Pflaume und Kirschpflaume sind eng verwandt und bei russischen Gärtnern sehr beliebt. Beide Obstarten sind in Zentralrussland weit verbreitet und lassen sich recht einfach voneinander unterscheiden. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede zwischen diesen Pflanzen und ihre Gemeinsamkeiten. Außerdem erfahren Sie, ob die Bäume nebeneinander auf demselben Grundstück gedeihen können.
Der Ursprung von Pflaumen und Kirschpflaumen
Beide Obstbäume gehören zur selben Familie, den Rosengewächsen (Rosaceae), zu denen auch viele andere Gartenpflanzen zählen: Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen usw. Beide gehören zur Gattung der Pflaume, die über 200 Arten umfasst. Sie sind die nächsten Verwandten im Pflanzenreich.

Die Kirschpflaume ist im Wesentlichen der Vorfahre der gewöhnlichen Pflaume. Sie wird auch Kirschpflaume genannt. Dieser Baum wächst wild. Er ist winterhart und sehr fruchtbar. Sein Verbreitungsgebiet ist recht groß und umfasst unter anderem:
- Kleinasien und Zentralasien;
- Balkan;
- Transkaukasien und Nordkaukasus;
- Iran;
- Moldau;
- Regionen der Russischen Föderation, vor allem südliche.
Durch die Kreuzung von Kirschpflaume und Schlehe entstand die Kulturpflaume. Ihre „Tochter“ hat keine Wildformen und kommt in der Natur nicht vor. Sie ist bei Gärtnern beliebter und ihnen viel vertrauter als ihre Vorfahrin. Die Kultursorte tauchte erstmals in Persien auf. Im 17. Jahrhundert wurde sie von Europa nach Russland gebracht.
Pflaumen waren ursprünglich nicht für ihre Winterhärte bekannt. Dank der Züchtungsbemühungen wurden im Laufe der Zeit viele Sorten entwickelt, die gut an strenge Winter angepasst sind. Heute wird diese Frucht nicht nur in Mitteldeutschland, sondern auch im Norden erfolgreich angebaut. Ihr Verbreitungsgebiet ist größer als das der Kirschpflaume.
Äußere Unterschiede
Trotz ihrer engen Verwandtschaft sind diese beiden Obstarten nicht zu verwechseln. Selbst ein unerfahrener Gärtner kann anhand des Aussehens von Baum und Frucht leicht erkennen, ob es sich um Pflaumen oder Kirschpflaumen handelt:
| Externe Indikatoren | Hauspflaume | Kirschpflaume |
| Wie sieht ein Baum aus? | ||
| Höhe | 5-12 m (maximal 15 m) | 3-10 m |
| Krone | Ausladend, eiförmig, breit oder säulenförmig.
| Ausladend, rundlich (die Pflanze hat das Aussehen eines mehrstämmigen Baumes oder eines üppigen Strauchs).
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| Fluchten | Mittlere Dicke (dünner als Apfel oder Birne), grünlich-braun oder graubraun (kann einen rötlichen Schimmer aufweisen), Junge Bäume sind dünn und biegsam und wachsen aktiv; alte Bäume sind mit einer dicken, rissigen Rinde bedeckt. ![]() | Dünn, verzweigt, braungrün, kann stachelig sein, junge Exemplare sind glatt, grün mit kleinen Härchen, ältere Exemplare sind dicker, mit dunkler, rauer Rinde bedeckt, die sich abschält und reißt.
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| Laub | Groß, einfach, schmal, lanzettlich, mit glattem oder gesägtem Rand, gewöhnlich grün (kann bei einigen Sorten eine andere Farbe haben, zum Beispiel violett).
| Klein, oval mit spitzer Spitze, mit gezackten Rändern, dunkelgrün (einige Sorten haben dekoratives Laub, rot oder violett), auf der Rückseite heller.
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| Blumen | Becherförmig, fünfblättrig, weiß oder rosa (bei dekorativen Sorten können sie bordeauxrot oder violett sein), einzeln oder in Blütenständen von 5-6 Stück gesammelt, Durchmesser - 2 cm.
| Weiß oder rosa, mit 5 Blütenblättern, in kleinen Büscheln oder einzeln angeordnet, Durchmesser - 2,5 cm, sehr duftend.
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| Wie sieht der Fötus aus? | ||
| Bilden | Länglich, rund-oval oder kugelförmig, mit einer deutlich ausgeprägten Längsrille.
| Rund, leicht abgeflacht, mit wenig oder keiner ventralen Naht.
