Die richtige Düngung ist einer der Schlüsselfaktoren für die Gesundheit und Fruchtbarkeit von Apfelbäumen während ihrer gesamten Lebensdauer. Vom ersten Tag nach dem Pflanzen bis zur vollen Reife benötigt der Baum regelmäßige und bedarfsgerechte Nährstoffe, um ein starkes Wurzelsystem zu entwickeln, das Wachstum anzuregen, die Fruchtqualität zu verbessern und das Immunsystem zu stärken.
Welche Nährstoffe benötigen Apfelbäume?
Damit eine Pflanze regelmäßig Früchte trägt und sich gut entwickelt, benötigt sie ausreichend Nährstoffe. Jedes Wachstumsstadium erfordert spezifische Elemente, die die Gesundheit des Baumes, die Anzahl der Fruchtknoten und den Geschmack der Früchte bestimmen.

Stickstoff
Im Frühjahr benötigen Apfelbäume besonders viel Stickstoff – ein Element, das für das aktive Wachstum von Blättern und Trieben verantwortlich ist. Da es als Bestandteil des Chlorophylls an der Photosynthese beteiligt ist, steigt sein Bedarf während der Wachstumsperiode stark an. Je älter der Baum ist, desto mehr grüne Masse muss er „versorgen“.
Dieses Element spielt auch bei der Fruchtbildung eine Rolle, daher werden stickstoffreiche Düngemittel bis Mitte des Sommers, also während der aktiven Reifephase der Früchte, eingesetzt. Frühreife Apfelsorten können früher mit Stickstoff angereichert werden, während winterreife Sorten unter Umständen zusätzliche Nährstoffe benötigen.
Ein Stickstoffüberschuss ist schädlich: Bäume werden übergewichtig – sie entwickeln zwar schnell Laub, blühen und fruchten aber weniger effizient. Auch die Pflanzenimmunität wird geschwächt: Lockeres Blattgewebe wird anfällig für Pilzinfektionen. Früchte solcher Bäume enthalten mehr Nitrat, und Winterfrüchte sind weniger lange haltbar.
Phosphor
Eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Kalium wirkt sich direkt auf die Gesundheit von Apfelbäumen, eine üppige Blüte und zukünftige Ernten aus. Diese Elemente spielen eine entscheidende Rolle im Pflanzenleben, insbesondere während der Wachstums- und Fruchtbildungsphasen.
Hauptmerkmale:
- Phosphor fördert die Entwicklung eines kräftigen Wurzelsystems und das Wachstum neuer Triebe, ist an der Atmung und Photosynthese beteiligt und trägt zum Erhalt der Sorteneigenschaften von Früchten bei. Da er im Boden jedoch nahezu unbeweglich ist, ist es wichtig, ihn unmittelbar in der Zone der aktiven Wurzelbildung – in einer Tiefe von etwa 30–40 cm – auszubringen.
- Da Phosphor nur langsam aufgenommen wird, wird er im Voraus – im Herbst oder im frühen Frühjahr – ausgebracht.
- Im Gegensatz zu Stickstoff hat ein Überschuss an Phosphor keine negativen Folgen, daher können Düngemittel auf Phosphorbasis seltener, aber in größeren Mengen eingesetzt werden.
Kalium
Kalium ist ein Schlüsselelement für die Gesundheit und Vitalität von Apfelbäumen. Wichtige Punkte:
- Es stärkt das Blattgewebe, wodurch es weniger anfällig für Pilzkrankheiten wird, und reguliert den Wasserhaushalt in den Zellen, was den Bäumen hilft, Trockenheit besser zu überstehen.
- Verantwortlich für den Geschmack der Frucht: Kalium fördert die Anreicherung von Zucker und Trockensubstanzen in Äpfeln und macht sie dadurch süßer und aromatischer.
- Im Herbst spielt Kalium eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Bäume auf den Winter – es beschleunigt den Nährstofffluss zu den Wurzeln und fördert die Triebreifung, wodurch das Frostrisiko verringert wird.
Kalzium
Kalziummangel bei Apfelbäumen bleibt oft bis zur Ernte unbemerkt und wird erst bei der Lagerung sichtbar. Es bilden sich kleine Dellen an den Äpfeln, unter denen das Fruchtfleisch korkig wird und einen unangenehmen, bitteren Geschmack entwickelt – ein Symptom der Stippigkeit.
