Der Apfelbaum Orlovim ist eine Sorte mit hoher Frost- und Schorfresistenz und eignet sich daher ideal für den Anbau in verschiedenen Klimazonen. Er trägt früh Früchte und zeichnet sich durch gute Erträge aus. Seine Äpfel haben einen ausgezeichneten Geschmack und ein ansprechendes Aussehen, was ihn sowohl bei erfahrenen Gärtnern als auch bei Anfängern beliebt macht.
Züchtungsgeschichte und ähnliche Sorten
| Vielfalt | Produktivität | Schorfresistenz | Frostbeständigkeit | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Orlovim | 60–120 kg/Baum | Hoch | Bis zu -35 °C | 3-4 Wochen |
| Melba | 50-80 kg/Baum | Durchschnitt | Bis zu -25 °C | 1-2 Monate |
| Scharlachroter Anis | 70-100 kg/Baum | Hoch | Bis zu -30 °C | 2-3 Monate |
| Safranpfeffer | 80–150 kg/Baum | Durchschnitt | Bis zu -25 °C | 4-5 Monate |
| Antonovka | 100–200 kg/Baum | Hoch | Bis zu -40 °C | 3-4 Monate |
Diese relativ junge Sorte wird bereits in vielen privaten Gärten und kommerziellen Plantagen angebaut. Ihre Beliebtheit verdankt sie nicht nur dem hervorragenden Geschmack ihrer Früchte, sondern auch ihrer Krankheitsresistenz, ihrer Pflegeleichtigkeit und ihrer Anpassungsfähigkeit an gemäßigte Klimazonen.
Wichtigste Fakten:
- Orlovim wurde 1977 am Allrussischen Forschungsinstitut für Obstzüchtung durch Kreuzung von Antonovka Obyknovennaya mit Sämlingen der schwedischen Sorte SR 0523, die für ihren frühen Ertrag bekannt ist, gezüchtet.
- Die Wissenschaftler E. N. Sedov, Z. M. Serova und V. V. Zhdanov arbeiteten an der Entwicklung der Sorte. Seit 1989 wird der Apfelbaum staatlich geprüft und wurde 1999 in das staatliche Sortenregister aufgenommen und als Anbaugebiet ausgewiesen.
Orlov sollte nicht mit anderen Orlov-Sorten verwechselt werden, beispielsweise mit Orlovskiy Pioneer, der ebenfalls unter Beteiligung von SR 0523 gezüchtet wurde, aber auf Antonovka Krasnobochka basiert.
Geschmacklich und optisch ähnelt Orlovim am ehesten der Sorte Melba, ist aber deutlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Kälte. Zudem bevorzugen viele ihren Geschmack: Er ähnelt eher den Sorten Anis und Safran-Pepin, obwohl letztere etwas später reift.
Eigenschaften
Unter den vielen Apfelsorten zeichnet sich die Sorte Orlovim durch ihre Pflegeleichtigkeit und eine Reihe wertvoller Eigenschaften aus. Vor dem Anbau dieser Sorte ist es wichtig, ihre wichtigsten Merkmale sorgfältig zu studieren.
Zoneneinteilung
Seit 1999 ist diese Sorte offiziell für den Zentralen Föderationskreis Russlands zugelassen. In der Praxis wird sie jedoch erfolgreich in der Zentralen Schwarzerderegion und im Wolgagebiet angebaut. Dank ihrer hohen Frostresistenz gedeiht der Apfelbaum auch in rauen Klimazonen wie dem Fernen Osten, Sibirien und anderen Regionen mit kalten Wintern.
Selbst bei niedrigen Temperaturen bleiben die Erträge stabil. Dies ist dem robusten Wurzelsystem des Baumes zu verdanken, das zudem seine Trockenresistenz – ein weiterer wichtiger Vorteil – erhöht.
Beschreibung des Baumes
Ein mittelgroßer Apfelbaum erreicht eine Höhe von 4–5 m und wächst schnell. Viele Gärtner ziehen es vor, die Krone auf 3–4 m zu erziehen, um die Pflege und die Fruchternte zu erleichtern.
Unterscheidungsmerkmale:
- Krone - Junge Bäume haben eine pyramidenförmige Krone, später werden sie rundlich, becherförmig oder kugelförmig. Sie zeichnen sich durch mittlere Dichte aus, neigen nicht zu Dickenwachstum und erreichen eine Kronenbreite von 5–6 m.
- Fluchten – Dünn, deutlich uneben und behaart, im Querschnitt rund. Farbe: grünbraun oder braun; bei jungen Trieben glatt und glänzend; mit zunehmendem Alter treten Risse und eine bräunliche Tönung auf.
