Die Erdbeersorte Rumba, auch bekannt als Zumba, gehört zu den einmalfruchtigen Gartenerdbeeren. Sie eignet sich ideal für den Anbau in rauen Klimazonen, in Hausgärten und im industriellen Großanbau. Diese Sorte kann im Freiland, unter Folienabdeckung, im Gewächshaus und sogar auf Balkonen und Fensterbänken kultiviert werden.
Geschichte der Sortenentwicklung
Diese einmalig tragende Erdbeersorte wurde von niederländischen Wissenschaftlern entwickelt. Spezialisten des Agrarunternehmens Fresh Forward waren an ihrer Entwicklung beteiligt. Es gelang ihnen, eine Sorte mit Beeren von hoher Handelsqualität zu züchten. Rumba-Erdbeeren eignen sich ideal für den Anbau in Russland, der Ukraine und Weißrussland.
Beschreibung der Sorte
Die Sorte zeichnet sich durch hervorragende Eigenschaften aus, insbesondere hinsichtlich Haltbarkeit und Transportfähigkeit über lange Strecken. Dadurch eignet sie sich sowohl für den persönlichen als auch für den gewerblichen Gebrauch.
Büsche
Das Hauptmerkmal der Erdbeere sind ihre ungewöhnlich eiförmigen Blätter. Weitere charakteristische Merkmale dieser Sorte sind:
- Busch – Sie sind mittelgroß, dicht und breiten sich gut aus, weshalb sie genügend Freiraum benötigen;
- Blätter - dunkelgrün, mit großen Zähnen und gestuften Rändern;
- Blütenstiele – länglich, mit schneeweißen Blüten;
- Schnurrbart - befinden sich im zentralen Teil eines dichten Busches;
- Laub – auf hohem Niveau;
- Wurzelsystem – Es besitzt eine faserige Struktur, die es dem Strauch ermöglicht, leichten Frost problemlos zu tolerieren und im Winter unter der Schneedecke gut zu gedeihen.
Beeren
Rumba zeichnet sich durch einen sehr süßen, aber auch leicht säuerlichen Geschmack aus. Der Nachgeschmack ist außergewöhnlich erdbeerig, und das Aroma ist sehr intensiv. Die Früchte sind stets gleichmäßig groß, nur ein geringer Anteil der Beeren ist verformt.
Externe Daten:
- Formularart – Während der ersten Fruchtbildungsphase sind sie gleichmäßig kegelförmig, dann bilden sie ebenfalls Kegel, die jedoch bereits abgerundet sind;
- Oberflächenfarbe – dunkelrot und im vollreifen Zustand fast kirschrot;
- Zellstofffarbe – sattes Scharlachrot;
- Oberfläche - glänzend;
- Beerenparameter – Das Mindestgewicht beträgt 25 g, das Höchstgewicht 30 g;
- Zellstoff – saftige Textur, dichte Struktur;
- knirschendes Geräusch beim Zubeißen – abwesend.
Diese Erdbeeren eignen sich zum Frischverzehr, für Marmelade, Kompott, Saft, Desserts und Backwaren. Sie können auch getrocknet und eingefroren werden.
Produktivität
Rumba gilt als ertragreiche Sorte: Im Hausgarten können 400–500 g Beeren pro Pflanze geerntet werden, im kommerziellen Anbau sind es 800–1000 g. Allerdings gibt es eine Besonderheit: Im ersten Jahr nach der Pflanzung trägt ein einzelner Strauch nicht mehr als 250 g Früchte.
Reifezeit
Die Erdbeersorte Rumba ist frühreif. Ihre Hauptblütezeit liegt je nach Region und Anbaubedingungen Ende Mai oder Anfang Juni. In wärmeren Klimazonen beginnt die Ernte früher als in kälteren Gebieten.
Bestäubung
Rumba besitzt sowohl männliche als auch weibliche Blüten und kann sich daher ohne Insektenbestäuber erfolgreich selbst bestäuben. Dies trägt zu einer reichen Ernte bei, selbst wenn keine anderen Sträucher in der Nähe wachsen. Die Blütenstängel dieser Sorte sind kräftig und lang, und jeder Trieb kann bis zu sechs große Beeren hervorbringen.
Frostbeständigkeit und Schutzbedarf
Qualität und Aussehen der Beeren hängen direkt von den Überwinterungsbedingungen ab. Die Sorte Rumba zeichnet sich durch gute Winterhärte aus, dennoch sollte die Wintervorbereitung unmittelbar nach der Fruchtreife beginnen. Dazu gehören Bewässerung und Düngung mit Stickstoffdünger. In Gebieten mit kalten und schneearmen Wintern empfiehlt es sich, die Beeren mit Vlies oder Fichtenzweigen abzudecken.
Verwendung von Beeren
Der Anbau der Erdbeersorte Rumba ist sehr ertragreich und wird von großen Agrarbetrieben effizient für den Transport zu Großmärkten und Konservenfabriken genutzt. Kleinere Betriebe verzehren die Beeren oft frisch oder gekocht.
