Aprica-Erdbeeren sind nicht immertragend, aber sie tragen große Früchte und reifen früh, wodurch sie vielseitig einsetzbar sind. Eine Besonderheit dieser Sorte ist ihre Fähigkeit, selbst auf kargen Böden reichlich und regelmäßig Früchte zu tragen. Darüber hinaus ist Aprica anpassungsfähig an heiße und raue Klimazonen und selbst bei starken und häufigen Regenfällen resistent gegen Krankheiten.
Geschichte der Auswahl
Diese in Italien gezüchtete Sorte entstand erst vor relativ kurzer Zeit, das genaue Entstehungsdatum ist jedoch unbekannt. Sie ist auch nicht im staatlichen Sortenregister der Russischen Föderation aufgeführt.
Trotzdem gibt es Hinweise darauf, dass ein Agrarunternehmen mit einem Konsortium mehrerer CIV-Baumschulen an der Entwicklung beteiligt war. Die Setzlinge werden jedoch nur in zwei Baumschulen verkauft – Salvi vivai und Mazzoni.
Beschreibung der Sorte
Die Sorte ist selbstfruchtbar, das heißt, sie benötigt keine zusätzliche Bestäubung. Dies ist vorteilhaft für den kommerziellen Anbau, da dadurch der Anbau anderer Sorten in der Nähe entfällt.
Büsche
Nicht immertragende Erdbeersträucher sind recht robuste Pflanzen, obwohl sie als niedrig und halb ausladend gelten. Diese Sorte weist weitere charakteristische Merkmale auf:
- bilden - kugelförmig;
- Blattspreiten – dunkelgrün, mittelgroß, mit glatten Zacken an den Rändern;
- Schießstände – aufrecht;
- Antennen – nicht in sehr großen Mengen;
- Blütenstiele – von unbedeutenden Parametern, mit kleinen Blüten und einer riesigen Menge Pollen.
Beeren
Aprikafrüchte lassen sich sehr gut transportieren – ihre Konsistenz ist eher fest und fleischig als wässrig. Beim Hineinbeißen behalten sie jedoch einen angenehmen Saftgehalt. Weitere Merkmale:
- bilden - eindimensional, glatt und konisch, üblicherweise ohne Verzweigung;
- Abmessungen – groß (das Gewicht der Beeren erreicht 30, manchmal 50 g);
- Oberfläche - glänzend;
- Ausmalen – tiefrot;
- Samen - klein und gelb, oberflächlich gelegen.
Kommerzielle und geschmackliche Eigenschaften von Beeren
Aprikabeeren sind süß mit einer leichten Säure. Ihr Duft ist intensiv und einladend. Im Geschmackstest erhielt die Sorte 4,3 Punkte. Die Beeren sind gut vermarktbar, da sie während Transport und Lagerung keinen Saft abgeben und einheitlich groß und perfekt gleichförmig sind.
Reifezeit, Ertrag und Haltbarkeit
Die Beerenernte beginnt, sobald die Beeren reif sind, der genaue Zeitpunkt hängt jedoch vom Sommerwetter und der Klimazone ab. In der südlichen Hälfte Russlands beginnt die Ernte nach dem 15. Mai, während sie in Zentralrussland zwei bis drei Wochen später startet.
Die Fruchtbildung ist lang und dauert etwa 1,5–2 Monate. Die Erträge sind konstant hoch; von einem einzelnen Strauch werden bis zu 1,1–1,3 kg geerntet. Die Produktivität wird durch widrige Witterungsbedingungen nicht beeinträchtigt. Die Lagerfähigkeit wird mit 7 von 10 möglichen Punkten bewertet.
Anbaugebiete, Frostbeständigkeit
Bei der Entwicklung dieser Sorte war das Ziel, eine Erdbeere zu züchten, die unter allen kontinentalen Bedingungen gedeiht. Daher wird Aprika im Süden sowie in der Region Moskau, der Region Leningrad und im Ural angebaut.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Diese Sorte ist äußerst resistent gegen Krankheiten, die sowohl die oberirdischen Pflanzenteile als auch das Wurzelsystem befallen. Bei richtiger Pflege und sorgfältiger Pflanzung widersteht sie erfolgreich gängigen Krankheiten wie Mehltau, Fäulnis und Blattfleckenkrankheit.
Schädlingsbefall ist selten, dennoch werden vorbeugende Maßnahmen empfohlen. Das Anpflanzen von Knoblauch, Zitronenmelisse oder Ringelblumen um Erdbeerpflanzen herum ist besonders wirksam und unbedenklich.
Vor- und Nachteile der Sorte
Obwohl diese Sorte erst seit Kurzem in unserem Land erhältlich ist, haben Gärtner und Landwirte in verschiedenen Regionen bereits alle Eigenschaften und Qualitäten der Aprika zu schätzen gelernt. Zu ihren Vorteilen zählen unter anderem folgende:
Aprica befindet sich derzeit in der Testphase, daher haben Gärtner noch keine gravierenden Nachteile gemeldet. Einige meinen jedoch, dass Pflanzmaterial nur von ausländischen Baumschulen und zu sehr hohen Preisen erhältlich sei.