- Blätter - Mittelgroß, länglich-eiförmig mit leicht zugespitzter Spitze. Die Blattspreite ist dünn, leicht nach unten gebogen und die Oberseite oft spiralförmig gedreht. Die Blattränder sind fein gesägt, ohne ausgeprägte Wellen oder Kerben. Sie sind grün, nicht glänzend, sondern leicht matt und leicht runzelig.
- Fruchtknospen – länglich, kegelförmig, behaart.
- Zweigstellen – Sie gehen vom Stamm in einem Winkel von nahezu rechtwinklig ab – dies verringert die Bruchgefahr erheblich, was im Vergleich zu vielen anderen Sorten ein wichtiger Vorteil ist.
- Wurzelsystem - Eine kräftige, verzweigte Pflanze mit gut entwickelten Wurzeln, sowohl vertikal als auch horizontal. Je nach Unterlage kann sie entweder eine ausgeprägte Pfahlwurzel oder eine Faserwurzel besitzen.
Die Wurzeln reichen bis zu 4,5 Meter tief und versorgen den Baum in Trockenperioden mit Feuchtigkeit, schützen ihn vor Frost und bieten Windbeständigkeit. Dadurch benötigt der Baum weniger Mulch und behält auch unter widrigen Bedingungen seine hohe Vitalität. - Blumen – Die Blüte ist auffallend groß und breit, mit weißen Blütenblättern, die kaum rosa schimmern. Die Knospen sind zartrosa. Die Blütenblätter sind erhaben und schließen sich bootsförmig.
Diese Sorte zeichnet sich durch ihr reichhaltiges, vielseitiges Aroma aus, das bestäubende Insekten wirksam anlockt. Dies gewährleistet eine schnelle und vollständige Bestäubung.
Das jährliche Baumwachstum liegt zwischen 20 und 50 cm, im Durchschnitt bei 35–40 cm. Die Lebensdauer der Pflanze beträgt 50 bis 60 Jahre.
Die Orlovim-Sorte besitzt eine lichtliebende, mäßig ausladende Krone, die viel Sonnenlicht durchlässt. Dadurch wird das Risiko verringert, dass die Früchte kleiner werden, zu viel Säure entwickeln und wässrig schmecken. Die Größe des Baumes kann die Ernte jedoch erschweren.
Obst
Die Äpfel haben ein ansprechendes Aussehen: eine hellgelbe Grundfarbe mit einem zarten Rosaton und roten Streifen. Weitere Merkmale der Früchte:
- bilden - kegelförmig, leicht abgeflacht und leicht asymmetrisch, mit kaum wahrnehmbarer Rippung;
- Gewicht - variiert zwischen 130 und 150 g;
- Zellstoff – cremig, dicht, saftig und knusprig, mit einem harmonischen süß-sauren Geschmack;
- Aroma – ausgeprägt, erinnert an Antonovka;
- Haut - glatt, glänzend, mit kleinen, fast unsichtbaren subkutanen Punkten.
Frostbeständigkeit
Die Wurzeln frieren selbst ohne Mulch nicht ein. Dadurch ist die Sorte in rauen Klimazonen besonders winterhart. Diese hohe Frostresistenz hat sie von Antonovka, einer ihrer Elternsorten, geerbt.
Orlovim zeichnet sich durch außergewöhnliche Kältetoleranz aus und übersteht Temperaturen bis zu -35 °C ohne zusätzliche Abdeckung. Diese hohe Winterhärte ist typisch für Winterapfelsorten, wodurch diese Sommersorte besonders für Regionen mit strengen Wintern wertvoll ist.
Bestäubung und Ertrag
Da es sich um eine selbststerile Art handelt, sind für eine volle Fruchtbildung Bestäuber mit passenden Blütezeiten erforderlich. Sie blüht etwas früher als die meisten Sommersorten – Anfang bis Mitte Mai –, was bei der Partnerwahl berücksichtigt werden sollte.
Geeignete Bestäuberarten:
- Antonovka;
- Scharlachroter Anis;
- Safranpfeffer;
- Welsey.
Obwohl künstliche Bestäubung möglich ist, ist sie mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden, weshalb häufiger natürliche Methoden angewendet werden.
Die Sorte Orlovim liefert hohe und konstante Erträge. Die Fruchtbildung beginnt fünf Jahre nach der Pflanzung. Bäume unter zehn Jahren tragen durchschnittlich 60–80 kg Äpfel, ältere Bäume bis zu 100–120 kg. Pro Hektar Anbaufläche werden etwa 200 Zentner Früchte geerntet.
