Die Wassermelone „Podarok Severu“ ist eine frühreife Hybride, die sich an das Wachstum in rauen und kühlen Klimazonen angepasst hat. Bei Aussaat im Süden kann man sogar noch früher als erwartet ernten. Weitere Bezeichnungen sind „Podarok Severu“ (Nordgeschenk).
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Es gibt nur wenige Informationen darüber, wer die Sorte „Podarok Severu“ entwickelt hat und wann. Sicher ist jedoch, dass ihre Entwicklung in den 1980er-Jahren begann. Wer sie genau entwickelt hat, bleibt allerdings ein Rätsel. Hauptgrund für ihre Auswahl war ihre Fähigkeit, im rauen Klima der nördlichen Regionen zu gedeihen.
Die Forschung erstreckte sich über ein Jahrzehnt, und diese Hybridpflanze wurde 1993 entwickelt. 2007 wurde sie auf der Internationalen Ausstellung ausgezeichnet. 2012 wurde sie in das staatliche Register „Geschenk an den Norden“ aufgenommen.
Besonderheiten
Pflanzgut wie Sämlinge und ausgewachsene Sträucher verfügen über ein starkes Immunsystem und sind daher resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Allerdings können Pflanzen durch widrige Faktoren wie übermäßig regnerische Sommer und plötzliche Fröste im späten Frühjahr Schaden nehmen. Um dies zu vermeiden, sollten die Sträucher abgedeckt werden.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Betrachtet man die Wassermelonensträucher der Sorte „Gift to the North“, so fällt auf, dass sie dem typischen Erscheinungsbild von Melonen entsprechen. Eine Besonderheit weisen sie jedoch auf: Ihr Laub schimmert smaragdgrün und hellt sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf.
Fruchteigenschaften:
- Gewicht – etwa 8-10 kg, aber es gibt auch noch größere Beeren;
- Form – rund;
- Die Oberfläche der Schale ist vollkommen glatt und weist einen leichten Glanz auf;
- Farbgebung – Standardstreifen – hell- und dunkelgrün;
- Streifen – schmal und breit, ungleichmäßig;
- Das Fruchtfleisch ist rot, knackig und saftig;
- Die Samen sind groß.
Geschmack und Zweck
Die Hybridfrucht hat einen wassermelonenartigen Geschmack und Duft, ist sehr süß und extrem zuckerhaltig. Diese Sorte ist hauptsächlich für den Frischverzehr bestimmt, aber moderne Hausfrauen stellen aus dem Fruchtfleisch auch Saft, Marmelade und Desserts her.
Reifung und Ertrag
Gift to the North reift schnell – vom Keimen bis zur technischen Reife vergehen 70–85 Tage. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen wird die Reife erst nach 90–95 Tagen erreicht.
Vor- und Nachteile
„Das Geschenk des Nordens“ hat viele positive Aspekte, darunter die folgenden:
Einziger Nachteil: übermäßige Süße. Daher gibt es Einschränkungen beim Verzehr (Diabetes, Leberversagen).
Landemerkmale
Die Wassermelonensorte „Geschenk des Nordens“ wird auf zwei Arten angebaut: als Setzling oder aus Samen im Gartenbeet. Die erste Methode eignet sich für alle Regionen mit kühlem und rauem Klima, die zweite ausschließlich für den Süden. Die Aussaat ins Freiland erfolgt nach dem 20. Mai, die Setzlinge in den ersten Maitagen. Die Pflanzen werden nach dem 15. Juni ins Freiland oder ins Gewächshaus verpflanzt.
Anforderungen an den Pflanzort und den Boden
Der ideale Standort für Melonen ist sonnig, windstill und zugfrei. Dies ist besonders in kalten Klimazonen wichtig, da Wassermelonen Nordwinde nicht vertragen. Der Bodenqualität sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
- Die Struktur sollte locker und möglichst sandig sein (aber in reinem Sand kann man nicht pflanzen), daher ist sandiger Lehm eine ausgezeichnete Lösung.
- Eine gute Drainage ist unerlässlich, da sich das Wasser nicht stauen sollte (ansonsten würden die Wurzeln und Früchte faulen);
- Säuregrad – neutral oder reduziert (optimale Werte pH 7,0-7,5);
- Fruchtbarkeit – erhöht (organische Substanz und Mineralien werden benötigt).
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 7,0 bis 7,5 liegen.
- ✓ Eine Drainage ist erforderlich, um Wasserstau und Wurzelfäule zu verhindern.
Saatgutvorbereitung
Da es sich bei Podarok Severu um eine Hybride handelt, sollten die Samen in einem Fachgeschäft für Gartenbedarf erworben werden. Heutzutage bieten alle Hersteller Pflanzgut an, das mehrfach aufbereitet wird, unter anderem durch Desinfektion und Stratifizierung. Daher ist eine zusätzliche Vorbereitung der Samen vor der Aussaat nicht notwendig.