Um solche Probleme zu vermeiden, ist es notwendig, während der gesamten Vegetationsperiode regelmäßig einen kalziumhaltigen Blattdünger auszubringen. Die erste Düngung sollte unmittelbar nach der Blüte erfolgen, gefolgt von zwei weiteren Düngungen der Knospen im Abstand von 3–4 Wochen.
Mikroelemente
Obwohl Pflanzen Mikronährstoffe nur in sehr geringen Mengen benötigen, ist ihre Bedeutung für Apfelbäume kaum zu überschätzen. Schon ein leichter Mangel an diesen Nährstoffen kann Wachstum, Entwicklung und Qualität der Früchte negativ beeinflussen.
Wichtige Mikronährstoffe:
- Bor – notwendig für die Blüte und die Bildung der Fruchtknoten;
- Eisen, Magnesium und Mangan – an der Photosynthese teilnehmen und zur Stickstoffassimilation beitragen;
- Zink – regt das Wachstum an und fördert die Anreicherung von Vitaminen.
Düngemittelarten
Um Apfelbäume ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, ist es wichtig, nicht nur die benötigten Elemente zu kennen, sondern auch die richtige Nährstoffquelle auszuwählen. Düngemittel unterscheiden sich in Zusammensetzung, Herkunft und Wirkungsweise.
Mineralien
Wenn Apfelbäume beginnen, Fruchtknoten zu bilden, benötigen sie insbesondere Phosphor und Kalium. Beachten Sie folgende Empfehlungen:
- Die Substanzen werden in die Furchen entlang des Randes des Baumstammkreises eingebracht. Anschließend muss der Boden unbedingt befeuchtet werden.
- Bei ausbleibendem Regen sollten die Pflanzen zusätzlich ein- bis zweimal wöchentlich gegossen werden. Die empfohlene Düngermenge beträgt 15–20 g Kalium- und 40–50 g Phosphordünger pro Quadratmeter.
Gärtner verwenden am häufigsten Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat und Harnstoff als Stickstoffdünger. Zur Phosphorversorgung wird Superphosphat eingesetzt, und Kaliumsulfat sowie Kaliumchlorid sind gängige Kaliumdünger.
Bio
Organische Düngemittel spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung von Apfelbäumen, insbesondere wenn eine umweltfreundliche Ernte angestrebt wird. Sie reichern den Boden nicht nur mit Nährstoffen an, sondern verbessern auch seine Struktur, aktivieren die Bodenmikroflora und wirken schonend, ohne die Pflanzen zu überdüngen.
Die gebräuchlichsten Arten von Naturdüngern und ihre Anwendungsmerkmale:
- Vogelkot - Ein wirksamer und dennoch relativ unbedenklicher Dünger. Zur Herstellung einer Lösung 100 g Mist auf 15 Liter Wasser geben. Die Mischung sollte etwa eine Woche lang gären.
Düngen Sie nur zu Beginn der Vegetationsperiode, während der aktiven Wachstumsphase der Apfelbäume. Später, insbesondere nach der Ernte oder bei der Vorbereitung der Bäume auf den Winter, sollte man aufgrund des hohen Stickstoffgehalts darauf verzichten. - Humus - Humus ist eine preiswerte und vielseitige Form organischen Materials, die in fast jedem Garten zu finden ist. Er besteht aus verrotteten Pflanzenresten und gilt als unbedenklich für Apfelbäume in allen Wachstumsstadien. Auch bei wiederholter Anwendung schadet Humus dem Baum nicht.
- Mist - Einer der ältesten Dünger, bewährt von Generationen von Gärtnern. Nur in verrotteter Form verwenden. Frischer Mist kann aufgrund seines hohen Ammoniakgehalts die Wurzeln verbrennen. Die optimale Menge beträgt etwa 10 kg pro Quadratmeter Stammumfang.
Düngemittelanwendungsmethoden
Die Wahl der richtigen Düngemethode gewährleistet, dass die Nährstoffe die Pflanze in der richtigen Form und zum richtigen Zeitpunkt erreichen. Dies bestimmt nicht nur die Wirksamkeit des Düngers, sondern auch dessen Auswirkungen auf die Gesundheit des Apfelbaums.
