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Anbau von weißen Bohnen: Pflanzung, Pflege, Krankheiten und Schädlinge

Weiße Bohnen sind eine essbare Gemüsepflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Es gibt Dutzende von Busch- und Kletterbohnensorten. Mit den richtigen Anbaumethoden können Gärtner hohe Erträge dieser nahrhaften und wertvollen Nutzpflanze erzielen.

Weiße Bohnen

Die Geschichte der weißen Bohnen

Die weiße Bohne stammt ursprünglich aus Südamerika. Man geht davon aus, dass ihr natürlicher Lebensraum im heutigen Peru lag. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze dank indigener Händler in ganz Süd- und Mittelamerika.

Weiße Bohnen gelangten im 15. Jahrhundert mit spanischen Entdeckern nach Europa. Wie viele neue Nutzpflanzen wurden sie von den Europäern nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Zierpflanze verwendet.

Bohnen tauchten im 17. Jahrhundert in Russland auf, aber erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann man, „französische Bohnen“ als Nahrungsmittel anzubauen.

Besonderheiten von weißen Bohnen

Weiße Bohnen sind ein besonders bei Vegetariern geschätztes Lebensmittel. Sie enthalten pflanzliche Proteine ​​und sind daher während der Fastenzeit eine beliebte Fleischalternative.

Zusammensetzung und Kaloriengehalt

Weiße Bohnen enthalten neben Proteinen auch Ballaststoffe, Aminosäuren, Kalzium, Magnesium sowie die Vitamine E und B. Sie sind ein kalorienarmes Produkt, das die Gewichtsabnahme fördert.

Pro 100 g weiße Bohnen:

  • Energiewert – 102 kcal;
  • Kohlenhydrate – 47 g;
  • Proteine ​​– 21 g;
  • Fette – 2 g.

Vorteile von weißen Bohnen

Weiße Bohnen werden nicht nur zum Kochen geschätzt, sondern auch als Heilmittel. Regelmäßiger Bohnenkonsum trägt zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit bei.

Die Wirkung von weißen Bohnen auf den Körper:

  • Die Funktion des Herz-Kreislauf- und Nervensystems ist normalisiert;
  • regt die Produktion von Magensaft an;
  • Der Blutzuckerspiegel sinkt;
  • Das Sehvermögen verbessert sich;
  • Das Immunsystem wird gestärkt;
  • Schwellungen werden beseitigt/verhindert;
  • Stärkt Nägel und Haare;
  • Der Stoffwechsel verbessert sich;
  • Der Körper wird von Giftstoffen gereinigt.

Weiße Bohnen sind aufgrund ihres hohen Kalziumgehalts gut für Knochen und Zähne.

Nicht nur die Bohnen selbst, sondern auch die Blütenstände und Hülsen werden medizinisch genutzt. Sie werden zur Behandlung von Pankreatitis, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Rheuma, Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose, Gicht und Erkrankungen des Urogenitalsystems eingesetzt.

Kontraindikationen und Komplikationen

Kidneybohnen werden nur gekocht verzehrt. Rohe Samen enthalten Giftstoffe, die zu Vergiftungen führen können.

Eine Nebenwirkung des Bohnenverzehrs sind Blähungen. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Bohnen vor dem Kochen über Nacht in Wasser einzuweichen. Dadurch verkürzt sich die Kochzeit.

Bohnen sind bei erhöhter Magensäuresekretion kontraindiziert. Es gibt bestimmte Erkrankungen, bei denen Bohnen nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit einem Arzt verzehrt werden sollten:

  • Gicht;
  • Cholezystitis;
  • Magengeschwür.

Der Verzehr großer Mengen weißer Bohnen im höheren Alter wird nicht empfohlen. Bei allergischen Reaktionen sollte das Produkt vollständig gemieden werden.

