Die Vstrecha-Kirsche ist eine Zwergsorte mit Hybridformen. Dadurch eignet sie sich für den Anbau in nahezu ganz Russland. Sie ist pflegeleicht, krankheits- und frostresistent und trägt eher süße als saure Früchte. Bei sachgemäßer Anbauweise sind jährlich reiche Ernten möglich.
Geschichte der Auswahl
Die Hybride gilt als Schöpfung ukrainischer Züchter. Ihre Entstehungsgeschichte ist geprägt von einer extrem langen Forschungs- und Experimentierphase. Die Entwicklung der Sorte begann 1966, doch erst 1995 wurde sie in das staatliche Sortenregister der Ukraine aufgenommen.
Fast 30 Jahre lang wurden verschiedene Elternsorten verwendet, doch schließlich fiel die Wahl auf die Sorte Lyubsky und die Hybride Kyiv-19 (eine Kreuzung aus Kirsche und Süßkirsche). Nur diese Kreuzung führte zum gewünschten Ergebnis. Die Züchter waren Valentina und Nikolai Turovtsev.
Beschreibung der Kultur
Die Kirsche zeichnet sich durch ihre für eine Art gigantischen Früchte aus, aber der Baum wächst trotz seines Zwergwuchses recht groß heran.
Das Aussehen des Baumes
Die Hybride ist eine strauchartige Pflanze, die 18–20 Jahre lang Früchte tragen kann. Charakteristische Merkmale:
- Höhe – variiert zwischen 200 und 250 cm;
- Krone – kugelförmig;
- Anzahl der Zweige – Vielfaches;
- Triebe - hängend;
- Blätter - spitz, grün;
- Die Blattspreite ist oval und an den Rändern gezackt;
- Das Laub ist insofern ungewöhnlich, als es aufgrund der Mittelrippe an der Vorderseite nach oben gerichtet ist.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Kirschen zählen zu den Dessertbeeren. Sie weisen folgende Eigenschaften auf:
- Größe – groß, Gewicht etwa 10-15 g;
- Form – leicht abgeflacht;
- Oberfläche – glänzend;
- Hauttyp – dünn, aber widerstandsfähig, sodass sie nicht reißt;
- Der Stein ist klein und lässt sich leicht vom Fruchtfleisch trennen;
- Die Hautfarbe ist dunkelburgunderrot, die Fleischfarbe rot;
- Saftigkeit – erhöht.
Merkmale der Geschmacksqualität:
- Aroma – ausgeprägte Kirsche;
- Geschmack – erinnert an Kirsche;
- Der Hauptgeschmack ist süß-sauer;
- Zuckergehalt – 11,6 %;
- Verkostungsbewertung: 5 von 5 Punkten.
Eigenschaften
Bei der Wahl einer Kirschsorte ist es wichtig, Eigenschaften wie Resistenz gegen widrige Faktoren, Reifezeit, Fruchteigenschaften und Ertrag zu berücksichtigen.
Trockenresistenz, Winterhärte
Als Hybride ist Vstrecha sehr trockenheitsresistent – der Strauch verträgt Hitze und trockene Böden problemlos, benötigt aber dennoch Wasser. Fruchtsaftigkeit und Ertrag hängen davon ab. Staunässe im Wurzelbereich ist unerwünscht, da sie zu Schimmel und Pilzkrankheiten führen kann.
Die Frostresistenz ist durchschnittlich – Triebe und Wurzeln frieren bei Temperaturen von -25 Grad nicht ein.
Wo kann es angebaut werden?
Kirschen sind für den Anbau in gemäßigten und warmen Klimazonen vorgesehen. Mit sorgfältiger Vorbereitung vor dem Winter können sie jedoch auch unter raueren Bedingungen – bis hinauf nach Sibirien, in den Ural, nach Kalmückien, Orenburg und anderswo – angebaut werden. Der optimale Temperaturbereich für eine gute Fruchtbildung und Strauchentwicklung liegt zwischen 15 und 25 Grad Celsius.
Bestäubung, Blütezeit und Reifezeit
Diese Sorte ist teilweise selbstfruchtbar, doch ohne Bestäuber in der Nähe fällt der Ertrag deutlich geringer aus. Pflanzen Sie daher Kirschen ähnlicher Höhe und Blütezeit in der Nähe, beispielsweise Lyubskaya, Shalunya, Samsonovka und Primetnaya. Auch Süßkirschen (z. B. Valery Chkalov) sind geeignet.
Der Strauch blüht Ende April oder Anfang Mai, abhängig von der Region und den aktuellen Wetterbedingungen. Die Ernte beginnt nach dem 20. Juni.
Produktivität, Fruchtbildung
Die erste Fruchtbildung beginnt im dritten Jahr nach der Pflanzung. Sie ist kontinuierlich, ohne fruchtlose Periode. Der Ertrag ist sehr hoch – ein einzelner Baum kann 23 bis 27 kg Früchte tragen.
Anwendung von Beeren
Dessertkirschen werden zur Herstellung von Desserts, Mousses, Pastillen, Marmeladen, Kompotten, Säften, Likören und Weinen verwendet. Die Beeren lassen sich leicht einfrieren und trocknen, ohne dass sie an Geschmack oder Nährwert verlieren.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Trotz ihrer Hybridität ist diese Sorte nicht besonders resistent gegen Krankheiten und Schädlinge – ihre Immunität ist nur durchschnittlich. Daher sind saisonale vorbeugende Behandlungen unerlässlich.
Welche Pflanzen dürfen neben Kirschbäumen gepflanzt werden und welche nicht?