Wurzel
Das bedeutet, dass die Nährstoffe direkt in die Wurzelzone – den Boden – gelangen. Hauptmerkmale:
- Dünger kann entweder in trockener oder flüssiger Form ausgebracht werden.
- Wurzeldünger werden von Pflanzen gut aufgenommen, insbesondere bei ausreichender Bewässerung.
Um eine gleichmäßige Nährstoffversorgung zu gewährleisten, verteilen Sie den Dünger um den Baumstamm herum, arbeiten Sie ihn gelegentlich in 10–15 cm tiefe Furchen ein und befeuchten Sie ihn anschließend gründlich. Diese Methode eignet sich gut, um zu Beginn der Wachstumsperiode organische Substanz, Phosphor, Kalium und Stickstoff zuzuführen.
Blattspritzung
Sie dienen dazu, einen Mangel an Mikro- und Makronährstoffen schnell auszugleichen. Zur Blattdüngung wird die Düngelösung mit einer Sprühflasche oder einem Zerstäuber auf das Laub gesprüht. Die Substanzen dringen schnell über die Spaltöffnungen der Blattoberfläche in die Pflanzenzellen ein.
Diese Methode eignet sich besonders bei Eisen-, Magnesium-, Zink-, Bor- und Kalziummangel. Die Blattdüngung ersetzt jedoch nicht die Hauptdüngung, sondern ergänzt lediglich den Nährstoffbedarf. Am besten düngt man morgens oder abends an bewölkten, aber trockenen Tagen, um Blattverbrennungen zu vermeiden.
Trocken
Verteilen Sie den trockenen Dünger auf der Bodenoberfläche im Bereich des Baumstamms und arbeiten Sie ihn entweder in die oberste Bodenschicht ein oder lassen Sie ihn so liegen, aber wässern Sie ihn anschließend unbedingt.
Dieses Verfahren ist auf granulierte und pulverförmige Düngemittel anwendbar, einschließlich:
- Superphosphat;
- Kaliumpräparate;
- Asche;
- Knochenmehl.
Es eignet sich gut zur Bodenvorbereitung im Herbst oder im frühen Frühling.
Nass
Dabei wird der Dünger in flüssiger Form ausgebracht, wodurch eine schnelle Nährstoffaufnahme durch das Wurzelsystem gewährleistet wird. Flüssigdünger sind besonders wichtig während der Wachstums- und Fruchtphasen.
Hilfreiche Tipps:
- Verwenden Sie sowohl organische Stoffe (Aufgüsse aus Mist, Vogelkot, Kräutertee) als auch Minerallösungen (Harnstoff, Calciumnitrat, Monokaliumphosphat).
- Gießen Sie den Dünger in Löcher oder Furchen rund um den Baum oder verteilen Sie ihn über die gesamte Fläche um den Stamm herum und befeuchten Sie ihn anschließend mit sauberem Wasser.
Düngekalender für Apfelbäume vom Frühling bis zum Herbst
Für eine reiche und qualitativ hochwertige Ernte ist es wichtig, nicht nur die richtigen Düngemittel auszuwählen, sondern diese auch rechtzeitig anzuwenden. Dabei müssen bestimmte Regeln beachtet werden.
Erwachen
Das Anschwellen der Knospen und die darauffolgende „Grünzapfenphase“, in der sich die Wachstumsknoten öffnen und die grünen Blattspitzen erscheinen, signalisieren das Erwachen des Apfelbaums aus seiner Winterruhe. Der Baum erwacht aus seiner langen Ruhephase und leidet unter starkem Nährstoffmangel.
Harnstoff
Harnstoff ist eine hervorragende Stickstoffquelle für die Frühjahrsdüngung von Apfelbäumen. Er enthält einen hohen Anteil an Stickstoff – 46 % in Amidform –, der den Boden im Gegensatz zu Ammoniumnitrat oder Ammoniumsulfat nicht versauert.
Die Wirkung von Harnstoff entwickelt sich allmählich: Amidstickstoff wird zunächst von Bodenbakterien in die Nitratform umgewandelt, die die Pflanze am effektivsten aufnimmt.
Im Frühjahr, wenn der Boden noch ausreichend feucht ist, wird trockener Harnstoff mit einer Menge von 15–20 g pro Quadratmeter Stammumfang ausgebracht. Bei hohen Bäumen mit einem Stammumfang von etwa 5 m werden ungefähr 300–400 g Harnstoff benötigt.