Die besten Sorten weißer Bohnen

Name Reifezeit Krankheitsresistenz Wachstumstyp
Chali Mitte bis Anfang Hoch Buschig
Schwarzes Auge Früh Durchschnitt Buschig
Weiße Stuten Spät Hoch Lockig
Beloserka Durchschnitt Durchschnitt Buschig
Lotus Mitte bis Anfang Hoch Buschig
Weißes flaches Früh Hoch Buschig
Moskauer Weiße Durchschnitt Hoch Buschig
Marine Spät Durchschnitt Buschig

Es gibt verschiedene Sorten weißer Bohnen, die sich in Reifezeit, Bohnengröße, Geschmack und Textur, Pflanzengröße, Ertrag und anderen Kriterien unterscheiden. Gärtner schätzen besonders Sorten, die pflegeleicht sind und gleichzeitig hohe Erträge und hervorragenden Geschmack bieten.

Beliebte Sorten weißer Bohnen:

  • Chali. Eine Sorte mit großen Bohnen. Die Früchte sind zart und flach. Sie eignen sich für Suppen, Beilagen, Salate und Eintöpfe. Der Geschmack ähnelt dem von Kartoffeln. Die Bohnen garen sehr schnell – in bis zu 45 Minuten. Pro Quadratmeter können bis zu 1,7 kg Bohnen geerntet werden.
    Chali
  • Blaues Auge. Diese Sorte zeichnet sich durch besonders zarte Bohnen und einen hohen Energiegehalt aus. Die Bohnen garen schnell und besitzen einen hohen Nährwert. Sie werden zur Vorbeugung von Krebs eingesetzt. Der Ertrag liegt bei 1,2 kg Bohnen pro Quadratmeter.
    Schwarzes Auge
  • Weiße Stuten. Eine großschotenreiche Kletterbohne mit üppigem Laub. Jede Schote enthält drei Bohnen. Sie wird als Nahrungs- und Zierpflanze verwendet.
    Weiße Stuten
  • Beloserka. Eine Sorte mit hohem Zuckergehalt. An einem einzelnen Strauch wachsen bis zu 50 Schoten. Die Früchte sind mittelgroß und rund. Ertrag bis zu 2 kg/m².
    Beloserka
  • Lotus. Eine mittelfrühe, ertragreiche Bohnensorte. Die Früchte sind fleischig und eignen sich für die maschinelle Ernte. Sie werden zum Kochen, für Kosmetik und zum Einmachen verwendet. Ertrag: 1,5 kg/m².
    Lotus
  • Weiße Wohnung. Sie zeichnet sich durch ihren hohen Mikronährstoffgehalt aus. Die Sorte ist anspruchslos an die Bodenbedingungen und gedeiht in fast allen Regionen Russlands. Erträge bis zu 1,5 kg/m².
    Weißes flaches
  • Moskau weiß. Diese grünschotenreiche Sorte wurde speziell für Zentralrussland gezüchtet. Sie verträgt Temperaturschwankungen und kurze Tage gut und ist krankheitsresistent. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 1–1,5 kg/m².
    Moskauer Weiße
  • Marine. Eine alte südamerikanische Sorte mit kleinen, erbsenförmigen Bohnen. Sie zeichnet sich durch ihren hohen Ballaststoffgehalt aus.
    Die Früchte wirken harntreibend, blutzuckersenkend und antimikrobiell. Bohnen benötigen eine lange Kochzeit. Nach fünf Stunden Einweichzeit sind sie in einer Stunde gar. Der Ertrag liegt bei etwa 1,5 kg Bohnen pro Quadratmeter.
    Marine

Verschiedene Bohnensorten werden getrennt voneinander angebaut. Da die Pflanzen anfällig für Kreuzbestäubung sind, können rote Bohnen rötliche Flecken entwickeln, wenn weiße Bohnen neben roten gepflanzt werden.

Besonderheiten beim Anbau von weißen Bohnen

Der Bohnenertrag hängt maßgeblich von den Wachstumsbedingungen und der Saatgutqualität ab. Die Aufgabe des Gärtners besteht darin, Saatgut und Boden gemäß den gängigen landwirtschaftlichen Standards für die Aussaat vorzubereiten.

Pflanztermine

Weiße Bohnen werden aus Samen direkt ins Freiland gesät, bis sich der Boden auf +10…+12°C erwärmt hat. In gemäßigten Klimazonen erfolgt die Aussaat im Mai, wobei Reifezeitpunkt und Witterungsbedingungen berücksichtigt werden.