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| Größe | Groß oder mittelgroß. | Klein. |
| Gewicht | 20-70 g. | 10-35 g. |
| Färbung | Meist blau oder violett, kann aber auch gelb, grün, rot-rosa oder blau-schwarz sein. | Gelb, orange, manchmal mit einem rötlichen Schimmer (einige Sorten können rosa oder violett sein). |
| Haut | Glatt, mit einem charakteristischen bläulichen Schimmer, matt oder glänzend, dicht, kann von unterschiedlicher Dicke und Festigkeit sein. | Dünn, dicht, stark, glänzend, mit wenig oder gar keiner Wachsschicht. |
| Zellstoff | Fest, oft fleischig, Saftigkeit und Dichte hängen von der Sorte ab. | Wässrig, oft flüssig, saftig, aromatisch. |
| Knochen | Groß, lässt sich in der Regel gut vom Fruchtfleisch trennen.
| Klein, schwer vom Fruchtfleisch zu trennen.
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Der Kirschpflaumenbaum erreicht seine Ertragsreife zwei Jahre früher als der Pflaumenbaum. Seine Lebensdauer ist doppelt so lang wie die seines kultivierten Verwandten. Er kann bis zu 50 Jahre am selben Standort wachsen.
Geschmack und Geruch
Auch die Geschmackseigenschaften dieser beiden Gartengaben sind nicht identisch. Ihre Bewertungen durch Fachleute lauten wie folgt:
- 4,5-5 - PflaumeDas Fruchtfleisch ist süß mit einer leichten bis mäßigen Säure. Manche Sorten weisen eine leicht säuerliche Note auf. Der Zuckergehalt beträgt bis zu 19 %, der Säuregehalt liegt unter 1,32 %. Das Aroma ist zart und nicht sehr ausgeprägt.
- 4-4,8 - KirschpflaumeDie Frucht ist süß-sauer, erfrischend, sehr saftig und aromatisch. Ihr Duft ist fruchtig und nektarartig und schon von Weitem wahrnehmbar. Der Zuckergehalt beträgt bis zu 7,6 % und der Säuregehalt bis zu 3 %.
Pflaumen gelten aufgrund ihres hohen Zuckergehalts als schmackhafter. Kirschpflaumen (auch Tkemali genannt) sind weniger süß. Sie enthalten mehr Säure (Ascorbinsäure, Zitronensäure und Apfelsäure) als ihre fleischigen, violetten Verwandten.
Chemische Zusammensetzung
Der Nährwert der Früchte dieser beiden Gartenpflanzen variiert ebenfalls. Es bestehen deutliche Unterschiede in den Fruchtfleischbestandteilen. Daten für eine vergleichende Analyse sind in der Tabelle aufgeführt:
| Chemische Zusammensetzung und Nährwert | Pflaume | Kirschpflaume |
| Kaloriengehalt, kcal/100 g | 34 | 49 |
| Proteine, g pro 100 g Fruchtfleisch | 0,2 | 0,8 |
| Fettgehalt, g pro 100 g | 0,1 | 0,3 |
| Kohlenhydrate, g pro 100 g | 7.9 | 9.6 |
| Natürlicher Zucker, % | 6,5-19 | 4-7,6 |
| Säuren, % | 0,6-1,32 | 1.4-3 |
| Vitamine | A, C, B1, B2, P | A, C, B1, PP, E. |
| Mineralien | Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod, Nickel | Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Eisen usw. |
| Pektin, % | 0,2-1,5 | 0,5-5 |
Kirschpflaumen sind nicht nur kalorienreicher, sondern auch nährstoffreicher als Pflaumen. Aufgrund ihres sauren Geschmacks werden sie selten roh verzehrt, und beim Kochen geht der Großteil ihrer Vitamine und Mineralstoffe verloren. Sie enthalten mehr Tocopherol (Vitamin E), weisen aber im Vergleich zu violetten, fleischigen Früchten einen geringeren Retinolgehalt (Vitamin A) auf.
Verwendungsmöglichkeiten von Pflaumen und Kirschpflaumen
Tkemali-Pflaumen sind im Allgemeinen weniger süß und aromatisch als Pflaumen. Sie werden selten frisch verzehrt, mit Ausnahme von Sorten mit besonders guten Geschmacksbewertungen. Kirschpflaumen sind in der heimischen Küche weit verbreitet.
