Rote Erbsen sind eine niedrig wachsende Sorte mit kleinen Bohnen und einem dünnen Stängel. Sie kommen hauptsächlich in freier Natur in asiatischen und östlichen Ländern (Asien, Iran, Türkei, Israel usw.) vor. Da sie als sehr pflegeleicht gelten, werden sie aber auch in Innenräumen angebaut.
Merkmale von roten Erbsen
Rote oder rot-gelbe Erbsensorten sind bei Kreuzungen mit anderen Arten steril, weshalb Wissenschaftler keine Hybriden mit ungewöhnlichen Farben erzeugen können. Der von männlichen Blüten produzierte Pollen ist nicht in der Lage, andere Erbsensorten zu befruchten.
Aussehen
Wilde rote Erbsen erkennt man an folgenden äußeren Merkmalen:
- Hülsengröße – maximal 4 cm;
- Die Samen haben einen Durchmesser von 0,4 cm;
- Die Bohnen haben eher eine zylindrische Form;
- Stiel - verfeinert;
- Blüten – bis zu 1,2 cm;
- Die Blütenkrone kann verschiedene Farben haben – zitronengelb, orange, gelb;
- Samenschale – feinkörnig, dick;
- Die Haut ist dunkelbraun mit einem grünlichen Schimmer (bei sehr genauer Betrachtung sind fast schwarze Sprenkel zu erkennen);
- Die Narbe ist braun, oliv oder schwarz, ihre Form ist oval und verkürzt (bis zu 1 mm);
- gesägte Blätter von halbherzförmiger Gestalt;
- Die Nebenblätter sind doppelt so groß wie die Blätter;
- Der Blütenstiel trägt 1 oder 2 Blüten;
- Die Höhe des Stammes beträgt 20 bis 50 cm, kann aber bei Lichtmangel bis zu eineinhalb Meter erreichen;
- Im technisch reifen Zustand weisen die Bohnen eine glänzende Oberfläche auf;
- Überreife Früchte platzen leicht auf.
- ✓ Bei genauer Betrachtung sind dunkelbraune Sprenkel auf der Samenschale erkennbar.
- ✓ Die Narbe ist oval, verkürzt und bis zu 1 mm lang.
Die Früchte wachsen nicht nur über der Erde, sondern auch unterirdisch.
Für und Wider
Die rote Erbsensorte zeichnet sich durch Folgendes aus: Vorteile:
- die Möglichkeit, ohne besondere Pflege zu wachsen;
- Anspruchslosigkeit;
- guter Geschmack;
- breites Anwendungsgebiet – wie grüne Erbsen wird es zur Zubereitung verschiedener Gerichte, Tierfutter usw. verwendet;
- ungewöhnlicher Farbton;
- hoher Nährstoffgehalt.
Zusammensetzung und Eigenschaften
Rote Erbsen enthalten die Vitamine PP, A, C und B sowie zahlreiche Makro- und Mikroelemente (Zink, Bor, Eisen, Magnesium, Jod, Kalium usw.). Sie enthalten außerdem Aminosäuren, Kohlenhydrate, leicht verdauliche Proteine, Ballaststoffe, Pyridoxin, Zellulose, Stärke und gesättigte Fettsäuren, wodurch diese Sorte für medizinische Zwecke geeignet ist.
Wie sich rote Erbsen auf den Körper auswirken:
- spaltet Cholesterin und schädliche Verbindungen auf und entfernt sie;
- stärkt das Immunsystem und versorgt es mit nützlichen Substanzen;
- verbessert den Allgemeinzustand und steigert die Leistungsfähigkeit;
- stellt die Funktionsfähigkeit der inneren Organe wieder her – des Nerven- und Herz-Kreislauf-Systems, des Gehirns und des Verdauungstrakts;
- Regeneriert beschädigte Zellen und Gewebe;
- beschleunigt den Stoffwechsel;
- verbessert Hautfarbe und -struktur;
- liefert Energie;
- hat einen positiven Einfluss auf die Sehschärfe;
- erhöht den Hämoglobinwert;
- normalisiert den Blutzuckerspiegel;
- verbessert die Spermienzusammensetzung;
- Es sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und wird daher von Frauen im Rahmen ihrer Ernährung genutzt.
