Die Gartenerbse ist die Typusart der Gattung Pea und die bekannteste und am weitesten verbreitete. Sie wird für verschiedene Zwecke angebaut. Es gibt mehrere Sortengruppen, von denen einige wiederum in Unterarten unterteilt sind. Der Anbau von Erbsen ist einfach, wenn man optimale Bedingungen schafft und sie richtig pflegt.
Beschreibung der Kultur, Merkmale, Anwendung
Die Erbse ist eine einjährige Kulturpflanze. Es handelt sich um eine krautige Kletterpflanze mit folgenden Eigenschaften:
- Höhe – üblicherweise 0,5 m, kann bis zu 2 m erreichen;
- Bohnen sind Hülsen, die 2,5 bis 12 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit sein können;
- Eine Bohne kann 2 bis 10 Samen enthalten;
- Samen - Erbsen, kugelförmig oder leicht abgeflacht;
- Die Blüten sind selbstbefruchtend, meist weiß, seltener rosa oder violett;
- Reifezeit – 30-120 Tage;
- Fruchtbildung – bis zu 40 Tage;
- Der Ertrag hängt von der Sorte ab und kann bis zu 4 kg pro Quadratmeter betragen.
Erbsen werden hauptsächlich als Futter- und Nahrungspflanze angebaut. Sie werden frisch verzehrt, Salaten und Suppen beigemischt, mit anderem Gemüse geschmort oder püriert (wie Erbsenbrei oder Erbsensuppe). Neben den Samen werden auch die Hülsen gegessen. Aus der Pflanze werden Grütze und Mehl hergestellt.
Erbsen werden in vielen Ländern als Futterpflanze angebaut. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts sind sie beliebt und können als Hauptfuttermittel oder als Ergänzung zur täglichen Ernährung verwendet werden.
Erbsen eignen sich hervorragend als Gründüngungspflanze. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an und verbessern seine Struktur.
Die Pflanze findet auch in der Volksmedizin Verwendung. Ihr Kraut (Blätter und Stängel), das vor der Blüte geerntet wird, wirkt harntreibend. Aus den Samen lässt sich ein Ölaufguss zur Regeneration geschädigter Haut und Schleimhäute herstellen. Ein Absud der Samen ist hilfreich bei Diabetes und Nierensteinen.
Sortengruppen und Sorten
Nach ihrem Verwendungszweck lassen sich Ackererbsen in drei Hauptsortengruppen einteilen.
Zuckerschoten
| Name | Reifezeit | Produktivität | Pflanzenhöhe |
|---|---|---|---|
| Kinderzucker | 60 Tage | 3 kg/m² | 0,5 m |
| Zucker-Honigkuchen | 65 Tage | 3,5 kg/m² | 0,6 m |
| Märchen | 70 Tage | 4 kg/m² | 0,7 m |
| Karaganda 1053 | 75 Tage | 3,8 kg/m² | 0,8 m |
| Unerschöpflich 195 | 80 Tage | 4,2 kg/m² | 0,9 m |
Diese Sorte verdankt ihren Namen ihrem höheren Zuckergehalt, der den Erbsen einen leicht süßlichen Geschmack verleiht. Sie schmecken frisch köstlich, eignen sich gut zum Einmachen und werden auch in warmen Gerichten verwendet. Nicht nur die Erbsen selbst, sondern auch die Schoten sind essbar. Sie besitzen keine Pergamenthaut und bleiben bis zum wachsartigen Reifestadium saftig.
Zuckerschoten werden entweder als Dessert- oder als Suppenerbsen verwendet. Erstere schmecken frisch hervorragend, eignen sich als Beilage und enthalten mehr Eiweiß. Folgende Sorten gelten als die besten:
Suppenerbsen werden zur Zubereitung von Suppen verwendet und zeichnen sich durch ihre kleinere Erbsengröße aus. Hervorragende Sorten sind beispielsweise:
Erbsen schälen
| Name | Reifezeit | Produktivität | Pflanzenhöhe |
|---|---|---|---|
| Early Green 301 | 50 Tage | 2 kg/m² | 0,5 m |
| Ouvertüre | 55 Tage | 2,5 kg/m² | 0,6 m |
| Union | 60 Tage | 3 kg/m² | 0,7 m |
| Gewinner | 65 Tage | 3,5 kg/m² | 0,8 m |
| 6 Wochen | 70 Tage | 4 kg/m² | 0,9 m |
| Ausgezeichnet 240 | 75 Tage | 4,5 kg/m² | 1 m |
Diese Sorte findet Verwendung in der Lebensmittelindustrie. Eine weitere interessante Anwendung ist die Herstellung von Biokunststoffen. Aus Erbsen wird Stärke gewonnen, die als erneuerbare Biomassequelle dient.
Folgende Sorten gelten als die besten zum Verzehr geeignet:
Hirseerbsen
| Name | Reifezeit | Produktivität | Pflanzenhöhe |
|---|---|---|---|
| Woronesch grün | 45 Tage | 2 kg/m² | 0,5 m |
| Prämie | 50 Tage | 2,5 kg/m² | 0,6 m |
| Dinga | 55 Tage | 3 kg/m² | 0,7 m |
| Troparion | 60 Tage | 3,5 kg/m² | 0,8 m |
Diese Sorte wird hauptsächlich zum Einmachen verwendet. Im Haushalt wird sie im wachsartigen Reifestadium verzehrt.