- Hausfrauen stellen daraus Marmelade, Kompott und verschiedene Köstlichkeiten her – Pastille, Konfitüre oder Gelee (aufgrund des hohen Pektingehalts im Fruchtfleisch und in der Schale benötigen sie keine Geliermittel).
- wird als Füllung für Pasteten verwendet;
- Getränke zubereiten (Limonade, Saft, Fruchtgetränk);
- für den Winter eingemacht;
- wird Gemüsegerichten hinzugefügt, kombiniert mit Tomaten, Auberginen und Zucchini;
- Saucen für Fleischgerichte zubereiten.
Pflaumen werden meist frisch verzehrt oder Desserts wie Obstsalaten beigefügt. Die fleischigen, dickschaligen Früchte eignen sich hervorragend für dickflüssige Marmeladen und Konfitüren. Sie können auch eingekocht und als Füllung in Backwaren verwendet werden. Außerdem werden sie zur Herstellung von Babynahrung und Säften verwendet.
Pflaumen werden oft getrocknet und konserviert. Die so gewonnenen Pflaumen gelten als besonders gesunde Delikatesse. Sie werden auch zu einer süßen Paste mit Nüssen, Honig und Rosinen verarbeitet. Außerdem werden sie mit Schokolade kombiniert, um hausgemachte Pralinen herzustellen.
Reifezeit
Die Kirschpflaume gedeiht am besten in Wärme, ist aber robust und anspruchslos hinsichtlich Bewässerung und Boden. Sie wächst und trägt am besten im Süden des Landes. In warmen Klimazonen ist der Baum weniger anfällig für Krankheiten und widerstandsfähiger gegen Insektenbefall. Er trägt ab dem zweiten oder dritten Jahr Früchte. Die Früchte reifen zu folgenden Zeiten:
- Ende des Sommers;
- Frühherbst (einige Sorten).
Im Gegensatz zu ihrer Vorfahrin ist die Pflaume weniger kälteempfindlich. Viele ihrer Sorten werden von Gärtnern auch in nördlichen Regionen erfolgreich angebaut. Obwohl sie recht frostbeständig ist, erreicht sie nicht die gleiche Frostresistenz wie die Tkemali-Pflaume.
Pflaumenbäume erreichen im fünften Jahr nach der Pflanzung ihre Ertragsfähigkeit. Bei guter Pflege reifen die Früchte bereits im Juli. In kühleren Klimazonen erfolgt die Ernte später.
Produktivität und Transportierbarkeit
Die Anpflanzung dieser beiden Obstbaumsorten ergibt unterschiedliche Fruchtmengen. Die durchschnittlichen Erträge pro Stamm (in günstigen Jahren und bei sachgemäßer Anbauweise) sind wie folgt:
- Kirschpflaumen - 30-45 kg;
- Pflaumen - 20 kg (es gibt Ausnahmen - einige Sorten, zum Beispiel President oder Green Renclode, ergeben 40 kg).
Die Transportierbarkeit der Ernte hängt von der Sorte und dem Reifegrad ab. Pflaumensorten mit festem Fruchtfleisch und zäher Schale sind widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen (z. B. ungarische Pflaumen) und eignen sich gut für den Transport über lange Strecken. Dasselbe gilt für Kirschpflaumen, insbesondere für solche, die leicht unreif geerntet wurden.
Lagerung
Die Haltbarkeit der geernteten Früchte hängt von vielen Faktoren ab: Sorte, Reifegrad, Sorgfalt bei der Ernte und Lagerbedingungen. Leicht unreif gepflückte Früchte behalten ihre Frische am besten. Die Lagerzeiten sind wie folgt:
- Pflaumen – von wenigen Tagen bis zu mehreren MonatenReifes Obst hält sich im Kühlschrank maximal 5 Tage, unreifes Obst bleibt bei Temperaturen zwischen 0 °C und 2 °C (80 % Luftfeuchtigkeit) bis zu 2 Monate frisch. Gefrorenes Obst ist mindestens sechs Monate haltbar.
- Kirschpflaume - von einigen Tagen bis zu 3 WochenBei Zimmertemperatur verliert Tkemali schnell an Festigkeit und Geschmack. Unreif bleibt es im Gemüsefach des Kühlschranks (Temperaturbereich: 0 °C bis +4 °C) 14–20 Tage saftig und frisch. Zur längeren Lagerung kann Tkemali eingefroren oder getrocknet werden.