Reproduktionsmethoden
Eine der effektivsten Methoden zur Vermehrung von Aprica-Erdbeeren ist die Verwendung von Ausläufern. Die ertragreichsten Triebe sind bereits 2–3 Jahre alt. Rosetten in der Nähe der Mutterpflanze sind besonders wertvoll.
Um qualitativ hochwertige Sämlinge mit einem gut entwickelten Wurzelsystem zu erhalten, empfehlen erfahrene Gärtner, unter jede Rosette einen Behälter mit fruchtbarer Erde zu stellen.
Anpflanzung und Pflege
Ein sonniger Standort mit guter Drainage ist ideal für den Erdbeeranbau. Die Bodenbeschaffenheit ist relativ anspruchslos, da die Pflanze recht unkompliziert ist. Für eine stabile und reiche Ernte empfiehlt sich jedoch ein Boden mit neutralem pH-Wert und ein Grundwasserspiegel von mindestens 1,5 Metern.
- ✓ Für optimales Wachstum und optimale Fruchtbildung muss der pH-Wert des Bodens streng neutral sein (pH 6,5-7,0).
- ✓ Das Grundwasser sollte mindestens 1,5 m unter der Oberfläche liegen, um eine Fäulnis des Wurzelsystems zu vermeiden.
Aprica bietet weitere Pflanzmöglichkeiten:
- Humus ist im Boden erwünscht, da er ein kräftiges Wachstum der Sträucher und die Bildung großer Beeren fördert. Bei Humusmangel kann dieser durch verrotteten Mist und Holzasche (2,5–3 kg bzw. 150 g pro Quadratmeter) zugeführt werden.
- Am besten plant man die Pflanzung im Frühjahr oder Sommer, damit die Rosetten bis zum Herbst Zeit haben, sich zu stärken und im folgenden Jahr Früchte zu tragen.
- Bei der Anpflanzung in Sträuchern sollten etwa vier Setzlinge pro Quadratmeter im Abstand von 30–35 cm gesetzt werden. Bei der Anpflanzung in Streifen sollte der Abstand zwischen den Pflanzen gleich sein, der Abstand zwischen den Streifen beträgt 50 cm.
- Es ist wichtig, den Wurzelhals beim Pflanzen nicht in die Erde einzugraben.
- Nach der Arbeit muss der Boden 10-12 Tage lang gründlich befeuchtet werden.
Die Pflege von Aprica erfordert keine besonderen Kenntnisse. Der Anbau dieser Pflanze entspricht den üblichen landwirtschaftlichen Praktiken für andere Beerensträucher. Wichtig ist jedoch, die Fläche auch nach der Ernte weiter zu bewässern. Die Bewässerungshäufigkeit hängt vom Wetter ab: An heißen Tagen empfiehlt sich eine Bewässerung alle drei Tage, besser ist jedoch die Installation einer Bewässerungsanlage.
Weitere Pflegemaßnahmen:
- Jäten Sie Ihre Beete häufiger, denn Unkrautbekämpfung ist in Beerensträuchern unerlässlich, da Unkraut Schatten spendet, die Belüftung behindert und den Boden auslaugt.
- Lockern Sie den Boden, aber gehen Sie dabei gründlich vor. In Zentralrussland beginnt dieser Prozess nach der Schneeschmelze, in südlicheren Regionen mit dem Austrieb der ersten Blätter. Lockern Sie den Boden regelmäßig, um Verkrustungen vorzubeugen. Ist regelmäßiges mechanisches Auflockern nicht möglich, können Sie Agrofasern oder Mulch verwenden.
- Es ist wichtig, Ausläufer regelmäßig zu entfernen, da sie der Pflanze Nährstoffe entziehen, die sie für die Fruchtbildung benötigt. Die Sorte Aprica bildet nur wenige Ausläufer und ist daher pflegeleichter.
- Die Pflanzen werden 3-4 Mal pro Saison gedüngt. Die erste Düngung erfolgt im zeitigen Frühjahr mit lebender oder Trockenhefe. Die zweite Düngung erfolgt zum Zeitpunkt des Fruchtansatzes und die dritte nach der Fruchtreife.
- Im frühen Frühjahr sollte ein komplexer Mineraldünger mit überwiegendem Stickstoffanteil ausgebracht werden, um das Blattwachstum anzuregen.
- Während der Blütezeit sollten kalium- und phosphorreiche Düngemittel verwendet werden, um den Fruchtansatz zu verbessern.
- Nach der Ernte sollten die Pflanzen mit organischem Dünger versorgt werden, um ihre Kraft wiederherzustellen.
Vorbereitung auf den Winter
Aprica ist bis -10 Grad Celsius frostbeständig. In den meisten Regionen genügt es, die Sträucher mit einer Mulchschicht aus Stroh, Laub oder Holzschnitzeln abzudecken. In wärmeren Klimazonen ist keine zusätzliche Abdeckung erforderlich.
Gärtnerrezensionen zur Erdbeersorte Aprica
Die Erdbeersorte Aprika erfreute sich schnell großer Beliebtheit bei unseren Landwirten und Hobbygärtnern – sie ist pflegeleicht, ertragreich und köstlich. Allerdings hat diese Sorte einen entscheidenden Nachteil: Pflanzgut ist in heimischen Baumschulen nicht erhältlich. Viele hoffen jedoch, dass sich dies bald ändert, da Erdbeeren leicht zu vermehren sind.