Komplexe Mineraldünger
Komplexdünger versorgen Pflanzen mit einer ausgewogenen Nährstoffversorgung, die Stickstoff, Phosphor, Kalium und Spurenelemente enthält. Achten Sie beim Kauf auf den Verwendungszweck und die richtige Konzentration des Düngers. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch, da eine Überdosierung zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.
Nach der Blüte
In dieser Zeit durchlaufen Apfelbäume eine entscheidende Phase: den Fruchtansatz. Der Baum „entscheidet“, wie viele Früchte er während der Saison produzieren kann. Dieser Prozess hängt maßgeblich von der Bodenfruchtbarkeit und der Verfügbarkeit von Phosphor und Kalium ab.
Kaliummonophosphat
Falls Sie im letzten Herbst kein Kalium und Phosphor ausgebracht haben, holen Sie dies im zeitigen Frühjahr nach. Die Anwendung von Superphosphat im Frühjahr zeigt erst in der folgenden Saison eine sichtbare Wirkung. Daher empfiehlt sich für das laufende Jahr die Verwendung von flüssigem Monokaliumphosphat als Wurzeldünger.
Calciumnitrat
Um die Bitterkeit von Apfelbäumen zu verhindern, sollte man unmittelbar nach der Blüte eine Blattdüngung mit einer Calciumnitratlösung durchführen.
Komplexdünger
Nach der Blütezeit haben Apfelbäume große Blätter ausgebildet, was eine effektive Blattdüngung ermöglicht. Nährstoffe werden über das Laub viel schneller aufgenommen, und es wird nur eine geringe Menge Düngelösung benötigt.
Hilfreiche Tipps:
- Zur Behandlung verwenden Sie komplexe Düngemittel mit Makro- und Mikronährstoffen, wie beispielsweise Zdraven Aqua für Obstbäume. Eine reine Blattdüngung ist jedoch nicht ausreichend, da für die gesamte Baumkrone nicht mehr als 2–3 Liter Nährlösung benötigt werden.
Führen Sie daher zusätzlich eine Wurzeldüngung durch: Lösen Sie dazu 50 ml Flüssigdünger in 10 Litern Wasser auf und verwenden Sie 3-5 Liter pro Quadratmeter Stammumfang. - Für die bequeme und schnelle Düngung großer Gärten verwenden Sie das Aqua-Stream-System. Schließen Sie einen speziellen Sprüher an einen mit der Wasserversorgung verbundenen Gartenschlauch an und verbinden Sie eine Flasche Zdraven Aqua-Stream Obstgartendünger damit.
Das Präparat wird in abgemessenen Dosen mit Wasser vermischt, sodass man den gesamten Garten in nur 15-20 Minuten düngen kann.
Bio
Aufgüsse aus Königskerze, Hühnermist und fermentierten Aufgüssen aus Brennnesseln und Unkräutern sind komplexe organische Düngemittel. Sie wirken schonend und allmählich auf die Pflanzen, da die Nährstoffaufnahme den Abbau organischer Substanz durch die Bodenmikroflora erfordert.
Befolgen Sie die Regeln:
- Flüssige organische Düngemittel sollten erst dann ausgebracht werden, wenn sich der Boden auf eine Temperatur von +16-18°C erwärmt hat und die mikrobielle Aktivität ein optimales Niveau erreicht hat.
- Im Frühjahr oder Herbst sollte dem Boden organisches Material zugegeben werden.
- In die ausgehobenen Löcher entlang des Kronenvorsprungs des Baumes wird Humus gegeben, etwa 50-60 kg pro ausgewachsenem Baum - 5 kg pro 10-12 Löcher.
Wachstum der Eierstöcke
Sobald Apfel- und Birnbäume Früchte tragen, ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Bodenfeuchtigkeit besonders wichtig. Selbst in fruchtbaren Gebieten kann Trockenheit zu Nährstoffmangel führen, da Pflanzen Nährstoffe nur in gelöster Form aufnehmen können.
Düngung von Apfelbäumen während der Fruchtreife
Während der Fruchtreife im Juli und August sollte die regelmäßige Düngung fortgesetzt werden, wobei der Fokus auf den Schlüsselnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) liegen sollte. Ab Mitte des Sommers sollte jedoch die Stickstoffkonzentration für Obstbäume reduziert werden, da überschüssiger Stickstoff das Blattwachstum anregt.