Vorteile der Vielfalt
Diese Sorte gilt als sehr beliebt. Ihre Beliebtheit beruht auf ihren vielen positiven Eigenschaften:
Nachteile der Sorte
Zu den negativen Aspekten gehören folgende:
Wachstumsbedingungen
Die Erdbeersorte Rumba ist anpassungsfähig an jedes Klima, trockenheits- und frostresistent, verträgt Temperaturen bis zu -25 Grad Celsius und übersteht lange Winter. In nördlichen Regionen empfiehlt sich jedoch der Anbau im Gewächshaus. Die Pflanze eignet sich auch für die Hydrokultur.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens muss unbedingt im Bereich von 5,5-7,0 liegen, sonst kann die Pflanze keine Nährstoffe aufnehmen.
- ✓ Der Boden sollte nicht nur leicht und fruchtbar, sondern auch gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Wie pflanzt man Erdbeeren mit einem geschlossenen Wurzelsystem?
Vor dem Pflanzen das Beet gründlich wässern und Pflanzlöcher von etwa 18 cm Tiefe im Abstand von 30–45 cm ausheben. Zwischen den Reihen 50–70 cm Abstand lassen, um ausreichend Platz zu gewährleisten.
Gehen Sie anschließend gemäß dem Schema vor:
- Entnahme des Sämlings. Nehmen Sie die Pflanze mitsamt Wurzelballen vorsichtig aus dem Becher oder Topf, um die Wurzeln so wenig wie möglich zu beschädigen. Ist die Plastikfolie dünn, schneiden Sie sie einfach mit einer Schere ein und entfernen Sie sie von der Pflanze.
- Transplantation in ein Loch. Setzen Sie den Sämling vorsichtig mitsamt dem Wurzelballen in das vorbereitete Loch.
- Mit Erde auffüllen. Füllen Sie das Loch mit Erde bis zur Höhe des Wurzelhalses des Sämlings.
- Bodenverdichtung. Es ist wichtig, den Boden um den Busch herum zu verdichten, um die Bildung von Lufteinschlüssen zu verhindern.
- Bewässerung. Das Substrat großzügig mit warmem, abgestandenem Wasser befeuchten – etwa 1,5-2 Liter pro Busch.
Wie pflanzt man wurzelnackte Erdbeeren?
Das Beet wird wie zuvor beschrieben vorbereitet, mit dem gleichen Pflanzabstand. Der einzige Unterschied liegt in der Lochtiefe – sie sollte maximal 15 cm betragen.
Weitere Aktionen:
- Erschafft einen schützenden Kokon. Nimm etwas feuchtes, nährstoffreiches Torfsubstrat oder Erde aus dem Gartenbeet in die Handfläche und drücke es leicht an, um einen Kokon zu formen.
- Begradigung des Wurzelsystems. Setzen Sie die Sämlinge so auf den vorbereiteten Kokon, dass die Wurzeln ordentlich auf dem Substrat liegen und der Wurzelhals über den Rand hinausragt.
- Bildung eines schützenden Kokons. Füllen Sie mehr Erde auf und bilden Sie so eine feuchte Schutzschicht um die Wurzeln.
- Einen Sämling in ein Loch umpflanzen. Setzen Sie die Sämlinge in einem vorgeformten Kokon in das Pflanzloch, füllen Sie Substrat bis zur Höhe des Wurzelhalses auf, drücken Sie es fest und gießen Sie großzügig.
Wie pflegt man Rumba-Erdbeeren?
Die Pflegeverfahren sind recht einfach und standardisiert. Es gibt jedoch sortenspezifische Merkmale, die beachtet werden sollten:
- Bewässerung. Bei gemäßigtem Wetter sollten die Beete einmal wöchentlich gegossen werden. In heißen und trockenen Perioden empfiehlt sich eine Bewässerung zwei- bis dreimal wöchentlich. Gießen Sie erst, wenn die obersten 10 cm der Erde um die Pflanzen herum abgetrocknet sind, wobei die Erde mindestens 20–25 cm tief durchfeuchtet werden sollte. Nach dem Gießen sollte die Erde aufgelockert und Unkraut entfernt werden.
Die optimale Bewässerungsmethode ist die Tropfbewässerung. Die Installation eines Tropfbewässerungssystems spart Zeit und Mühe, verringert das Risiko von Austrocknung oder Überwässerung der Pflanzen und beugt Fäulnis vor. - Topping. Um eine gute Beerenernte zu erzielen, müssen die Pflanzen ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung gedüngt werden:
- Im Frühjahr werden Stickstoffverbindungen (Königskerze, Vogelkot, Kompost) hinzugefügt, um das Wachstum der Grünmasse anzuregen.
- Im Sommer, während der Blütezeit, werden Mineralkomplexe auf Basis von Kalium- und Phosphorverbindungen hinzugefügt, um den Ertrag zu steigern und den Geschmack der Beeren zu verbessern.