Der Landeprozess
Um Samen im Freien auszusäen, muss der Standort vorbereitet werden. Dasselbe gilt für das Umpflanzen der Setzlinge. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Graben Sie die Beete um und entfernen Sie vorher jeglichen Unrat und Unkraut.
- Beim Umgraben sollte organischer Dünger in den Boden eingearbeitet werden: 6 bis 10 kg Humus, Kompost oder verrotteter Mist pro Quadratmeter. Die genaue Menge hängt von der Bodenfruchtbarkeit bzw. -auslaugung ab.
- Die Oberfläche ebnen und Löcher ausheben. Für die Aussaat sollte die Tiefe etwa 5–7 cm betragen, für Setzlinge mindestens 10–12 cm.
Beim Pflanzen der Samen müssen diese nur noch tiefer in die Erde gedrückt, mit Erde bedeckt und gegossen werden.
Die Aussaat von Setzlingen und deren anschließende Kultivierung erfolgen wie folgt:
- Bereiten Sie die Pflanzgefäße vor. Für die Wassermelonensorte „Gift of the North“ eignen sich Torftöpfe am besten, da diese Hybride das Umpflanzen und Anstechen nicht gut verträgt. Sollte dies nicht möglich (und sehr teuer) sein, können Sie auch normale Plastikbecher oder abgeschnittene Flaschen verwenden.
Sie müssen desinfiziert und mit Löchern im Boden versehen werden. - Bereiten Sie nun das Nährsubstrat vor. Nehmen Sie jeweils 5 Teile verrottetes Laub und Kompost und fügen Sie 1 Teil Vermiculit oder Perlit hinzu.
- Füllen Sie die Behälter zur Hälfte.
- Die Erde andrücken und gießen.
- Wenn das Wasser abgelaufen und vollständig aufgesogen ist, 2 Samen hinzufügen.
- Mit 1 cm Erdmischung bestreuen und anschließend mit der gleichen Schicht trockenen Sandes bedecken.
- Stellen Sie die Becher an einen warmen Ort und sorgen Sie dafür, dass das Pflanzmaterial 11-12 Stunden lang Licht erhält.
- Mit Frischhaltefolie abdecken. Diese zweimal täglich entfernen, damit die Erde belüften kann und Schimmelbildung vorgebeugt wird. Gelegentlich gießen.
- Sobald die ersten Triebe erscheinen, entfernen Sie die Abdeckung vollständig.
- Sobald sich 3–4 Blätter gebildet haben, können Sie mit dem Umpflanzen beginnen. Setzen Sie dazu die Sträucher samt Wurzelballen in die vorbereiteten Löcher, bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie sie leicht an.
Feinheiten der Agrartechnologie
Etwa zwei Wochen nach dem Umpflanzen der Sämlinge oder einen Monat nach der Aussaat sollten Sie diese düngen. Verwenden Sie dazu handelsübliche stickstoffhaltige Dünger oder Harnstoff. Düngen Sie die Pflanzen anschließend alle paar Wochen, bis sich Früchte bilden.
Es gibt noch weitere Nuancen beim Anbau der Wassermelonensorte Podarok Severu:
- Bewässern Sie die Sträucher 2 Mal pro Woche bis zum Beginn der Fruchtknotenbildung, danach halbieren Sie die Bewässerungshäufigkeit.
- Kneifen Sie jeden Stiel ab, sobald sich zitronengroße Beeren gebildet haben;
- Schwache oder seitlich wachsende Triebe abschneiden;
- Binden Sie die Triebe so zusammen, dass sie sich nicht am Boden ausbreiten;
- Sobald sich die Früchte gebildet haben, legen Sie Bretter, dicke Pappe, Plastikstücke usw. darunter, damit sie sauber bleiben und während des Regens nicht verfaulen.
- Gießen Sie die Pflanzen morgens, um eine schnelle Verdunstung des Wassers und einen Abfall der Bodentemperatur in der Nacht zu vermeiden.
- Verwenden Sie Tropfbewässerung, um die Wurzelzone gleichmäßig zu befeuchten, ohne die Blätter zu überwässern.
Rezensionen von Gärtnern
Die Wassermelonensorte „Geschenk des Nordens“ eignet sich für den Anbau in allen Klimazonen. Sie zeichnet sich durch erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, exzellenten Geschmack und ein unverwechselbares Wassermelonenaroma aus. Die Pflege der Sträucher ist unkompliziert; wichtig ist lediglich die Einhaltung gängiger landwirtschaftlicher Praktiken.





