Der Apfelbaum der Sorte Pobeditel zeichnet sich durch hervorragende Winterhärte, regelmäßigen Fruchtansatz und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Seine großen, aromatischen Früchte mit exzellentem Geschmack eignen sich ideal zum Frischverzehr und zur Konservierung. Diese Sorte ist bei Gärtnern aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit und hohen Produktivität sehr beliebt.
Ursprungsgeschichte und Wachstumsregionen
Die Sorte wurde vom Erbgutzüchter Alexander Sergejewitsch Isajew am Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Gartenbau „I.W. Michurin“ entwickelt. Sie entstand durch die Kreuzung der Apfelsorten „Antonovka obyknovennaya“ und „Jonathan“ und ist eine relativ neue Sorte.
Obwohl die Sorte Pobeditel noch nicht im staatlichen Zuchtregister eingetragen ist und keine offizielle Anbauzone besitzt, wird sie in Zentralrussland erfolgreich kultiviert. Besonders beliebt ist sie in den Regionen Lipezk und Brjansk.
Beschreibung der Pobeditel-Sorte
Frühfruchtender Winter Vielfalt Sie hat viele wertvolle Eigenschaften ihrer ursprünglichen Formen geerbt. Die Bäume sind ökologisch sehr widerstandsfähig, vertragen niedrige Temperaturen und plötzliche Temperaturschwankungen gut und sind hinsichtlich Boden, Pflege und Bewässerung anspruchslos.
Wie sehen die Früchte aus?
Die Äpfel sind mittelgroß bis groß, einzelne Exemplare wiegen 170–230 g. Weitere charakteristische Merkmale:
- bilden - rund, leicht abgeflacht, symmetrisch und ausgerichtet;
- Rippenmuster – schlecht ausgeprägt, Seitennaht fehlt, die meisten Früchte sind eindimensional;
- Haut - dicht, glänzend, glatt und schimmernd, mitteldick oder dick, elastisch und strapazierfähig – schützt vor Beschädigungen beim Transport;
- Hauptfarbe – leuchtend gelb, kann einen leichten Grünstich aufweisen, und im Reifestadium erscheint auf der Schale ein gestreift-gesprenkelter Hauch von karminroter oder tiefroter Farbe;
- subkutane Punkte – unauffällig, graugrün oder gräulich, manchmal leicht rostfarben;
- Zellstoff – weiß oder mit einem leichten Cremeton, dicht, feinkörnig, knusprig, saftig und aromatisch, bricht leicht ab;
- schmecken - Dessertart: süß-sauer, harmonisch und ausgewogen.
Kronen- und Wurzelsystem
Das Hauptmerkmal des Apfelbaums ist seine kompakte Größe: Im Alter von 12 bis 15 Jahren erreicht der Baum nur eine Höhe von 2,5 bis 3 m. Wichtigste Eigenschaften:
- Krone - Ein kompakter, dicht belaubter Baum mit runder, kugelförmiger oder breit ovaler Form, der auch ohne Schnittmaßnahmen einen Durchmesser von bis zu 3 m erreichen kann.
- Fluchten – Mitteldick, im Querschnitt rundlich, zweigt in einem stumpfen Winkel vom Stamm ab und ist mit braunbrauner oder grünbrauner Rinde bedeckt. Die Früchte bilden sich an Trieben und Jahresringen.
- Blätter - Mittelgroß bis groß, länglich-oval-eiförmig mit spitzer Spitze. Die Klingenränder sind gezahnt, teils doppelt gezahnt. Die Oberfläche ist runzelig mit mattem Glanz, die Unterseite manchmal leicht behaart. Die Farbe ist grün bis dunkelgrün.
- Wurzelsystem – faserig, stark verzweigt, dringt tief ein und gewährleistet so eine effektive Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Boden auch unter trockenen Bedingungen.
Produktivität und Bestäubung
Die Sorte zeichnet sich durch gute Produktivität aus: Ein ausgewachsener Baum kann 150 bis 190 kg große, attraktive Früchte produzieren, vorausgesetzt, er erhält die richtige Pflege und regelmäßige Düngung.
