Die Herbstmelone eignet sich ideal für den Anbau auf kleinem Raum – Pflanzen und Früchte benötigen wenig Platz, liefern aber sehr hohe Erträge. Diese Sorte zeichnet sich durch gute Transportierbarkeit über weite Strecken, geringen Pflege- und Pflanzaufwand sowie eine mittlere Reifezeit aus. Um qualitativ hochwertige Früchte zu erhalten, ist es wichtig, die Feinheiten der Anbautechnik zu beachten.
Zuchtgeschichte
Die Melone „Osen“ ist eine bewährte Sorte, die im Jahr 2000 registriert wurde. Sie wurde am Föderalen Wissenschaftlichen Zentrum für Gemüseanbau entwickelt. Die Züchter der Sorte sind L.V. Yemelyanova und O.P. Varivoda. Die Sorte ist für den Anbau unter den klimatischen Bedingungen des Nordkaukasus und der unteren Wolgaregion geeignet.
Die Sorte ist im staatlichen Zuchtregister der Russischen Föderation eingetragen und für die Verwendung in den angegebenen Regionen zugelassen. Züchter der Sorte ist das Föderale Wissenschaftliche Zentrum im Dorf Wnijssok im Bezirk Odinzowo der Region Moskau.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Die Sorte hat einen mäßigen Kletterwuchs, aber die Triebe werden lang (200 bis 250 cm) und kräftig, daher empfiehlt es sich, sie an Rankhilfen zu befestigen. Weitere Merkmale:
- Schatten der Stängel – hellgrün;
- Oberfläche der Triebe – mit leichter Behaarung;
- Buschlaub – Durchschnitt;
- Blattspreiten – groß, hellgrün, herzförmig;
- Blatttyp – abwechselnd angeordnet, mit starker Dissektion;
- Wurzelsystem – gut entwickelt;
- Rinde an Trieben – dünn;
- Peitschenarten – flexibel;
- Fruchtparameter – Sie sind klein, ihr Gewicht variiert zwischen 1,6 und 2,5 kg;
- Melonenbeerenform – kugelförmig;
- Oberfläche des Pepos – gelb, mit dichtem Netz;
- fetale Segmentierung – schwach;
- Zellstoff – hellgrün;
- Saftigkeit – erhöht;
- Granularität – klein;
- Samenkorngröße – unbedeutend und von abgerundeter Form;
- Samen - gelb-cremefarben;
- Samenform – flach-oval.
Geschmacksmerkmale und Verwendung
Diese Melone besticht durch ihren unvergleichlichen Geschmack mit einem deutlichen Ananasaroma. Ihr Zuckergehalt liegt bei fast 9–10 %. Sie ist vielseitig: Die Frucht kann frisch verzehrt, verschiedenen Gerichten wie Salaten und Desserts beigefügt, als Füllung verwendet und auch weiterverarbeitet werden.
Reifung und Ertrag
Diese Melonensorte zählt zu den mittelfrühen Sorten. Ihr vollständiger Entwicklungszyklus, von der Keimung bis zur Reife der ersten Kerne, dauert 72 bis 95 Tage. Die ersten Früchte können bereits Mitte Juli geerntet werden, die Haupternte erfolgt Ende Juli oder Anfang August.
Die Sorte liefert einen hohen und stabilen Ertrag, der jedoch je nach Klima des Anbaugebiets variieren kann. Im Föderationskreis Nordkaukasus liegen die Erträge bei 180–210 Zentnern pro Hektar, im Föderationskreis Untere Wolga bei 110–130 Zentnern und mit künstlicher Bewässerung bei bis zu 255 Zentnern pro Hektar. Pro Quadratmeter Anbaufläche können bis zu 2–2,2 kg süße Früchte geerntet werden.
Feinheiten der Agrartechnologie
Melonen können auf zwei Arten angebaut werden: durch Direktsaat oder mithilfe von Jungpflanzen. Die Anzucht von Jungpflanzen ist nicht arbeitsintensiv; die Aussaat sollte von den ersten zehn Tagen im Februar bis zum Beginn der zweiten Märzwoche erfolgen. Nach dem 12. bis 15. Mai können die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort im Freiland gepflanzt werden.
- ✓ Die optimale Bodentemperatur für die Aussaat sollte mindestens 15°C betragen.
- ✓ Beim Pflanzen sollte der Abstand zwischen den Pflanzen mindestens 45-55 cm betragen, um eine Konkurrenz um Nährstoffe zu vermeiden.
Regeln der Agrartechnologie:
- In südlichen Regionen ist die Direktsaat ins Freiland erlaubt. Idealerweise erfolgt dies Anfang Juni mit einem Pflanzabstand von 45–55 cm × 65–75 cm. Da Melonensträucher dazu neigen, sich auszubreiten, sollte man sie nicht zu dicht pflanzen.
- Für einen erfolgreichen Anbau benötigen Sie einen sonnigen Standort, der vor Wind und Zugluft geschützt ist, mit lockerem, mäßig feuchtem, fruchtbarem und nicht saurem Boden.
- Zur Pflege von Melonen gehört regelmäßiges, aber mäßiges Gießen; es empfiehlt sich, chlorfreies Wasser zu verwenden.
- Nach der Bewässerung muss der Boden sorgfältig aufgelockert werden, um die Belüftung der Pflanzenwurzeln zu gewährleisten.
- Während der Wachstumsperiode wird mehrmals gedüngt – während der Knospenbildung und der Melonenbildung. Die Sorte verträgt mineralische Düngemittel gut.
Vor- und Nachteile
Die positiven Eigenschaften der Herbstmelone beruhen auf Folgendem:
Zu den Nachteilen zählt, dass die Sorte hohe Ansprüche an die Bodenqualität und die Luftfeuchtigkeit stellt und ein warmes Klima bevorzugt.
Rezensionen der verschiedenen Sorten
Die Herbstmelone ist ungewöhnlich, da sie an Ananas erinnert, obwohl sie keine Ananassorte ist. Ihr unverwechselbares Aroma und das saftige, zartschmelzende Fruchtfleisch machen sie bei Verbrauchern sehr beliebt. Auch Melonenzüchter schätzen sie aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Bedingungen und ihrer hohen Erträge.





