Gerste mit Mähne erfreut sich bei Hobbygärtnern jedes Jahr wachsender Beliebtheit, und das aus gutem Grund: Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Wachstumsbedingungen und ihre herausragenden ästhetischen Eigenschaften werden niemanden kalt lassen. Damit dieses Getreide jedoch nur Freude bereitet, ist es unerlässlich, die Feinheiten und Nuancen seines Anbaus und seiner Verwendung zu verstehen.
Beschreibung
Kammgerste ist wohl der bezauberndste Vertreter der Süßgräser und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie kommt am häufigsten wild in Ostsibirien und im Fernen Osten sowie in den Steppen ihrer historischen Heimat vor.
Diese winzige Pflanze, die nicht höher als einen halben Meter wird, hat einen geraden Stängel und ein kleines Rhizom. Kammgerste blüht im Frühsommer bis Hochsommer und trägt ihre ersten Früchte im September.
Die Pflanze besticht durch ihre seidigen Haare und die üppige Mähne aus feinsten (etwa 2 Millimeter breiten) Blättern, die das Markenzeichen dieses erstaunlichen Krauts sind.
Im Gegensatz zu anderen Getreidearten sind die Ähren und Grannen der Gerste horizontal angeordnet und bilden üppige Fächer aus zarter Vegetation, die einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern erreichen.
Mit der Zeit bedeckt eine eingepflanzte Pflanze unansehnliche Erde mit einem flauschigen Teppich, der jeden Garten attraktiver und interessanter macht.
Eine weitere interessante Eigenschaft der Rippengerste ist ihre Farbe, die sich im Laufe der Zeit verändert. Während die Pflanze wächst, wandelt sich die Farbe von silbrig-smaragdgrün zu goldgrün. Kleine, leicht violette Blütenschuppen unterbrechen das Grün und setzen farbliche Akzente.
- ✓ Optimaler pH-Wert des Bodens für Rippengerste: pH 6,0-6,5.
- ✓ Beim Einpflanzen sollte ein Abstand von mindestens 30 cm zwischen den Pflanzen eingehalten werden, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten.
Anbau
Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen (insbesondere Frost) und benötigt wenig Wasser: Trockenheit schadet diesem Gras kaum. Dennoch gibt es Regeln und Empfehlungen, die Gärtner beachten sollten.
Handlung
Für den Standort zur Anpflanzung von Riffelgerste gelten folgende Anforderungen:
- Viel Sonnenlicht ist wichtig. Diese Pflanze liebt die Sonne, daher ist ein heller Standort ideal. Sie gedeiht zwar auch im Halbschatten, doch die dekorative Wirkung der Blätter und Blütenstände kann darunter leiden.
- Mäßige Feuchtigkeit ist wichtig. Zu viel Feuchtigkeit beeinträchtigt Wachstum und Entwicklung der Kammgerste sehr negativ. Daher sollte der Anbau in tiefliegenden Gebieten mit starker Wasseransammlung vermieden werden.
Sollte sich der gewählte Standort aus irgendeinem Grund verändern, lässt sich Gerste problemlos umpflanzen. Die Pflanze verträgt solche Eingriffe sehr gut.
- Die Bodenbeschaffenheit ist entscheidend. Zu schwerer Boden lässt wenig Luft durch, speichert aber Feuchtigkeit gut. Diese Kombination führt zum Welken und Absterben der Kammgerste. Daher ist fast jede Bodenart geeignet, solange der Boden nicht zu dicht und schwer ist. Falls keine Alternative besteht, kann die Pflanze auch in Sand angebaut werden. Alkalischer oder leicht saurer Boden ist ideal für das Wachstum.
Zeit
Rippengerste gedeiht am besten bei gleichmäßig warmen, aber nicht heißen Temperaturen. Daher kann der Aussaatzeitpunkt je nach Region variieren, aber im Allgemeinen sind April und Ende August die optimalen Monate. Im ersten Fall bildet sich bereits im Juli ein üppiger, flauschiger Pflanzenbestand; im zweiten Fall schon im Juni des Folgejahres.
Vorbereitung von Saatgut und Sämlingen
Die Stratifizierung der Samen vor der Aussaat ist der Schlüssel zu einer schnellen und qualitativ hochwertigen Keimung. Befolgen Sie dazu diese fünf einfachen Schritte:
- Gießen Sie eine dünne Schicht Torf in den Boden eines kleinen Behälters.
- Die Samen darauf verteilen.
- Befeuchten Sie die improvisierte Erde leicht.
- Mit Frischhaltefolie umwickeln, in die mit einer Nadel mehrere Löcher gestochen werden, um dem Pflanzmaterial Luftzufuhr zu ermöglichen.
- Legen Sie es für zwei Monate ins Gemüsefach des Kühlschranks, danach können Sie mit dem Anpflanzen der Rippengerste beginnen.
