Victoria-Mais zählt zu den schmackhaftesten Sorten – er ist süß und eignet sich hervorragend zum Verzehr, ist schnell gar und hat einen exzellenten Geschmack. Der Anbau dieses Maises ist unkompliziert und erfordert weder besondere Kenntnisse noch großen Aufwand; selbst Gartenneulinge können ihn problemlos anbauen.
Wer züchtete den Victoria-Mais?
Die Maissorte Victoria wurde von einheimischen Züchtern entwickelt. Der Urheber dieses Maises ist die AGROFIRMA POISK LLC (Dorf Vereya, Bezirk Ramensky, Region Moskau).
Beschreibung der Pflanze und der Kolben
Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 2 m. Die Ähren sind 15–20 cm lang und leicht kegelförmig. Jede Ähre wiegt zwischen 170 und 210 g. Die Körner sind groß und haben eine feine Konsistenz. Jede Ähre enthält 12 Kornreihen, deren oberer Teil gelblich-weiß und der untere Teil gelb ist.
Geschmack und Anwendung
Dieser Zuckermais hat einen sehr angenehmen, leicht süßlichen Geschmack. Er eignet sich ideal zum Kochen. Diese Sorte kann auch eingemacht und eingefroren werden.
Die zarten und leicht süßen Körner passen hervorragend zu Vorspeisen und Hauptgerichten. Reich an Ballaststoffen, Kalium und Vitamin C ist Victoria-Mais nicht nur lecker, sondern auch gesund.
Produktivität und Reifezeit
Victoria-Mais ist eine frühreife Sorte, die von der Keimung bis zur Ernte der ersten Kolben etwa 75–80 Tage benötigt. Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Freiland und unter Folie. Der Ertrag im kommerziellen Anbau liegt bei 0,5–0,6 Tonnen pro Hektar. Im Hausgarten beträgt der Ertrag (Kolben) etwa 1,6 kg pro Quadratmeter.
Für und Wider
Machen Sie sich vor der Aussaat mit allen Vor- und Nachteilen des Victoria-Mais vertraut. Dies hilft Ihnen festzustellen, ob diese Sorte für den Anbau unter Ihren spezifischen Bedingungen (Klima, Gartengrundstück usw.) geeignet ist.
Vorteile:
Bei Victoria-Mais wurden keine besonderen Nachteile festgestellt.
Aussaattermine
Säen Sie die Samen aus, sobald sich der Boden erwärmt hat. Die optimale Pflanztemperatur liegt zwischen 10 °C und 12 °C. Der Aussaatzeitpunkt variiert je nach Anbauregion, lokalem Klima und den aktuellen Wetterbedingungen.
Im Süden kann die Aussaat Anfang April beginnen, in den zentralen Regionen im Mai, und in Sibirien und im Ural wird diese Kulturpflanze ausschließlich aus Setzlingen gezogen. Die Setzlinge werden im Mai ausgesät und im Juni ins Freiland verpflanzt.
Standortanforderungen
Die Maissorte Victoria gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten. Für einen guten Ertrag benötigt sie jedoch möglichst viel Licht. Vermeiden Sie es, Mais in Zugluft oder an windigen Standorten anzubauen.
Die Böden müssen fruchtbar und gut durchlässig sein. Mais gedeiht am besten auf Schwarzerde und dunkelgrauen Lehmböden, in Auenböden und auf sandigen und sandig-lehmigen Böden, jedoch nur bei ausreichender Düngung. Auf sauren, schweren oder salzhaltigen Böden wächst die Pflanze nicht gut.
Saatgutvorbereitung
Das Aussäen von trockenem Saatgut wird nicht empfohlen, da die Keimung zu lange dauert. Das Saatgut wird sortiert und anschließend die ausgewählten Samen 3–5 Tage lang in der Sonne oder an einem anderen warmen Ort erwärmt.
Maiskörner werden in eine Lösung aus rosa Kaliumpermanganat (Fitosporin, Skor oder einem anderen Fungizid) eingetaucht. Zur Verbesserung der Keimung werden die Maiskörner in einer Wachstumsstimulanzienlösung (Epin, Zircon usw.) eingeweicht.
Behandelte Samen werden direkt in Erde oder Anzuchttöpfe gesät. Die Keimung lässt sich jedoch beschleunigen, indem man sie zunächst in feuchten Wattepads oder Papiertüchern keimen lässt.
Merkmale der Aussaat im Boden
Die Anzucht aus Sämlingen ist zu aufwendig und arbeitsintensiv, daher wird sie in Gebieten mit langen Sommern und frühen Frühlingen selten angewendet. Mais lässt sich bequemer durch konventionelle Aussaat anbauen.
Besonderheiten der Maisaussaat:
- Die Beete für die Pflanzung werden im Herbst vorbereitet. Der Boden wird umgegraben und mit organischem Material (Kompost, Humus usw.) sowie Mineraldünger angereichert.
- Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, graben Sie Löcher in die Beete. Die optimale Tiefe beträgt 7 cm. Geben Sie 0,5 Liter Wasser hinzu und lassen Sie es einziehen. Legen Sie 2–3 Maiskörner pro Loch. Bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie erneut. Verwenden Sie warmes, abgestandenes Wasser.
