Die Queen-Kirsche ist eine moderne Säulenkirschensorte. Ihre Besonderheit liegt darin, dass die Sträucher aufgrund ihres schwach ausgeprägten Wurzelsystems nicht nur im Freiland, sondern auch in großen Töpfen und Kübeln kultiviert werden können. Trotzdem ist die Sorte frosthart und weist weitere hervorragende Eigenschaften auf.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Das genaue Datum ihrer Selektion ist unbekannt, aber Quellen deuten darauf hin, dass die Queen-Kirsche relativ spät (in diesem Jahrhundert) entstanden ist. Niederländische Züchter arbeiteten an ihrer Weiterentwicklung.
Beschreibung
Säulenkirschen sind normalerweise nicht hoch, aber die Sorte Korolev übertraf alle Erwartungen – der Baum gilt als hoch. Im Allgemeinen wird die Kirsche als mittelgroß eingestuft.
Das Aussehen des Baumes
Die Höhe erreicht bis zu 250 cm, manchmal auch bis zu 300 cm. Es gibt jedoch Quellen, die besagen, dass die Säulenform der Sorte „Queen“ 500 cm hoch war.
Weitere charakteristische Merkmale der Pflanze:
- Krone - kompakt und ordentlich, sein Durchmesser beträgt 70-80 cm;
- Blumen – sehr duftend, mittelgroß, farbenfroh;
- Kronenform – konisch;
- Laub – stark;
- Schießstände – kräftig;
- Standard – stark;
- Blätter - dunkelgrüner Farbton.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Die Beeren zeichnen sich durch ihren intensiven Geschmack und Duft aus – das Fruchtfleisch enthält mehr Zucker als Säure. Daher sind Kirschen vielseitig verwendbar: Man genießt sie frisch, verarbeitet sie zu Marmeladen und Kompotten, Säften und Likören, friert sie ein oder trocknet sie.
Weitere charakteristische Merkmale der Früchte:
- Größe - Mittelgroß, das Gewicht erreicht bis zu 6-7 g, es kommen aber auch größere Exemplare vor (abhängig von der Sonneneinstrahlung und den Wachstumsbedingungen);
- Die Farbe von Schale und Fruchtfleisch ist gleich – in tiefen Rottönen;
- Trennbarkeit der Steinfrucht vom Stiel – Leichte Schäden, keine Beschädigungen festgestellt;
- Knochen - von mittlerer Größe, lässt sich leicht vom Fruchtfleisch trennen;
- bilden - gerundet;
- Wurzelsystem – Die Triebe sind oberflächlich und erreichen nur eine Tiefe von 10-15 cm;
- innere Struktur – mit erhöhter Saftigkeit und Zartheit, ohne grobe Fasern;
- Haut - Glatt, sehr glänzend, haltbar, sodass es beim Transport nicht bricht, und die Beeren können bis zu 2 Wochen gelagert werden.
Reifezeit und Ertrag
Als spät reifende Sorte beginnt die Ernte am 20. Juli und dauert drei Wochen. Der Baum blüht im Mai. Die Fruchtbildung setzt früh ein – die Fruchtknoten beginnen sich bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung zu bilden, in kühleren Klimazonen sogar schon im dritten. Der Ertrag ist gut – ein einzelner Baum trägt 15 bis 20–25 kg.
Wachstumsregionen
Die Säulenkirsche ist ursprünglich für den Anbau im zentralen Teil Russlands bestimmt, wird aber mittlerweile in allen Regionen des Landes angebaut – vom Süden bis zum Fernen Osten.
Grundlagen der Sortenwahl
Die Sorte „Queen“ ist teilweise selbstfruchtbar und benötigt daher Bestäuber. Sie können jede beliebige Sorte wählen, solange die Blütezeit genau übereinstimmt. Bitte beachten Sie die Sortenanforderungen für eine erfolgreiche Anpflanzung:
- Zwischen den Pflanzungen und dem nächsten Zaun/Gebäude sollte ein Abstand von 100-150 cm eingehalten werden;
- Der optimale Standort ist sonnig, aber Halbschatten am Nachmittag ist auch akzeptabel.
- Zugluft ist ausgenommen – sie ist insbesondere in der Winterzeit gefährlich;
- Grundwasser – in einer Tiefe von 80-100 cm unter der Erdoberfläche;
- Die Tiefe des Pflanzlochs beträgt etwa 40 cm;
- Lochdurchmesser – 50 cm.
- ✓ Für optimales Wachstum und Fruchtansatz sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 7,0 liegen.
- ✓ Für eine effektive Kreuzbestäubung sollte der Abstand zwischen den Bestäuberbäumen 50 Meter nicht überschreiten.
Pflege: Gießen, Auflockern, Düngen
Das wichtigste Pflegeprinzip besteht darin, eine zu tiefe Auflockerung des Bodens um den Baumstamm herum zu vermeiden. Dies liegt daran, dass das Wurzelsystem flach ist und zu hoch liegt. Es breitet sich jedoch stark aus.
Weitere Feinheiten des Anbaus:
- Ein Beschneiden und Formen des Baumes ist nicht erforderlich; es genügt, im Frühjahr und Herbst einen hygienischen Rückschnitt durchzuführen, um Schädlingsbefall und das Auftreten von Krankheiten zu verhindern;
- In den ersten beiden Jahren sollten die Sämlinge zweimal im Monat mit 4-5 Litern abgestandenem, warmem Wasser gegossen werden, danach maximal 5 Mal im Jahr.
- Staunässe im Stammbereich ist zu vermeiden - die Sorte verträgt keine starke Staunässe;
- Die Düngung erfolgt nach den üblichen Verfahren für Kirschkulturen.
Vor der Überwinterung den Baum vorbereiten: Die Stämme, einschließlich eines kleinen Teils der unteren Triebe, mit Kalk streichen, den Baum wässern, um die Feuchtigkeit aufzufüllen, und die Umgebung mulchen. Bei zu erwartendem Frost unter -20 °C den Stamm mit Jute oder Agrarfaser abdecken.
Vor- und Nachteile der Sorte
Obwohl die Sorte nicht im staatlichen Sortenregister aufgeführt ist, weisen Gärtner auf die vielen positiven Eigenschaften der Queen-Kirsche hin:
Gärtner sehen keine gravierenden Mängel, sondern bemerken lediglich die späte Reifezeit.
Die Queen-Kirsche ist wahrlich königlich: Ihre Früchte sind sehr süß und wunderschön, ihre glänzende Schale schimmert in der Sonne und behält so ihr attraktives Aussehen. Diese Sorte ist pflegeleicht und daher auch für Anfänger geeignet. Die wichtigste Regel lautet: Den Boden nicht zu tief auflockern.




