloch gelegt und mit Erde bedeckt. Dies führt zu Verdrehungen und Beschädigungen des Wurzelsystems, was das Überleben der Setzlinge beeinträchtigt. Eine sicherere und schonendere Methode ist das Formen eines Erdwalles.
- Bereiten Sie die Baustelle und die Vertiefung nach der oben beschriebenen Methode vor.
- Nimm etwas Erde aus dem Gartenbeet in deine Handflächen (du kannst ein nährstoffreiches Torfsubstrat verwenden), verbinde sie mit den Wurzeln des Sämlings und drücke sie vorsichtig an, bis sich ein Körper bildet.
- Setzen Sie die Setzlinge so ein, dass die Wurzeln auf dem Erdgemisch liegen und der Wurzelhals über dessen Rand hinausragt.
- Breiten Sie die Wurzeln vorsichtig aus und bedecken Sie sie mit einer weiteren Schicht Erde, sodass ein schützender Kokon um die Wurzelspitzen entsteht. Die Erde sollte feucht sein, damit die Wurzeln besser bedeckt werden.
- Setzen Sie die Pflanze mitsamt dem Erdkörper in das Pflanzloch, füllen Sie es bis zum Wurzelhals mit Substrat auf, drücken Sie es fest und gießen Sie großzügig.
Pflege
Um reiche Ernten zu erzielen, ist es notwendig, die landwirtschaftlichen Empfehlungen strikt zu befolgen und eine Reihe wichtiger Aspekte zu berücksichtigen:
- Feuchtigkeitsspendend. Vor der Blüte sollte die Pflanze mit einem Rasensprenger bewässert werden. In den übrigen Wachstumsphasen gießt man direkt an die Wurzeln und vermeidet dabei die Blätter. Während der Blüte- und Fruchtphase benötigt die Pflanze 7–10 Liter Wasser pro Quadratmeter.
Die Verwendung von kaltem Wasser wird nicht empfohlen, da dies den Wachstumsprozess stören kann. Tropfbewässerung gilt für diese Sorte als die beste Option.
- Auflockerung und Unkrautbekämpfung. Regelmäßiges Jäten ist unerlässlich; entfernen Sie Unkraut, solange es noch jung ist. Lockern Sie nach dem Jäten die Erde um den Strauch herum und mulchen Sie sie. Durch das Auflockern wird sichergestellt, dass Sauerstoff an die Wurzeln gelangt. Verwenden Sie Stroh oder Agrofaser zum Mulchen.
- Ernährung. Diese Sorte verträgt organische Düngemittel gut, daher ist eine sachgemäße Düngung der Sträucher mit komplexen Mischungen unerlässlich. Dünger ist für Beerensträucher unverzichtbar. Wichtig ist, die Anweisungen sorgfältig zu lesen und die Empfehlungen zu befolgen, um Verbrennungen zu vermeiden. Der Königskerzenaufguss wird im Verhältnis 1:10, der Vogelkotaufguss im Verhältnis 1:20 zubereitet.
Organischer Dünger wird mindestens zweimal pro Saison mit 500 ml pro Strauch direkt an die Wurzeln ausgebracht. Im Frühherbst empfiehlt sich die Zugabe von Nitroammophoska (NAP) in einer Dosierung von 1 Esslöffel auf 9–10 Liter Wasser. Das Besprühen mit Borsäure erfolgt außerhalb der Fruchtbildungsphase, üblicherweise morgens oder abends. Die Lösung wird mit 2,5 g Säure auf 5 Liter Wasser angesetzt.
Reproduktion
Vivara wird über Knoten vermehrt. Dazu entfernt man die Blütenstängel von ausgewählten Trieben, wodurch die Bildung neuer Knoten angeregt wird. Um Sämlinge mit geschützten Wurzeln zu erhalten, bewurzelt man die Knoten am besten in Plastikbehältern. Optimal ist es, die ersten Knoten an der Mutterpflanze zu erhalten, da diese die größte Keimfähigkeit aufweisen.
Vorbereitung auf den Winter
Obwohl diese Erdbeersorte in einem Klima mit milden Wintern gezüchtet wurde, ist sie sehr frostbeständig. Der Strauch übersteht selbst strenge Winter problemlos, solange die Schneedecke ausreichend hoch ist. Bei geringem Schneefall oder unbeständigem Wetter empfiehlt es sich jedoch, die Sträucher mit Vlies abzudecken und so vor der Kälte zu schützen.
Gärtnerbewertungen von Vivara-Erdbeeren
Die Sorte Vivara ist eine ausgezeichnete Handelserdbeere. Sie ist bei russischen Hobbygärtnern nicht nur wegen ihrer großen Früchte und des hohen Ertrags beliebt, sondern auch wegen ihrer Winterhärte, Transportierbarkeit und langen Haltbarkeit. Der Anbau dieser Sorte ist unkompliziert – grundlegende landwirtschaftliche Praktiken genügen.