Kritische Parameter für eine erfolgreiche Kultivierung
  • ✓ Optimale Bodentemperatur für die Keimung: +10…+12 °C.
  • ✓ Die Pflanztiefe von Saatgut in Lehmböden sollte 4 cm nicht überschreiten.

Buschbohnen werden 1–2 Wochen früher gepflanzt als Stangenbohnen. Schnellwachsende Sorten werden vor Ende Juni ausgesät. Die Ernte erfolgt bis zum ersten Frost.

In Regionen mit kalten Frühlingen empfiehlt es sich, Bohnen aus Setzlingen zu ziehen. Die Samen für die Setzlinge werden etwa einen Monat vor dem Auspflanzen ausgesät.

Saatgutvorbereitung

Um den Bohnenertrag zu steigern, werden die Samen vor der Aussaat sortiert, eingeweicht, desinfiziert und abgehärtet. Diese Vorbereitung beugt vielen Krankheiten vor und verbessert die Pflanzenimmunität und Kälteresistenz.

Zubereitung von weißen Bohnensamen:

  1. Sortierung. Prüfen Sie die Samen visuell. Entfernen Sie leere, beschädigte oder runzlige Samen. Für eine gründlichere Sortierung verwenden Sie Wasser – nicht keimfähige Samen schwimmen an die Oberfläche.
  2. Desinfektion. Selbst gesammeltes Saatgut sowie gekauftes Saatgut, das keiner Vorbehandlung unterzogen wurde, sollten zur Desinfektion 20 Minuten lang in Kaliumpermanganat eingeweicht werden.
  3. Einweichen. Nach dem Einweichen der Samen in Kaliumpermanganat spült man sie mit klarem Wasser ab und weicht sie anschließend zwei Stunden lang in einem Aufguss aus Holzasche ein. Alternativ kann man die Samen auch einfach über Nacht in klarem Wasser einweichen. Diese Samen sind widerstandsfähiger gegen Kälteeinbrüche.
  4. Härten. Legen Sie die Samen für eine Woche auf die unterste Ablage des Kühlschranks (optimale Temperatur: +2 °C). Wickeln Sie die Samen in ein feuchtes Tuch, damit sie nicht austrocknen.

Fünf Minuten vor der Aussaat werden die Samen in eine Borsäurelösung getaucht, um die Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen.

Regeln für die Bodenvorbereitung

Bohnen sollten an hellen Standorten, geschützt vor starkem Wind und Zugluft, angebaut werden. Die Bodenart ist nicht besonders wichtig, solange der Boden fruchtbar und gut durchlässig ist. Bohnen gedeihen am besten in leichten Böden und vertragen keine schweren Lehmböden.

Bodenvorbereitung:

  1. Graben Sie die Stelle bis zur Tiefe einer Schaufel aus.
  2. Beim Umgraben organische Substanz hinzufügen – 4 kg Kompost oder Humus pro 1 m². 1 EL Dolomitmehl, 2 EL Superphosphat und 1 EL Ammoniumnitrat hinzufügen.

Bei der Düngung sollte eine Überdosierung von Stickstoffdüngern vermieden werden, da diese das Wachstum von Grünmasse anregen, was sich oft nachteilig auf die Hülsen auswirkt.

Gärtner verwenden Kletter- und Halbkletterbohnen oft als „Füllpflanzen“. Sie werden an den Rändern von Beeten und Parzellen gepflanzt. Dank ihrer Knöllchenbakterien reichern Bohnen den Boden mit Stickstoff an.

Gute Nachbarn für Bohnen:

  • Rübe;
  • Karotte;
  • Gurke;
  • Kartoffel;
  • Kürbis;
  • Tomaten.

Es wird nicht empfohlen, Bohnen neben anderen Hülsenfrüchten anzubauen, um die Ausbreitung der Erbsenmotte und anderer spezifischer Schädlinge dieser Kulturen zu vermeiden.

Aussaat von weißen Bohnen

Es empfiehlt sich, Bohnen versetzt zu pflanzen. Das Pflanzmuster richtet sich nach der Sorte – der Höhe und Breite der Pflanzen. Bei hochwachsenden Kletterbohnen sollten Sie vorab Holzstützen in der Nähe der Pflanzlöcher anbringen.