Unterschiede in der Betreuung
Beide Obstarten bevorzugen sonnige Standorte mit viel Wärme und Licht. Sie gedeihen gut auf fruchtbaren, lockeren, durchlässigen Böden, die nicht zu Grundwasserüberschwemmungen neigen und lehmig sowie neutral oder leicht alkalisch sind. Es gibt jedoch einige Unterschiede in den Anbautechniken:
| Pflegeaktivitäten | Für Pflaumen | Für Kirschpflaumen |
| Bewässerung
| Gießen Sie Ihre Bäume regelmäßig, einmal pro Woche (Sämlinge zwei- bis dreimal pro Woche). Der Boden um den Stamm sollte bis in eine Tiefe von 40 cm feucht sein.
Die erste Bewässerung sollte einige Wochen vor der Blüte und 14–20 Tage danach erfolgen. Achten Sie darauf, die Pflanze während der Fruchtbildung zu gießen. Für junge Bäume 40-60 Liter Wasser pro Stamm verwenden; für ausgewachsene (fruchttragende) Bäume bis zu 100 Liter pro Stamm verwenden. | Die Pflanze ist trockenheitsresistenter und benötigt mäßige Bewässerung. Befeuchten Sie den Boden bis in eine Tiefe von 30–40 cm.
Bei einem ausgewachsenen Baum sollten 3-4 Behandlungen pro Saison durchgeführt werden, wobei pro Stamm 40-50 Liter Wasser verwendet werden. Die Kirschpflaume sollte vor der Blüte, während der Fruchtknotenbildung, 3 Wochen nach der zweiten Bewässerung und während der Reifephase der Früchte bewässert werden.
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| Topdressing
| Im Frühjahr benötigen Pflaumenbäume Stickstoff, im Sommer Kalium und Phosphor. Düngen Sie 3- bis 5-mal pro Saison.
Verwenden Sie organische Stoffe (Humus, Kompost, Asche) und mineralische Verbindungen (Superphosphat, Kaliumsulfat, Harnstoff). Je älter der Baum, desto mehr Nährstoffe benötigt er. | Tkemali-Pflanzen werden auf die gleiche Weise gedüngt. Eine weniger häufige Düngung (mehrmals pro Saison) ist ausreichend. Diese Fruchtart benötigt weniger zusätzliche Nährstoffe. |
| Trimmen
| Der Pflaumenbaum benötigt jährliche Formungs- und Pflegemaßnahmen.
Die erste Methode besteht darin, den zentralen Leittrieb zu verkürzen und 5–7 skelettartige Verzweigungen zu bilden. Dies verleiht der Pflanze ein gepflegtes und ordentliches Aussehen und erhöht ihre Produktivität. Der zweite Schritt besteht darin, erfrorene und abgebrochene Triebe sowie dicke, von Krankheiten und Schädlingen befallene Triebe zu entfernen. | Einmal gepflanzt, wachsen Kirschpflaumen schnell. Ihre Kronen neigen dazu, dicht zu werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist erforderlich. Schwache und unregelmäßig wachsende Äste sollten entfernt werden. Verjüngen Sie den Baum jährlich durch das Entfernen alter Triebe. Die Kultur stellt geringere Anforderungen an die Kronenbildung, erfordert aber häufiges Ausdünnen.
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| Vorbereitung auf den Winter
| Pflaumensorten mit guter Frostresistenz benötigen in gemäßigten Klimazonen keine Winterisolierung. Junge Bäume bilden hier eine Ausnahme.
Bäume, die in nördlichen Regionen wachsen, und kälteempfindliche Arten müssen auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Nach der Ernte sind folgende Schritte durchzuführen:
| Die Frostresistenz der Pflanze lässt zu wünschen übrig. Im Süden können die Bäume ohne Isolierung überwintern. In der mittleren Zone benötigen sie, insbesondere Jungpflanzen, eine gute Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit.
Im Spätherbst sollten folgende Arbeiten für Kirschpflaumen durchgeführt werden:
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| Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
| Die Kulturpflanze ist mäßig resistent gegen Infektionen und Schädlingsbefall. Ohne angemessene Pflege und vorbeugende Behandlungen ist sie anfällig für Moniliose, Lochfleckenkrankheit, Rost, Fruchtfäule, Blattläuse, Apfelwickler und andere Schädlinge.