Merkmale der Fruchtbildung
Äpfel reifen nicht alle gleichzeitig, daher sollte die Ernte selektiv erfolgen. Achten Sie auf den Reifegrad:
- Abnehmbar – Die Reifezeit beginnt in der zweiten Augusthälfte. Zu diesem Zeitpunkt weisen die Früchte nur eine leichte Rötung auf, die Schale ist größtenteils noch grün. Diese Früchte sind länger haltbar – bis zu 4–5 Monate – und eignen sich gut für den Transport.
- Verbraucher – Die Äpfel reifen von Anfang bis Mitte September. Zu diesem Zeitpunkt sind 60–80 % der Früchte rotbraun, der Rest hat einen gelblichen Schimmer. Die Ernte ist jedoch nicht lange haltbar – maximal 30–35 Tage. Am besten verzehren Sie die Äpfel frisch oder verarbeiten sie schnell zu Saft, Marmelade, Konfitüre usw.
Lagerung der Apfelernte
Es ist wichtig, die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit die Früchte ihren Geschmack und ihre Saftigkeit möglichst lange behalten. Wichtigste Anforderungen:
- Der Raum sollte abgedunkelt und kühl sein, mit einer Temperatur im Bereich von +3…+7°C;
- Zugang zu Frischluft ist notwendig, jedoch ohne Zugluft (ein Keller oder ein geschlossener Teil des Balkons im Winter ist ideal);
- Lagerbehälter – Holz- oder Kunststoffkisten mit Belüftungsschlitzen;
- Vermeiden Sie es, Äpfel in Bodennähe oder in der Nähe von Wurzelgemüse zu lagern, um erhöhte Luftfeuchtigkeit und Verderb zu verhindern.
Landeregeln
Der Anbau dieser Pflanze erfordert keine besonderen Kenntnisse oder Erfahrung, aber etwas Wissen hilft beim richtigen Vorgehen. Dieses Wissen bestimmt die Entwicklung und den Fruchtansatz des Baumes.
Wie wählt man den besten Setzling aus und bereitet ihn vor?
Kaufen Sie Pflanzgut in renommierten, großen Baumschulen. Bäume werden entweder wurzelnackt in Plastikverpackungen oder in Töpfen mit Anzuchtbriketts angeboten. Die wurzelnackte Variante ist meist günstiger, die Bäume sollten jedoch möglichst schnell gepflanzt werden, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
Hauptkriterien:
- Ein gesunder Sämling hat eine feste, saubere Rinde und die Wurzeln sollten leicht feucht sein. Das ideale Alter für eine Pflanze liegt bei 1–2 Jahren, bei einer Höhe von etwa 1–1,4 m.
- Es dürfen keine Anzeichen von Fäulnis, Beschädigung, Krankheiten, Austrocknung oder Frostrissen vorhanden sein. Das Wurzelsystem sollte mindestens drei kräftige, große Wurzeln und zahlreiche kleine Triebe aufweisen.
Im Falle von Beschädigungen oder Fäulnis an den Wurzeln ist das Pflanzen nur zulässig, wenn diese Bereiche isoliert und die defekten Teile bis zum gesunden Gewebe entfernt werden und die Wurzeln anschließend in einer Lösung aus Fungizid, Insektizid oder Kaliumpermanganat eingeweicht werden. - Die Veredelungsstelle (Stammhals) sollte nur eine saubere, nicht geschwollene Narbe aufweisen. Die Knospen sollten fest und gleichmäßig am Stamm verteilt sein. Ausgewachsene Sämlinge sollten vorzugsweise mindestens 3–4 Seitentriebe haben.
Kaufen Sie keine Pflanzen mit beschnittenen Wurzeln. Weichen Sie den Sämling 8–9 Stunden vor dem Einpflanzen in warmem Wasser oder einer flüssigen Mischung aus Erde und Ton ein. Vor dem Einweichen sollten Sie ihn 30–60 Minuten in einer schwachen Lösung von Kaliumpermanganat, Insektizid oder Fungizid tauchen.
Anforderungen an den Standort
Der Orlovim-Apfelbaum benötigt einen sonnigen Standort, da er keinen Schatten verträgt. Er profitiert von ausreichend Platz und guter Frischluftzufuhr, Zugluft sollte jedoch vermieden werden, insbesondere bei jungen Sämlingen.
Befolgen Sie diese Empfehlungen:
- Lehmige und sandige Lehmböden gelten als optimal. Zu feuchte Standorte, beispielsweise in der Nähe von Gewässern, sind für diese Sorte ungeeignet. Eine Ausnahme bilden Zwergunterlagen, deren Wurzelsystem näher an der Oberfläche liegt.