Weiße Bohnensprossen

Aussaatreihenfolge:

  1. Bereiten Sie die Pflanzlöcher vor. Bei Buschsorten sollte die Tiefe 20–25 cm, bei Klettersorten 25–30 cm betragen. Der Reihenabstand beträgt 40 bzw. 50 cm. Die Pflanzlöcher sollten 6–7 cm tief sein, in lehmigen Böden bis zu 4 cm.
  2. Legen Sie 3–4 Bohnen in jedes Loch. Sobald die Keimlinge erscheinen, wählen Sie die kräftigsten und gesündesten aus und entfernen Sie die übrigen.
  3. Füllen Sie die Löcher mit Erde und verdichten Sie diese leicht – dies hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Keimung der Samen zu beschleunigen.
  4. Den Boden mit Torf, Humus oder anderem geeignetem Material mulchen.

Wenn Sie Bohnen aus Setzlingen ziehen, erscheinen die ersten pflanzreifen Hülsen zwei Wochen früher. Die Aussaat der Setzlinge beginnt Ende März. Die Setzlinge sind im Mai erntereif und werden ins Freiland gepflanzt, bei Bedarf mit Plastikfolie abgedeckt.

Pflege und Kultivierung

Bohnen sind eine relativ anspruchslose Kulturpflanze. Unter guten Bedingungen wachsen sie problemlos. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bewässerung und der Bodenbearbeitung gelten, und bei Kletterbohnen ist das Anbinden der Pflanzen wichtig.

Bewässerung

Bohnen reagieren äußerst empfindlich auf Bodenfeuchtigkeit. Sowohl Überwässerung als auch Trockenheit sind gleichermaßen schädlich. Beide Zustände führen zu Wachstumsstörungen und Ertragseinbußen. Besonders während der Fruchtbildungsphase benötigen die Pflanzen Wasser.

Bewässerungseinrichtungen:

  • Bewässerungsmenge nach der Aussaat – 6 Liter pro 1 m²;
  • Bewässerungshäufigkeit vor der Knospenbildung – einmal pro Woche;
  • Im Stadium der Bildung von 4-5 Blättern wird die Bewässerung bis zum Beginn der Blüte eingestellt;
  • Sobald die Blütenstände erscheinen, wird die Bewässerungsmenge verdoppelt und anschließend auf 18-20 Liter pro Quadratmeter erhöht.
Vorsichtsmaßnahmen beim Bewässern
  • × Vermeiden Sie das Gießen während der heißesten Tageszeiten, um Blattverbrennungen vorzubeugen.
  • × Um Wurzelfäule zu vermeiden, sollte stehendes Wasser vermieden werden.

Bohnen vertragen Hitze und Trockenheit schlecht. Treten diese während der Blütezeit auf, verlieren die Pflanzen ihre Blüten. Ein ähnlicher Effekt tritt bei Wassermangel ein.

Nach dem Wässern wird der Boden aufgelockert, um ein Verkrusten zu verhindern. Dabei werden die Sträucher angehäufelt, damit sie stabiler stehen und bei Regen nicht umfallen.

Topdressing

Bohnen sind bezüglich der Bodenbeschaffenheit anspruchslos, daher ist der beim Pflügen ausgebrachte Dünger meist ausreichend. Sollten die Pflanzen jedoch kümmerlich wachsen oder sich schlecht entwickeln, empfiehlt sich die zusätzliche Gabe von organischen und mineralischen Düngemitteln.

Trockene Düngemittel und Lösungen dürfen nicht mit den oberirdischen Pflanzenteilen in Berührung kommen, um Verbrennungen zu vermeiden. Granulatdünger wird in Reihen verteilt, Flüssigdünger hingegen durch den schmalen Ausguss einer Gießkanne ausgegossen.