Anbau von roten Erbsen
Rote Erbsen sind leicht anzubauen, da sie in der Natur wachsen und Früchte tragen. Im Hausanbau genügt es, die allgemeinen Regeln für das Anpflanzen und Pflegen von Hülsenfrüchten zu befolgen.
- ✓ Die Bodentemperatur während der Pflanzung sollte nicht unter +10°C liegen, um eine optimale Keimung zu gewährleisten.
- ✓ Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollte der Abstand zwischen den Pflanzen mindestens 10 cm betragen.
Da diese Erbsensorte aus Asien und Ostasien stammt, gelten Erbsen als wärmeliebende Pflanzen. Daher werden sie im Frühjahr ins Freiland gepflanzt, sobald sich die Temperaturen bei 10–15 Grad Celsius eingependelt haben. Bei angekündigtem Nachtfrost sollten die Erbsen über Nacht mit Plastikfolie abgedeckt werden.
Landung
Damit sich die Pflanzen leichter an unsere Klimabedingungen anpassen und schneller keimen, ist es richtig Saatgut vorbereitenSchritt-für-Schritt-Anleitung:
- Sortieren Sie die Samen von Hand und entfernen Sie alle verdorbenen oder beschädigten Teile.
- Um die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge zu erhöhen, wärmen Sie die Erbsen in heißem Wasser. Legen Sie sie dazu für 5–7 Minuten in 40 Grad Celsius warmes Wasser. Für eine noch bessere Wirkung können Sie dem Wasser Borax hinzufügen (1 g pro 5 Liter).
- Ein bis drei Tage vor der Aussaat die Samen in Wasser einweichen oder in ein feuchtes Tuch auf einen Untersetzer legen. Im ersten Fall das Wasser täglich wechseln; im zweiten Fall den Untersetzer mit frischem Wasser auffüllen. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben.
Achten Sie besonders auf den Standort und die Bodenqualität. Anforderungen:
- Die Beete sollten sonnig und gut belüftet sein. Starke Nordwinde sollten vermieden werden, da sie die Pflanzen schädigen.
- Am besten pflanzt man Kohl, Kartoffeln, Gurken, Kürbisse oder Tomaten vor Erbsen in dem Beet. Rote Erbsen sollten nicht nach Hülsenfrüchten gepflanzt werden.
- Der Boden sollte nicht zu sauer sein. Falls doch, kalken Sie die Beete oder streuen Sie Holzasche darauf.
- Rote Erbsen sollten nicht in der Nähe von Grundwasser gepflanzt werden, da sonst das kräftige Wurzelsystem verfault. Die optimale Wassertiefe beträgt 1,2–1,5 m.
Landeeigenschaften:
- Bereiten Sie im Herbst Ihren Garten vor, indem Sie die Beete spatentief (oder wenn möglich tiefer) umgraben und organischen Dünger einarbeiten. Gülle, Hühnermist oder Kompost (das organische Material sollte gut verrottet sein) eignen sich dafür.
- Im Frühjahr, vor dem Aussäen der gekeimten Samen, sollte der Boden aufgelockert und Superphosphat sowie Kaliumsalz eingearbeitet werden. 50 g Superphosphat und 20 g Kaliumsalz pro Quadratmeter sind ausreichend. Bei ausgelaugtem Boden sollten zusätzlich die benötigten Mineralien zugeführt werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, nicht zu viel Stickstoff zu geben, da Erbsen diesen aus Luft und Boden aufnehmen.
- Die Beetoberfläche mit einem Rechen ebnen und bis zu 4 cm tiefe Furchen ziehen. Zwischen den Furchen einen halben Meter und zwischen den Samen 10–15 cm Abstand lassen. Optimal ist jedoch die Doppelreihenpflanzung, bei der zwei Furchen im Abstand von 20 cm gezogen werden und zwischen den Reihen ein Abstand von 50 cm verbleibt.
- Bewässern Sie die Furchen mit warmem, stehendem Wasser oder Regenwasser.