Hilfreiche Tipps:
- Ab Ende Juli sollte die Verwendung reiner organischer Stoffe (ausgenommen Holzasche) eingeschränkt und der Fokus auf mineralischen Düngemitteln mit hohem Phosphor- und Kaliumgehalt gelegt werden – beispielsweise sollte Monokaliumphosphat verwendet oder Superphosphat in einer Menge von 30 g pro Quadratmeter ausgebracht werden.
- Im Sommer reagiert die Kulturpflanze nicht nur gut auf die Wurzeldüngung, sondern auch auf die Blattdüngung – das Besprühen des Laubes, wodurch eine schnelle Nährstoffversorgung gewährleistet wird, was insbesondere für junge, geschwächte oder beschädigte Bäume wichtig ist.
Verwenden Sie für solche Behandlungen leicht verdauliche und unbedenkliche Düngemittel, wie beispielsweise den flüssigen Komplexdünger aus der Serie „Zaubergießkanne“ für Beeren- und Obstkulturen. Dieses Produkt enthält neben Makronährstoffen auch wichtige Mikronährstoffe wie Magnesium, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Molybdän und Bor. - Die Blattdüngung sollte am späten Abend erfolgen, wobei die gesamte Blattoberfläche gründlich besprüht werden sollte.
Nach der Ernte
Die Apfelernte ist eingebracht, und die Bäume schließen ihren jährlichen Entwicklungszyklus ab. Falls es im August und September wenig geregnet hat, benötigt der Obstgarten nun reichlich Bewässerung, um den Wasserhaushalt wiederherzustellen und sich auf den Winter vorzubereiten.
In dieser Zeit ist die Blattdüngung mit Kaliummonophosphat oder Kaliumsulfat sinnvoll – dies fördert die beschleunigte Rindenreifung junger Triebe. Da Phosphor und Kalium von Bäumen nur nach und nach aufgenommen werden, sollten Sie großzügige Düngermengen ausbringen, die über mehrere Jahre wirken.
Füllen Sie tiefe Löcher um den Baumstamm herum mit einer Mischung aus mineralischen und organischen Düngemitteln. Mischen Sie Superphosphat und Kaliumsulfat mit Kompost oder füllen Sie die Löcher nach dem Ausbringen mit Fallobst und Grasschnitt auf.
Wie düngt man einen Apfelbaum nach dem Pflanzen?
Im ersten Lebensjahr entwickelt sich das Wurzelsystem aktiv und benötigt besondere Pflege. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium, deren Anteile jedoch je nach Jahreszeit variieren.
Wofür jedes Element verantwortlich ist:
- Stickstoff – Wachstum der Grünmasse;
- Phosphor – Wurzelentwicklung;
- Kalium – Stärkung des Immunsystems und der Stressresistenz.
Düngung von Apfelbäumen je nach Alter
Der Nährstoffbedarf einer Pflanze ändert sich mit dem Alter. Im Allgemeinen gelten folgende Regeln:
- Bei jungen Bäumen sollte die Düngermenge im Vergleich zu ausgewachsenen Pflanzen um mindestens die Hälfte reduziert werden;
- Ab dem zweiten Lebensjahr sollte die Menge der Mineralstoffpräparate jährlich um etwa 30 % erhöht werden.
- Ab dem 10. Jahr sollte der Dünger in einer konstanten Menge ausgebracht werden.
Anwendungsregeln, Rezepte
Um den maximalen Nutzen aus Düngemitteln zu ziehen, ist es wichtig, diese nicht nur richtig auszuwählen, sondern auch bestimmte Vorgaben zu beachten. Es gibt mehrere bewährte Rezepte für die Herstellung wirksamer Apfelbaumdünger.
Wie verwendet man Humus und Kompost richtig?
Lockern Sie zunächst vorsichtig die Erde um den Baumstamm herum. Befolgen Sie dann diese Anweisungen:
- Unkraut und Pflanzenreste entfernen.
- Bewässern Sie den Boden gründlich.
- Verteilen Sie Kompost oder Humus gleichmäßig um den Baum herum. Verwenden Sie etwa 10 kg pro Quadratmeter Boden.
Im Laufe der Saison dringt organisches Material allmählich in den Boden ein und versorgt die Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen.