Die Reihenfolge der Fütterung bei Nährstoffmangel:

  1. Die erste Düngung erfolgt einen Monat nach der Keimung. Empfohlen wird ein komplexer Stickstoff-Phosphor-Dünger, beispielsweise Superphosphat, in einer Menge von 30 g pro Quadratmeter.
  2. Die zweite Düngung erfolgt drei Wochen nach der ersten. Dadurch kann die Pflanze voll entwickelte Hülsen mit der optimalen Anzahl an Bohnen ausbilden. Kaliumsalz wird mit einer Menge von 10 g pro Quadratmeter zugegeben.

Viele Gärtner geben bei der zweiten Düngung anstelle von Mineraldünger Holzasche hinzu – diese enthält viel Phosphor, Magnesium und Kalium.

Strumpfband

Niedrig wachsende Bohnen benötigen keine Stütze. Rankhilfen sind nur für hohe und kletternde Sorten notwendig. Sie ermöglichen den Pflanzen ein freies Wachstum nach oben. Ohne Stütze erreichen die Pflanzen nicht den gewünschten Ertrag.

Die Stützen bestehen aus Holz – die Pflanze kann nicht an Kunststoff- oder Metallgegenständen hochklettern. Das Anbinden erhöht nicht nur den Bohnenertrag, sondern verhindert auch Ernteausfälle – Bohnenpflanzen, die sich am Boden ausbreiten, können faulen und krank werden.

Einzigartige Merkmale für Strumpfbänder
  • ✓ Verwenden Sie für Kletterpflanzen ausschließlich Holzstützen.
  • ✓ Binden Sie die Stängel gegen den Uhrzeigersinn zusammen, um ein besseres Wachstum zu erzielen.

Für das Strumpfband gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Auf separaten Trägern. Sobald die Sträucher eine Höhe von 15 cm erreicht haben, werden die Bohnen angebunden. Die Stängel werden dabei gegen den Uhrzeigersinn um Holzstützen gewickelt.
  • Am Draht. Zwischen 1,5 m hohen Stützen ist ein Draht gespannt, an dem Bohnensprossen mit Seilen oder Schnüren befestigt sind.

Krankheiten und Schädlinge

Schädlinge und Krankheiten beeinträchtigen den Bohnenertrag erheblich. Vorbeugende Maßnahmen wie die Unkrautbekämpfung und das Besprühen der Pflanzen mit einer 1%igen Bordeauxbrühe können Schäden verhindern.

Bohnen werden hauptsächlich von bakteriellen Krankheiten befallen. Werden die Anbaumethoden nicht eingehalten, leiden die Pflanzen häufig unter verschiedenen Fäulnisarten und Fleckenbildung.

Bohnenkrankheiten

Die häufigsten Krankheiten:

  • Anthraknose. Es treten braune, eingesunkene Flecken auf – rund oder unregelmäßig geformt. Die Blattadern verfärben sich braun, und die Blätter selbst werden gelb. An den Stellen der Flecken bilden sich Löcher, und die Blätter sterben ab. Die Früchte werden von Geschwüren bedeckt.
  • Bakteriose. Die Krankheit verursacht Flecken an den oberirdischen Pflanzenteilen und führt häufig zum Absterben der Pflanze. Der Erreger kann jahrelang im Boden und auf Pflanzenresten überdauern.
  • Virales Mosaik. Auf den Blättern bilden sich nekrotische Flecken und die Blattadern verfärben sich.

Zur Vorbeugung von Krankheiten werden die Bohnensamen vor der Aussaat in Lösungen von Trichodermin und Baktofit eingeweicht (die Mischungsverhältnisse sind in der Anleitung angegeben).

Die schädlichsten Schädlinge der Bohnen:

  • Sprossfliege. Sie frisst junge Triebe an und kann ganze Ernten vernichten. Pflanzenreste sollten umgehend entfernt und Fruchtfolge eingehalten werden. Bohnen sollten mindestens vier bis fünf Jahre lang nicht am selben Standort angebaut werden.
  • Bohnenkäfer. Die Larven dieses Käfers fressen die Bohnen von innen heraus. Durch das Rösten der Bohnen im Ofen (60–70 °C) lässt sich die Ernte retten.
  • Erbsenmotte. Die Raupen dieses Schmetterlings fressen das Fruchtfleisch von Bohnen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind die gleichen wie bei der Bohnenfliege.