- Breiten Sie das Pflanzmaterial aus, bestreuen Sie die Samen mit Erde und drücken Sie sie anschließend gründlich fest, damit die Vögel sie nicht aus dem Boden picken.
Wilde rote Erbsen scheuen sich nicht vor Unkrautdickichten, daher können Sie gerne grüne Salatsamen, Sauerampfer, Dill, Petersilie und Spinat zwischen die Sämlinge pflanzen.
Vögel picken gerne Hülsenfrüchte an, daher sollten Sie die Samen direkt nach der Aussaat zuverlässig schützen. Decken Sie die Beete dazu mit einem feinmaschigen Netz ab. Später können Sie eine Maschenkonstruktion errichten: Schlagen Sie an allen vier Seiten Pfähle ein und befestigen Sie das Netz daran.
Wie gießt man rote Erbsen und wann sollte man den Boden auflockern?
Die Grundlage für eine gute Ernte ist der richtige Zeitpunkt. Erbsen gießenUnmittelbar nach dem Einpflanzen wird je nach klimatischen Bedingungen alle 2-4 Tage Wasser nachgeschüttet.
Obwohl diese Sorte wild wächst, bevorzugt sie lockeren, sauerstoffreichen Boden. Daher ist es wichtig, den Boden aufzulockern. Dies geschieht nach dem Gießen, aber nur bei Bedarf, also sobald die oberste Bodenschicht verkrustet. Etwa zwei Wochen nach dem Keimen werden die Sämlinge zum ersten Mal aufgelockert und angehäufelt.
Rote Erbsen werden folgendermaßen bewässert:
- Vor der Blüte sollten die Bohnen alle 2–3 Tage gegossen werden; sobald die Blütenstängel erscheinen, genügt zweimaliges Gießen pro Woche. Sind die Hülsen vollständig ausgebildet, wird die Erde alle 7–10 Tage gegossen. Dies gilt natürlich nur bei ausbleibendem Starkregen.
- Für einen Quadratmeter benötigen Sie je nach Grundwasserstand 6–9 Liter Wasser. Liegt der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche, verwenden Sie weniger Wasser. Beachten Sie, dass die Wurzeln von roten Erbsen leicht zu Fäulnis neigen.
- Die Flüssigkeit wird direkt in den Wurzelbereich aufgetragen. Heben Sie dazu die grüne Pflanze vorsichtig an und geben Sie die Flüssigkeit hinzu.
- Verwenden Sie ausschließlich Regenwasser oder abgestandenes Wasser, da Leitungswasser viele schädliche Substanzen enthält, die während des Absetzvorgangs verdunsten.
- Achten Sie darauf, dass sich keine Flüssigkeit im Boden staut – Erbsen mögen das nicht.
- Die Temperatur sollte mindestens +15 Grad betragen, optimal ist es jedoch, wenn die Wassertemperatur der Lufttemperatur entspricht.
Müssen Wilderbsen gedüngt werden?
Unter spartanischen Bedingungen ist der Boden nicht immer fruchtbar, aber das heißt nicht, dass man auf Dünger verzichten kann. Tatsache ist: Rote Erbsen, die auf kargem Boden wachsen, bringen eine geringere Ernte, die Bohnen bleiben klein und verlieren an Saftigkeit.
Erbsen benötigen neben Stickstoff auch organische Substanzen und Mineralien. Vor der Blüte sollte man Königskerzen- oder Hühnermist (1 Teil Mist auf 10 Teile Wasser pro Quadratmeter) ausbringen. Während der Blüte kann man einen Brennnesseltee zubereiten und diesen im Wurzelbereich anwenden. Nach der Blüte ist organischer Dünger erforderlich. Nitroammophoska (1 Esslöffel auf 10 Liter Wasser) eignet sich hierfür gut.
Binden oder nicht binden?
Da rote Erbsen niedrig wachsen, benötigen sie keine Stütze. Sie breiten sich in alle Richtungen am Boden aus. Wenn Sie ein ordentliches und gepflegtes Beet wünschen, können Sie an jede Pflanze einen Holzpflock anbringen und die Stängel leicht zusammenbinden.