Der Apfelbaum 'Pobeditel' ist bedingt selbstfruchtbar – er kann auch dann Früchte tragen, wenn er allein gepflanzt wird. Mit anderen Bestäubersorten in einem Umkreis von 100–150 Metern kann der Ertrag jedoch um 50–75 % gesteigert werden.
Winterhärte und Krankheitsresistenz
Die Pflanze ist zuverlässig kältetolerant und kann daher nicht nur in den südlichen Regionen, sondern auch im raueren Klima der zentralen Zone sowie weiter nördlich und östlich erfolgreich angebaut werden. Die Bäume überstehen Temperaturen von bis zu -25 bis -27 °C ohne nennenswerten Schaden, selbst bei längeren Kälteperioden.
Apfelbäume sind resistent gegen Schorf und andere häufige Infektionen. Krankheiten treten äußerst selten auf, vor allem während großflächiger Ausbrüche oder bei übermäßig feuchten und schlecht belüfteten Anbaubedingungen.
Reifung und Fruchtbildung des Gewinners
Äpfel reifen je nach Region und Witterung im Oktober oder November. Die Ernte beginnt oft schon Ende September. Diese Sorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits 4–6 Wochen nach der Ernte die gewünschte Reife erreicht.
Spezifikationen:
- Beginn der Fruchtbildung. Obwohl die Sorte als frühtragend gilt, erfolgt die erste volle Ernte erst 5–6 Jahre nach der Pflanzung. Die Blüte beginnt bereits nach 3–4 Jahren, jedoch bilden sich in der Regel keine Fruchtknospen.
Entfernen Sie während dieser Zeit die Blüten, damit der Baum seine Energie auf die Kronenentwicklung und die Stärkung des Wurzelsystems konzentrieren kann. Die ersten Ernten können 8–12 kg pro Baum betragen. - Blütezeit. Die Knospen bilden sich Mitte bis Ende April, die Blütezeit beginnt jedoch erst Ende Mai oder sogar Anfang Juni. Die Blüte ist üppig und dekorativ: Große, duftende Blüten mit weißen oder hellrosa Blütenblättern bedecken die Zweige. Die Blütezeit dauert 10 bis 14 Tage.
- Fruchtbildung und Wachstum. Das jährliche Wachstum beträgt etwa 25–40 cm, womit die Pflanze zu den mittelgroßen Sorten zählt. Dank ihrer kompakten Wuchsform kann der Baum schnell wachsen und seinen Ertrag steigern.
Unterlagen und Unterarten
Die Siegerpflanze ist erst seit Kurzem auf dem Markt, daher ist es verfrüht, von der Existenz etablierter Unterarten zu sprechen. Sie wird jedoch bereits erfolgreich auf verschiedenen Unterlagen veredelt.
Die Verwendung von Zwergstämmen ermöglicht noch kompaktere Bäume, was für kleinere Grundstücke praktisch ist und die Pflege vereinfacht. Allerdings ist zu beachten, dass dies die Winterhärte der Pflanzen deutlich verringert.
Landung
Die richtige Pflege von Apfelbäumen ist entscheidend für deren Gesundheit und den zukünftigen Fruchtertrag. Es ist wichtig, bestimmte Empfehlungen zu befolgen.
Grundbedingungen
Fast jeder Standort eignet sich zum Anpflanzen, auch Bereiche mit leichtem Halbschatten, doch gedeiht der Baum am besten bei viel Sonne den Großteil des Tages. Im Vollschatten sind Wachstum und Fruchtbildung deutlich reduziert – der Apfelbaum wird schwächer und blüht möglicherweise nicht oder trägt keine Früchte.
Liegt der Grundwasserspiegel über 2 Metern, ist dies nicht kritisch, doch wird vom Pflanzen des Setzlings in sumpfigen oder sumpfigen Gebieten abgeraten. In der Nähe eines Bachs oder des Flusses Pobeditel hingegen gedeiht der Jungbaum recht gut.