- Im Herbst kann man flüssige Königskerze oder Vogelkot verwenden.
- Mulchen. Um die Früchte vor Schmutz zu schützen und Fäulnis vorzubeugen, mulchen Sie die Beete mit schwarzer Agrofolie oder Stroh. Dies hemmt zusätzlich das Unkrautwachstum und hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
- Auflockerung und Unkrautbekämpfung. Unkraut entzieht den Nutzpflanzen Nährstoffe und spendet Schatten, sodass diese nicht genügend Licht und Wärme erhalten. Eine wirksame Maßnahme zur Unkrautbekämpfung ist die Aussaat von Buchweizen in den Beeten eine Saison vor der Erdbeerpflanzung.
- Schnurrbartentfernung. Die an den Trieben entstehenden Ranken entziehen der Mutterpflanze Nährstoffe und mindern so den Ertrag. Sie sollten daher umgehend entfernt werden. Sollen Rosetten zur Vermehrung gezogen werden, lassen Sie einige Sträucher stehen und brechen Sie die Blütenstängel ab, um die Bildung kräftiger Ranken anzuregen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Die wichtigsten Erdbeerschädlinge befallen Blätter und Stängel der Pflanze, hemmen ihr Wachstum und können sogar die Ernte vernichten. Folgende Insekten sollten Sie im Auge behalten:
- SpinnmilbeAnzeichen für Schäden sind verlangsamtes Pflanzenwachstum, blasse und trockene Blätter sowie schwacher Neuaustrieb. Bekämpfungsmethoden: Nach der Ernte wird eine Behandlung mit Karbofos, Neoron, Omite oder Fitoverm empfohlen, ebenso wie die Bewässerung der Pflanzen mit heißem Wasser (80–85 °C).
- Nematode. Zu den Schadzeichen gehören dunkle Blätter und Wachstumsstillstand. Blütenstiele und -knospen verformen sich, verdicken sich und verkürzen sich, während Blattstiele und Ranken sich rot färben. Befallene Sträucher sollten entfernt werden.
- Himbeer-Erdbeer-Rüsselkäfer. Zu den Schadensanzeichen gehören sichtbare Beschädigungen an Blättern und Blütenstängeln. Bekämpfungsmethoden umfassen die Frühjahrsbehandlung mit Actellic oder Aktara sowie das Mulchen mit Fichten- oder Kiefernnadeln.
Die Pflanzen sollten vor dem Austrieb oder nach der Ernte behandelt werden. Zusätzlich können folgende vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden:
- Tiefenlockerung des Bodens im Herbst auf Beerenfeldern.
- Entfernen von trockenen und von Schädlingen befallenen Blättern.
- Vernichtung kranker Pflanzen.
- Bodenfeuchteregulierung.
Rumba ist resistent gegen Mehltau und Braunfleckenkrankheit, kann aber von Grauschimmel befallen werden. Blätter und Früchte werden dann mit braunen Flecken und einem grauen Belag überzogen. Um der Krankheit vorzubeugen, sollten die Beeren zeitnah geerntet, Unkraut entfernt und gegebenenfalls bei Regenwetter abgedeckt werden. Im Frühjahr ist das Besprühen der Sträucher mit Azozen wirksam.
Ernte und Lagerung
Die Früchte werden geerntet, sobald sie reif sind, und sorgfältig zusammen mit den Stielen für eine längere Lagerung getrennt. Die Beeren werden morgens gepflückt, nachdem der Morgentau abgetrocknet ist, wobei Beeren, die auf einer Mulchschicht oder Laubstreu liegen, bevorzugt werden.
Rumba-Beeren können aufgrund ihrer Dichte im Gefrierschrank geschichtet werden, die beste Methode ist jedoch folgende:
- Sammeln Sie die Früchte zusammen mit dem Stiel, der vor dem Einfrieren entfernt wird;
- Die Früchte werden kurz gewaschen und zum Trocknen auf Küchenpapier ausgebreitet;
- Anschließend in einer Schicht auf einem Tablett oder einem großen Teller verteilen und in den Gefrierschrank stellen;
- Nach 6-8 Stunden Gefrierzeit werden die Erdbeeren in einen Plastikbeutel oder Frischhaltefolie umgefüllt;
- Zurück in den Gefrierschrank legen.
Reproduktion
Die einfachste Methode ist die Vermehrung durch Ausläufer, bei der junge Triebe von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Das Teilen des Strauchs in Abschnitte ist zwar möglich, diese Methode wird jedoch nur bei gesunden, dreijährigen Pflanzen angewendet.
Rezensionen
Für die optimale Pflege der Erdbeersorte „Rumba“ ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders in Trockenperioden. Düngen Sie mit organischem Dünger und kontrollieren Sie das Laub, um die Pflanze vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Als Dankeschön belohnen Sie die Sträucher mit einer Fülle köstlicher, sehr süßer Beeren mit intensivem Erdbeeraroma und -geschmack.