Werden Schädlinge an Bohnenpflanzen entdeckt, müssen die Beete behandelt werden. Gängige Schädlingsbekämpfungsmittel sind Guapsin, Trichodermin und Planriz. Diese sollten jedoch nur vor der Blüte der Bohnen und genau nach Gebrauchsanweisung angewendet werden.

Ernte und Lagerung

Grüne und getrocknete Bohnen werden verzehrt. Unreife (grüne) Hülsen werden im Sommer – im Juli oder August – geerntet (der Erntezeitpunkt hängt vom Pflanzzeitpunkt und der Reifezeit der jeweiligen Sorte ab). Die Ernte von Hartbohnen beginnt im September.

Merkmale der Bohnenernte:

  • Grüne Schoten werden geerntet, sobald die Bohnen im Inneren 3–4 mm lang sind. Nicht nur die Samen, sondern auch die Schoten werden verzehrt.
  • Die Bohnen werden in mehreren Etappen im Abstand von etwa einer Woche geerntet. Die Hülsen werden gepflückt, sobald sie reif sind.
  • Die Bohnen dürfen nicht überreif werden. Die Hülsen könnten aufplatzen, die Bohnen würden zu Boden fallen und ein Teil der Ernte ginge verloren.
  • Wenn Erntezeit ist und Regen erwartet wird, werden die Bohnensträucher vollständig zurückgeschnitten. Sie werden an einen trockenen Ort, beispielsweise unter ein Dach, gestellt, da eine gute Belüftung wichtig ist. Sobald die Sträucher trocken sind, werden die Bohnen geschält.
  • Bei der Ernte werden die Sträucher abgeschnitten, anstatt herausgezogen zu werden. Die im Boden verbleibenden Knöllchenbakterien verrotten und reichern ihn mit Stickstoff an.

Grüne Bohnen sind nicht lange haltbar. Sie verlieren schnell Feuchtigkeit und verderben, sodass sie innerhalb weniger Tage ungenießbar werden. Um Bohnen länger frisch zu halten, sollten sie im Kühlschrank oder Gefrierschrank aufbewahrt werden.

Möglichkeiten zur Winterlagerung von weißen Bohnen:

  • In Körnern. Die trockenen Hülsen werden geschält und die Bohnensamen in Leinensäcke oder Plastikflaschen gefüllt.
  • Im Gebüsch. Geschnittene Bohnen können an einem trockenen, gut belüfteten Ort bei mäßiger Temperatur gelagert werden. Hängen Sie die Bohnen an die Decke, um sie vor Nagetieren zu schützen. Schälen Sie die Bohnen nach Bedarf.

Weiße Bohnen sind eine wertvolle Nutzpflanze, die die Aufmerksamkeit von Köchen und Gärtnern verdient. Sie benötigen wenig Aufwand beim Anbau und produzieren im Sommer gesunde grüne Hülsen, die man im Winter genießen kann.

Häufig gestellte Fragen

Welcher pH-Wert des Bodens ist optimal für den Anbau von weißen Bohnen?

Kann man weiße Bohnen neben Kartoffeln pflanzen?

Wie kann man Bohnen vor dem Bohnenkäfer schützen?

Wie viele Tage nach der Blüte reifen die Bohnen?

Können weiße Bohnen als Gründünger verwendet werden?

Was ist die minimale Temperaturschwelle für die Keimung von Samen?

Wie kann man verhindern, dass Bohnen bei Überreife aufplatzen?

Welche Pflanzen sollten nicht neben Bohnen gepflanzt werden?

Wie lange kann man getrocknete weiße Bohnen lagern, ohne dass die Qualität leidet?

Warum verfärben sich Bohnenblätter gelb und wie lässt sich das beheben?

Kann man frische weiße Bohnen einfrieren?

Welcher Pflanzabstand ist beim Anpflanzen von Stangenbohnen erforderlich?

Wie behandelt man Bohnen bei Anthraknose?

Wie kann man Samen am effektivsten zum Keimen bringen, bevor man sie aussät?

Kann man weiße Bohnen in Töpfen auf dem Balkon anbauen?

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