Kneifen
Das Auskneifen der Triebspitze ist, wie das Anbinden, optional, fördert aber das Austreiben mehrerer neuer Triebe, aus denen sich später Hülsen entwickeln. Dadurch erhöht sich der Bohnenertrag.
Schädlinge und Krankheiten
Die Hauptkrankheiten, für die rote Erbsen anfällig sind, werden durch Pilze verursacht, die zu Wurzel- oder Blattfäule führen. So erkennen Sie sie:
- Echter Mehltau Die häufigste Krankheit bei Hülsenfrüchten ist die sogenannte Pilzkrankheit. Sie äußert sich durch Flecken an Stängeln, Blättern und Hülsen. Anfangs sind diese Flecken hellgrau, verfärben sich aber mit der Zeit dunkelbraun. Zur Bekämpfung werden Fungizide wie Topsin, Fundazol, Skor, Topaz und ähnliche Produkte eingesetzt. Alternativ kann die Pflanze mit 1%iger kolloidaler Schwefellösung besprüht werden.
- Fusarium Wurzelfäule ist durch braune Flecken gekennzeichnet, die letztendlich zum Absterben der Pflanze führen. Die Krankheit lässt sich an ihnen erkennen. Es gibt kein Heilmittel, aber die Fäulnis kann verhindert werden. Dazu sollte die Luftfeuchtigkeit kontrolliert und Staunässe vermieden werden. Bei starkem Regen sollten die Beete mit Plastikfolie abgedeckt werden.
- Ascochytose. Hauptsymptome sind trockene Stellen mit dunklen Flecken an den Rändern. Die Bekämpfung erfolgt durch Behandlung des grünen Laubs mit einer 4%igen Kupferoxychloridlösung.
- Rost. Die Blätter sind betroffen und weisen braune Flecken auf. Die Krankheit kann mit einer 1%igen Bordeauxbrühe behandelt werden.
Was Schädlinge betrifft, stellen Blattläuse, Erbsenmotten und Erdraupen eine besondere Bedrohung für rote Erbsen dar. Sie lassen sich mit speziellen Insektiziden und Hausmitteln bekämpfen. Insektizide sind im Handel erhältlich, Hausmittel können selbst hergestellt werden. So gehen Sie vor:
- Zerkleinerte braune Waschseife in Wasser auflösen und die Büsche damit besprühen (ein paar Seifenstücke auf 5 Liter Wasser);
- 3-4 kg gehackte Tomatenblätter in einen Eimer mit warmem Wasser geben, 2-3 Tage einweichen lassen und anschließend den grünen Teil der Pflanze behandeln;
- 30 g zerdrückten Knoblauch (geschält) in 10 Liter Wasser geben, 24-30 Stunden einweichen lassen, dann die Pflanzen besprühen.
Wie sammelt und lagert man die Proben?
Rote Erbsen reifen nach und nach – erntet man zuerst die Schoten am unteren Ende des Stängels, dann die restlichen. Die Ernte erstreckt sich daher über einen Zeitraum von 2–3 Wochen mit 3–4-tägigen Pausen. Um die Pflanze nicht zu beschädigen, schneidet man die Schoten mit einer Schere ab.
So lagern Sie:
- Am besten trocknet man die Erbsen. Dazu schält man sie zuerst und sortiert die unbeschädigten Erbsen aus. Anschließend werden sie getrocknet. Dies geschieht entweder in der direkten Sonne oder im Backofen.
- Ungewöhnliche rote Erbsen können auf herkömmliche Weise in Einmachgläsern konserviert werden.
- Um auch im Winter frische Bohnen genießen zu können, friert man sie ein, nachdem man die trockenen und sauberen Bohnen in einen Plastikbeutel gegeben hat.
Rezensionen
Rote Erbsen sind eine ungewöhnliche Hülsenfruchtart, die sich auch in Innenräumen anbauen lässt. Achten Sie auf die Bodenfeuchtigkeit, entfernen Sie Unkraut umgehend und lockern Sie den Boden regelmäßig auf. So beugen Sie Krankheiten vor und sichern sich eine reiche Ernte dieser seltenen, wilden roten Erbse.


