Die Nezhnost-Kirsche gilt als mittelfrüh bis früh reifende Sorte und ist widerstandsfähig gegen widrige Bedingungen. Das Ungewöhnlichste an dieser Beere ist jedoch ihre für Kirschen völlig untypische Färbung. Für einen erfolgreichen Anbau und eine reiche Ernte ist es wichtig, die Pflanz- und Pflegeanforderungen zu beachten, da diese sich von denen anderer Sorten unterscheiden.
Eigenschaften der Zärtlichkeitskirsche
Kirschen tragen den Beinamen „Zartheit“ zu Recht, denn genau diese Eigenschaften zeichnen sie in Geschmack und Konsistenz aus. Die Beere enthält eine Vielzahl an Mikro- und Makronährstoffen sowie verschiedene Vitamine und wird daher für medizinische Zwecke empfohlen.
Reifezeit und Fruchtbildung
Der Baum beeindruckt mit seiner Blüte Mitte bis Ende Mai, und reife Beeren erscheinen Ende Juli nach dem Fruchtansatz. Die erste Fruchtbildung erfolgt 4–5 Jahre nach der Pflanzung.
Kirschblüte
Das auffälligste Merkmal der Kirsche ist ihre leuchtend gelbe Schale mit einem rötlichen Schimmer. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls gelb, aber deutlich heller.
Kirschgeschmack
Diese Sorte hat einen angenehm süß-säuerlichen Geschmack mit einem ausgewogenen Verhältnis von Zucker und Säure. Ihr Aroma ist typisch für Kirschen. Kirschen werden vielseitig verwendet, unter anderem zur Herstellung von Konfitüren, Marmeladen, Kompott und Säften. Sie schmecken aber auch frisch hervorragend.
Fruchtgröße und andere Parameter
Die zarten Beeren gehören zu den großfrüchtigen Sorten – ihr Gewicht variiert zwischen 8 und 10–12 g. Weitere Merkmale:
- bilden - überwiegend rund, aber auch eine herzförmige Konfiguration ist zu beobachten;
- Konsistenz des Fruchtfleisches – mit erhöhter Saftigkeit;
- Struktur – Es ist Knorpelgewebe zu beobachten, das ein knirschendes Geräusch erzeugt.
- ✓ Strahlend gelbe Schale mit rötlichem Schimmer, was für Kirschen untypisch ist.
- ✓ Die knorpelige Beschaffenheit des Fruchtfleisches verleiht der Frucht einen einzigartigen Biss.
Kronentyp
Der Stamm dieser Sorte gehört zum Baumtypus und gilt als mittelgroß; er erreicht daher eine Höhe von 250–300 cm. Weitere charakteristische Merkmale:
- Kronendichte – auf einem durchschnittlichen Niveau;
- bilden - oval-rund, wirkt kompakt;
- Blätter - leicht länglich und eiförmig, klassische grüne Farbe mit feinen Zähnchen an allen Rändern;
- Blumen – weiß oder mit einem rosa Schimmer, was normal ist.
Die Sorte Nezhnost ist nicht im staatlichen Sortenregister unseres Landes aufgeführt, was ihrer Beliebtheit und Nachfrage bei einheimischen Gärtnern jedoch keinen Abbruch tut.
Winterhärte und Anbauregionen
Es gibt keine offiziellen Daten zur Frosthärte der Nezhnost-Kirsche, aber Gärtner und Züchter gehen von einer hohen Frosthärte aus. Heute ist diese Kirsche in ganz Russland verbreitet, gedeiht aber am besten im Süden und in der Mitte des Landes. In Zentralrussland, Sibirien und im Ural benötigen die Bäume einen Schutz.
Selbstbefruchtung und die Notwendigkeit von Bestäubern
Die Nezhnost-Kirsche ist selbststeril und benötigt ein bis drei Befruchtersträucher. Jede Sorte mit ähnlicher Blütezeit eignet sich dafür. Zu den besten Befruchtern zählen Kitaevskaya Black, Drogana Yellow und Nectarnaya.
Krankheitsresistenz
Zarte Bäume sind selten anfällig für Pilzkrankheiten wie Moniliose und Kokzomykose, die für diese Bäume besonders gefährlich sind.
Pflanz- und Pflegehinweise
Für ein erfolgreiches Wachstum benötigt die Pflanze einen hellen Standort und einen Boden, der sandig, sandig-lehmig oder lehmig ist. Er sollte gut durchlässig sein und einen neutralen pH-Wert aufweisen. Vermeiden Sie es, Kirschbäume in Senken zu pflanzen, wo sich Feuchtigkeit und kühle Luft stauen können.
Weitere individuelle Merkmale:
- Landung. Graben Sie dazu ein Loch mit 55–65 cm Durchmesser und 55–75 cm Tiefe, je nach Größe des Pflanzguts. Mischen Sie die ausgehobene Erde mit organischen und mineralischen Düngemitteln. Diese Mischung dient anschließend als Wurzelbett.
Nachdem Sie den Setzling in das Pflanzloch gesetzt und die Wurzeln mit Erde bedeckt haben, drücken Sie die Erde um den Stamm herum in einem Radius von 35–40 cm mit den Füßen oder einem geeigneten Werkzeug leicht an. Gießen Sie die Pflanzstelle anschließend mit 2–3 Eimern abgestandenem Wasser. - Bewässerung. Bei normalem Sommerwetter empfiehlt es sich, Kirschbäume während der Wachstumsperiode dreimal zu gießen. Das erste Mal sollte man direkt nach der Blütezeit zusammen mit dem Düngen gießen, das zweite Mal, wenn die Früchte anschwellen, und das dritte Mal Anfang Oktober, vor Wintereinbruch.
Bei den ersten beiden Bewässerungen benötigen Sie 35 bis 55-60 Liter Wasser pro Pflanze, im Herbst 65 bis 85 Liter. Bei Trockenheit oder anhaltendem Regen müssen Sie den Bewässerungsplan anpassen. - Trimmen. Der Rückschnitt spielt eine wichtige Rolle bei der Pflege von Kirschbäumen. Ihn zu vernachlässigen ist unerwünscht – trockene, gefrorene, kranke oder von Insekten befallene Äste müssen entfernt werden. Der Rückschnitt wird im zeitigen Frühjahr (bevor der Saftfluss einsetzt) empfohlen. Überschüssige Äste sollten mit einem scharfen Werkzeug entfernt werden. Auch Wurzelausläufer sollten entfernt werden.
- Nahrungsbedarf. Mit Beginn der Fruchtzeit benötigen die Pflanzen zusätzliche Düngung. Kirschbäume werden regelmäßig mit organischen Düngemitteln wie gut verrottetem Mist oder Kompost versorgt. Im Herbst werden dem Boden Phosphor und Kalium zugeführt, im Frühjahr stickstoffreiche Düngemittel.
Nach Beginn der Blüte werden im Abstand von einigen Wochen zwei Düngemittel auf Kalium- und Phosphorbasis angewendet. - Überwinterung. Zum Schutz vor Frost sollten die unteren Teile des Kirschbaumstamms und der Äste mit Vliesstoffen abgedeckt werden, nachdem Fichtenzweige um den Stamm gelegt wurden. Dies hilft, Schäden durch Nagetiere und Hasen zu verhindern.
Die Nezhnost-Kirsche ist sehr winterhart und eignet sich daher auch für den Anbau in kalten Klimazonen. Um jedes Jahr eine gute Ernte zu erzielen, genügen einfache Anbaumethoden. Kirschen lassen sich durch Stecklinge, Veredelung oder Wurzelausläufer vermehren.