Diese Pflanze lässt sich nur durch Samen vermehren. Wenn Sie sie also in Zukunft erneut anpflanzen möchten, ist es ratsam, sich vorher einen Vorrat an Samen anzulegen.
Für die Anzucht von Setzlingen empfiehlt sich die Aussaat Anfang September. Säen Sie die Samen in Anzuchtkästen oder ein spezielles Anzuchtbeet. Sobald der Winter einsetzt, stellen Sie die gekeimten Pflanzen an einen warmen Ort.
Bodenvorbereitung
Die Aussaat von Rippengerste erfordert minimalen Aufwand. Die Vorbereitung umfasst die folgenden drei Schritte:
- gründliches Ausgraben des Bodens;
- gründliche Unkrautentfernung;
- Anwendung von Kompost und organischen Düngemitteln mit erhöhtem Phosphor- und Kaliumgehalt.
Aussaat
Für Rippengerste gibt es kein ideales Aussaatmuster. Daher kann die Aussaat auf jede beliebige Weise erfolgen: im gewünschten Muster oder als durchgehender Teppich, der den Garten bedeckt.
Um eine besonders dichte, seidige Mähne zu erhalten, empfiehlt es sich, jeweils 2-3 Samen an einem Ort auszusäen.
Bei plötzlichem Frost sollte Gerste isoliert werden. Dies kann mit Folie oder speziellen Agrarfasern erfolgen, die Wärme speichern und Sauerstoff durchlassen.
Pflege
Der Schlüssel zu gesunder und schöner Gerste liegt in der richtigen Bewässerung. Beim Gießen des Bodens ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen zwei Extremen zu finden: Der Boden darf weder austrocknen noch verhärten, gleichzeitig sollte Staunässe unbedingt vermieden werden.
Dieses Gras kann auch ohne ausreichende Nährstoffe gedeihen, aber mit ihnen entfaltet es seine volle Schönheit. Daher ist das Düngen des Bodens dringend zu empfehlen und muss fachgerecht durchgeführt werden.
- Dünger sollte höchstens einmal pro Saison ausgebracht werden;
- Vor dem Ausbringen der Substanzen muss der Boden gründlich von Unkraut befreit und geeggt werden.
Falls eine vollständig mit Gerste bedeckte Fläche nicht der ursprüngliche Plan war, sollte die Pflanze nach dem Entfernen der Samen regelmäßig ausgedünnt werden.
Mögliche Probleme
Die geringe Anfälligkeit für Krankheiten ist ein unbestreitbarer Vorteil dieser Getreideart; allerdings wird die Rippengerste gelegentlich von Grauschimmel befallen.
- Untersuchen Sie die Pflanzen regelmäßig während der frühen Wachstumsstadien, um frühe Anzeichen von Krankheiten zu erkennen.
- Sorgen Sie für gute Belüftung der Pflanzen und vermeiden Sie Überbelegung.
- Bei ersten Anzeichen einer Krankheit sollten die Pflanzen gemäß der Gebrauchsanweisung mit Fungiziden wie Fundazol behandelt werden.
Befallene Pflanzen sollten von gesunden getrennt und die erkrankten Teile entfernt und vernichtet werden. Fungizide wie Fundazol, Topaz und Horus sind ebenfalls wirksam zur Bekämpfung dieser Krankheiten.
Anwendung
Dank ihres attraktiven und markanten Aussehens eignet sich Kammgerste hervorragend für die Gartengestaltung und Blumenarrangements. Sie ergänzt und belebt felsige Gartenbereiche perfekt und wirkt besonders harmonisch in Steingärten, sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Pflanzen.
Bei der Gestaltung einer Landschaftskomposition empfiehlt es sich, neben der Kammgerste folgende Pflanzen zu verwenden:
- Ringelblume;
- Zweifarbiger Hasenschwanz;
- Ringelblume;
- Coreopsis;
- Zweifarbiges Greiskraut;
- Lavendel;
- pennisetum;
- durchbrochenes Straußgras;
- Rutenhirse;
- Rudbeckia (warme Farben wirken besonders harmonisch);
- Salbei.
In der Floristik wird die Pflanze zur Herstellung von Winter- und Trockensträußen verwendet. Dafür muss sie vorbereitet werden – geerntet in der ersten Ährenbildungsphase (Anfang Juni) und in vorgebundenen Sträußen getrocknet werden.
Sammelt und trocknet man das Gras erst später, können die Ähren genau dann abfallen, wenn es am ungünstigsten ist.
Kammgerste ist eine einzigartige Pflanze, die auf erstaunliche Weise Pflegeleichtigkeit, ein attraktives Aussehen und Vielseitigkeit vereint. Sie lässt sich überall und mit allem kombinieren: vom kleinen Gartenbeet bis hin zu Blumenarrangements.


