Nacktschnecken können für jeden Gärtner ein ernstes Problem darstellen. Diese Schädlinge vermehren sich rasant und können eine ganze Ernte vernichten. Daher ist es für jeden Gärtner hilfreich, nicht nur einfache, sondern auch wirksame Methoden zur Schneckenbekämpfung zu kennen.
Fallen
Dies ist eine der effektivsten Methoden zur Schädlingsbekämpfung. Sie können die Falle selbst bauen. Diese Option eignet sich für kleine Flächen.
Um eine Falle zu bauen, befolgen Sie diese Schritte:
- Nehmen Sie große Plastikbecher (Glasbehälter gehen auch) und drücken Sie diese in die Erde. Achten Sie darauf, dass die Ränder 2–2,5 cm über der Erdoberfläche liegen.
- Fügen Sie Futterköder hinzu, zum Beispiel Bier, eine Mischung aus Honig und Hefe oder süßen Zuckersirup.
- Der Duft des Köders lockt Nacktschnecken und Schnecken an, die dann in den Behälter kriechen werden.
- Kontrollieren Sie die Fallen morgens und abends, tauschen Sie sie gegebenenfalls aus und fügen Sie neuen Köder hinzu.
Für die nächste Falle benötigen Sie Gegenstände, die Schädlinge als Unterschlupf nutzen und in denen sie sich bei heißem Wetter gerne verstecken. Kohlblätter, alte Bretter und Orangenschalen (vorher in Wasser eingeweicht) eignen sich hervorragend. Sie können auch umgedrehte Blumentöpfe verwenden, unter die die Schädlinge kriechen können.
Es genügt, diese Bereiche regelmäßig zu kontrollieren und die dort vor Sonnenlicht versteckten Schnecken und Nacktschnecken manuell einzusammeln. Um die Falle attraktiver zu machen, kann man etwas Trockenfutter für Haustiere darauf streuen.
Abends alte Bretter, Kohlblätter oder Blumentöpfe im Garten auslegen und mit Köder belegen. Die Fallen jeden Morgen kontrollieren und die Schädlinge vernichten. Sobald deren Anzahl abgenommen hat, alle 7–10 Tage kontrollieren.
Bewässerung anpassen
Einer der Faktoren, der das Auftreten von Nacktschnecken im Garten begünstigt, ist übermäßiges Gießen. Feuchtigkeit, die sich nicht nur im Boden, sondern auch auf den Pflanzen ansammelt, lockt Nacktschnecken an.
Am besten gießt man früh morgens, damit der Boden bis zum Abend ausreichend abtrocknen kann. Alte Mulchschicht sollte regelmäßig entfernt und in regelmäßigen Abständen durch eine neue ersetzt werden. Dadurch muss man seltener gießen und die Bodenfeuchtigkeit bleibt optimal.
Feuchter Mulch ist ein beliebter Lebensraum für Nacktschnecken und Schnecken, da er ideale Bedingungen für sie schafft.
Chemikalien
Natürliche Methoden sind nicht immer wirksam, insbesondere in regnerischen Sommern. In solchen Fällen werden häufig Chemikalien eingesetzt.
Mit den folgenden Präparaten können Sie Nacktschnecken und Schnecken loswerden:
- Mesurol. Diese Granulate werden großzügig im Lebensraum der Schnecken verteilt. Sie sind auch bei niedrigen Temperaturen anwendbar. Sie wirken nahezu sofort und entfernen den Schleim der Schnecken.
Das Medikament wird je nach Komplexität der Situation 2-3 Mal angewendet, bis die Schädlinge vernichtet sind.
- Nemaslug. Das Produkt enthält Nematoden, die in die Körper der Schnecken eindringen und so deren langsamen Tod verursachen. Nach etwa fünf Tagen stellen die Schädlinge die Nahrungsaufnahme ein und sterben innerhalb von 10 bis 14 Tagen.
Das Produkt dient zum Besprühen oder Bewässern von Pflanzen. Ein bis drei Anwendungen pro Saison sind ausreichend. - Antirutschgel. Das Produkt ist geruchlos und sollte direkt um die Pflanzen herum aufgetragen werden. Es bildet eine Beschichtung, die zuverlässigen Schutz vor Schneckenfraß bietet.
Bei der Indoor-Zucht wird die Umgebung des Gewächshauses behandelt, da Schädlinge durch unterirdische Gänge eindringen können.