Ausschiffungszeitpunkt und -algorithmus
In gemäßigten und warmen Klimazonen können Apfelbäume sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden – sie gedeihen gleichermaßen gut. Im Nordkaukasus und auf der Krim pflanzen Gärtner Apfelbäume manchmal noch Ende Oktober oder im November. In kälteren Regionen pflanzt man die Bäume im Frühjahr, sobald sich der Boden erwärmt hat.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Bereiten Sie die Pflanzlöcher 3–4 Wochen vor. Sie sollten etwa 80 x 90 x 70 cm groß sein. Geben Sie eine Mischung aus Erde und Dünger hinein, füllen Sie das Loch mit einer Drainageschicht (z. B. Kies oder Sand) und gießen Sie.
- Setzen Sie den Sämling so ein, dass der Wurzelhals 5–9 cm über der Erdoberfläche liegt, um eventuelles Setzen des Bodens zu berücksichtigen. Breiten Sie die Wurzeln aus und füllen Sie das Pflanzloch vorsichtig mit Erde auf, die Sie leicht mit den Händen andrücken.
- Gießen Sie die Pflanze mit 15–25 Litern Wasser und decken Sie die Bodenoberfläche mit Mulch ab. Falls nötig, bringen Sie an der Nordseite des Stammes eine Stütze, z. B. einen Pfahl oder ein Rankgitter, an, um die Pflanze im Winter vor kalten Winden zu schützen.
Baumpflege
Die richtige Pflege Ihres Apfelbaums ist entscheidend für sein gesundes Wachstum und eine reiche Fruchternte. Befolgen Sie gängige landwirtschaftliche Praktiken.
Schutz vor Frost und Schädlingen
Bäume sind zwar recht winterhart, dennoch empfiehlt es sich, sie im Winter abzudecken, insbesondere junge Bäume. Jungbäume lassen sich leicht mit einer Art Zelt schützen: Legen Sie Heu, Stroh oder lockere Erde um den Stammfuß. In wärmeren Regionen genügt es, den Stamm mit Materialien wie Dachpappe, Teerpappe oder Jute einzuwickeln.
Im Winter verstecken sich Insekten oft in Rissen und abgebrochener Rinde. Beseitigen Sie diese daher vorbeugend. Tragen Sie eine dicke Kalklösung bis zu einer Höhe von etwa 80–90 cm auf. Um den Apfelbaum vor Nagetieren zu schützen, bestreichen Sie den Stamm mit Heizöl, Fett oder anderen stark riechenden Substanzen.
Bodenauflockerung, Bewässerung: richtige landwirtschaftliche Technologie
Regelmäßiges Auflockern des Bodens um den Stammfuß von Apfelbäumen ist notwendig, um eine gute Luftdurchlässigkeit und einen ausreichenden Feuchtigkeitsaustausch zu gewährleisten. Lockern Sie den Boden höchstens zweimal im Jahr.
Die Pflanze benötigt mäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie sie je nach Niederschlag und dem Zeitpunkt des letzten Regens 2-3 Mal im Monat. Richten Sie das Gießwasser nach dem Wurzelhals aus, wo sich die Hauptwurzeln befinden. So kann die Pflanze Feuchtigkeit und Nährstoffe besser aufnehmen.
Topdressing
Düngen Sie die Pflanzen mehrmals pro Saison mit einer Kombination aus organischen und mineralischen Nährstoffen. Beachten Sie folgende Empfehlungen:
- im Frühling, bevor sich die Knospen öffnen – Stickstoffhaltige Verbindungen wie Ammoniumnitrat oder Harnstoff zur Anregung des Wachstums von Trieben und Blättern;
- während der Blütezeit – eine Lösung aus Königskerze oder ein Aufguss aus in Wasser verdünntem Hühnermist.
Düngen Sie den feuchten Boden. Verwenden Sie einmal im Monat einen Kräuteraufguss – Brennnessel- oder Unkrautaufguss.