Unter den Gehirntypen gelten folgende als die besten:
Wachstumsbedingungen
Erbsen werden in verschiedenen Regionen angebaut, bevorzugen aber dennoch ein gemäßigtes Klima. Erbsen anbauen Es gelten bestimmte Bedingungen:
- sonnige Standorte, die Pflanze verträgt Schatten nicht gut;
- offener und gut belüfteter Ort;
- Entfernung zum Grundwasser;
- Der Boden ist leicht und fruchtbar, vorzugsweise lehmig, neutral oder leicht sauer;
- gute Belüftung;
- Als rechte Vorgängerpflanzen eignen sich fast alle Nutzpflanzen, mit Ausnahme der Hülsenfrüchtler, vorzugsweise Kohl, Kartoffeln, Tomaten, Kürbis und Gurken.
- Für die Keimung der Samen ist eine Temperatur von 1-2 Grad erforderlich, vegetative Organe beginnen sich bei 12-16 Grad zu bilden und generative Organe bei 16-20 Grad;
- Das Bohnenwachstum und die Samenfüllung finden bei 16-22 Grad statt;
- Erbsen mögen keine Hitze; bei einer Temperatur von 25 Grad verlangsamt sich ihr Wachstum, und bei 35 Grad und darüber hört es auf;
- Die Erbsen dürfen frühestens nach 4 Jahren wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückgebracht werden.
- ✓ Für eine optimale Stickstoffaufnahme sollte der pH-Wert des Bodens unbedingt im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen.
- ✓ Der Gehalt an organischer Substanz im Boden sollte mindestens 3 % betragen, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten.
Nicht nur die Vorfahren der Ackererbse sind wichtig, sondern auch die in ihrer Nähe angebauten Pflanzen. Sie gedeihen gut neben Kartoffeln, Tomaten, Radieschen, Salat, Mais, Sonnenblumen und Erdbeeren. Sie können sogar im selben Beet angebaut werden. Vermeiden Sie es jedoch, Ackererbsen neben Zwiebelgewächsen, Brunnenkresse, Dill, Fenchel und Basilikum zu pflanzen.
Ist der Boden sauer, sollte Kalk hinzugefügt werden. 0,35–0,4 kg pro Quadratmeter sind ausreichend.
Der Boden für die Erbsenpflanzung sollte im Herbst vorbereitet werden. Beim Umgraben organische Substanz einarbeiten – bis zu 6 kg Dünger pro Quadratmeter. Im Frühjahr sollte der Boden aufgelockert werden. Auch Asche ist wirksam.
Frischer Mist sollte nicht zur Düngung der Fläche verwendet werden, da sonst die Grünmasse schnell wächst und die Blüten- und Fruchtbildung sich verlangsamt.
Landung
Erbsen werden im zeitigen Frühjahr ausgesät. Empfohlen wird, dies zu tun, sobald der Boden 4–6 Grad Celsius erreicht hat. Kurzer Frost schadet der Pflanze nicht; sie übersteht Temperaturen bis zu -6 Grad Celsius problemlos.
Die Landung erfolgt nach folgendem Algorithmus:
- Aussortierung von SaatgutGib etwas Salz ins Wasser und lege die Samen hinein. Entsorge alle Samen, die an die Oberfläche steigen, da sie nicht keimen. Spüle die restlichen Samen mit klarem Wasser ab.
- Einweichen des SaatgutsDies dient der Verbesserung der Keimung. Die Samen müssen 12 Stunden lang eingeweicht werden. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und alle 3 Stunden gewechselt werden.
- Vorbereitung des GartenbeetsNach dem Auflockern sollten nicht mehr als 8 Stunden vergehen, bevor gepflanzt wird, da der Boden sonst austrocknet.
- Anpflanzen einer ErnteDie Aussaat erfolgt am besten in Löchern, wobei die Samen 4–6 cm tief in die Erde gelegt werden. Das Pflanzmuster hängt von der Erbsensorte ab. Üblicherweise beträgt der Reihenabstand 25–30 cm und der Abstand zwischen benachbarten Pflanzen 10 cm. Manche Sorten erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 2 m; in diesem Fall sollte der Reihenabstand 70 cm betragen.
- Die Samen mit Erde bedeckenDen Boden leicht verdichten, damit er die Feuchtigkeit besser speichert.
- 24 Stunden vor der Aussaat sollten die Samen zur Desinfektion mit einer Kaliumpermanganatlösung (1%) behandelt werden.
- Um die Keimung zu verbessern, sollten die Samen 5 Stunden lang bei 40°C erwärmt werden.
Erbsensamen sind eine beliebte Beute für Vögel, daher empfiehlt es sich, ihnen Unterschlupf zu bieten. Geeignet sind beispielsweise Folie, Netze, Äste, Gras oder Stroh.