Natürliche Methoden
Um „unangenehme Gäste“ zu bekämpfen, können Sie die folgenden Methoden und Mittel anwenden, die Sie leicht selbst zubereiten können:
- Hühnereierschalen. Zuerst trocknen und zerdrücken. Die Erde um die Pflanzen mit Eierkrümeln bestreuen. Die Schädlinge haben sehr weiche und empfindliche Körper, daher verursacht selbst der geringste Schaden starke Schmerzen.
Verwenden Sie auf die gleiche Weise Flusssand, zerkleinerte Muschelschalen, Kaffeesatz, Kiefernnadeln, Nussschalen usw. - Rote Paprika, Senf, Kaffee (Pulver). Zwei Teelöffel einer beliebigen Lösung mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. Die Lösung abkühlen lassen. Die Pflanzen früh morgens, abends oder an bewölkten Tagen mit der vorbereiteten Lösung besprühen.
- Ammoniak. Mit Wasser im Verhältnis 1:6 verdünnen. Die so entstandene Lösung mit einer Sprühflasche auf alle von Schädlingen befallenen Pflanzen auftragen.
Das Produkt hat eine geringe Konzentration, sodass es die Blätter nicht verbrennt, aber der stechende Geruch schreckt Weichtiere ab. - Salz. Streuen Sie grobes Salz auf Gartenwege und Komposthaufen. Es ist tödlich für Schädlinge, da es die Körper von Schnecken und Nacktschnecken buchstäblich zersetzt.
Salz sollte mit Vorsicht und nicht zu häufig verwendet werden, da die Gefahr einer starken Versalzung des Bodens besteht. - Asche. Asche bietet zuverlässigen Schutz für Pflanzen. Streuen Sie die Asche kreisförmig um die Beete. Schädlinge können diese Barriere nicht überwinden, da die Asche sie verbrennt.
- Soda. Bei Schneckenbefall Natron ausstreuen. Pflanzen mit einer Lösung aus 100 g Natron und 25 g Seife pro 10 Liter Wasser besprühen.
- Essig. Behandeln Sie die Pflanzen mit einer Essiglösung: 50 ml 9%iger Essig auf 10 Liter Wasser.
- Kaffee. Verwende gebrauchten Kaffeesatz und mische ihn unter die Erde. Bereite kalten Kaffee zu und gieße deine Pflanzen mit der Lösung.
- Aufguss aus Wermut. Den Wermut zerkleinern und im Verhältnis 1:5 (500 g Pflanze auf 5 Liter Flüssigkeit) mit Wasser vermischen. Die Mischung jeden zweiten Tag umrühren. Nach 4 Wochen ist die Lösung fertig. Filtern und zum Besprühen der Pflanzen verwenden.
Pflanzen anpflanzen
Wer stark duftende Pflanzen im Garten anbaut, kann Schnecken getrost vergessen. Diese Schädlinge vertragen bestimmte Pflanzen nicht und treten daher in Bereichen, in denen diese wachsen, gar nicht erst auf.
Zu diesen Pflanzen gehören:
- Rosmarin (Rosmarinus officinalis). Dieses Kraut ist ein hervorragendes Mittel zur Abwehr verschiedener Gartenschädlinge. Die Blätter der Pflanze verströmen einen frischen, sauberen Duft, den Schnecken verabscheuen. Es kann im Freien oder in Töpfen angebaut werden; im Sommer kann es ins Beet gestellt und dort in der Nähe von Beeten platziert werden, wo Schnecken gesichtet wurden.
- Petersilie. Petersilie verströmt einen intensiven und reichhaltigen Duft, da ihre Blätter und andere Pflanzenteile ätherische Öle enthalten. Sie wehrt Weichtiere wirksam ab und empfiehlt sich daher, sie in der Nähe von schädlingsgefährdeten Nutzpflanzen anzubauen.
- Thymian. Die Pflanze zählt zu den aromatischen Ölpflanzen. Thymian wird fast nie von Schädlingen befallen und bietet so Schutz für benachbarte Anpflanzungen.
- Salbei. Diese ätherische Ölpflanze enthält einzigartige aromatische, biologisch aktive Substanzen. Dank ihres unverwechselbaren, stechenden Aromas vertreibt Salbei Schnecken aus den Gartenbeeten.
- Basilikum. Sie duftet angenehm für Menschen, aber Schnecken hassen den Geruch. Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten ätherische Öle.