Wie verwendet man Mist?
In flüssiger Form anwenden. Zuerst den Boden um den Baumstamm lockern, befeuchten und von Unkraut befreien. Den Mist im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen.
Borsäure
Zur Herstellung einer Lösung für 10 Liter Wasser benötigen Sie folgende Komponenten:
- Borsäure – 10-20 g;
- Kaliumpermanganat – 5-8 g;
- Kupfersulfat – 2-5 g;
- Zinksulfat – 4-5 Jahre
Bei ausgewachsenen Bäumen sollte die Menge der Zutaten um das 2- bis 3-fache erhöht werden.
Asche
Dünger kann in trockener oder flüssiger Form verwendet werden. Davon hängen die Aufwandmenge und die Anwendungsmethode ab.
Wichtigste Empfehlungen:
- Für ausgewachsene Pflanzen benötigen Sie 200 g Trockendünger, für Jungbäume 100 g. Verteilen Sie den Dünger um den Stamm und arbeiten Sie ihn mit einer Mistgabel leicht in den Boden ein.
- Für Flüssigdünger 400 g gesiebte Asche in 10 Litern Wasser auflösen. Die Lösung einige Stunden stehen lassen und anschließend zum Gießen verwenden.
Kräutertinkturen
Ein Aufguss aus Brennnesseln und anderen Unkräutern ist ein vielseitiger Dünger. Zur Zubereitung der Lösung befolgen Sie bitte diese Anweisungen:
- Füllen Sie den Behälter etwa bis zur Hälfte mit gehackten Kräutern und lassen Sie oben etwa 10 cm Platz für die Gärung.
- Die Kräuter mit Wasser bedecken, mit einem luftdurchlässigen Deckel abdecken und eine Woche lang in der Sonne stehen lassen. Sobald die Fermentation abgeschlossen ist (die Blasen verschwinden und sich Schaum bildet), ist der Aufguss gebrauchsfertig.
- Vor der Anwendung mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen und den zuvor angefeuchteten Boden bewässern.
Andere Volksheilmittel
Für Gärtner, die möglichst natürliche und sichere Düngemittel ohne unangenehme Gerüche verwenden möchten, empfehlen wir einige bewährte Hausmittelrezepte, die viele Gärtner seit vielen Jahren erfolgreich anwenden.
Beliebte Heilmittel:
- Knochenmehlergänzung Es reichert den Boden und die Pflanzenwurzeln mit Kalzium, Phosphor und Magnesium an und trägt außerdem zur Desoxidation des Bodens bei, wodurch dieser fruchtbarer wird.
- Hefefutter Es fördert Wachstum und Entwicklung von Apfelbäumen und versorgt sie mit essenziellen Nährstoffen. Besonders für junge Bäume ist es vorteilhaft und wird von erfahrenen Gärtnern häufig verwendet.
Moderne Technologien bei der Apfelbaumdüngung
Chelatisierte Mikronährstoffe sind besonders beliebt, da sie von Pflanzen besser aufgenommen werden. Manche Obstbauern setzen Biostimulanzien ein, um die Wirkung von Basisdüngern zu verstärken. Granulierte Langzeitdünger sorgen für eine lang anhaltende und gleichmäßige Nährstoffversorgung.
Anzeichen von Nährstoffmängeln
Nicht alle Apfelbäume benötigen ständige Düngung – achten Sie auf ihr Wachstum: Düngen Sie nur die Bäume, die weniger als 20 cm pro Saison wachsen. Falls die Düngung im Frühjahr ausfällt, kann sie bis Juni fortgesetzt werden.
Man kann visuell erkennen, welche Elemente einer Pflanze fehlen. Zum Beispiel:
- Stickstoffmangel – blasse, kleine Blätter, kurze, rötliche Triebe;
- Kupfermangel – gelbe oder braune Flecken auf Blättern und vertrocknenden Trieben;
- Phosphormangel – niedrige Verzweigung und bronzefarbene Blätter;
- Eisenmangel – Blattchlorose;
- Bor-Mangel – deformierte Blätter mit roten Adern;
- Kalziummangel – sich kräuselnde und abfallende Blätter.
Nach der Ernte können Anzeichen für Nährstoffmangel folgende sein:
- Verlust der grünen Farbe des Laubes;
- verstärkter Laubfall;
- das Auftreten von rostigen Flecken auf den Blättern;
- Verlangsamung des Baumwachstums.