Pflege der Ernte
Erbsen sind leicht anzubauen. Ihre Pflege erfordert zwar etwas Aufwand, aber alle Schritte sind recht einfach.
Bewässerung
Bewässern Sie die Pflanzen einmal wöchentlich, bei heißem Wetter alle fünf Tage. Vor der Blüte und Fruchtbildung benötigen Erbsen mehr Feuchtigkeit, daher sollten Sie sie zwei- bis dreimal wöchentlich gießen. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt die Boden- und Wetterbedingungen.
Zum Bewässern eignet sich eine Gießkanne mit feinem Sieb. Ein Tropfbewässerungssystem ist eine hervorragende Alternative.
Bei unzureichender Bewässerung sinkt der Ertrag, da Blüten und Fruchtknoten abfallen.
Unkraut jäten und auflockern
Unkraut hemmt das Pflanzenwachstum, daher ist regelmäßiges Jäten der Beete unerlässlich. Pflanzenreste sollten umgehend entfernt werden.
Das Auflockern sollte nach dem Wässern und nach starkem Regen erfolgen, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Lockern Sie dabei nur die Zwischenräume zwischen den Reihen und gehen Sie dabei vorsichtig vor.
Unterstützt
Erbsen benötigen Rankhilfen oder Spaliere. Bei niedrig wachsenden Sorten ist dies nicht unbedingt notwendig, sollte aber dennoch beachtet werden. Die Rankhilfe gewährleistet eine gleichmäßige Sonneneinstrahlung und somit eine optimale Reifung. Ohne Rankhilfe stehen die Pflanzen im Dunkeln und sind feucht – ideale Bedingungen für Krankheiten und Schneckenbefall.
Topdressing
Erbsen können in fruchtbarem Boden ohne Dünger angebaut werden, die Beete müssen jedoch im Herbst entsprechend vorbereitet werden. Das Bewässern ausgelaugter Böden mit Kräuteraufguss ist vorteilhaft.
Vor der Blüte ist eine Kalium-Phosphor-Düngung vorteilhaft. Geben Sie 10 g Kaliumsalz und Superphosphat in 10 Liter Wasser. Wiederholen Sie diese Düngung alle zwei Wochen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Erbsen werden am häufigsten von Pilzkrankheiten befallen. Diese sollten mit geeigneten Fungiziden (z. B. Fundazol, Topaz, Ridomil) bekämpft werden. Vorbeugend sind eine frühe Aussaat, die Behandlung von Saatgut und Pflanzen mit Fungiziden sowie das Verbrennen von Pflanzenresten erforderlich.
Die häufigsten Schädlinge sind Erbsenmotte, Rüsselkäfer und Blattlaus. Letztere überträgt auch Viren. Diese Insekten sollten mit Insektiziden (z. B. Operkot, Borey, Break) bekämpft werden. Alternativ können Sie auf Hausmittel zurückgreifen (z. B. Besprühen mit Aufgüssen aus Zwiebelschalen, Löwenzahnblättern, Knoblauch, Schöllkraut und Klette).
Zur Vorbeugung müssen Sie Folgendes tun:
- Pflanzenreste verbrennen;
- Im Herbst den Boden tief umgraben;
- Pflanzen Sie die Kulturpflanze so früh wie möglich.
Im folgenden Video erfahren Sie mehr über die Anbautechnologie von Erbsen:
Ernte und Lagerung
Der optimale Erntezeitpunkt richtet sich nach dem Reifegrad der jeweiligen Erbsensorte. Erbsen werden portionsweise geerntet, sobald sie reif sind. Die Hülsen sollten vorsichtig gepflückt werden, um die Stängel nicht zu beschädigen.
Die geernteten Früchte können auf verschiedene Weise zubereitet werden. Die Schoten können für einige Zeit an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank aufbewahrt und später in Lebensmitteln verwendet werden.
| Verfahren | Haltbarkeit | Nährstoffverlust |
|---|---|---|
| Einfrieren | Bis zu 12 Monate | Bis zu 10 % |
| Trocknung | Bis zu 24 Monate | Bis zu 20 % |
| Erhaltung | Bis zu 18 Monate | Bis zu 15 % |
Erbsen lassen sich zur längeren Lagerung einkochen, einfrieren oder trocknen. Frieren Sie sie in einer einzelnen Schicht ein und füllen Sie sie anschließend in einen Beutel oder Behälter, damit sie nicht zusammenfrieren. Zuckerschoten können im Ganzen eingefroren werden, solange sie nicht überreif sind. Trocknen Sie Erbsen im Backofen oder an einem gut belüfteten Ort. Um Schädlinge fernzuhalten, bewahren Sie die getrockneten Erbsen am besten in luftdichten Behältern auf.
Erbsen sind eine pflegeleichte, einjährige Kulturpflanze mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Um die richtige Sortengruppe und die beste Sorte auszuwählen, ist es wichtig, den Hauptzweck des Anbaus zu kennen. Die richtige Pflege sichert eine reiche Ernte.



