- Lavendel. Der Duft dieser Pflanze ist unangenehm und reizt Schnecken stark. Pflanzen Sie einfach Lavendel in Ihrem Garten, und Ihre Nachbarpflanzen sind vor Schädlingen geschützt.
- Schafgarbe. Aufgrund ihres Gehalts an ätherischen Ölen verströmt die Pflanze einen für Schnecken und Nacktschnecken unangenehmen Duft. Daher wird Schafgarbe häufig als Abwehrmittel angebaut.
Blockierung
Um Pflanzen, die häufig von Schnecken befallen werden, sollten Barrieren errichtet werden. Beispielsweise kann ein Graben ausgehoben und eine Kunststoffrinne um das Beet gelegt und mit Wasser gefüllt werden.
Schädlinge können diese Barriere nicht überwinden. Achten Sie aber darauf, dass sich immer Wasser im Graben befindet.
Manuelle Sammlung
Dies ist die effektivste und einfachste Methode, um Schnecken loszuwerden. Das Sammeln erfolgt von Hand. Am besten macht man das abends nach Sonnenuntergang, an bewölkten Tagen oder nach Regen in feuchten Gebieten. Dann kommen die Schädlinge aus ihren Verstecken. Es ist zwar mühsam, aber der Erfolg ist deutlich sichtbar.
Achten Sie darauf, auch die Blattunterseiten und -rückseiten zu überprüfen. Geben Sie alle Schädlinge in einen Eimer mit Seifenwasser. Sie können sie mit Handschuhen von Hand oder mit einer Pinzette absammeln.
Mulchen
Eine Mulchschicht bietet einen hervorragenden Schutz vor Gartenschädlingen. Kiefern- und Fichtennadeln eignen sich hierfür besonders gut. Ihr starker Duft schreckt Schädlinge ab. Zudem sind sie sehr stachelig und verhindern so, dass sich Weichtiere frei im Beet bewegen können.
Lebende Feinde
In der Natur haben Nacktschnecken natürliche Feinde. Sie können zuverlässige Schädlingsbekämpfer sein. Um sie jedoch anzulocken, müssen Sie sie zunächst auf Ihr Grundstück locken.
Folgendes hilft, Schnecken und Nacktschnecken loszuwerden:
- Stare. Platzieren Sie mehrere Nistkästen in der Umgebung. Füllen Sie die Futterstellen zunächst mit Vogelfutter, um die Stare anzulocken. Nach und nach werden die Stare selbstständig nach Futter suchen.
- Eidechsen. Sie ernähren sich aktiv von Nacktschnecken und Schnecken. Um sie in Ihren Garten zu locken, platzieren Sie dekorative Steine, die nicht nur der Dekoration dienen, sondern den Eidechsen auch Unterschlupf bieten.
- Frösche. Das Grundstück sollte mindestens einen kleinen Teich haben. Er bietet Lebensraum für Frösche und ist eine wunderschöne Bereicherung für das Anwesen.
- Laufkäfer. Es handelt sich um gefährliche, schnelle und räuberische Insekten. Laufkäfer benötigen bestimmte Lebensraumbedingungen. Sie siedeln sich bevorzugt in feuchten Mulden an, wo sie sich gemütliche Höhlen graben.
Nicht nur die ausgewachsenen Insekten, sondern auch ihre Larven sind äußerst blutrünstig. Sie ernähren sich von kleineren Nacktschnecken, Fliegenlarven, Raupen und Drahtwürmern. Die Larven leben in feuchtem Mulch, wo sie auch auf die Jagd gehen.
Unkraut jäten
Nacktschnecken und Schnecken bevorzugen kühle, feuchte Orte, wo die Bedingungen ideal sind. Regelmäßiges Jäten ist daher unerlässlich, um Unkraut und Gras zu entfernen, in denen sich Schädlinge versammeln können.
Dieses Verfahren ermöglicht es Ihnen, die Anzahl der Versteckmöglichkeiten für Weichtiere schnell und effektiv zu reduzieren. Ein gut beleuchtetes und warmes Nest lockt Schädlinge weniger an, wodurch deren Vorkommen in sauberen Bereichen minimiert wird.
Um den Einsatz von Schneckenbekämpfungsmethoden zu vermeiden, sollten Sie einfache Vorbeugemaßnahmen ergreifen. Halten Sie die Fläche beispielsweise sauber, verhindern Sie übermäßiges Pflanzenwachstum und Staunässe, achten Sie auf ausreichende Bewässerung und lockern Sie die Beete regelmäßig auf.