- Das tiefe Wurzelsystem des Apfelbaums gewährleistet Frostbeständigkeit und schützt vor dem Einfrieren. Steht das Grundwasser jedoch zu nah an der Oberfläche, können die Wurzeln faulen. Wählen Sie daher erhöhte Standorte oder legen Sie einen künstlichen Hügel bzw. ein Entwässerungssystem an.
- Aufgrund der ausladenden Krone des Baumes sollten die Abstände zwischen den Pflanzlöchern vergrößert werden: zwischen den Setzlingen - 4-6 m, zwischen den Reihen - 3-4 m.
- Bereiten Sie das Pflanzloch vor: Wenn Sie im Herbst pflanzen möchten, heben Sie es 3–5 Wochen vorher aus. Für eine Frühjahrspflanzung heben Sie das Loch im Herbst aus und lassen es über den Sommer ruhen, damit sich der Boden setzen kann.
Die ideale Lösung ist, das Pflanzloch vorzudüngen, sodass der Boden zwar fruchtbar ist, die Wurzeln aber nicht mit konzentrierten Nährstoffen in Kontakt kommen, die dem jungen Baum schaden könnten.
Algorithmus zur Durchführung von Pflanzvorgängen
Zuerst sollten Sie die Wurzeln des Sämlings untersuchen und alle verfaulten oder beschädigten Stellen entfernen. Befolgen Sie anschließend diese Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Lockern Sie den Boden des Pflanzlochs. Schlagen Sie einen stabilen Pfahl an der Nordseite des Lochs ein, um ihn zu fixieren. Er sollte einige Dutzend Zentimeter über den Astansatz hinausragen. Entfernen Sie ihn nach 5–6 Jahren.
- Die oberste fruchtbare Bodenschicht bis zu einer Tiefe von etwa 20 cm abtragen und den restlichen Boden beiseite stellen. Diesen mit 30–40 kg Kompost, 1,5 Litern Holzasche, je 250 g Superphosphat und Kaliumsulfat vermischen. Alternativ können auch Kuhmist oder Vogelkot verwendet werden. Ist der Boden bereits fruchtbar, genügt die Zugabe von organischem Material.
- Geben Sie einen kleinen Hügel vorbereiteter Erde in das Pflanzloch, setzen Sie den Setzling darauf, breiten Sie die Wurzeln vorsichtig aus und füllen Sie das Loch nach und nach mit Erde auf, die Sie leicht mit den Händen andrücken. Füllen Sie die restliche Erde ein.
- Drücken Sie die Erde um den Sämling herum fest, ohne sie zu verdichten.
- Formen Sie einen Kreis aus einem Baumstamm mit einem Radius von 50–60 cm und schütten Sie am Rand einen Hügel oder Graben zur Bewässerung auf. Geben Sie 40 Liter Wasser hinzu und lassen Sie die Erde sich setzen.
Landetermine
Die Sorte Orlovim gedeiht sowohl bei Frühjahrs- als auch bei Herbstpflanzung. Der optimale Pflanztermin ist wie folgt:
- Frühling - Mitte April, etwa um den zehnten Tag des Monats, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden sich ausreichend erwärmt hat;
- Herbst - Mitte Oktober, spätestens jedoch Ende des Monats, damit der Baum vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit Zeit hat, Wurzeln zu schlagen.
Allerdings gilt das Frühjahr als die bevorzugte Jahreszeit, da junge Pflanzen zu dieser Zeit weniger anfällig für Stress durch niedrige Temperaturen sind.
Wie pflegt man?
Beim Anbau des Orlovim-Apfelbaums ist die strikte Einhaltung der landwirtschaftlichen Richtlinien unerlässlich. Die Befolgung bestimmter Regeln gewährleistet ein gesundes Baumwachstum und einen hohen, gleichbleibenden Ertrag.
Zeitplan der wichtigsten Arbeiten
- März: Hygieneschnitt
- April: Ausbringung von Stickstoffdüngern
- Mai: Vorbeugende Behandlung gegen Schädlinge
- Juni: Sommerfütterung
- August: Vorbereitungen für die Ernte
- Oktober: Bewässerung zur Feuchtigkeitszufuhr
- November: Weißeln der Baumstämme
Bewässern und Mulchen
Lockern Sie den Boden und bringen Sie mindestens zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – eine Mulchschicht auf. Entfernen Sie gleichzeitig, und falls nötig auch häufiger, den Bereich um den Baumstamm von Laub, verrottendem organischem Material, Unkraut, Wurzelausläufern und Trieben anderer Pflanzen und Bäume.