Folgende Sträucher und Bäume gelten als die besten Nachbarn:
- Pflaumen;
- Kirschen;
- Kirschpflaume;
- Schwarzdorn;
- ältere;
- Traube;
- Eberesche;
- Geißblatt;
- Weißdorn.
Nachbarn, die in einem Abstand von 1,5-2 m wachsen können:
- schwarze, rote und weiße Johannisbeeren;
- Himbeere;
- Stachelbeere;
- Sanddorn.
Anbau von Nutzpflanzen in angrenzenden Gebieten strengstens verboten:
- Birnen;
- Apfelbäume;
- Aprikosen;
- Pfirsiche;
- Birken;
- Ahornbäume;
- Eichen;
- Lindenbäume;
- alle Nadelbäume;
- Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Paprika usw.).
Vor- und Nachteile
Das Treffen wird nicht umsonst mit Elitekirschen verglichen, denn es besitzt eine Vielzahl positiver Eigenschaften:
Es gibt aber auch negative Aspekte:
Landemerkmale
Die Pflanzverfahren sind standardisiert, die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Sorte müssen jedoch berücksichtigt werden. Für Vstrecha sind folgende Aspekte wichtig:
- Die optimale Pflanzzeit ist der Herbst, wenn der nächste Frost noch etwa anderthalb Monate entfernt ist. Eine Pflanzung im Frühjahr sollte vermieden werden, da die Gefahr wiederkehrender Fröste besteht, die die Sämlinge abtöten.
- Der Standort sollte gut beleuchtet sein. Sonnenlicht wirkt sich positiv auf die Qualität der Beeren aus, daher kann der Strauch zwar kurzzeitig im Schatten stehen, sollte aber mindestens 7 Stunden Sonne erhalten.
- Grundwasserspiegel – ab 5 m.
- Der Boden muss durchlässig und fruchtbar sein und einen neutralen pH-Wert aufweisen. Saure Böden sind strengstens ungeeignet, weshalb das Ausbringen von Fichtenmulch nicht empfehlenswert ist.
- Der Sämling sollte 1-2 Jahre alt und 50 bis 60 cm hoch sein.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt zwischen 6,5 und 7,0 liegen.
- ✓ Um Wasserstau zu vermeiden, ist eine mindestens 20 cm dicke Drainageschicht zwingend erforderlich.
Anschließende Pflege der Kultur
Die Pflegeverfahren basieren auf mehreren wichtigen Nuancen:
- Ein hygienischer Rückschnitt ist zweimal jährlich unerlässlich. Im Frühjahr werden alle Triebe entfernt, nur die 5 bis 10 kräftigsten bleiben stehen. Dies geschieht, bevor der Saftfluss einsetzt.
- Häufiges Gießen ist nicht nötig – drei- bis fünfmal während der Wachstumsperiode reicht aus, je nach Witterung. Ein Strauch benötigt 20–30 Liter Wasser.
- Da Sträucher nur mäßig frostbeständig sind, müssen sie, insbesondere in Regionen mit rauem Klima, sorgfältig auf den Winter vorbereitet werden. Dazu werden zunächst die Stämme und unteren Äste weiß gestrichen, anschließend wird der Stamm angehäufelt und mit Kompost als Mulch bedeckt. Die Dicke der Mulchschicht hängt vom Klima ab – je kälter es ist, desto dicker sollte sie sein. Im Durchschnitt beträgt sie 10 bis 20 cm.
Düngen Sie den Vstrecha-Baum nach der üblichen Methode für Zwergkirschen.
Krankheiten und Schädlinge, Bekämpfungsmethoden und Prävention
Zwergkirschen sind unter ungünstigen Bedingungen und ohne vorbeugende Maßnahmen sowie bei unsachgemäßer Anbauweise anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten. Worauf Sie achten sollten:
| Problem | Schilder | Behandlungs-/Kontrollmethoden |
| Moniliosis | Austrocknen von Blättern und Zweigen, Bildung von grauen Belägen und Verfaulen der Beeren. | Besprühen mit Cuprozan oder Bordeauxbrühe. |
| Kokzomykose | Bildung bräunlicher, runder Flecken auf dem Laub, Blattfall, Absterben des Strauchs. | Behandlung mit Kupferoxychlorid oder Bordeauxbrühe. |
| Anthraknose | Bildung brauner Flecken auf den Beeren. | Anwendung des Medikaments Poliram. |
| Rüsselkäfer | Bildung von Löchern in Blättern und Fruchtknoten. | Behandlung der Sträucher mit Actellic oder Fufanon. |
| Sägewespe | Sie nagen die oberste Blattschicht ab, wodurch die Blätter abfallen. | Anwendung von Kemifos. |
| Blattlaus | Einrollen und Trocknen der Blätter. | Besprühen mit Fitoverm oder Fosfamid. |
- ✓ Die ersten Anzeichen zeigen sich an den Blüten, die braun werden und verwelken, wodurch ein „Verbrennungseffekt“ entsteht.
- ✓ Auf den Früchten bilden sich graue Sporenpolster, die in konzentrischen Kreisen angeordnet sind.
Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören das Ausdünnen der Triebe, um ein Verdicken zu verhindern, das Entfernen von abgefallenen Blättern/Ästen, das Auflockern des Bodens und die Behandlung mit Bordeauxbrühe oder Fungiziden/Insektiziden.
Rezensionen
Die Vstrecha-Kirsche ist eine Zwerghybride mit durchschnittlicher Immunität und Krankheitsresistenz. Sie ist jedoch bekannt für ihre großen, süßen Beeren, ihren ausgezeichneten Ertrag und ihre frühe Fruchtreife. Entscheidend sind die richtige Pflege und die Vermeidung von Anbaufehlern.