Fütterungsfehler und ihre Folgen
Gärtner machen manchmal Fehler beim Ausbringen von Nährlösungen, was sich negativ auf die Pflanzengesundheit auswirken kann. Beispielsweise kann das Ausbringen von Dünger zu nah an den Wurzeln diese schädigen und zum Absterben bringen.
Häufige Mängel:
- Überschüssiger Dünger. Eine Überdüngung mit Stickstoff führt zu kräftigem Blatt- und Triebwachstum, aber zu verminderter oder ausbleibender Blüte. Ein Überschuss an Kalium und Phosphor hemmt die Pflanzenentwicklung, verlangsamt das Wachstum, verursacht Fruchtfall und schwächt das Immunsystem der Pflanze.
- Kein Aufladen möglich. Stickstoffmangel führt zu gelben Blättern, vermindertem Wachstum und dem Abfallen von Knospen und Fruchtknospen. Kaliummangel verursacht das Austrocknen der Blattspitzen, was mit dem Abfallen von Fruchtknospen und ungeöffneten Blüten einhergehen kann.
Ein Mangel an Phosphor äußert sich in einer Verkleinerung der Blätter, einer Rötung der Blattadern, die in einem spitzen Winkel zu den Trieben verlaufen, und einer Veränderung der Blattfarbe zu einem satten Grün.
Allgemeine Tipps zum Düngen von Apfelbäumen
Befolgen Sie die Ratschläge erfahrener Landwirte, um Ihre Apfelernte nicht nur zu sichern, sondern auch zu steigern. Hilfreiche Tipps:
- Überprüfen Sie regelmäßig die biochemische Zusammensetzung des Bodens – dies hilft Ihnen, genau zu bestimmen, welche Düngemittel Ihre Bäume benötigen.
- Säulenapfelbäume in Containern sollten alle zwei Wochen mit einem Mehrnährstoffdünger gedüngt werden.
- Zur Wachstumsförderung werden Gründüngungspflanzen wie Lupinen, Bohnen, Senf und Buchweizen empfohlen. Sie sind besonders an Hängen von Vorteil, da sie dort die Bodenerosion verhindern und im Winter den Schnee zurückhalten, wodurch die Wurzeln vor dem Erfrieren geschützt werden.
Fragen und Antworten
Die richtige Nährstoffversorgung ist entscheidend für gesunde Apfelbäume und eine gute Ernte. Dieser Abschnitt beantwortet die häufigsten Fragen und hilft Ihnen zu verstehen, wie und wann Sie Ihren Apfelbaum am besten düngen.
Wie oft sollte man einen jungen Apfelbaum düngen?
Im ersten Lebensjahr genügen drei zusätzliche Fütterungen:
- im Frühling;
- zu Beginn des Sommers;
- im Herbst.
Ab dem zweiten Jahr sollte die Anzahl der Düngergaben auf 4-5 Mal pro Saison erhöht werden, um den Baum mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
Ist es möglich, ausschließlich organische Düngemittel zu verwenden?
Ja, aber bedenken Sie, dass organische Düngemittel langsamer wirken. Für eine schnellere und deutlichere Wirkung empfiehlt es sich, organische Düngemittel mit mineralischen Düngemitteln zu kombinieren.
Was tun, wenn der Baum nicht gut auf Düngemittel reagiert?
Wenn die Düngung nicht die erwarteten Ergebnisse bringt, kann die Dosierung oder Zusammensetzung des Düngers fehlerhaft sein. In diesem Fall empfiehlt sich eine Bodenanalyse, um das Düngungsprogramm an die Bodeneigenschaften anzupassen.
Eine sachgemäße Düngung ist der Schlüssel zu einem langen und ertragreichen Leben Ihres Apfelbaums und einer reichen Ernte köstlicher, gesunder Früchte. Durch die Kombination von organischen und mineralischen Düngemitteln, unter Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstadiums des Baumes, und die Anwendung von Blattdüngung stellen Sie sicher, dass Ihre Apfelbäume zum richtigen Zeitpunkt ausreichend Nährstoffe erhalten.














