Mulchen hilft, die Wurzeln im Winter warm zu halten und die Bodenfeuchtigkeit in den wärmeren Monaten zu bewahren. Dies ist eine empfehlenswerte Maßnahme, aber auch ohne Mulchen schadet der Baum nicht.
Was die Bewässerung betrifft, reichen in der Regel drei Bewässerungen pro Saison aus, selbst in Trockenperioden. Die benötigte Wassermenge beträgt 40–60 Liter, idealerweise aufgeteilt auf zwei Bewässerungen – morgens und abends. In der Regenzeit oder bei hohem Grundwasserstand ist möglicherweise gar keine Bewässerung nötig.
Trimmen
Da Orlovim keine säulenförmige Sorte ist, eignet sie sich für verschiedene Kronenformen: palmettförmig, spindelförmig, etagenförmig, locker etagenförmig und schalenförmig. Schneiden Sie die Zierpflanze zu zwei Hauptzeitpunkten:
- im Frühling – bevor der Saft zu fließen beginnt und die Knospen erscheinen, normalerweise Ende März oder Anfang April;
- im Herbst – nachdem die Blätter abgefallen sind, aber vor dem Einsetzen des Frostes.
Gemäß gängiger Richtlinien sollte der Hauptstamm im ersten Jahr nach der Pflanzung um etwa ein Drittel gekürzt werden. In den Folgejahren sollten auch die Äste zurückgeschnitten, jedoch kürzer als der Hauptstamm gehalten werden. Triebe, die schräg nach oben oder nach innen wachsen, sind zu entfernen.
Topdressing
Düngen Sie Ihren Apfelbaum zwei- bis dreimal jährlich – im Frühling, Sommer und Herbst. Achten Sie darauf, es nicht zu übertreiben, da dies dem Baum schaden kann.
Wichtigste Empfehlungen:
- Für diese Sorte eignen sich einfache, aber wirksame Mischungen, zum Beispiel: Königskerzenaufguss, verdünnter Vogelkot (1:20 mit Wasser), Knochenmehl, Humus und Harnstoff.
- Im jungen Alter ist organisches Material vorzuziehen – Humus, Vogelkot und ähnliche Düngemittel.
- Beginnen Sie 2-3 Jahre nach der Pflanzung mit der Verwendung von Mineraldüngern.
Im Herbst sollten Sie komplexe Mischungen mit Kalium, Phosphaten und organischem Material ausbringen, im Frühjahr Stickstoffdünger. Orlovim wächst kräftig und benötigt keine zusätzliche Stickstoffdüngung, daher können Sie die Düngermenge reduzieren.
Krankheiten und Schädlinge, Schutzmaßnahmen
Die Kulturpflanze zeichnet sich durch eine gute Schorfresistenz aus, kann aber gelegentlich von Mehltau befallen werden, einer Pilzkrankheit, die meist an den Blättern auftritt. Auf den befallenen Stellen bildet sich ein dichter, weißlicher Belag.
Werden keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen, kann dies zu Ernteausfällen von 40 bis 60 % führen, und die Frostresistenz der Bäume wird ebenfalls deutlich reduziert. In dicht bepflanzten Obstplantagen breitet sich die Krankheit rasch aus.
Zur wirksamen Bekämpfung von Mehltau empfiehlt sich das regelmäßige Besprühen der Baumkrone mit Spezialprodukten, kolloidalem Schwefel oder einer Kaliumpermanganatlösung. Vorbeugend ist eine Behandlung mit Bordeauxbrühe sinnvoll.
| Problem | Schilder | Kontrollmaßnahmen | Bearbeitungszeiten |
|---|---|---|---|
| Echter Mehltau | Weißer Belag auf den Blättern | Topas, Skor | Vor der Blüte |
| Apfelwickler | Wurmbefallene Früchte | Fufanon, Kinmiks | Nach der Blüte |
| Blattlaus | Verdrehte Blätter | Aktara, Iskra | Bei Erkennung |
| Schorf | Flecken auf Blättern und Früchten | Rayok, Horus | Frühling |
| Schwarzer Flusskrebs | Geschwüre auf der Rinde | Herausschneiden der betroffenen Bereiche | Das ganze Jahr über |
Vorteile und Nachteile
Gärtnerbewertungen
Orlovim besticht durch stabile Erträge, gute Widerstandsfähigkeit und geringen Pflegeaufwand bei rechtzeitigem Rückschnitt. Frost- und Krankheitsresistenz gewährleisten eine lange Lebensdauer. Obwohl die Äpfel nicht lange haltbar sind, machen ihr Geschmack und ihr Aroma diese Sorte zu einer lohnenden Wahl für den Gartenanbau.