Um dieses Problem zu vermeiden, besprühen Sie die Krone zu folgenden Zeiten:
Um das Risiko von Krankheiten bei Pflaumenbäumen zu verringern, sollten Sie den Rückschnitt nicht vernachlässigen, Wurzelausläufer entfernen, den Boden auflockern und abgefallenes Laub sowie Pflanzenreste aus dem Garten entfernen. | Kirschpflaumen sind sehr widerstandsfähig. In warmen Klimazonen werden sie selten krank oder von Schädlingen befallen. Im Gegensatz zu Pflaumen sind sie robust und anspruchslos.
Unter günstigen Bedingungen und bei guter Pflege kann die Kulturpflanze auch ohne den Einsatz von Fungiziden/Insektiziden angebaut werden. Bei ungünstigen Wachstumsbedingungen kann der Baum anfällig für Moniliose, Echten Mehltau, Clasterosporium-Infektionen, Kokzidiose und Schädlinge (Blattläuse, Apfelwickler, Blattwespen und Milben) werden. In diesen Fällen sind vorbeugende Behandlungen erforderlich, die nach dem gleichen Verfahren und mit den gleichen Produkten wie bei Pflaumen durchgeführt werden.
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Pflaumen sind pflegeintensiver als Kirschpflaumen. Sie benötigen zusätzliche Aufmerksamkeit vom Gärtner.
Welche Wahl ist besser?
Bei der Entscheidung, welchen Obstbaum Sie in Ihrem Garten pflanzen möchten, sollten Sie nicht nur Ihre eigenen Vorlieben, sondern auch das lokale Klima berücksichtigen:
- Für die südlichen Regionen Die Kirschpflaume ist besser geeignet. Sie gedeiht am besten in warmen Klimazonen. Für den Anbau in den mittleren Regionen des Landes sollten Sie Sorten wählen, die Temperaturen von -20 °C oder darunter vertragen, und diese im Winter unbedingt isolieren.
- Für Regionen, die zum Zentralgürtel der Russischen Föderation gehörenPflaumen sind vorzuziehen. Die erhöhte Kälteresistenz einiger Sorten macht sie auch im Norden des Landes anbaufähig. Auch in den südlichen Regionen gedeihen sie gut, sofern sie ausreichend bewässert werden.
Wählen Sie zonengerechte Sorten, um eine reiche Ernte zu gewährleisten.
Wer hohe Bäume im Garten haben möchte, sollte sich für Pflaumenbäume oder Buschpflaumen (Tkemali) entscheiden. Letztere benötigen doppelt so viel Platz wie ihre violette Verwandte.
Wer süße Früchte und dickflüssige Marmelade liebt, sollte sich Pflaumen genauer ansehen, und wer saure, vitaminreiche Früchte mag, sollte Kirschpflaumen in Betracht ziehen.
Verträglichkeit von Kirschpflaume und Pflaume im selben Garten
Beide Obstarten gedeihen im selben Garten. Sie benötigen ähnliche Wachstumsbedingungen (volle Sonne, Schutz vor Wind und Zugluft, ähnlicher Bodentyp). Auch die Pflege ist sehr ähnlich. Wählen Sie einfach Sorten, die hinsichtlich der Bestäubung miteinander kompatibel sind.
- Hybrid-Kirschpflaume und Pflaume;
- Kirschpflaume und chinesische Pflaume.
Wenn man beide Obstarten in einem Gartenbeet anbaut, sollten einige wichtige Regeln beachtet werden:
- Abstand zwischen den Pflanzen: 3–5 m;
- Die Kronen sollten sich nicht gegenseitig beschatten, und die Wurzeln sollten nicht um Nährstoffe und Feuchtigkeit konkurrieren.
Die winterharte Tkemali ist eine hervorragende Pflaumenunterlage und mit allen Pflaumensorten kompatibel. Man kann auch einen Kirschpflaumensteckling auf einen Pflaumenbaum veredeln, um Platz zu sparen und verschiedene Früchte an einem einzigen Stamm zu ernten. Diese Technik ermöglicht es, eine wärmeliebende Pflanze in einem kalten Klima anzubauen.
Pflaume und Kirschpflaume sind beliebte Obstbäume mit vielen ähnlichen Eigenschaften. Es gibt jedoch auch wesentliche Unterschiede. Bei der Wahl einer dieser beiden Gartenpflanzen sollten Sie deren Winterhärte und Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge berücksichtigen. Achten Sie dabei nicht nur auf Ihren persönlichen Geschmack, sondern auch auf die Bedingungen, unter denen der Baum wachsen soll.

