- Es wird empfohlen, die Pflanzen mit Plastikfolie abzudecken. Diese wird entfernt, sobald die Sämlinge aufgelaufen sind.
Sobald die Sämlinge erscheinen, wählen Sie den kräftigsten und gesündesten der 2-3 Triebe aus. Entfernen Sie die übrigen vorsichtig.
Anzucht aus Sämlingen
Die Anzucht aus Setzlingen erfordert zwar mehr Aufwand als die Aussaat, ist aber in manchen Regionen die einzige Möglichkeit, große, gut gereifte Maiskolben zu ernten. Während Setzlinge in gemäßigten Klimazonen eine frühe Ernte ermöglichen, sind sie beispielsweise in Sibirien und im Ural die einzige Option, um reife Kolben zu erhalten.
Merkmale beim Anwachsen von Sämlingen:
- Die Setzlinge werden in ein Nährsubstrat gepflanzt, das aus Kompost, Hochmoortorf, Holzasche und Flusssand im Verhältnis 2:1:1:1 gemischt ist.
- Füllen Sie die Pflanzgefäße 1–2 cm tief mit Erde. Säen Sie die Samen 2–3 cm tief aus. Gießen Sie sie mit warmem, abgestandenem Wasser. Stellen Sie die Sämlinge an einen hellen, warmen Ort.
Die Sämlinge keimen nach etwa einer Woche. Sie werden regelmäßig gegossen, sobald die Erde austrocknet. Die Sämlinge werden ins Freiland umgepflanzt, sobald sie 2–3 Laubblätter entwickelt haben. Der empfohlene Pflanzabstand beträgt 0,5 x 1 m.
Richtige Pflege
Größe, Menge und sogar Geschmack der Maiskolben hängen maßgeblich von der Pflege ab. Mais benötigt Wasser, Nährstoffe, Schutz vor Krankheiten und Schädlingen, regelmäßiges Auflockern des Bodens und Jäten.
Pflegemerkmale:
- Bewässern Sie den Mais an den Wurzeln, vorzugsweise abends. Die Befeuchtung ist besonders wichtig während der Keimlingsphase, des Rispenaustriebs, der Kolbenbildung und der Kornfüllung (2-3 Wochen nach der Blüte).
- Die Zwischenräume zwischen den Reihen werden regelmäßig aufgelockert und von Unkraut befreit. Dabei ist Vorsicht geboten, um die Sämlinge oder Jungpflanzen nicht zu beschädigen. Sobald die Pflanzen eine Höhe von 0,5 m erreicht haben, werden sie angehäufelt, um dem Mais zusätzliche Stabilität zu verleihen.
- Sobald sich an den Stängeln Kolben bilden, werden Seitentriebe entfernt, damit die Pflanze keine Energie für deren Wachstum verschwendet.
- Zur besseren Bestäubung empfiehlt es sich, die Rispen vorsichtig zu schütteln. Dies sollte morgens bei ruhigem und trockenem Wetter geschehen.
- Die erste Düngung erfolgt, sobald sich 2–4 Laubblätter gebildet haben. Verwendet werden stickstoffhaltige Verbindungen wie verdünnter Königskerzenaufguss (1:10) oder Vogelkot (1:20). Auch Ammoniumnitrat oder Harnstoff sind geeignet. Zwei Wochen vor der Blüte sollte der Mais mit Holzasche oder Monokaliumphosphat gedüngt werden.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Unter ungünstigen Wachstumsbedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Hitze usw.) und bei mangelhaften Anbaumethoden kann Mais von Blasenbrand, Wurzel- und Stängelfäule, Fusariumwelke und Grauschimmel befallen werden. Um diesen Problemen vorzubeugen, wird das Saatgut vor der Aussaat desinfiziert. Treten dennoch Krankheitsanzeichen auf, werden Fungizide eingesetzt.
Ernte und Lagerung von Feldfrüchten
Sobald die Kolben die gewünschte Länge erreicht haben und die Fäden braun geworden sind, ist die Ernte reif. Zuerst reifen die Kolben am unteren Ende des Stängels. Milchreifer Mais ist am besten zum Verzehr geeignet; er ist zart, saftig und schmackhaft. Vollreife Kolben eignen sich zum Trocknen, und beide Reifegrade können eingefroren werden.
Lagern Sie die Maiskolben und -körner an einem trockenen, gut belüfteten Ort. Die Luftfeuchtigkeit sollte 15 % nicht überschreiten. Trocknen Sie den Mais vorher und entfernen Sie die Hüllblätter. Bewahren Sie die Körner in Kartons, Behältern oder Stoffsäcken auf. Bei sachgemäßer Lagerung ist die Ernte bis zu zwei Jahre haltbar.
Rezensionen
Victoria-Mais ist eine vielversprechende Zuckermaissorte, die die Aufmerksamkeit unserer Hobbygärtner und Sommergäste verdient. Sie erfüllt alle Anforderungen an Mais für den Verzehr, zum Einmachen und zum Einfrieren.