Rückschnitt: einfache Kronenformung
Für die Sorte Pobeditel ist eine lichte oder gestufte Kronenform optimal, die üblicherweise in der Baumschule ausgebildet wird.
Hauptmerkmale:
- Im ersten Wachstumsjahr wird der Haupttrieb um ein Drittel gekürzt und alle Triebe bis auf die in verschiedenen Höhen verbleibenden, die später als Gerüstäste dienen, werden zurückgeschnitten. Diese bestimmen die Form des Baumes.
- Entfernen Sie künftig unnötige Äste: solche, die nach oben in die Krone hineinwachsen, sowie solche, die sich kreuzen und parallel verlaufen.
- Führen Sie jeden Herbst einen Pflegeschnitt durch und entfernen Sie abgebrochene, kranke oder abgestorbene Äste, da diese dem Baum Nährstoffe entziehen. Behandeln Sie alle Schnittwunden mit Gartenlack oder streichen Sie sie mit einem speziellen Lack, um sie vor Infektionen zu schützen.
Reproduktion
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Anzahl der Sämlinge zu erhöhen, jede mit ihren eigenen Eigenschaften. Die wichtigsten Vermehrungsmethoden sind:
- Stecklinge. Wählen Sie halbverholzte Stecklinge von einjährigen Trieben mit einer Länge von etwa 20 cm. Bewurzeln Sie diese in Frühbeeten oder Gewächshäusern bei Temperaturen um 20–25 °C. Pflanzen Sie sie in gut durchlässige Erde und achten Sie auf die erforderliche Feuchtigkeit.
- Transplantat. Der Gewinnerbaum wird oft auf Zwerg- oder Halbzwergapfelunterlagen veredelt, wodurch der Baum eine kompakte Größe erreichen kann.
- Schichten. Im Sommer schneidet man einen der Triebe leicht an und setzt ihn in einen vorbereiteten Graben mit feuchter Erde. Nach einiger Zeit wurzelt der Trieb, und man kann ihn vom Mutterbaum trennen und umpflanzen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Kulturpflanze ist recht widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge, kann aber wie alle Obstbäume unter ungünstigen Bedingungen von verschiedenen Krankheitserregern und Insekten befallen werden. Zur Vorbeugung sollten Fungizide eingesetzt und geeignete Anbaumethoden befolgt werden.
Apfelbäume können von Borkenkäfern, Blattkäfern und Blattläusen befallen werden. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge empfiehlt sich der Einsatz von Insektiziden. Erfahrene Gärtner raten zu Aktara und Karbofos.
Was tun, wenn sie nicht blüht oder keine Früchte trägt?
Wenn Ihr Pobeditel-Apfelbaum nicht blüht oder keine Früchte trägt, sollten Sie einige wichtige Faktoren berücksichtigen:
- Der Baum erhält nicht die erforderliche Wassermenge oder leidet im Gegenteil unter Überwässerung;
- Die Pflanze war durch Schädlinge geschwächt;
- Pilz- und Bakterienkrankheiten hemmen die Entwicklung von Apfelbäumen;
- Nährstoffmangel beeinträchtigt die Blüte und den Ernteertrag.
Warum fallen Äpfel vom Himmel?
Wenn Früchte zu lange am Baum bleiben, können sie überreif werden und von selbst abfallen. Starker Wind, Regen, Hagel oder Schnee können die Früchte beschädigen und zu vorzeitigem Abfallen führen.
Für und Wider
Rezensionen
Der Apfelbaum Pobeditel ist eine zuverlässige und ertragreiche Sorte, die selbst die anspruchsvollsten Gärtner zufriedenstellt. Sein gleichmäßiger Ertrag, der geringe Pflegeaufwand und die Krankheitsresistenz machen ihn zu einer ausgezeichneten Wahl. Bei richtiger Pflege und Aufmerksamkeit liefert er Jahr für Jahr reiche Apfelernte.













